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“Tatort”-Ermittler-Ranking: Ballauf und Schenk springen auf 2, Lürsen und Stedefreund auf 4, Münster unerreicht

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Für den erfolgsverwöhnten "Tatort" geht es derzeit nicht weiter nur nach oben: Die Folgen seit der Sommerpause haben über eine halbe Million weniger Zuschauer erreicht als vor einem Jahr - und auch weniger als 2016. Im "Tatort"-Ermittler-Ranking, das MEEDIA aus allen Zuschauerzahlen der jüngsten zwei Jahre errechnet hat, führen Thiel und Boerne aus Münster unangefochten vor Ballauf und Schenk.

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8,35 Mio. Krimifans schalteten die acht “Tatorte” seit dem 26. August ein. Vor einem Jahr waren es im vergleichbaren Zeitraum noch 8,91 Mio., 2016 lag der Durchschnitt in den entsprechenden Wochen bei 8,77 Mio. Der neueste Fall aus Stuttgart vom vergangenen Wochenende, “Der Mann, der lügt” war zudem der erste “Tatort” mit mehr als 9 Mio. Zuschauern seit Mai, ohne ihn wäre der Durchschnitt noch ein Stück weiter unten. Natürlich ist das alles Jammern auf hohem Niveau, doch nach der Erfolgsserie im ersten Quartal 2018, als acht von 12 “Tatorte” mehr als 10 Mio. Zuschauer einsammelten, scheint derzeit eine zarte Sättigung bei einigen Krimi-Fans eingesetzt zu haben.

Drei der Ermittler-Teams liegen in der Statistik der jüngsten zwei Jahre aber über der 10-Mio.-Marke: Die drei Fälle für Thiel und Boerne aus Münster sahen dabei im Durchschnitt 13,24 Mio. Krimifans – das reicht mit Abstand für Platz 1 im von MEEDIA errechneten Ranking. Auf 2 und 3 folgen die Kölner Ballauf und Schenk, die sich im Vergleich zum Januar, als wir zum bisher letzten Mal die Ermittler-Tabelle aktualisierten, um einen Platz steigerten, sowie Charlotte Lindholm aus Hannover, die mit nur einem Fall aus den 24 Monaten in die Wertung kam. Für Fans: Der nächste “Tatort” mit Charlotte Lindholm ist für den 3. Februar angekündigt, der nächste Kölner Krimi für dem 6. Januar. Für die kommenden Krimis aus Münster gibt es noch keinen Termin, es dürfte also frühestens das Frühjahr 2019 werden.

Die größten Aufsteiger folgen auf den Rängen 4 bis 7: Das Bremer Duo Lürsen und Stedefreund, die im kommenden Jahr in den “Tatort”-Ruhestand gehen, verbesserten sich mit durchschnittlich 9,39 Mio. Sehern von 8 auf 4, die Stuttgarter Lannert und Bootz machten einen Sprung von 9 auf 5. Überraschenderweise ist der Wiener “Tatort”, der noch vor einigen Jahren meist ziemlich am Ende der Tabelle zu finden war, inzwischen sechstbeliebtester “Tatort”. Sogar von 19 auf 7 steigerte sich Ellen Berlinger (Heike Makatsch) als Ermittlerin aus Freiburg. Auch sie kam wie Charlotte Lindholm nur mit einem Film in die Wertung, wann der nächste zu sehen ist, steht noch nicht fest.

Diverse Plätze eingebüßt haben hingegen die Konstanzer Blum und Perlmann, die längst in Rente sind und beim nächsten Mal aus dem “Tatort”-Ranking heraus fallen, der Saarbrücker Kommissar Stellbrink, der Ende Januar seinen TV-Abschied feiern wird, sowie die Freiburger Ermittler Tobler und Berg. die ihr starkes Start-Niveau nicht halten konnten. Auch für die Veteranin Lena Odenthal ging es ein großes Stück nach unten: von 12 auf 17. Ganz hinten findet sich Til Schweiger alias Nik Tschiller, dessen Kino-“Tatort” im Sommer auch im Fernsehen weitgehend floppte. Es ist der einzige “Tatort”, mit dem er in die Wertung kam. Wann es einen nächsten gibt, steht in den Sternen.

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Das Zuschauer-Ranking der "Tatort"-Ermittler

Platz Jan 18 Ermittler Stadt/Sender Zuschauer in Mio.*
1 1 Thiel / Boerne Münster / WDR 13,24
2 3 Ballauf / Schenk Köln / WDR 10,53
3 2 Lindholm Hannover / NDR 10,28
4 8 Lürsen / Stedefreund Bremen / RB 9,39
5 9 Lannert / Bootz Stuttgart / SWR 9,35
6 11 Eisner / Fellner Wien / ORF 9,08
7 19 Berlinger Freiburg / SWR 9,07
8 7 Faber / Bönisch / Dalay / Kossik Dortmund / WDR 9,04
9 6 Blum / Perlmann Konstanz / SWR 8,93
10 5 Stellbrink / Marx Saarbrücken / SR 8,91
11 10 Murot Wiesbaden / HR 8,80
12 13 Sieland / Gorniak / Schnabel Dresden / MDR 8,64
13 4 Tobler/Berg Freiburg / SWR 8,64
14 18 Rubin / Karow Berlin / RBB 8,61
15 15 Dorn / Lessing Weimar / MDR 8,44
16 16 Voss / Ringelhahn Nürnberg / BR 8,42
17 12 Odenthal / Kopper Ludwigshafen / SWR 8,21
18 20 Borowski / Brandt Kiel / NDR 8,20
19 17 Falke / Grosz Hamburg / NDR 8,12
20 14 Batic / Leitmayr München / BR 8,02
21 21 Janneke / Brix Frankfurt / HR 7,90
22 22 Flückiger / Ritschard Luzern /SF 6,89
23 Tschiller / Gümer Hamburg / NDR 5,33
*Durchschnittszahlen: 16. November 2016 bis 15. November 2018 // Rohdaten-Quelle: ARD / Berechnungen & Tabelle: MEEDIA

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Alle Kommentare

  1. Trotz des vorletzten Platzes: Der Schweizer Tatort „Die Musik stirbt zuletzt” (vom 5.8.) mit seiner 90-Minuten-Kamerafahrt war einer der besten überhaupt. Münster interessiert doch ohne Börne nicht die Bohne.

  2. Wieso ist oder soll das bitte überraschenderweise so sein, dass gerade der Wiener Tatort mit dem stets mieselsüchtigen Eisner und der sensibl-liebenswerten Bibi auf Platz 6 rangiert? Also mich wundert das nicht, im Gegenteil, finde es höchst plausibel. Für mich das gegenwärtig sympathischste Tatort-Fernsehpärchen überhaupt, vor allem, wenn es dann auch mal etwas cholerischer und zünftiger, sprich völlig ungekünstelt-bodenständig rüberkommt.

  3. Eine nicht sehr aussagekräftige Statistik. Ok, es gibt keine bessere, weil die Fallzahlen gering sind. Aber man sollte sich dann doch bei der Interpretation zurückhalten, wenn man es fachlich richtig machen will.

    Bei der Basierung statistischer Ergebnisse auf einzelnen Fällen wie einer einzelnen Folge ist die statistische Aussagekraft recht gering. Das Mindeste wäre, Besonderheiten bei den Rahmenumständen dieser einzelnen Ereignisse zu berücksichtigen.

    Kommissar Schweigertschiller muss man nicht mögen. Aber wenn diese einzelne neue Folge zwischen lauter Wiederholungen mitten in den Ferien des Jahrhundertsommers wegversendet wird, dann lässt sich ihr Erfolg nun wirklich nicht mit den anderen Folgen vergleichen. Und das sollte man dann auch nicht tun.

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