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Paragraf 219a, eine Ärztin, ihr Richter und die Medien: Warum Desinformation kein Privileg der Lokalpresse ist

Thomas Fischer, Bundesrichter a.D., ist Autor der MEEDIA-Kolumne Fischers kleine Presseschau
Thomas Fischer, Bundesrichter a.D., ist Autor der MEEDIA-Kolumne Fischers kleine Presseschau

Mit "Fischers kleiner Presseschau" erhält die Medienbranche ein scharfzüngiges Begleitmedium, das sich selbst als Spiegel konstruktiver Kritik versteht. In Teil 5 der Kolumne von Thomas Fischer geht es um rechtliche und moralische Facetten eines Strafverfahrens nach Paragraf 219a, das manche Medien bereits bei formalen Aspekten zu überfordern schien. Frei nach der Devise: Hauptsache Gerechtigkeit.

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Vor-Wort

Ein herausragendes Presse-Thema der vergangenen Woche war, abgesehen von der wg. Sojus prekären Versorgungslage des deutschen Kommandanten im bayerischen Weltraum, die Lage des Kommandantenpersonals im Bayerischen Raum. Bitte sehen Sie es mir nach, Leser, dass ich zur Schicksalslage der von Gott eingesetzten bayerischen Staatspartei und ihrer Vorsitzenden, zur unvermeidlichen Presseerklärung von Rolf Stegner, wonach die Geduld der SPD mit der SPD wieder einmal arg geschwunden sei, usw. usf., jetzt keine eigene Deutung beitragen möchte.

Ich danke an dieser Stelle allen Redaktionen, deren Analysen des Wahlergebnisses vom 14. Oktober ich zwischen 10. und 13. Oktober lesen durfte. Der Begriff „Desaster“ sowie das Wort „Absturz“ nahmen gefühlte fünf Prozent des redaktionellen Textaufkommens ein und brannten sich derart ein, dass es ab 15. Oktober noch Tage brauchte, bis die Flut der Untergangsvokabeln zu verebben begann. Es gilt also zunächst (Stand 17. Okt.) daran festzuhalten, dass es sich entweder um ein Desaster oder aber um ein nur aufschiebendes Ausweichen vor demselben gehandelt habe. Zum Glück kann die Spannung vorerst durch das „drohende Desaster in Hessen“ hochgehalten werden, flankiert von seitenlangem Endzeitgeplauder über das sich der Vollendung zuneigende Werk des Staatsmanns Seehofer.

Information!

Die Gießener Allgemeine hatte es angekündigt: „Revisionsprozess gegen Gießener Frauenärztin beginnt“. Das war die Einstimmung auf die Hauptverhandlung einer kleinen Strafkammer des LG Gießen über die Berufung einer Ärztin für Allgemeinmedizin gegen ein Urteil des Amtsgerichts Gießen wegen einer vorsätzlichen Straftat nach § 219a StGB („Unerlaubte Werbung für Schwangerschaftsabbrüche“). Am 12. Oktober folgte die Anschlussmeldung: „Das Revisionsverfahren der Ärztin Hänel … ist beendet. Ihre Berufung wurde verworfen.“

Klasse! Von zwei Schlüsselworten der Zeitung waren mindestens zwei falsch: Die Dame ist nicht „Frauenärztin“, das LG Gießen führt keine „Revisionsprozesse“ und in Revisionsverfahren werden keine Berufungen verworfen. Na ja, ist ja egal: Die Unterscheidung zwischen „Chefredakteur“ und „Chefarzt“, ist ja bekanntlich auch nur eine „journalistische Spitzfindigkeit“, ebenso wie die Unterscheidungen zwischen Zeitung und Zwickel, Bundesliga und Fußpilz, Journalist und Balljunge. Und die Leser sind a) entweder sowie so zu blöd oder b) wissen sowieso. Was soll’s also? Zahnarzt oder Frauenarzt, Verfassung oder Verordnung, Bußgeld oder Strafe – wen juckt’s? Hauptsache Gerechtigkeit!

Für den Eintritt derselben in Gießen warben, wie man las, vorab „etwa 40 junge Frauen“ mit der philosophischen Parole „Ob Kinder oder keine / bestimmen wir alleine!“, später dann noch einmal werktätige Massen (140 Personen) unter Führung des jungen Torsten Schäfer-Gümbel (49) mit der Botschaft, dass die Befreiung der Frau in Hessen am besten bei der SPD aufgehoben sei, insbesondere am 28. Oktober. Zwei junge Damen entblößten sich, wie wir hörten, Auge in Auge mit Justitia.

Tagesschau

Desinformation ist kein Privileg der Lokalpresse. Die Redaktion der ARD-„Tagesschau“ ließ deshalb in der Hauptnachrichtensendung vom 12. Oktober 2018 um 20.15 Uhr Folgendes verlesen:

„Das LG Gießen hat eine umstrittene Geldstrafe wegen verbotener Werbung für Abtreibungen bestätigt. Die Richter wiesen die Berufung der Frauenärztin Kristina Hänel gegen ihre Verurteilung ab. Sie hatte auf der Internetseite ihrer Praxis über Schwangerschaftsabbrüche informiert. Auch nach Ansicht des Landgerichts verstieß sie damit gegen das Werbeverbot für Abtreibungen nach Paragraf 219a.“

Auch dies war mindestens doppelt falsch: Die Angeklagte ist nicht „Frauenärztin“ und war es auch noch nie. Sie hat daher keine Kassenzulassung für Abtreibungen. Sie wurde auch nicht verurteilt, weil sie „über Schwangerschaftsabbrüche informiert“ hatte. Sondern deshalb, weil sie für sich selbst mit Abtreibungs-Angeboten geworben hatte: „Mitzubringen: Kostenübernahmeerklärung oder Bargeld“.

