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“Möchte die Mediendiktatur aufs Schärfste kritisieren”: das wirre Interview des Kandidaten von der Null-Prozent-Partei zur Hessen-Wahl

Der BüSo-Kandidat Ilja Karpowski verwirrt mit einem bizarren hr-Gebet
Der BüSo-Kandidat Ilja Karpowski verwirrt mit einem bizarren hr-Gebet

Die öffentlich-rechtliche Hessenschau stellt in ihrem hr-Kandidatencheck #hrWahl die Kandidaten zur Landtagswahl in Hessen vor. Unter den zahlreichen seriösen Interviews und den Einspielungen der Spaßpartei "Die Partei" sticht ein Gespräch indes besonders hervor: Ilja Karpowski von der Partei "Bürgerrechtsbewegung Solidarität (BüSo)" verwirrt die Zuschauer mit einem bizarren hr-Gebet.

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“Ich hatte eigentlich vorgehabt, mich etwas mehr auf die Fragen einzustellen”, gab der Politiker zu Beginn des Videos zu, das Buzzfeed entdeckt hat. Dann habe er aber die Nachrichten von hr-Info gehört, in denen der hessische Nachrichtensender die BüSos als “sektenähnlich” bezeichnete.

Nun wird es kurios: “Da habe ich mir überlegt: Ist das denn wirklich der Fall?”, fragt Karpowski ironisch. Er erzählt, dass er “Tarot-Karten” gelegt und sich bei Mondschein die Haare rasiert habe, um der Frage nachzugehen. Und weil die rechte Haarhälfte schneller nachgewachsen sei als die linke, ist er auch zu einem Ergebnis gekommen: Ja, die BüSo ist eine Sekte. Als Dank für diese Erkenntnis wolle er nun für hr-Info beten. Fast eine Minute lang stößt er einen Laut aus: “Mmmmmm” und bedankt sich zwischenzeitlich für die Nachrichten des öffentlich-rechtlichen Senders.

Eine kuriose Einlage, die Karpowski nicht ganz ernst meint, wie er im Nachhinein zugab. Auf die Fragen aber reagierte der Mann, der immerhin erster stellvertretender Vorsitzender der BüSos ist, nicht – ebenso wenig wie Inhalte seiner Partei preiszugeben. Zum Schluss heißt es: “Ich möchte die Mediendiktatur aufs Schärfste kritisieren”, was den Zuschauer noch verwirrter hinterlässt. Das ganze Video ist online zu sehen.

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Bei der vergangenen Landtagswahl kamen die BüSos, die einen starken Nationalstaat und die Wiedereinführung der D-Mark fordern, auf 0,0 Prozent der Stimmen. Am Sonntag wird das wohl nicht anders sein.

(rt)

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Alle Kommentare

  1. Und die Verarsche musste der hr senden.
    Das ist doch mal gelungene Satire, ohne das man dafür Millionen an Rundfunkgebühren verschwenden musste.
    Der Staatsfunk am Nasenring durch die Manege.

    1. Ha, nein. Dass Sie sich mich so vorstellen, sagt mehr über Ihre linksradikalen Wahnvorstellungen als über mich.

      1. Lesetipp für Sie: „Wie man Nationen am Schreibtisch erfindet“ von Enzensberger (in: „Zwanzig Zehn-Minuten-Essays“).

      2. Glauben Sie das bringt mich davon ab, ein Nationalist zu sein? Nationen sind Konstrukte, aber sie funktionieren. Sie glauben wahrscheinlich (im Gegensatz zu mir), dass auch “Gender” ein rein soziales Konstrukt ist, nehmen Ihr Gender-Konstrukt aber trotzdem ernst, anstatt es als Schwachsinn abzutun. Da stecken Sie intellektuell in einer Sackgasse.

        Wenn Sie unseren Konflikt besser verstehen wollen, dann lesen Sie lieber David Goodhart: “The Road to Somewhere: The Populist Revolt and the Future of Politics”

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