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Tesla-Chef Elon Musk rechnet mit Medien ab: “Journalisten sind schreckliche Leute”

Unter Dauerdruck: Tesla-CEO Elon Musk
Unter Dauerdruck: Tesla-CEO Elon Musk

Tesla-Chef Elon Musk bleibt angriffslustig. Nach rund einem Monat, nachdem sich der 47-Jährige mit der US-Börsenaufsicht SEC wegen seines Börsenrückzugs-Tweets geeinigt hat, teilt Musk wieder aus. Ins Visier nimmt der Tesla-CEO in einem Podcast mit Kara Swisher diesmal Journalisten, denen er vorwirft, unwahrheitsgemäß über ihn zu berichten und ihren Beruf mit dem eines Anzeigenverkäufers zu verwechseln.

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Elon Musk hat wieder Rückenwind. Seit Bekanntgabe der jüngsten Quartalsbilanz, bei der der Elektroautobauer einen überraschenden Rekordgewinn vermeldet hatte, ist die Tesla-Aktie nicht mehr zu stoppen und notiert bei 347 Dollar nur noch knapp unter dem Allzeithoch, das der verhängnisvolle Börsenrückzugs-Tweet ausgelöst hatte.

Die Twitter-Affäre ist nach einer schnellen Einigung mit der US-Börsenaufsicht abgehakt, doch ein gewisser Groll scheint bei Elon Musk geblieben zu sein, wie anhaltende Sticheleien auf dem Kurznachrichtendienst deutlich machen. Gegenüber re/code-Techreporterin Kara Swisher erklärte Musk am Wochenende in einem Podcast seine Obsession zum 280-Zeichen-Dienst, den er als “unterhaltsam” beschrieb, aber am Tag nur für “10 bis 15 Minuten” nutze – u.a., um sich mit Journalisten einen Schlagabtausch zu liefern.

“Journalisten sind schrecklich. Schreckliche Leute”

“Meine Wertschätzung für die Presse ist rapide gesunken”, betrieb Musk dabei Medienschelte, die an Donald Trump erinnert. “Die Zahl der unwahren Artikel, die über mich geschrieben worden sind, ist unglaublich hoch”, erklärte der Tesla-Chef mit einem Verweis auf einen Wall Street Journal-Artikel.

“So etwas auf der Titelseite einer angesehenen Zeitung zu drucken, ist empörend. Warum sind diese Leute überhaupt Journalisten? Sie sind schrecklich. Schreckliche Leute”, betrieb der gebürtige Südafrikaner eine Generalabrechnung mit Journalisten, denen er vorwarf, Unwahrheit nicht zu korrigieren. “Je schrecklicher eine Artikelschlagzeile ist, desto besser wird sie geklickt. Jemand, der so etwas schreibt, ist aber kein Journalist, sondern Anzeigenverkäufer”, machte Musk den Vorwurf des Clickbaitings.

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“Absurd, dass Tesla noch am Leben ist”

In dem weitreichenden re/code-Interview mit Kara Swisher erklärte Musk zudem, dass Tesla mit der hochgefahrenen Produktion des  Model 3 das Gröbste hinter sich habe, während der Entwicklung aber mehrfach vor dem Kollaps gestanden habe. Gemessen am Herstellersterben in der Automobilindustrie sei es “absurd, dass Tesla noch am Leben ist”, bekannte Musk. Gleichzeitig erklärte der Seriengründer: “Tesla darf nicht sterben, weil Tesla unglaublich wichtig für die Zukunft nachhaltiger Mobilität ist”.

In dem einstündigen Podcast teilte der Tesla-Chef auch erneut gegen Techpionier Apple aus, den Musk zuvor als “Friedhof von Tesla” bezeichnet hatte. “Ich nutze immer noch ein iPhone und anderes (von Apple – A.d.R.). Aber wann hat Apple das letzte Mal Produkte auf den Markt gebracht, die Leute wirklich umgehauen haben?”

 

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