Selbstverständlich darf – und soll – jede(r) „über Schwangerschaftsabbrüche informieren“, der oder die dazu etwas zu sagen hat. Wichtig ist dabei eine ideologie- und „glaubens“-freie Information über Bedingungen, Voraussetzungen, Methoden und Risiken sowie über Möglichkeiten zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften. Und, wie der Gesetzgeber von 1974 und 1995 meinte, eine Information, die nicht mit dem wirtschaftlichen Interesse an der Durchführung der Abtreibung gekoppelt ist.

Aktivisten

In einer rechtsstaatlich organisierten Gesellschaft muss man zwischen privater „Meinung“, „Glauben“ und Moral einerseits und den Regeln öffentlicher Kommunikation andererseits unterscheiden. Bis zur Grenze schwerer Eingriffe in fremde Rechtsgüter darf jede(r) sagen, meinen, äußern oder wollen, was er/sie will. Das Herausposaunen privater Moral ist aber nicht gleichzusetzen mit dem öffentlichen Interesse.

Daher ist die Perspektive von „Lebensschutz“-Aktivisten verfehlt, soweit sie moralische Kriterien in aggressiv-bedrängender Weise anderen, insbesondere persönlich Betroffenen, aufzuzwingen versucht. Es handelt sich bei solchen Aktivitäten um wohlfeile Demonstrationen fanatischer Einseitigkeit.

Auch wenn die seltsam reduzierte Vereinfachung abstößt, ist sie nicht schon deshalb ihrerseits moralisch verwerflich. Sie ist eine Position, die die Gesellschaft aushalten muss und gewiss kann. Denn (fast) niemand wird ihr „schutzlos“ ausgeliefert. Ein Mensch, der ein Waffen-Geschäft aufsucht – aus welchen Gründen auch immer –, muss nicht mit  staatlicher Gewalt davor beschützt werden, dass vor der Tür Friedens-Aktivisten ihm „ins Gewissen“ reden. Das mag im Einzelfall anders sein, wenn Lebensschutz-Aktivisten Patientinnen vor Arztpraxen bedrängen. Andere Klagen sind überzogen: Dass bei der Recherche im Internet die „Gefahr“ besteht, dass man auf Webseiten mit ablehnenden Stellungnahmen, Warnungen oder Fotos stößt, ist hinzunehmen.

Die Polemik der Gegenseite freilich ist ebenso falsch: Die Parole „Ob Kinder oder keine / entscheiden wir alleine!“ ist von wahrlich enttäuschender intellektueller Schlichtheit – schon weil sie alles weglässt, auf das es ankäme. Sie stimmt – wenn es gut geht, mindestens zur Hälfte –,  soweit es die Verhütung von Schwangerschaften angeht. Ganz gewiss nicht stimmt sie, soweit es geborene Kinder betrifft. Im Zwischenraum, um den es geht, liegt das Strafverfahren gegen die Ärztin Hänel aus Gießen, in dessen Berichterstattung sehr vieles durcheinander gebracht wird – planmäßig, absichtlich oder leichtfertig. Das Verfahren ist daher zwar belanglos im Konkreten, aber ein Menetekel für die soziale  Verständigung über Strafrecht insgesamt.

Entscheidung

Das Verfahren gegen Hänel wird – teilweise auch von dieser selbst in rätselhaft widersprüchlichen Äußerungen und Interviews – vielfach nur benutzt, um die Regelungen der §§ 218 ff. StGB und des Schwangerschaftsberatungsgesetzes insgesamt in Frage zu stellen oder „abzuschaffen“ (was schon deshalb ausgeschlossen ist, weil man ja wohl zumindest Abtreibungen gegen den Willen der Schwangeren bestrafen muss). Das Verfahren wegen Verstoß gegen § 219a StGB (Werbung für eigene Dienste) hat aber mit der Frage, ob und wer „alleine“ entscheidet, nichts zu tun. Diese Frage ist im Gesetz geregelt, und (fast) niemand – erst Recht nicht die Justiz – stellt das in Frage: Über eine nicht indizierte Abtreibung kann und muss die Schwangere „allein“ entscheiden. Selbst und eigenverantwortlich zu entscheiden, bedeutet aber nicht, „allein gelassen“ zu entscheiden. Was das Gesetz seit 1995 regelt, ist nicht eine „Beratungspflicht“, sondern eine Beratungs-Angebots-Pflicht: Die Schwangere muss eine Beratungsstelle aufsuchen (und danach noch drei Tage warten); ob sie sich dort beraten lässt, entscheidet sie selbst.

Wer das mit der Begründung streichen will, dass jede Frau „alleine“ entscheiden dürfe, muss dazu sagen, was gemeint ist und wie mit den Folgen umgegangen werden soll. Die Beratungs-Voraussetzung wurde nicht nur eingeführt, um abtreibungswilligen Personen Alternativen aufzuzeigen und so das Rechtsgut Leben zu schützen, sondern auch, um Schwangere vor Panik, Dummheit, Druck, Nötigung und anderer Beeinträchtigung ihrer Selbstbestimmung zu schützen. Was gewonnen wäre, wenn zukünftig wieder jede Frau buchstäblich „alleine“ wäre,  dürfte sich für die Schicht städtischer Intellektueller – die sowieso kaum Probleme mit der Beratung haben – wesentlich anders darstellen als für diejenigen, die auf Hilfe und auf Information angewiesen sind.

Für viele mag die Pflicht, eine Beratungsstelle aufzusuchen, eine „lästige“ Hürde sein, weil sie sowieso schon hinreichend informiert und/oder entschlossen sind. Für andere nicht. Für diejenigen Frauen, die durch eine ungewollte Schwangerschaft oft besonders unter Druck geraten (sehr junge Frauen, sehr ungebildete Frauen, Frauen in besonderen Abhängigkeitslagen, Migrantinnen), wäre der Wegfall der Beratung im Rahmen der derzeitigen Fristenlösung keineswegs „Befreiung“. Eine Denunziation der zahllosen engagierten Mitarbeiter von Beratungsstellen als Büttel frauenfeindlicher staatlicher Unterdrückung wird der Realität nicht gerecht.

Eine Argumentation scheint mir rätselhaft: So bald über die Motivationen zur Abtreibung gesprochen wird, erschallt im Chor: Keine Frau macht es sich leicht; Frauen „in ihrer Not“ muss geholfen werden; die Entscheidung für eine Abtreibung ist stets eine „überaus schwierige Gewissensentscheidung“, ein „tiefer Konflikt“, usw. All das mag zwar nicht ausnahmslos so sein, aber doch sehr häufig. Aber wenn es so ist – aus welchem Grund soll dann eine Pflicht, sich eine (unabhängige, ergebnisoffene) Beratung anbieten zu lassen, verwerflich sein?

Es ist nicht leicht erkennbar, was mit der derzeitigen „Liberalisierungs“-Kampagne, soweit sie über die (teilweise oder vollständige) Aufhebung des Werbeverbots hinausgeht, überhaupt erreicht werden soll. Man wird ja nicht ernstlich erwägen, die Fristenregelung aufzuheben und Abtreibungen in jeder Phase der Schwangerschaft als „Gesundheits-Dienstleistung“ anzubieten. Ebenso unwahrscheinlich ist, dass sich nicht indizierte Abtreibungen als Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenversicherungen durchsetzen lassen.

Zur Sache des § 219a StGB selbst ist schon (fast) alles geschrieben und diskutiert. Ich glaube, dass die Frage (deutlich) überschätzt wird. Das Argument der „Informationsfreiheit“ scheint mir überstrapaziert. Denn § 219a verhindert oder verbietet Information ja nicht. „Umfassende (schriftliche) Informationen“ lassen sich nicht in Zeitungs-Annoncen vermitteln, beschränken sich also in der Regel auf Broschüren (Beratungsstellen) und Internet-Angebote. Es ist rätselhaft, warum es erforderlich oder nützlich sein soll, mühsame Recherchen auf zahllosen Ärzte-Homepages durchzuführen, wenn umfassende Informationen und vollständige Listen von Beratungsstellen über zentrale, leicht auffindbare Webseiten zu erlangen sind.

Der Umstand, dass – angeblich – „kaum noch Ärzte Abtreibungen anbieten“ (irgendwo allerdings werden pro Jahr mindestens 110.000 durchgeführt), ließe sich über ein Streichung von § 219a StGB nicht steuern. Wenn Ärzte werben dürfen, heißt das ja nicht, dass die werben müssen. Und wie man einen Arzt nicht zwingen kann, nicht indizierte Operationen auszuführen, kann man auch niemanden zwingen, nicht indizierte Abtreibungen vorzunehmen.

Berufungsurteil

Art. 100 Abs. 1 Satz 1 Grundgesetz hat folgenden Wortlaut:

„Hält ein Gericht ein Gesetz, auf dessen Gültigkeit es bei der Entscheidung ankommt, für verfassungswidrig, so ist das Verfahren auszusetzen und, wenn es sich … um die Verletzung dieses Grundgesetzes handelt, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes einzuholen.“

Wir durften eine Woche lang lesen, „der Richter“ aus Gießen habe bei der mündlichen Urteilsverkündung Folgendes gesagt: Das Gericht habe „Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit“ der Strafvorschrift, wende sie aber trotzdem an. Eine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht habe man erwogen, aber abgelehnt, weil „die Gerichte damit überfordert“ seien. Er selbst, „der Richter“, finde „als Bürger“, dass § 219a StGB wohl verfassungswidrig sei. Aber das habe der Gesetzgeber nun einmal so gemacht. Und an die Adresse der Angeklagten: „Tragen Sie den Schuldspruch wie einen Ehrentitel im Kampf für ein besseres Gesetz.“

Wenn das stimmt (ich war nicht dabei), ist es ein Skandal. Der Richter, der das gesagt haben soll, war der Vorsitzende einer Strafkammer des Landgerichts, die über Berufungen gegen Urteile von Amtsgerichten entscheidet. Eine „Kleine Strafkammer“ ist seit 1993 aus Kostengründen nur noch mit einem Berufsrichter und zwei Laienrichtern (Schöffen) besetzt, also genauso wie das Amtsgericht als Schöffengericht. Ein quantitativer Zuwachs an Weisheit  kann daher  ausgeschlossen werden. Dem Bürger ist das entweder unbekannt oder egal, wie es auch der Presse meist unbekannt oder egal ist: Die Redaktion der Lokalzeitung einer Stadt mit 87.000 Einwohnern zeigt sich überfordert davon, in dem öffentlich wichtigsten Strafverfahren, das binnen Jahren vor Ort geführt wird, auch nur die oberflächlichsten Verfahrens-Fakten zutreffend zu berichten.

Die zitierten Worte wurden, so wird berichtet, bei der mündlichen Urteilsbegründung gesprochen. Ob der Vorsitzende die Meinungen seiner beiden Schöffinnen „als Bürgerinnen“ eingeholt hatte und gleich mitverkündete, ist nicht überliefert. Vielleicht wollte er nur „alleine“ einmal sagen, was er „als Bürger“ so denkt. Wir wissen es nicht, und niemand fragte bisher danach. Eigentlich dient eine (mündliche) Urteilsbegründung dazu, die Gründe des Gerichts (bzw. der Richtermehrheit) kurz zusammengefasst und möglichst zutreffend darzustellen. Erklärungen einzelner Richter „als Bürger“ oder Auskünfte zu den von ihnen in der Beratung vertretenen Positionen und Meinungen sind nicht nur nicht vorgesehen, sondern liegen im Bereich eines Verstoßes gegen das Beratungsgeheimnis (§ 43 Richtergesetz).

Verfassung

Wenn Zweifel an der Verfassungsgemäßheit einer Gesetzesnorm bestehen, auf die es für die Verurteilung in einem Strafverfahren ankommt, muss das Gericht diese Frage zunächst zwingend – für sich – klären. Das ist keine unverbindliche Option, sondern eine verfassungsrechtliche Pflicht (siehe oben: Art. 100 Abs. 1 GG). Wenn diese Prüfung ergibt, dass das Gesetz verfassungsgemäß ist, hat man es anzuwenden. Wenn man meint, das Gesetz sei verfassungswidrig, hat man – ebenso zwingend – das Strafverfahren auszusetzen und die Frage dem Bundesverfassungsgericht vorzulegen.

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Dies ist ein Verfahren, das vertiefte inhaltliche Auseinandersetzung, klare, substantiierte und fachlich unterfütterte Argumentation verlangt. Es macht daher wesentlich mehr Arbeit als das, was „der Richter“ aus Gießen stattdessen getan hat. Aber einen Ermessens-Spielraum gibt es in Art. 100 Abs. 1 GG nicht. Wer einen Menschen – sei es aus Faulheit, Unentschlossenheit oder anderen Gründen – aufgrund einer Norm verurteilt, die er für „vielleicht verfassungswidrig“ hält, ohne diese Frage klären zu wollen und geklärt zu haben, verwirklicht mindestens den objektiven Tatbestand der Rechtsbeugung (§ 339 StGB), denn eine Verurteilung auf der Grundlage einer „vielleicht verfassungswidrigen“ Norm ist unvertretbar.

Das weiß man gewiss auch am Landgericht Gießen. Daher ist das weise Wort „des Richters“ umso rätselhafter: Wenn er meinte, was er sagte, steht er mit einem Bein in einem Strafverfahren gegen sich selbst. Und wenn er es nicht meinte, gab es keinen Grund, solchen Unsinn in die Welt zu posaunen. Damit nicht genug: Ein bedingt vorsätzlicher Verstoß gegen Art. 100 Abs. 1 GG könnte nur dann ausgeschlossen sein, wenn die öffentliche Begründung des Vorsitzenden schlicht falsch war, „das Gericht“ als Ganzes also gar keine Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des § 219a StGB hatte. Dann stellt sich allerdings wiederum die Frage nach dem Beratungsgeheimnis.

Was also? Hat der Richter verkündet, was außer ihm niemand meinte? Dann war es seine Pflicht zu schweigen und die Mehrheitsmeinung darzulegen. Oder hat er verkündet, man sei zu dritt der Ansicht, das Gesetz sei zwar vielleicht verfassungswidrig (wegen was eigentlich? Art. 12 GG?), aber man habe halt trotzdem mal verurteilt. Mir scheint, dass es dringend geboten sei, dem Vorsitzenden eine Gelegenheit zu geben, diese Zweifel zu klären.

Ganz am Rande sei noch angemerkt, dass die kolportierte Begründung, „die Gerichte seien überfordert“ mit der Klärung der Rechtsfragen des § 219a StGB, schlichter Unsinn ist.

Der Papst

Das führt uns zu Jorge Bergoglio aus Rom. Er hat sich zwar nicht zur Urteil des LG Gießen, aber erstens zur Mafia und zweitens zur Abtreibung als solcher geäußert; zwischen beidem wird seit einer Woche mit aller Kraft eine Verbindung gesucht. Nun gehört es zu seinem Stellenprofil, dass er und seine Sprechzettelhersteller sich täglich zu etwa 100 verschiedenen Fragen äußern, seien sie gestellt oder nicht. Aber ein Wort zur Lage der Problembewältigung ungewünschter Schwangerschaften darf mit besonderer Aufmerksamkeit rechnen: Erstens weil die Katholische Kirche hier eine besonders hohe moralische Verantwortung spürt. Zweitens weil die Verlautbarungs-Professionals der Katholischen Kirche seit jeher durchweg Personen sind, die im Hinblick auf Abtreibung über sich selbst allenfalls mittelbar sprechen – wenn man ihre potenzielle Vaterschaft einerseits, ihre eigene Geborenheit andererseits einrechnet. Und drittens und von allem, weil die katholische Kirche sich durch eine  menschenfeindliche Moralpolitik in Bezug auf Familienplanung und Schwangerschafts-Verhütung auszeichnet, was fast ausschließlich, gezielt und mit verheerenden Folgen gegen die Ärmsten und unter ihnen besonders gegen die ärmsten Frauen der Welt gerichtet ist.

Es könnte also durchaus Vorbehalte dagegen geben, dass der Papst, „Oberhaupt“ einiger Milliarden Menschen, gewählter König einer nach frühmittelalterlichen Herrschaftregeln organisierten Religions-Bürokratie, sich zu Fragen des Kinderwesens äußert. Hinzu kommt, dass seine Meinungen dazu inhaltlich nur etwa so wichtig sind wie die des Dalai Lama, eines Metropoliten oder Patriarchen, eines Großrabbiners oder eines sonstigen „geistlichen Führers“. Die Wahrheit, auch nicht die überweltliche, ist keine Veranstaltung der Demokratie. Religion ist eine bedeutendes soziales Sinn-System, aber ihre Inhalte sind ihre eigene Sache. Wer mit dem Papst über die unbefleckte Empfängnis oder die Wahrscheinlichkeit von Fischen in der Wüste und leibhafter Entrückung ins Paradies diskutieren möchte, kann und soll das tun.

Herr Bergoglio hat sich, ob man es mag oder nicht, zur Abtreibung geäußert. Die deutsche Presse vernahm es mit Grausen. Stellvertretend für alle frommen Redaktionen die BILD-Schlagzeile: „Was ist nur mit Franziskus los?“ Auch sonst: Entsetzen überall: „Er hat Frauen, die eine Schwangerschaft abbrechen, mit kaltblütigen Mördern vergleichen“; er hat „Schwangerschaftabbruch mit Mord gleichgesetzt“, er hat „einen Schlag in den Bauch aller betroffenen Frauen“ geführt… usw.  Im besonders schönen „Brief“ von Franz Josef Wagner in der „Bild“ an Franziskus (10.10.) heißt es: „Sie verglichen also eine Schwangere mit einer Mafia-Braut, die zu ihrem Arzt geht, ihm 500 Euro hinschmeißt und sagt: Kill mein Kind.“ Das bricht sich das Bedürfnis nach Steigerung ins Unermessliche Bahn, bemerkt allerdings nicht, wie ihm das Entrüstungsfundament unter den Beinen wegknickt: Denn wenn man mal die „Mafiabraut“ und das „hinschmeißen“ weglässt, kommt die Wagnersche Erzählung der Wirklichkeit ja doch relativ nahe. Auch „Mafiabräute“ dürfen abtreiben.

Form…

Zum Inhalt sogleich, zuvor kurz zur Form:

Variante Eins: Bergoglio ist, wie er und viele andere meinen, der Stellvertreter eines wirklich existierenden Gottes in diesem Universum. Er vertritt – wenngleich als eigenverantwortlicher Mensch – den Herrn aller Ursachen aller Ewigkeiten, überall. Er hat eine Meinung zur Krümmung des Raums und eine Ethik der Zeit. Er weiß, dass Priester gelegentlich Verbrecher sind, Bischöfe ihre Beschützer und Gläubige ihre Opfer. Er muss das alles aushalten. Er spricht nicht „als Bürger“, sondern als seines lebendigen Gottes Stellvertreter. Wenn es aber so ist: Worüber regen sich dann alle „guten“ Christen so auf?

Variante zwei: Der Papst ist der kostümierte Herrscher eines seit 1200 Jahren versinkenden Herrschaftssystems. Dann wäre, was er in die Mikrofone murmelt, sachlich so viel wert wie die Verlautbarungen von Steffen Seibert: Wer’s glaubt, mag froh sein; der Rest mag sich andere Göttinnen suchen.

…und Inhalt

Herr Papst hat angeblich gesagt, Abtreibung sei „Auftragsmord aus niedrigen Beweggründen“. Das stimmt so nicht; es ist eine tendenziöse Verkürzung. Auch wenn es schwerfällt: Textgenauigkeit ist meistens nützlich, auch im Journalismus.

Vorab-Wertung: Es gibt zunächst wenig praktische Anhaltspunkte dafür anzunehmen, Bergoglio halte betroffene Frauen für kaltblütige „Mörderinnen“ und bringe alle Kategorien der Moral durcheinander. Wahrscheinlich gibt es in der römisch-katholischen Kirche Personen gibt, die das meinen.

Ungeborenes Leben in Form eines Embryos ist menschliches Leben. Insoweit dürfte Übereinstimmung herrschen. Ein Embryo ist, zu jedem Zeitpunkt, nicht nur ein „potenzieller“, sondern ein wirklicher Mensch. Geborenwerden ist ein Prozess wie Sterben. Man kann, wenn man bei Trost ist, nicht ernsthaft annehmen, ein Embryo in der 23. Schwangerschaftswoche sei ein lästiges „Gewebe“ der Schwangeren, eine überlebende Frühgeburt in der 23. Schwangerschaftswoche aber ein Triumpf der Wissenschaft vom Menschen. Wer sich jemals ernsthaft mit Physis und Psyche von Embryonen in der 12. Woche befasst hat, kann nicht behaupten, es handle sich um eine Art Furunkel der Mutter.

So weit, so gut. Was hat der Papst dazu gesagt? „Ist es gerecht“, fragte er, „einen Menschen zu töten, um ein Problem zu lösen? Es ist nicht gerecht.“ Diese Frage reiche ich einmal an Sie weiter: Ist es gerecht, einen Menschen zu töten, um ein Problem zu lösen? Kommt drauf an, sagten da – zum Beispiel – Marcus Iunius Brutus Caepio, Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Osama bin Laden, Barack Obama, Helmut Schmidt und Ulrich Wegener: Kommt auf das Problem an und auf den Menschen. Mit dem ausdrücklichen Segen der Kirchen aller Zeiten zogen seit jeher die Massen in die Schlachten, um Probleme durch Töten möglichst vieler Menschen zu lösen. In Friedenszeiten gilt es als eher schlecht, völlig Unschuldige zu töten. Das ist das Problem des Luftsicherheitsgesetzes (für die Sendung mit der Maus aufgearbeitet von Ferdinand von Schirach, dessen Großvater einst deutsche Mäuse in die Problemlösung führte).

„Es ist“, sagte Bergoglio, „als ob man einen Auftragsmörder engagiere, um ein Problem zu lösen“. Das ist eine gnadenlose Metapher. Ihre Deutungen in der (deutschen) Presse waren allerdings technisch verfehlt. Nicht „die Frauen“ wurden mit „Auftragsmördern“ gleichgesetzt, sondern die Auftraggeber von Abtreibern mit den Auftraggeber von Auftragsmördern. „Niedrigkeit“ oder „Skrupellosigkeit“ wurde nicht behauptet. Sie versteht sich auch nicht von selbst: Man kann aus sehr ehrenwerten und nicht „niedrigen“ Gründen einen „Auftragsmörder“ engagieren. Alles ist also, wie immer, komplizierter.

„Ist es gerecht? – Es ist nicht gerecht“ (Bergoglio). Ich weiß nicht, was er sich unter „gerecht“ vorstellt. Ich weiß aber, dass das deutsche Bundesverfassungsgericht und das deutsche Gesetz meinen, dass eine Abtreibung 12 Wochen alter Embryos aus guten Gründen zwar nicht bestraft werden, andererseits aber auch nicht „gerecht“ sind: „Rechtswidrig, aber nicht tatbestandsmäßig“ lautet die Formel, die von Fanatikern beider Seiten nicht akzeptiert werden kann.

Noch einmal eine Pressestimme – Katrin Spoerr in der Welt vom 10. Oktober:

„Die weibliche Fähigkeit, Leben zu empfangen, ist ein Geschenk (…), doch das ist es nicht für die Frauen, die in einer Situation ihres Lebens stecken, in der sie für dieses Geschenk nicht bereit sind. Darum ist die Möglichkeit, eine Schwangerschaft zu beenden, ebenfalls ein Geschenk, denn sie gibt Frauen die Freiheit zurück und stellt in der Fortpflanzungsfrage Gleichheit zwischen Männern und Frauen her. Diese Freiheit ist ein Segen und zugleich eine Qual. Jede Frau, die ungewollt schwanger ist, muss sich zu ihrem eigenen Richter aufschwingen. Die Entscheidung, ob sie das Leben, das in ihr wächst, annimmt oder nicht, selbst fällen zu müssen ist eine Bürde, die mit keiner Bürde zu vergleichen ist. Franziskus stellt sich gegen die Freiheit und die Verantwortung der Frauen und macht die Bürde der richtigen Entscheidung zu einem kriminellen Akt.“

So kann man das drehen. Es steckt allerdings viel Nebel darin: Die „Bürde, die mit keiner (!) Bürde vergleichbar ist“, ist eine ziemlich freche Übertreibung. Und über was die Schwangere sich „zur eigenen Richterin aufschwingen“ soll, ist eine interessante Frage. Spoerr meint: Über sich selbst. Das ist einerseits unvermeidlich, andererseits trifft es den Kern der Sache auch wieder nicht. Denn „gerichtet“ wird ja nicht über die Frau, sondern über das Kind. Um die Fähigkeit zur Abtötung eines selbständigen menschlichen Organismus, der jedenfalls mit Ansätzen von Bewusstsein ausgestattet ist, als glückvolles „Geschenk“ zu bezeichnen, muss man schon ein gehöriges Maß an Mut zum Zynismus haben.

Bergoglio oder Hänel oder was?

Bevor ich mich in Redundanzen verliere: Man sollte Frau Hänel aus Gießen noch nicht zur Gegenpäpstin ausrufen. Sie treibt, so meine ich, ein etwas schillerndes Spiel. Ihr Ziel sei, so liest man ohne Unterlass, das Bundesverfassungsgericht, damit dort „die Rechtslage geklärt“ werde. Sie meint also offenbar nicht eine Fachfrage der Auslegung von § 219a, sondern die Frage, ob die Vorschrift in ihre Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) eingreife. Dieses Grundrecht schützt nicht „die Frauen“, sondern „die Ärzte“, die im Allgemeinen nicht gerade eine vom „kritischen“ Journalismus unterstützte Minderheit sind. Massendemonstrationen potenzieller Patienten für die unbeschränkte Werbefreiheit von freiberuflichen Medizin-Unternehmern erscheinen mir daher etwas verwirrend.

Anders wäre es, wenn es bei der Freiheit der Ärztin Hänel tatsächlich um die Freiheit „der Frauen“ ginge. Das aber scheint mir nicht ersichtlich. Auch was Frau Hänel selbst will, scheint sich manchmal von Statement zu Statement zu ändern: Mal will sie selbst beraten, mal die Beratung abschaffen. Mal will sie vielleicht Freiheit für ihre Werbung, mal vielleicht eine Kassenzulassung, mal eine völlige Freigabe der Abtreibung ohne Zeit- und Begründungs-Begrenzung. Man weiß es nicht genau.

„Ich habe ein großes Werk zu tun“, sagt der Gesetzgeber. Es naht daher der Zeitpunkt, bis zu welchem die GroKo das drängende Problem des § 219a StGB zu lösen versprochen hat („Herbst“). Eine außerordentlich umstrittene Gesetzesreform aus Anlass eines (!) Falles ohne erkennbare praktische Konsequenzen ist genau das, was Deutschland jetzt braucht.

Aktivist-Innen

Zum Entspannen noch ein Hinweis auf ein Dunkelfeld des Journalismus: Die Silikonbrüste. Einst inspirierten sie den Journalisten Zastrow (F.A.Z. für Deutschland) zu der bewegenden Analyse „Der Richter mit den dicken Silikonbrüsten“, worin er den Kolumnisten wegen dessen Hinweises beschimpfte, es sei der (traurige) Beruf der Künstlerin Lohfink, „ihre dicken Silikonbrüste vorzuzeigen“. Dies war allerdings die reine Wahrheit und ein Ausdruck verzweifelter Solidarität, überdies eine kleine Ironie gegen die Sekundäre-Geschlechtsmerkmale-Fetischisten aller Zeitungen für Deutschland. Das konnte man eigentlich verstehen. Inzwischen lesen wir täglich bebilderte Berichte von Lohfinks neuem TV-Wirkungsfeld, möchten uns hier aber nicht wiederholen. Oder zitieren wir gleich eine Sachverständige:

„Man sieht ja nur noch Plastikbrüste im Fernsehen. Man sieht sowieso nur noch Brüste. Ich mach’n Fernseher an: Brüste. Und wenn ich mal  keine seh‘, geh ich ins Internet: Wieder Brüste. Man kann die sich überall angucken. Früher war’n ja die einzigen Nackten, die man gesehen hat, war’n in der Bravo die, aber jetz‘, heute, überall, ne, und manchma‘ weiss‘e auch gar nicht, war’n das jetzt Brüste, oder war’s n‘ Hintern, oder was, keine Ahnung. Und mittlerweile, ich bin total, man ist so, man ist so gesättigt, so tittengesättigt. Ich hab manchmal das Gefühl, ich seh‘ Micaela Schäfers Titten öfter als meine eigenen.“

Das ist ein Text aus der ARD-Sendung „Lanz“. Er stammt von der TV-Sachverständigen Kebekus. Man klatschte sehr.

 

 

 

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Alle Kommentare

  1. Ich denke, Thomas Fischer verrennt sich mit seinen juristischen Spitzfindigkeiten und Belehrungen, die keinesfalls immer die Lebenswirklichkeit berücksichtigen. Genau das ist doch das Problem, das viele Bürger mit Gesetzgebung und Justiz haben. Und diesen Widerspruch darzustellen und kritisch zu begleiten, die Aufgabe von Journalisten. Es ist aber eben nicht die Aufgabe der Redaktionen, das alles durch die rein juristische Brille zu sehen. Thomas Fischer verhebt sich massiv, wenn er meint, sie alle gewissermaßen als zu doof, die juristische Weltsicht zu verstehen, erklären zu müssen.

    Nur ein Beispiel: Wie bitte kann er sich anmaßen, Schöffen pauschal weniger Weisheit, als Berufsrichtern zu attestieren? – Das ist schlicht überheblich und arrogant und stimmt ganz sicher auch keineswegs immer.

    1. Da haben Sie aber etwas ganz + gar missverstanden.
      Schöffen sind weder weniger weise noch habe ich das behaupten wollen oder behauptet.
      Der Hinweis zielte genau aufs Gegenteil ab: Am Amtsgericht (Schöffengericht) entscheiden ein Berufsrichter und zwei Schöffen. Über die Berufung gegen deren Urteil entscheiden (seit 1993) beim Landgericht: Ein Berufsrichter und zwei Schöffen. Eine “quantitative” (!) Zunahme an Weisheit ist da nicht auszumachen. Es handelt sich um eine reine Personal-Einsparungsmaßnahme. Der kritische Hinweis darauf soll wahrlich nicht Schöffen erniedrigen: Ganz im Gegenteil.
      Manchmal ist es sinnvoll, vor der öffentlichen Kommentierung eines Textes zunächst – durch nochmaliges kritisches Lesen – zu prüfen, ob man ihn verstanden hat.

    2. Meine obligatorische und hundsgemeine Frage, zu der es mich wiederum drängt, heute an Sie gestellt: Haben Sie den Text überhaupt gelesen?

      Also, wenn sie mich fragen, ich finde ihn große Klasse. Und drum lese ich den Artikel gleich noch mal. Wort für Wort, Satz für Satz- und ich vermute, großteils versteh ich durchaus, was Sache ist.

  2. Jetzt ist mir etwas ganz besonders ins Auge gestochen:

    Frau Kebekus sei tittengesättigt, sagt sie, Brüste hier, Brüste dort, immer und überall nur Brüste, zumindest mit dem Hergezeigtbekommen und Anschauen müssen dieser erogenen Zonen der anderen sei sie wohl mehr als bedient, denn Brüste (genug)hat sie ja eh selbst. Irgendwo versteh ich das, denn mir wäre es als heterosexuelle Frau auch lieber, wenn man mehr männliche Attribute öffentlich zu sehen bekäme. Oder worum geht es eigentlich?

  3. Was mich als treuen Leser dieser für mich einfach nur großartigen Darstellungen der analysierten Sachverhalte interessieren würde: Ist dem Autor eine Information bekannt, ob die Staatsanwaltschaft in Gießen einen Anfangsverdacht der Rechtsbeugung und aller anderen in Frage kommenden Straftaten bereits prüft und wenn nicht, würde denn der Autor selbst etwas gegen einen solchen Zustand unternehmen wollen, der, wie ich auch völlig richtig finde, der eigentliche und heimliche Skandal an diesem LG-Verfahren wäre. Da fühlt sich ein Mensch des Kalibers eines Thomas Fischer doch mehr dem Recht als den rechtssprechenden und vielleicht auch rechtsbeugenden Kollegen verbunden. Oder sehe ich das falsch?

    1. Das wäre mal eine Gelegenheit ein Exempel zu statuieren und der grassierenden Tugendprahlerei zumindest in diesem Bereich (mündl. Urteilsbegründungen) einen Dämpfer zu versetzen; siehe auch Kachelmann’s “Freispruch zweiter Klasse”.

      Gibt es noch Staatsanwälte in Gießen oder heißen die auch alle Lars-Thorben?

  4. Lieber Herr Fischer,

    zunächst einmal danke ich Ihnen für Ihre persönliche Stellungnahme zu meinem Kommentar. Ich danke Ihnen auch für die Erörterung dessen, wie Sie es gemeint haben.

    Nun bin ich selbst Journalist und Sachbuchautor (habe übrigens auch das Buch eines Ex-Staatsanwaltes und späteren Professors für Umweltrecht redaktionell betreut) und habe oft komplizierte Sachverhalte möglichst verständlich darzustellen, zuvor natürlich von anderen Menschen geschriebene Texte bestmöglich zu verstehen. Vor diesem Hintergrund bleibe ich auch bei nochmaligem kritischen Lesen Ihres Textes dabei (das hätte ich als Redakteur oder Lektor angemerkt), dass man die in Rede stehende Passage auch so verstehen kann, dass Sie bemängeln, dass von der ersten zur zweiten Instanz kein “Zuwachs” an Berufsrichtern, also auch keine Zunahme an Weisheit zu verzeichnen ist.

