Partner von:
Anzeige

Schwache iPhone XR-Nachfrage: Apple soll Produktion um weitere 4 bis 5 Millionen Einheiten reduzieren

iPhone XR-Launch: Greifen die Kunden wie erwartet zu?
iPhone XR-Launch: Greifen die Kunden wie erwartet zu? © Apple

Die Hiobsbotschaften werden täglich lauter. Seit dem Launch vor elf Tagen scheint sich das Interesse am iPhone XR in Grenzen zu halten. Nachdem der Verkaufsstart des neuen LCD-iPhones mit Randlos-Display zum totalen Non-Event geraten war, mehrten sich zuletzt die Berichte um schnelle Produktionskürzungen. Techanalyst Jun Zhang vom Brokerhaus Rosenblatt Securities legte heute in einer Kurzstudie nach und erwartet weitere Reduzierungen von vier bis fünf Millionen Einheiten im laufenden Quartal.

Anzeige

Wiederholt sich die Geschichte? Fünf Jahre ist es her, dass Apple bunte, neue Smartphone-Modelle  zu einem günstigeren Preis als das Flaggschiff-Modell auf den Markt brachte: Das iPhone 5c sollte all jene Möchtegern-Apple-Kunden ansprechen, die schon immer gern ein iPhone erwerben wollten, aber bisher vom hohen Preis abgeschreckt wurden.

Doch statt einer Eroberung der gehobenen Smartphone-Mittelklasse geriet das iPhone 5c zum veritablen Flop, der nach nur einem Jahr schnell wieder aus Apples Produktportfolio verschwand. Schnell wurde unter Apple-Fans und solchen, die es werden sollten, diskutiert, wie viel Faszination ein neues Smartphone ausstrahlt, das in der Marketingstrategie nur zweite Wahl ist?

Rosenblatt Securities-Analyst Jun Zhang hat iPhone XR-Schwäche früh ausgemacht

Die gleiche Frage, nur noch eine Stufe tiefer, ist nun angesichts des Launches von Apples neuen LCD-iPhones mit Randlos-Display wieder an der Tagesordnung. Als “brillant, innen und außen” bewirbt Apple sein iPhone XR, das nach dem Launch der hochpreisigen OLED-Modelle iPhone XS und XS Max  bezüglich der technischen Spezifikationen nur das drittbeste neue Smartphone der Saison darstellt.

Anzeige

Entsprechend zurückhaltend scheint auch der Verkaufsbeginn auszufallen. Am Erstverkaufstag standen von San Francisco über Toronto bis nach Mailand nur einige Versprengte vor den Apple Stores. Das fehlende Kaufinteresse hat seine Wirkung bei einem der genauesten Branchenbeobachter nicht verfehlt. Rosenblatt Securities-Analyst Jun Zhang, der sich bereits nach dem Beginn der Vorbestellungsphase zurückhaltend zur Nachfrage nach dem iPhone XR geäußert hatte, passte seine steigende Skepsis in den vergangenen Wochen in neuen Absatzschätzungen nach unten an.

Produktionskürzung von weiteren 4 bis 5 Millionen Einheiten

In einer neuen Kurzstudie, die dem Blog AppleInsider vorliegt, passt Zhang nach Informationen aus Zuliefererkreisen seine Absatzschätzungen im laufenden Weihnachtsquartal um vier bis fünf Millionen Einheiten nach unten an. Komponentenbestellungen seien in dieser Woche bereits zurückgegangen, will der Rosenblatt Securities-Analyst ausgemacht haben.

“Die Verkaufsrate des iPhone XR ist weiter schwächer als bislang angenommen”, stellt Jun Zhang fest. Als zusätzlichen Grund für den deutlichen Produktionsrückgang führt der Rosenblatt Securities-Analyst zudem Qualitätsprobleme mit der HDI-Leiterplatte des Zulieferers Skyworks an. Im Gegenzug könnte Apple aber die Produktion des Vorgängermodells, das der iKonzern offiziell gar nicht mehr vertreibt, aber von Mobilfunkprovidern weiter angeboten wird,  um ein bis zwei Millionen Einheiten hochfahren, mutmaßt Zhang.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia