Partner von:
Anzeige

“Historischer Moment für die Pressefreiheit”: CNN verklagt Trump-Regierung nach Rauswurf von Journalist Jim Acosta

Eklat bei Pressekonferenz: US-Präsident Trump und CNN-Reporter Jim Acosta leisten sich offenen Disput
Eklat bei Pressekonferenz: US-Präsident Trump und CNN-Reporter Jim Acosta leisten sich offenen Disput Screenshot: © Fox News / YouTube

CNN geht gerichtlich gegen Donald Trump und seine Administration vor. Das erklärte der US-Nachrichtensender am Dienstag in einem offiziellen Statement. Mit der Klage will der Sender die Administration zunächst via einstweiliger Verfügung dazu zwingen, Jim Acosta wieder für das Weiße Haus zu akkreditieren. Vergangene Woche kam es während einer Pressekonferenz zum Eklat, als Acosta und Präsident Trump erneut aneinander gerieten.

Anzeige

“Der unrechtmäßige Widerruf dieser Zugangsberechtigung verstößt gegen die Rechte der Pressefreiheit von CNN und Acosta”, heißt es in der Stellungnahme weiter. Werde gegen das Vorgehen im Weißen Haus nichts unternommen, hätte dies Auswirkungen auf die Arbeit vieler Journalisten, so der Sender weiter. Der Rauswurf von Pressevertretern könnte eine “abschreckende Wirkung” haben, ergo kritischen Journalismus unterdrücken. Live auf Sendung sprachen die CNN-Moderatoren von einem “historischen Moment für die Pressefreiheit”. Mit der Klage wolle man sicherstellen, dass so etwas nicht noch mal vorkomme.  Seine Klageschrift hat der Sender im Internet veröffentlicht.

Acosta wurde nach einem Eklat mit US-Präsident Trump in der vergangenen Woche die Akkreditierung entzogen. Der Reporter weigerte sich, bei einer Pressekonferenz das Mikrofon aus der Hand zu geben. Trump hatte sich zuvor versucht, weitere Fragen des Reporters zu unterbinden. Acosta wollte sich damit aber nicht zufrieden geben, ließ sich erst abwimmeln, nachdem Trump ihn mehrfach dazu aufforderte, das Mikrofon abzugeben und sich schließlich von seinem Pult einige Schritte entfernte.

Als Begründung des Akkreditierungsentzuges nannte man das aus Sicht des Weißen Hauses unangemessene Verhalten des Reporters wie auch die Tatsache, dass er eine Praktikantin, die ihm das Mikrofon wegnehmen wollte, angefasst habe. Journalistenkollegen pflichteten Acosta bei, den Vorwurf zu entkräften.

Anzeige

Nachdem sich Acosta zurückzog, erklärte Trump, CNN sollte sich für seinen Reporter schämen. “Sie sind eine unverschämte und schreckliche Person”, attackierte der Präsident den Journalisten. Beim wiederholten Einschreitens Acostas bezeichnete Trump ihn schließlich als “Feind des Volkes”, weil er Fake News verbreite.

Der Vorfall gilt als weiterer Beleg für Trumps schwierige Einstellung gegenüber unabhängigem und kritischen Journalismus.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia