Partner von:
Anzeige

IVW-Blitz-Analyse Zeitungen: Bild, Welt und BamS verlieren um die 10%, Handelsblatt, Zeit und F.A.S. dank Digital-Kunden stabil

IVW1.jpg

Die überregionalen Tages- und Wochenzeitungen verzeichneten auch im dritten Quartal 2018 fast durchgängig schrumpfende Verkaufszahlen. Laut IVW büßten vor allem Springers Bild, Welt und Bild am Sonntag massiv Käufer ein - zwischen 9,7% und 11%. Weitgehend stabil blieben die Zahlen von Handelsblatt, Zeit und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung - dank stark wachsender Digitalkundenkartei.

Anzeige

Auf mittlerweile 1,425 Mio. Exemplare ist die verkaufte Auflage der Bild – inklusive der mitgezählten Fussball Bild – in den beiden wichtigsten IVW-Kategorien Abonnements und Einzelverkauf geschrumpft. Im Vergleich zum dritten Quartal 2017 entspricht das einem weiteren Minus von 11,0%, ein Ende oder Abschwächen des Negativ-Trends ist nicht in Sicht. Dennoch bleibt Bild damit natürlich Deutschlands meistverkaufte Zeitung – mit großem Abstand.

Ebenfalls deutlich an Zuspruch verloren haben Welt und Welt kompakt: Um 9,7% nach unten ging es für das Duo. Auf etwa gleichem Niveau verkaufte Auflage eingebüßt haben Süddeutsche und F.A.Z.: 5,1% bzw. 4,7%. Ein Stabilitätsfaktor bleibt das Handelsblatt, das im Vergleich zum Vorjahr 6 Abos und Einzelverkäufe zulegte. Der Grund für die Stabilität ist aber nicht die Papier-Liebe der Handelsblatt-Kunden, sondern der Erfolg der digitalen Angebote: 43.989 der 83.155 Handelsblatt-Abonnenten sind inzwischen Digital- und keine Papier-Kunden. Ähnlich sieht es bei der taz aus, die ihr Minus ebenfalls wegen ePaper- bzw. Digital-Kunden relativ stabil halten konnte.

Überregionale Tageszeitungen im 3. Quartal 2018 (nur Abos+Einzelverkauf)

Platz Titel Abo+EV
2018-III
2018-III vs. 2017-III
absolut
2018-III vs. 2017-III
in %
1 Bild (+Fussball Bild) 1.424.906 -176.658 -11,0
2 Süddeutsche Zeitung 279.680 -15.098 -5,1
3 Frankfurter Allgemeine 200.688 -9.918 -4,7
4 Handelsblatt 86.292 6 0,0
5 Welt Print werktag (Welt + Welt Kompakt) 81.837 -8.794 -9,7
6 taz.die tageszeitung gesamt 41.745 -897 -2,1
7 Neues Deutschland Gesamt 22.444 -1.418 -5,9
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Auch bei den Wochenzeitungen ist ein Springer-Titel der große Verlierer: die Bild am Sonntag, für die es um weitere 10,5% nach unten ging. 791.848 Abos und Einzelverkäufe sind noch übrig. Die anderen drei Wochen- und Sonntagszeitungen mit sechsstelligen Verkaufszahlen verzeichnen deutlich geringere Verluste: Für Die Zeit ging es um 0,7% nach unten, für die Welt am Sonntag um 3,7% und für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung um 1,4%. Alle drei Titel entwickelten sich vergleichsweise positiv, weil auch hier die Digitalkundenkartei massiv wächst. Eine reine Betrachtung der Papier-Verkäufe sähe auch bei Zeit, WamS und F.A.S. deutlich negativer aus.

Anzeige

Bei den kleineren Titeln büßte die Katholische Sonntagszeitung deutliche 7,1% ein, auch für die Junge Freiheit ging es nach unten. Nahezu stabil blieb der Freitag, leichte Zuwächse verzeichnen Das Parlament und die Jüdische Allgemeine Wochenzeitung:

Wochen- und Sonntagszeitungen im 3. Quartal 2018 (nur Abos+Einzelverkauf)

Platz Titel Abo+EV
2018-III
2018-III vs. 2017-III
absolut
2018-III vs. 2017-III
in %
1 Bild am Sonntag 791.848 -93.014 -10,5
2 Die Zeit 404.805 -2.711 -0,7
3 Welt am Sonntag (+kompakt) 212.146 -8.118 -3,7
4 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 205.023 -2.910 -1,4
5 Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost 32.020 -2.460 -7,1
6 Junge Freiheit 23.618 -610 -2,5
7 der Freitag 20.147 -43 -0,2
8 Das Parlament 6.884 87 1,3
9 Jüdische Allgemeine Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und Jüdisches Leben 4.295 29 0,7
Daten-Quelle: IVW / Tabelle: MEEDIA

Die Blitz-Analyse zur Entwicklung im Publikumszeitschriften-Segment finden sie an dieser Stelle.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia