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iPhone-Nachfrage bricht ein: Auch Goldman Sachs stuft Apple herab

Das iPhone XR: Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind
Das iPhone XR: Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind © Apple

Neuer Handelstag, neuer Rückschlag. Auch im heutigen Handelsverlauf musste Apple an der Wall Street weitere Verluste verkraften, nachdem sich Analysten erneut skeptisch zum Absatzpotenzial der neuen iPhones geäußert haben. So warnte Wall Street-Institution Goldman Sachs seine Kunden heute davor, dass Apple im nächsten Jahr sechs Prozent weniger iPhones als erwartet herstellen dürfte. Die Folge: Goldman-Analyst Rod Hall strich sein Kursziel zusammen.

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Die Hiobsbotschaften wollen einfach nicht abreißen. Nachdem gestern die Großbank JP Morgan, die Investmentgesellschaft Longbow und Staranalyst Ming-Chi Kuo ihre Absatzerwartungen für das iPhone reduziert und Apple teilweise heruntergestuft hatten, zog heute Wall Street-Riese Goldman Sachs nach.

Analyst Rod Hall strich seine iPhone-Absatzschätzungen für das laufende Weihnachtsquartal um 5 Prozent zusammen und reduzierte die Umsatzprognosen ebenfalls um 3 Prozent auf 89 Milliarden Dollar, die dem unteren Ende von Apples eigenen Schätzungen entsprechen.

Apple-Aktie verliert nach Goldmans Kurszielreduktion weiter

“Während Apple zwar einen Teil der (Absatz-) Schwäche in seinem Ausblick eingepreist haben mag, glauben wir, dass der Umfang und das Timing der Gewinnwarnung (des Zulieferers – A.d.R.) von Lumentum nahelegt, dass Apple zunehmend schwächere Nachfrage erfährt”, schreibt der Analyst des Dow Jones-Mitglieds in einer Kurzstudie, die dem Blog Apple 3.0 vorliegt.

“Wir sind besorgt, dass die Kundennachfrage nach den neuen iPhone-Modellen einbricht”, schreibt Goldman Sachs weiter – und zieht Konsequenzen. Rod Hall rasierte das Kursziel für die Apple-Aktie von 222 auf nur noch 209 Dollar und beschleunigte den Ausverkauf des zuletzt schwer abgestürzten Tech-Titels wieder.

Auch heute gab die Apple-Aktie ein weiteres Prozent nach und notiert bei 192 Dollar auf dem tiefsten Stand seit Juli. Mehr als 200 Milliarden Dollar Börsenwert wurden binnen nicht einmal sechs Wochen vernichtet.

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China-Problem belastet Apple

Anlass für den Kurssturz sind die sich immer weiter eintrübenden Absatzaussichten für das neuste Smartphone-Modell iPhone XR, das erst seit zweieinhalb Wochen im Handel erhältlich ist. Nachdem der Verkaufsstart des neuen LCD-iPhones mit Randlos-Display zum totalen Non-Event geraten war, mehrten sich die Berichte um schnelle Produktionskürzungen fast im Tagesrhythmus.

Wie Longbow Research gestern in einer Kurzstudie festgestellt hat, liegt das Kernproblem der iPhone-Schwäche in China. So hätten asiatische Zulieferer von Apple nicht nur um 20 bis 30 Prozent weniger Bestellungen erhalten, sondern die Suchabfragen nach neuen iPhones in der führenden chinesischen Suchmaschine Baidu wären seit Oktober regelrecht kollabiert.

“Die iPhone-Story hat Risse bekommen. Unsere Kontakte weisen im Jahresvergleich  schwächere Bestellnachfragen auf, und auch die Baidu-Suchabfragen nach ‘iPhone’ sind ein Alarmzeichen”, schreibt Analyst Shawn M. Harrison in seiner Kurzstudie die dem Finanzportal StreetInsider vorliegt

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