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Zeig’ mir Deine Uhr und ich sage Dir, wer Du bist: Sawsan Chebli, die Rolex und der Shitstorm

Was Lacoste die Welt, Sawsan Chebli? Geld spielt keine Rolex!
Was Lacoste die Welt, Sawsan Chebli? Geld spielt keine Rolex!

Die SPD-Politikerin und Berliner Spitzenbeamtin Sawsan Chebli polarisiert wie kaum eine zweite Politikerin. Aktuell sorgt für Social-Media-Schnappatmung, dass sie auf einem alten Porträtfoto eine Rolex trug. Das #rolexgate sagt einiges aus über Social Media, Frau Chebli und auch die Uhrenmarke Rolex. Ein Kommentar.

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Zunächst einmal ist es natürlich komplette Privatsache, welche Uhr jemand trägt. Und wenn sich eine Berliner Spitzenbeamtin eine teure Rolex leisten kann, why not!? Freies Land usw., schon mal gehört? Andererseits ist ja angeblich auch das Private oft Politisch und es ist nicht irgendwer, um den es hier geht, sondern Sawsan Chebli. Allein die Nennung ihres Namens sorgt für erhöhten Pulsschlag. Entweder, weil man sie so toll findet: attraktive Frau, hat sich aus eigener Kraft und einfachen Verhältnissen bis in die politische Elite des Landes hochgearbeitet, Karriere einer Flüchtlingstochter, so nur möglich in der SPD usw. Erfolg und Aufmerksamkeit, gepaart mit einer aparten Erscheinung und Stilbewusstsein rufen naturgemäß Neider auf den Plan, Frau Chebli würde sagen: Hater. Die unterstellen dann gerne, dass sie ja nur wegen eines Exoten-Bonus da ist, wo sie ist, dass sie in Wahrheit gar nix geleistet habe usw. Unschön und unfair.

Aber Sawsan Chebli tut bisweilen auch viel, um die Diskussionen rund um ihre Person so richtig schön anzuheizen und am Laufen zu halten. Wenn sie sich etwa öffentlich über Sexismus beklagt, weil ein Ex-Botschafter sie auf einer Veranstaltung nicht als Staatssekretärin erkannte, dann aber im etwas unbeholfenen Versuch eines Kompliments ihr Aussehen lobte. Für Chebli ein Sexismus-Schock – das wäre womöglich auch eine Nummer kleiner gegangen.

Nun also Rolex-Gate. Da postet irgendein Typ bei Facebook ein olles Foto von Chebli, auf dem sie erkennbar eine Rolex trägt und schreibt dazu: “Alles was man zum Zustand der deutschen Sozialdemokratie 2018 wissen muss.” Botschaft: Chebli tut so, als gehöre sie zu den einfachen Leuten, ist in Wahrheit aber längst eine von “denen da oben” – rich and famous. Beweis: Rolex. Chebli selbst gab dem Shitstorm in bewährter Manier kräftig Zunder, indem sie via Twitter auf ihre Herkunft aus armen Verhältnissen verwies:

Natürlich darf sie jede Uhr tragen, die sie tragen will und sich leisten kann. Aber so ganz neu und komplett aus der Luft gegriffen, ist der Kommentar des Facebook-Dudes auch wieder nicht, wie manche der nun zahlreich auftretenden Chebli-Verteidiger im Nachhinein Glauben machen wollen.

Genausowenig wie Sawsan Chebli eine hundsgemeine Staatssekretärin ist (laut Berliner Morgenpost besitzt sie Autogrammkarten), ist eine Rolex eine stinknormale Uhr. Die Rolex ist vielmehr ein Symbol für Luxus und ja, sie hat auch einen gewissen Protz-Faktor. Erinnern wir uns mal kurz ans Jahr 2005, als der damalige Siemens-Chef Klaus Kleinfeld mächtig Ärger wegen einer auf einem Foto zur Schau getragenen Rolex bekam, während er gleichzeitig über 1.000 Stellen abbaute. Rolex-Gate gab’s auch schon früher. Schwer vorstellbar, dass Herr Kleinfeld oder Frau Chebli unter Rechtfertigungsdruck geraten wären, hätten sie eine andere Luxusuhrenmarke getragen, die halt nicht jeder Depp sofort fünf Meilen gegen den Wind erkennt. Die Rolex aber ist seit jeher Synonym für Reichtum. In den 80ern hieß es auf dem Schulhof: “Was Lacoste die Welt? Geld spielt keine Rolex!” Auch eine gewisse Halbseidenheit spielt ins Marken-Image mit rein. So ist die Rolex auch die bevorzugte Uhrenmarke in Zuhälterkreisen, vor allem in der Farbe Gold. Angeblich, weil sich so eine goldene Rolex im Falles eines Falles (Razzia!) sehr schnell und unkompliziert überall wieder zu Bargeld machen lässt.

Solcherlei Überlegungen mögen damals bei Klaus Kleinfeld und heute bei Sawsan Chebli untergeordnete Rollen gespielt haben. Der oder die Rolex-Träger*in braucht sich aber nicht allzu sehr wundern, dass es Leute gibt, die sich provoziert fühlen. Wer eine Rolex trägt, sollte das aushalten können und auf so einen kreuzdoofen Shitstorm wie #rolexgate vielleicht ein ganz kleines bisschen souveräner reagieren, als Sawsan Chebli das getan hat.

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Alle Kommentare

  1. Die palästinensische Berufsopfer-Rolex ist das perfekte Accessoire zum Eröffnungstreffen der neuen parlamentarischen Arbeitsgruppe “Pferd” (die bisher beste Idee von Nahles).

  2. Sorry, aber was hier in dem Artikel an sexistischen Untertönen schon wieder mitschwingt, macht jede Form von weiblicher Empörung seitens Frau Chebli und anderer Frauen absolut nachvollziehbar und notwendig.

    1. Ohh, Sie wollen bei diesem aufgeheizten Thema auch noch eine Sexismus-Debatte anfangen! Sie sind ja ein ganz fieser kleiner Troll und Provokateur.

      1. … sprach der pseudo-irische TV und braun-blaue Frauenversteher. Mit was man TV auch übersetzen könnte, darauf kommen Sie bestimmt auch mit niedrigem IQ.

      2. Ach Suhaj, ein Transvestit bin ich nun wirklich nicht. Nur weil Sie in Ihrer kommunistischen Fur-Play-Gruppe gleich mehrere von diesen Verwirrten haben, dürfen Sie davon nicht einfach so auf den Rest der Welt schließen.

    2. Ich kapiere es auch nicht, Kristian. Erst bringt Meedia selbst einen Artikel, in dem steht, dass es hier um ein vier Jahre altes Foto (!) geht, dann schreiben sie noch selbst einen Kommentar dazu – über ein vier Jahre altes Foto! Wahrscheinlich sollen hier die Klickquote (der mittlerweile zum Glück wieder abnehmenden Tendenz) durch den Besuch blau-brauner Trolle gesteigert werden.

      Da hilft es dann auch nichts, wenn ein(e) gewisse(r) „IrishTV“ die Diskussion hier mittels diverser Sockenpuppen fast nur noch im Alleingang mit sich selbst führt.

  3. Dass die gute Frau eine Rolex trägt, geschenkt! Wer das Geld hat, soll sich einen Luxusartikel kaufen. So läuft die Welt und das ist auch in Ordnung. Was mich stört: Dass Sawsan Chebli leider für ein Einstellungsverfahren im öffentlichen Dienst stehet, das nicht mehr auf Leistung aufbaut, sondern auf Migrationshintergrund und Geschlecht. Wer sich die Pressekonferenzen mit der Dame anschaut, der weiß dass sie für diesen Job einfach nicht geeignet ist. Und wie es schon im Spiegel steht: Wirft man sie raus, wäre es das Eingeständnis, dass Integration nicht funktioniert.

  4. So ein Schmarn, ich denke dass man sich nicht schämen muss, eine Rolex zu tragen. Voraussetzung: die Uhr ist kein Fake und nicht geklaut. Und sich gegen Neider rechtfertigen, damit sollte man gar nicht erst anfangen. Neid bekommt man umsonst – das sagt alles.

