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Axel Springers Neun-Monats-Bilanz: Digitale Kleinanzeigen bleiben Gewinnbringer Nummer eins

Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner
Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner

Auch im dritten Quartal profitiert die Axel Springer SE vom sehr starken Digitalgeschäft, das mittlerweile über 80 Prozent zum bereinigten operativen Gewinn (EBITDA) beisteuert. Der Umsatz im 3. Quartal lag bei 2,326 Mrd. Euro, eine Steigerung von 4,7%. Umsatz- und Gewinnbringer Nummer eins war einmal mehr das Geschäft mit digitalen Rubrikenanzeigen. Das klassische Mediengeschäft bleibt in Summe schwierig.

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Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg in den ersten neun Monaten um 14,4% auf 541,4 Mio. Euro. Die bereinigte EBITDA-Rendite lag bei erklecklichen 23,3%. CEO Mathias Döpfner zeigt sich zufrieden: „In den vergangenen Monaten haben wir strategisch und operativ unsere Ziele erreicht. Wir investieren in Marken, Produkte und Technologie, treiben das internationale Wachstum voran und bleiben dabei hochprofitabel.“

Auf Basis der Neunmonatsergebnisse hebt der Vorstand seine Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie an: Für das Gesamtjahr 2018 sei nun von einem Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich auszugehen; bisher wurde mit einem Anstieg im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich gerechnet. Die Gesamtjahresprognose für die Umsatzerlöse und das bereinigte EBITDA im Konzern bleiben dagegen unverändert. Weiter wird ein Anstieg der Erlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet, der auch organisch erreicht werden soll. Das bereinigte EBITDA soll unverändert im niedrigen zweistelligen Prozentbereich steigen und organisch im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zunehmen.

In den ersten neun Monaten legte der Konzernüberschuss um 51,4% auf 247,4 Mio. Euro. Zum starken prozentualen Sprung trugen allerdings vor allem Sondereffekte bei, wie der  Verkauf von Anteilen an der aufeminin-Gruppe sowie die Übertragung des Berliner Axel-Springer-Hochhauses an den Axel Springer Pensionstreuhandverein. Bereinigt wuchs der Konzernüberschuss um 5% auf 256,7 Mio. Euro.

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Das Segment Classifieds Media, also das Geschäft mit digitalen Rubrikenanzeigen,  erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatzanstieg von 19,4 Prozent auf 890,2 Mio. Euro. Selbst ohne Sondereffekte legte das Segment um um 10,8% zu. Das bereinigte EBITDA hier erhöhte sich ebenfalls deutlich um 15% auf 353,5 Mio. Euro.

Im Segment News Media, dem klassischen Mediengeschäft u.a. mit der Bild- und Welt-Gruppe, sanken die Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten leicht von1,095 Mrd. auf 1,090 Mrd. Euro. Besonders zufrieden zeigt man sich bei Springer mit der Entwicklung des Business Insider, der maßgeblich zum organischen Anstieg (plus 23,9%) des bereinigten Segment-EBITDA im internationalen Bereich beigetragen habe. Das bereinigte EBITDA bei News Media stagnierte ansonsten im Segment bei 165,1 Mio. Euro. Organisch betrachtet lag der operative Gewinn sogar 8,8% Prozent unter dem Vorjahreswert.

Das Segment Marketing Media verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Umsatzrückgang von 8,9% auf 306,8 Mio. Euro. Hier wirkten sich sowohl der Verkauf und die damit verbundene Entkonsolidierung von aufeminin ab Ende April als auch die Einstellung der US-Aktivitäten von Bonial Ende 2017 aus. Bereinigt erhöhten sich die Umsatzerlöse hier leicht um 1,3%. Das bereinigte EBITDA des Segments wuchs um 11,4% Prozent auf 62,7 Mio. Euro.

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