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#Rolexgate: Ein vier Jahre altes Foto von SPD-Staatssekretärin Sawsan Chebli sorgt für Shitstorm auf Twitter – doch dann dreht die Debatte komplett

Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli
Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli

Viel Aufregung um ein mehr als vier Jahre altes Foto. Am Wochenende kursierte ein Bild von der Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli in den sozialen Medien, das die heute 40-Jährige mit einer Rolex-Uhr am Handgelenk zeigt. Für einige Twitter- und Facebook-Nutzer ein gefundenes Fressen: Chebli wurde reflexartig unterstellt, die SPD-Politikerin habe sich durch die bewusste Zurschaustellung einer 7300 Euro teuren Luxusuhr von ihren Wählern entfernt. Schnell jedoch dreht die Diskussion auf Twitter – zugunsten von Chebli.

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Darf die oder der das? Die Frage nach dem moralischen Standard, an dem Politiker so gerne gemessen werden, hat am Wochenende die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) in den sozialen Medien eingeholt. Der Auslöser erscheint dabei allerdings alles andere als aktuell.

Am Freitagabend postete ein Facebook-Nutzer eine Fotomontage von Chebli mit einem direkten Verweis auf ihre 7300 Euro teure Rolex-Uhr. Dazu der hämische Kommentar: “Alles was man zum Zustand der deutschen Sozialdemokratie 2018 wissen muss.“

Was folgte, war absehbar: Das Posting wurde nicht nur auf Facebook rege kommentiert, sondern ging auch auf Twitter sofort viral. Im charakteristischen Beißreflex aus Häme und Spott zog auf dem 280-Zeichen-Dienst schnell ein Shitstorm auf.

Was vielen Nutzern dabei entging, war die Einordnung des Fotos, das keinesfalls ein Dokument “Zustand der deutschen Sozialdemokratie 2018” ist, sondern tatsächlich mehr als vier Jahre zuvor (nämlich am 21. Januar 2014) entstanden ist, wie die Bild-Zeitung herausarbeitete.

Ob die Zurschaustellung einer 7300 Euro teuren Luxusuhr von einer Politikerin der einstigen Arbeiterpartei allerdings so glücklich war, wurde am Wochenende aufgeregt auf Twitter diskutiert.

Auch Chebli selbst, seit jeher eine engagierte Twitter-Nutzerin, schaltete sich spürbar angefasst in die Debatte ein.

Relativ schnell drehte die Stimmung dann jedoch komplett – zugunsten der SPD-Staatssekretärin.

Selbst politische Rivalen wie FDP-Chef Lindner nahmen Chebli in Schutz.

Zahlreiche Twitter-Nutzer erhoben zudem den Vorwurf der Doppelmoral in der Debatte: 

Am Ende verselbstständigte sich das #Rolexgate immer weiter – und verlor sich im Twitter-typischen Slapstick.

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