  5. Jeder soll sich die Uhr kaufen die er tragen möchte. Typisch deutsche Neiddebatte. Wer sich solch eine Uhr kaufen möchte, soll es tun. Wer nicht das passende Budget dafür hat, der soll sparen, und wenn er einen nicht so gut bezahlten Job hat, dann soll er sich einen suchen. Und wer kein Schulabschluss bzw. Studium/Ausbildung vorweisen kann, der soll sich die Frage stellen, warum nach 11 Schuljahren gerade mal zum 9. Klasse Hauptschulabgangszeugnis gereicht hat.

    1. “Und wer kein Schulabschluss bzw. Studium/Ausbildung vorweisen kann, der soll sich die Frage stellen, warum nach 11 Schuljahren gerade mal zum 9. Klasse Hauptschulabgangszeugnis gereicht hat.”

      Vielleicht weil der Mehrfachquoten-Opferstatus (weiblich, muslimisch, Migrationshintergrund) fehlt und sich die SPD daher nicht für einen interessiert?

      1. Nun ja, wer hier den ganzen Tag mit dem Absondern von dümmlichen Kommentaren beschäftigt ist, für den hat es wohl nicht einmal zum Hauptschul-Abgangszeugnis gereicht. Schade, dass man sich damit auch nicht über einen „Mehrfachquoten-Opferstatus“ für eine sinnvollere Tätigkeit, die einen beruflich ausfüllt, qualifizieren kann.

      2. Ha, wenn Sie wüssten, Ronald.

        Aber wieso sind Sie so aggressiv? Fühlen Sie sich persönlich beleidigt, wenn ich „Mehrfachquoten-Opferstatus“ schreibe? Dass Sie eine Frau sind, bezweifle ich, auch wenn Sie oft wie eine argumentieren. Und muslimisch oder mit Migrationshintergrund sind Sie bestimmt auch nicht. Inkompetent wie Chebli sicherlich, aber das ist ja nun wirklich kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

        Oh mein Gott, sind Sie etwa in der SPD und regen sich deshalb so auf? Sie tun mir so leid, das wusste ich wirklich nicht! Darf ich Sie mal drücken, bevor es mit Ihnen und Ihrer Partei zu Ende geht? Bitte, streiten Sie heute nicht mit mir, sondern gehen Sie hinaus in die blasse Spätherbstsonne und fühlen Sie die letzten Strahlen, bevor der Winter über Ihnen hereinbricht.

  6. … die “politiche Elite” kann ich beim Berliner Senat leider nicht entdecken. Wenn ich mir das Gestammel von Frau Chebli in der Bundespressekonferez in’s Gedächtnis rufe, Enke ich, saß sie noch einiges lernen muß…

  7. Die Sozialisten waren schon immer Heuchler par excellence. Wie zu Lenins Zeiten. Die Rentner müssen Flaschen sammeln um über die Runde zukommen und Sozis frönen den Luxus. Zu traurig um darüber zu lachen. SPD eben!

      1. Offiziell ist Chebli “Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund und Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales” in der Landesregierung von Berlin, Bruttogehalt 8900 EUR pro Monat.

        Aber de facto heult sie den ganzen Tag herum, wie schlimm sie in Deutschland diskriminiert wird – und wenn sie sich ausgeheult hat, dann kauft sie natürlich am liebsten Schmuck ein. Neulich hatte sie 3 ganz unscheinbar aussehende, goldene Armreifchen (Cartier, Van Cleef & Arpels) für insgesamt 13000 EUR an, haben Sie das schon gesehen?

      2. Nein, noch nicht gesehn. Haben Sie ein Foto, wo man Chebli mit dem geilen Schmuck bewundern kann? DREI Armreifen um wieviel???? Ich erblasse vor NEID!!!!

        Frustkäufe also. Wegen der ganzen Natis und Extremisten. Und wegen der Gewalt, der alltäglichen und weil sie eben so arm ist, Opfer eben. Ja, das macht traurig. Ich könnte mitweinen.
        Vielleicht gibt es ein Konzert für Chebli? Oder ein Spendenkonto?

