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Alphabet-Quartalszahlen: Die Google-Mutter enttäuscht die Wall Street trotz Nettogewinn von 9,2 Milliarden Dollar

Google-Gründer Larry Page ist CEO von Alphabet
Google-Gründer Larry Page ist CEO von Alphabet Foto: dpa

Schwieriger Abend für Besitzer von Internetaktien: Nach Amazon patzte auch Alphabet bei Vorlage seiner neusten Geschäftszahlen für das abgelaufene September-Quartal. Wie der E-Commerce-Riese wurde auch der Google-Mutter eine kleine Umsatzverfehlung zum Verhängnis. Dabei fuhr der 20 Jahre alte Internet-Pionier mit 9,2 Milliarden Dollar einen der größten Gewinne seiner Unternehmenshistorie ein und konnte die Konsensschätzungen der Wall Street deutlich übertreffen. Trotzdem gibt die Aktie nachbörslich deutlich nach.

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Die Geschäfte brummen weiter in Mountain View: Zwischen Anfang Juli und Ende September erlöste die Google-Mutter Alphabet vor Abzug von Traffic-Akquisitionskosten mit 33,7 Milliarden Dollar den höchsten Umsatz der Konzerngeschichte – ein Zuwachs von immer noch 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als der 20 Jahre alte Internetpionier noch 27,7 Milliarden Dollar umgesetzt hatte.

Allein: Die Wall Street hatte mehr vom nach Amazon zweitwertvollsten Internetkonzern der Welt erwartet. Die Konsensschätzungen, die bei Umsätzen von 34,04 Milliarden Dollar gelegen hatten, wurden damit knapp verfehlt.
Finanzchefin Ruth Portal erklärte während der anschließenden Telefonkonferenz mit Analysten, dass Wechselkurseffekte im Zuge der Dollar-Stärke höhere Erlöse verhindert hätten.

Gewinn explodiert um 37 Prozent

Nach Abzug von Traffic-Akquisitionskosten erlöste Alphabet durch Googles Werbeeinnahmen 27,01 Milliarden Dollar, blieb damit allerdings auch hinter den Analystenerwartungen, die durchschnittlich bei 27,3 Milliarden Dollar gelegen hatten. Gegenüber dem Vorjahr betrug das Umsatzplus des Suchgeschäfts knapp 23 Prozent. 86 Prozent seiner Erlöse erzielt Alphabet weiterhin durch die Werbeerlöse seiner Google-Suche.

Dynamischer fiel dagegen der Gewinnzuwachs aus: Netto hatte Alphabet im dritten Quartal des neuen Geschäftsjahres 9,19 Milliarden Dollar nach 6,73 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum verdient – ein Zuwachs von enormen 37 Prozent. Der Gewinn je Aktie fiel mit 13,06 Dollar je Anteilsschein weitaus höher aus als von Analysten erwartet, die mit einem Gewinn je Aktie in Höhe von 10,42 Dollar gerechnet hatten. Im Vorjahr hatte der Gewinn je Aktie noch 9,57 Dollar betragen.

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 „Andere Wetten“ verbrennen 732 Millionen Dollar

Googles andere Aktivitäten (“Other Revenues”) außerhalb des Kerngeschäfts Werbung, wie etwa das Cloud-Geschäft,   Hardware-Verkäufe der Pixel-Smartphones und der Smart Speaker Google Home sowie Erlöse durch den Google PlayStore, legten im dritten Quartal von 3,59 Milliarden auf 4,64 Milliarden Dollar zu, lagen damit aber ebenfalls moderat unter den Analystenschätzungen von 4,81 Milliarden Dollar.

Die „Anderen Wetten“ (wie das selbstfahrende Auto oder etwa Project Loon), die Alphabet in der Holding-Struktur gesondert ausweist, weiteten ihre Verluste unterdessen weiter aus, während die Umsätze nur marginal zulegten. Nach Erlösen von 117 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum setzten die „Other Bets“ nunmehr 146 Millionen Dollar um, verbrannten dabei allerdings 727 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatten die Nettoverluste noch 650 Millionen Dollar betragen.

Anleger reagierten unzufrieden auf Alphabets neustes Zahlenwerk und schickten die Aktie, die im Handelsverlauf noch um 4 Prozent zugelegt hatte, nachbörslich nun wieder um 5 Prozent nach unten.

 

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