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RTL Group steigert in den ersten neun Monaten den Umsatz trotz schwächelndem Deutschlandgeschäft

RTL Group CEO Bert Habets
RTL Group CEO Bert Habets

Von Januar bis September 2018 hat die RTL Group den Umsatz um 2,7% auf 4,468 Mrd. Euro gesteigert. Maßgeblich für die Erlössteigerung waren laut Sendergruppe das florierende Digitalgeschäft und das gut laufende Produktionsgeschäft bei Fremantle. Der operative Gewinn (EBITDA) stagnierte allerdings mit 892 Mio. Euro auf hohem Niveau (Vorjahr: 889 Mio. Euro). Unterm Strich blieb mit 424 Mio. Euro ein bisschen weniger Nettogewinn hängen als im Vorjahreszeitraum (434 Mio. Euro).

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Grund für den stagnierenden operativen Gewinn war, dass Ergebnissteigerungen bei der Groupe M6 und RTL Nederland teilweise durch Ergebnisrückgänge bei der Mediengruppe RTL Deutschland und RTL Hungary ausgeglichen wurden. Das EBITDA der erfolgsverwöhnten Mediengruppe RTL Deutschland sank in den ersten neun Monaten um 2,6% Prozent auf 484 Millionen Euro. Als Gründe gibt die Gruppe geringere TV-Werbeumsätze vor allem im dritten Quartal an. Juli und August seien außerdem vergleichsweise schwierig gewesen wegen sehr starker Vorjahreszahlen und der Übertragung der Fußball-WM in den öffentlich-rechtlichen Sendern.

Das EBITDA der französischen Groupe M6 stieg dagegen erklecklich um 4,9% auf 277 Mio. Euro. Der Grund ist hier allerdings vor allem, dass sich der Fußballverein Girondins de Bordeaux zum Ende der Saison 2017/2018 von einigen Spielern getrennt hat. Mittlerweile hat M6 den Fußballclub an den US-Investmentfonds General American Capital Partners (GACP) verkauft. Das Geschäft mit dem Fußball hatte der RTL Group bisher eher Ärger eingebracht. So sorgte unter anderem die teure Entlassung eines Trainers jüngst für eine Delle in der Bilanz.

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Sehr gut liefen die Geschäfte bei RTL Nederland, wo das EBITDA um satte 22,2% auf 55 Mio. Euro stieg, vor allem dank dem Streaming-Angebot Videoland und dem Digitalgeschäft. Das EBITDA der Produktionstochter  Fremantle stieg um 3,1% auf 66 Mio. Euro, vor allem dank der starken Ergebnisse in Nordamerika, Deutschland (Ufa) und bei dem kanadischen Videospielunternehmen Ludia. Die Digitalumsätze der RTL Group wachsen weiter dynamisch und stiegen insgesamt um 17,9% auf 660 Mio. Euro. Wachstumsträger sind hier vor allem BroadbandTV, Fremantle und Videoland.

Dementsprechend verwundert es nicht, dass sich die RTL Group bei ihrer Wachstumsstrategie auf das Digitalgeschäft, vor allem Video-on-Demand, und den Ausbau der fiktionalen Serienproduktion durch Fremantle konzentrieren will. CEO Bert Habets sagt dazu: “Die gemischte Entwicklung der europäischen TV-Werbemärkte zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dank unserer klaren Fokussierung auf zwei Wachstumsfelder: dem Auf- und Ausbau unserer non-linearen Streaming-Plattformen und der Produktion lokaler, exklusiver Inhalte.”

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