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Keine Rückkehr aus der Winterpause: Springer stellt Fußball Bild ein

Das Spiel ist aus: Sport-Chef Matthias Brügelmann und Verlagsleiterin Carolin Hulshoff Pol machen keine Fußball Bild mehr
Das Spiel ist aus: Sport-Chef Matthias Brügelmann und Verlagsleiterin Carolin Hulshoff Pol machen keine Fußball Bild mehr

Fast zwei Jahre nach dem Launch einer eigenen Tageszeitung für den beliebtesten Sport der Deutschen, stellt Springer die Fußball-Bild wieder ein. Das gab der Konzern am Freitag in einer kurzen Mitteilung bekannt. Am Montag, dem 24. Dezember – pünktlich zur Winterpause – erscheint die letzte Ausgabe.

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“Fußball Bild ist eine tolle Zeitung, das wurde uns in der Marktforschung und durch Rückmeldungen aus der Fußball-Branche eindrucksvoll bestätigt”, erklärt Verlagsleiterin Carolin Hulshoff Pol in einem Pressestatement. Zuerst über die Einstellung berichtet hatte Horizont.

Weiter erklärt Hulshoff Pol: “Leider mussten wir nach fast zwei Jahren feststellen, dass wir gemeinsam viel gelernt und erreicht haben, aber Fußball Bild nach unseren hohen wirtschaftlichen Maßstäben unter unseren Erwartungen geblieben ist.” Und das, obwohl zumindest von redaktioneller Seite keine großen, finanziellen Mehraufwendungen notwendig waren.

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Springer startete die tägliche (Freitag bis Samstag) Fußball-Ausgabe 2016 als Testlauf in München und Stuttgart, druckte sie ab dem 20. Januar 2017 bundesweit. Redaktionell verantwortlich war das so genannte Kompetenzcenter Sport, dem Sport-Chefredakteur Matthias Brügelmann vorsteht. Sein Team hat die Fußballbild aus dem Tagesgeschäft heraus zusätzlich gestemmt, Springer setzte dabei auch auf eine Zweitverwertung der Inhalte.

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Alle Kommentare

  1. Das Wort “Zweitverwertung” beschreibt in meinen Augen das Dilemma, an dem Fußball-Bild letztlich gescheitert ist. Wenn die konsequent zeitgleich erfolgt wäre, wäre der Preis in Ordnung gegangen. Immerhin hätte man dann eine Zusammenfassung aller Bild-Fußballberichte, wie es sie in dieser Tiefe nirgends gibt. Doch wenn die Flächen zwischen den aktuellen Spielberichten immer mal wieder mit Geschichten gefüllt werden, die anderswo am Tag zuvor zu lesen waren und man an zwei oder drei Stellen im Blatt nur Anriss-Meldungen für die neue Sport-Bild findet, die die jeweiligen Fußball-Reißer exklusiv hat, dann führt das den eigenen Anspruch ad absurdum. Schade, denn Fußball können die bei Bild.

    1. Vor allem „können” sie:
      X „buhlt um” Y,
      A „ist heiss auf” B,
      C hat D „auf dem Zettel”, aber auch E, F und G „bieten mit”.

      Und immer wissen sie genau, für wen es „eng wird” und wo es „Mega-Zoff” gibt. Idealerweise nach einer „Klartext-Ansage”.

      1. @ceterum censeo

        Ja, für das intellektuelle Niveau von Fussballfans reichen diese aufgefüllten Textgerüste vollkommen aus, die Leute fühlen sich informiert und können mitreden.

        In wenigen Jahren übernimmt die Auffüllung dann noch eine KI Einheit.

  2. Der Inhalt hat schlicht nicht zum Preis gepasst. Am Anfang war ich von der Idee begeistert, aber schon nach wenigen Ausgaben lies das Interesse nach.

  3. Auch meine Begeisterung hat nachgelassen, nachdem sie weiterhin im Abo nur per Post zu beziehen ist und der Copypreis um 50 % angehoben wurde.

  4. Ok, ich gebe zu, ich wußte bisher gar nichts von der Existenz dieser Zeitung.

    Springer glaubte wohl Millionen mit diesem Blatt scheffeln zu können und das mal eben auf die Schnelle und danach dauerhaft. Vater dieses Gedanken war wohl der Reibach, den die Bundesliga Clubs machen und hier besonders mit Fan-Artikeln. Mein Mitleid liegt unter Null.

  5. Als Liebhaber der portugiesischen Sportzeitung “A bola”, habe ich mich auf die Fußball Bild gefreut. Statt inhaltlich hochwertiger Taktikberichte und schön visualisierten Aufstellungen sowie Statistiken, gab es letztlich aber nur reißerische Themen. Schlagzeile heute: “Ribery, 3 Ohrfeigen für TV-Mann?”. Na dann gute Nacht.

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