      3. Hier sind die Chebli-Armreife mit Preisliste:
        https://pbs.twimg.com/media/DqIL-pqWkAE25iL.jpg:large

        Ja, der Frust sitzt tief. (Übrigens ein anderes legendäres Chebli-Zitat, sie bezog es auf ihr ärmliches Leben als Staatssekretärin in Deutschland.)

        Deutsche Musik mag Chebli glaube ich nicht besonders, aber vielleicht würde sie auf Empfehlung von ihrem Förderer Steinmeier mal auf ein Konzert von “Feine Sahne Fischfilet” gehen? Im Zweifel lieber Geld schicken als Reparation.

      4. Wau, einfach wau, die Frau muss einfach Verehrer ohne Ende haben.

        Und jetzt treibt es mir die Tränen in die Augen. Aber aus WUT!!!!

        Das ist ungerecht!!! Ich protestiere und ich schrei es solidarisch raus:
        Alle Frauen sollten so tolle und geile Armreifen und sonstiges haben, meine Herren (und Damen)!!! Jede Frau hat es verdient allein aufgrund ihres Geschlechts ihre Ausstrahlung, ihre Reize zu betonen und sich mit Klunker, Schmiere und Kleister vollzupflastern.

        Steinmeier ist ihr Förderer? Aha…; Und wo bleibt der Förderer oder die Förderer aller unterprivilegierten Menschen?

        Na, die Musik von diesen Fischfilets mag ich nicht. Aber die youngsters haben mich dazu verdonnert, Bratans aus Favelas zu hören. Nicht schlecht, echt nicht schlecht.

      5. Nein, Chebli ist verheiratet. Ihr Mann ist im Medizintourismus-Business, der organisiert Krankenhausaufenthalte in Deutschland für reiche arabische Scheichs. Sie können sich also entweder bei dem als Zweitfrau bewerben oder schauen ob Steinmeier Lust auf noch ein bisschen Frauenförderung hat.

        Außerdem hat Chebli angeblich gute Kontakte nach Saudi-Arabien. Vielleicht waren einige der Schmuckstücke also gar nicht selbst gekauft, sondern Geschenke aus dem saudischen Schlachthaus – pardon, Königshaus? Wer weiß…

      6. Bitte was???
        Die Cheblis und FreundInnen und das Saudisches Schlachthaus sind verbandelt??? Ein Schnaps wäre jetzt überfällig, wenn es nicht so früh am Tag wäre.

        Wieso Zweitfrau? Hat er nicht eh schon einen ganzen Harem?

        Ach so, firstclassMedizin in Deutschland für die Eliten reserviert, klar, da müssen alle anderen zurückstehen, unter anderem deshalb weigert sich neuerdings die Krankenkassa wohl absurderweise Röntgenbilder vom Zahnarzt/Zahnchirurgen zu zahlen, weil sie meinen, das wäre medizinisch nicht nötig, der soll gefälligst durch das Zahnfleisch und die Zahnmasse hindurchschauen.

  8. Erinnert mich alles auch -natürlich nur sehr, sehr weit entfernt – irgendwie an die blasierten Partei- und Gewerkschaftsbonzen und natürlich an die Bank des kleinen Mannes und den Flöttl, der Prunk über alles liebte, Holz hacken musste der aber als Kind glaub ich nicht u am Boden musste er auch nicht schlafen. FritzVerzetnitsch, auch ein Kind aus ganz einfachen Verhältnissen, gelernter Gaswasserheizungsinstallateur, später mächtiger ÖGB-Boss und Sozi wohnte quasi sogar zum Nulltarif in einem tollen Penthouse in der Wiener Innenstadt, gleich neben seinem Freund Flöttl, er verpfändete dann die Streikfonds des ÖGB uswusf.

  9. Kleinfeld wurde nicht beschimpft weil er die Rolex getragen hat (total normal, Bild wurde im Sommer 2004 veröffentlicht), sondern, weil er die Rolex wegretuschiert hat als er die Stellen abgebaut hat. Das ist ein Riesen-Unterschied und ein großer Fauxpas des Autors

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