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Wut-PK: Bayern-Bosse attackieren Springer-Presse und wollen gegen "hämische Berichte" klagen

Feuer frei auf die Medien: Bayern-Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge

Auf einer Pressekonferenz hat die Führungsriege des FC Bayern nach vier verlorenen Spielen offenbar einen Schuldigen gefunden: die Medien! Vor allem Karl-Heinz Rummenigge war in seiner Medienschelte kaum zu bremsen. Besonders auf dem Kieker hatte er die Medienvertreter des Springer-Konzerns.

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„Fühlen sie sich besonders angesprochen“, sagte Rummenigge in Richtung der „geballten Macht in der ersten Reihe“ – gemeint waren die anwesenden Springer-Journalisten. Zuvor sagte Rummenige u.a.: „Polemik scheint keine Grenzen mehr zu haben. Das gilt auch für Experten, die bei diesem Club mal Fußball gespielt haben.“ Gemeint sind wohl die früheren Bayern-Spieler Lothar Matthäus und Stefan Effenberg, die sich in den Medien als Experten verdingen.
Und weiter: „Es ist ein wichtiger Tag heute für den FC Bayern, weil wir Ihnen mitteilen wollen, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen. Wir werden mit dem heutigen Tag diese herabwürdigende, hämische Berichterstattung nicht mehr bieten lassen. Wir werden unsere Spieler, unseren Trainer und den Klub schützen.“ Man wolle eine Berichterstattung „faktischer Natur“ haben, so der Bayern-Boss.
Zwei Unterlassungserklärungen habe der FC Bayern gegen den Springer-Konzern gerichtlich erwirkt, in Zukunft wolle man bei Falschmeldungen auch Gegendarstellungen einfordern. Als Beispiel nannte Rummenigge unter anderem und ohne weitere Details zu nennen, die Berichterstattung über die Kreuzband-OP des Spielers Corentin Tolisso. Weiter erwecke Rummenigge den Eindruck, mit eigenen kommunikativen Mitteln gegen die Berichterstattung anzugehen. „Wir wollen eine Berichterstattung auf faktischer Natur haben. Wir haben auch eigene Kanäle.“
Auf dem Podium saßen neben Rummenigge noch Uli Hoeneß, Sportdirektor Hasan Salihamidžić und Trainer Nico Kovac. Schon im Vorfeld deutete das darauf hin, dass es der FC Bayern ernst meint.
Hoeneß: “Wie n-tv versucht hat, Jogi Löw abzuschießen, dass ist unfassbar. Das ist respektlos. Das hat dieser Mann nicht verdient. Ein anderes Beispiel, Herr Falk (gemeint ist der Fußball-Chef der Sportbild, Christian Falk; Anm.d.Red.). Als Brazzo und Niko beim Basketball waren, weiß ich nicht, ob da fünf Leute gepfiffen haben. Und was macht die Bild? Sie fragt bei der Telekom nach, ob sie diese Sequenz bekommen kann. Das ist respektlos.”
In den Sozialen Medien findet die Wut-PK der Bayern Boss erwartungsgemäß großen Widerhall:
https://twitter.com/jreichelt/status/1053237521277181955
https://twitter.com/DerJulian/status/1053230171380162560
https://twitter.com/christian40210/status/1053230378574602240
https://twitter.com/niggo2nd/status/1053233385370464256
https://twitter.com/BetzeSteff/status/1053233334002872320
https://twitter.com/hendycap1/status/1053233269695832064
Die komplette Pressekonferenz gibt es hier zum Ansehen:
https://youtu.be/EJQdDjCqOao
 

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