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Facebook-Debakel: Ist Vizechefin Sheryl Sandberg noch zu halten?

Facebook-COO Sheryl Sandberg: Die einstige Vorzeigefrau des Social Networks steht unter Dauerdruck
Facebook-COO Sheryl Sandberg: Die einstige Vorzeigefrau des Social Networks steht unter Dauerdruck

Es ist der zweite PR-GAU binnen eines Jahres: Die große Enthüllungsstory in der New York Times hat Facebook mindestens so stark beschädigt wie der Datenskandal um Cambridge Analytica. Im Nachhall der beschämenden PR-Praktiken fordern Branchenexperten inzwischen nicht nur den Rücktritt von Facebook-Chef Zuckerberg als Aufsichtsratschef, sondern auch offen den Rücktritt von Facebooks Vizechefin Sheryl Sandberg.

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Management-Guru Jeffrey Sonnenfeld erklärte im Finanzsender CNBC am Wochenende in Reaktion auf den Investigativreport in der New York Times: “Sheryl Sandberg sollte ersetzt werden. Sie ist komplett entbehrlich”.

Die Kritik an der lange Zeit gefeierten Nummer zwei von Facebook wurde in der großen Enthüllungsgeschichte der New York Times in der vergangenen Woche laut.  Die NYT wirft Facebook vor, Warnzeichen auf den Datenmissbrauch und die russische Einflussnahme bewusst ignoriert und zudem eine umstrittene PR-Firma beauftragt zu haben, um Kritiker zu diffamieren.

“Sheryl Sandberg kommt am schlechtesten in der Story weg”

Im Zentrum der Anschuldigungen steht dabei COO Sheryl Sandberg, die sowohl abstreitet, man habe  Hinweise auf Einflussnahme bei den US-Wahlen absichtlich zurückgehalten als auch, dass Facebook mit ihrem Wissen die PR-Firma Definers für eine Schmutzkampagne gegen die Konkurrenz von Apple und Google angeheuert habe.

Auch für Marketing-Professor Scott Galloway sind Sandbergs Erklärungen wenig glaubhaft. “Sheryl Sandberg kommt eindeutig am schlechtesten aus der ganzen Story weg”, erklärte der viel zitierte Bestseller-Autor (“The Four”) im Podcast mit re/code-Gründerin Kara Swisher.

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Scott Galloway: Sheryl Sandberg erholt in der Facebook-Krise lange Zeit “unfairen Schutz” durch ihre Verdienste

Galloway betonte, er habe sich die Kritik an der 49-Jährigen nicht leicht gemacht, nachdem sie so eloquent über den Verlust ihres Mannes Dave Goldberg geschrieben habe und sich als Vorkämpferin für die Gleichstellung von Frauen verdient gemacht habe.

Diese Verdienste hätten Sandberg in der Vergangenheit einen “unfairen Schutz” in der Dauerkrise des weltgrößten Social Networks gegeben, so dass sie nun, da die Meinung gekippt sei, über die Maßen zur Rechenschaft gezogen werde.

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