    Ihre Erklärung mir gegenüber, weshalb ich die Passage aus Ihrer Sicht falsch verstanden habe, hätte von vorn herein in Ihrem Text stehen müssen, dann wären an dieser Stelle Missverständnisse vielleicht ausgeschlossen worden. Ich selbst habe meinerseits auf solche Kritik hin jedenfalls versucht, durch andere Formulierungen oder Ergänzungen, Missverständnis-Möglichkeiten auszuschließen. Kommentare wie Ihren mir gegenüber, ich solle gefälligst genauer lesen, habe ich mir verkniffen, weil die deutsche Sprache zwar recht präzise ist, aber nicht selten sehr wohl Interpretationsmöglichkeiten lässt.

    Ungeachtet dessen bleibe ich auch dabei, dass Juristen und Journalisten zwar dieselben Dinge betrachten, dies aber aus verschiedenen Blickwinkeln tun müssen. Sie, Herr Fischer, haben damit recht, dass Journalisten auch die juristischen Aspekte möglichst präzise darstellen sollten, aber eben nicht nur diese. Denn auch der Versuch, das Zusammenleben einer Gesellschaft in Paragraphen zu regeln, kann immer nur annähernd gelingen. Die Versuche, es dennoch möglichst gut hinzubekommen, gelingen Vertretern Ihrer und meiner Zunft mal besser und mal schlechter. Darin stimmen wir überein.

    Vielleicht mögen Sie diese Debatte mit mir ja auch separat fortsetzen, woran ich meinerseits Interesse hätte.

    Auf diesem Wege also
    beste Grüße von

    Jürgen Streich

    1. Die journalistische Bezeichnung einer Allgemeinärztin als Frauenärztin, die Feststellung eines “Revisionsprozesses” an einem Landgericht und eine behauptete “Verwerfung einer Berufung in einem Revisionsverfahren” innerhalb einer Berichterstattung sind nicht das Ergebnis eines sich unterscheidenden journalistischen Blickwinkels, sondern Hinweis auf journalistische Inkompetenz, weil wohl triviale Rechercheinstrumente innerhalb des journalistischen Handwerks gar nicht erst angewendet wurden. Dem folgt, dass es auch keine Kategorie des “möglichst präzisen” mehr ist, sondern es erstmal wohl schon daran mangelt, einen Sachverhalt in seinen Terminologien grundlegend richtig dargestellen zu können. So wurde eben einmal mehr zur Aufrechterhaltung der Volksverdummung beigetragen als zu einem selten gewordenen qualitativen Informationsgehalt auf journalistisch hochwertigem Niveau.

      Meine Kommentar zur sog. “Vierten Gewalt” im Zusammenhang mit Medienmacht erspare ich Ihnen und mir. Es kämen aber die Worte “Pressefreiheit” versus “Pressenarrenfreiheit” darin vor und würde in der Folge auf einen Vergleich darauf argumentativ aufbauen. Wäre keine nette Diskussion.

      1. An Markus Roth:
        Ich gebe Ihnen hinsichtlich der falschen Bezeichnungen – wenn es denn so ist – auch recht. Ich wehre mich nur dagegen, dass aufgrund dieser der Eindruck entsteht, dass alle Journalisten, die einen Sachverhalt nicht durch die juristische Brille betrachten, inkompetent sind.

        Wie ist es denn anders herum? Thomas Fischer kritisiert ja selbst den Göttingener Richter, unter dem Vorbehalt, dass er richtig zitiert worden ist. Aber es werden ja auch immer wieder Urteile von höheren Gerichten kassiert. Selbst an höchsten Gerichten gibt es knappe Mehrheitsentscheidungen oder Sondervoten einzelner Richter. Das ist doch eigentlich gar nicht möglich, wenn juristisch doch immer alles so klar zu fassen ist. Da scheint es ja sehr wohl unterschiedliche Meinungen zu ein und demselben Sachverhalt zu geben.

        Ich stimme mit Ihnen sogar soweit überein, dass Pressefreiheit keine, wie Sie es nennen, “Pressenarrenfreiheit” bedeuten darf. Aber das ist ein viel zu weites Feld, als dass das hier mit ein paar solcher Worte behandelt werden könnte.

        Eine Diskussion über Präzision von Sprache? – Gerne! Doch wie gesagt, die sollte doch separat geführt werden.

      2. Die journalistische Inkorrektheit, Schlampigkeit und sog Inkompetenz ist eben vielfach ganz bewußt so gewollt, um die Bevölkerung zu manipulieren.
        Wenn von den medien ganz bewußt hinausposaunt wird, die Gießener Frauenärztin sei wegen Information verurteilt worden und jeder weiß, dass es um Werbung für Abtreibungen ging/geht und eben Werbung hiefür verboten ist, und dass Hänle eben keine Gynäkologin ist, dann geht es eindeutig darum, dass Zeitungen ganz absichtlich falsch Bericht erstatten.
        Warum die das tun, das sollte man durchaus ausleuchten.

    2. Hallo, Herr Streich,
      dass “unterschiedliche Blickwinkel” erstebns erforderlöichj, zweitens unverm,eidlich und drittens überaus sinnvoll sind, liegt auf der hand und wird keineswegs bestritten, sondern von mir immer wieder ausdrücklich betont.
      Die Frage ist nur, ob Sie es als “unterschiedlichen Blickwinkel” ansehen würden, wenn ein Journalist schreibt, jemand sei “zur Herzoperation beim Urologen” gegangen, oder ein “Airbus 380” sei die neueste Investition der Flixbus-Flotte.
      Es geht auch nicht um kleine “Spitzfindigkeiten” oder bloße Wort-Irrtümer. Wer schon die Grundbegriffe nicht versteht oder es für unwichtig hält, was damit inhaltlich (!) gemeint ist, begeht keinen “Tippfehler”, sondern versteht von der Sache nichts. Es gibt keinen Grund anzunehmen, er/sie könnte dann eben diese Sache besonders gut Dritten erklären.
      Im Bereich von Technik oder Wirtschaft würde keine ernstzunehmende Redaktion tolerieren, dass ihre Chef-Journalisten permanent voll daneben liegen, den Unterschied zwischen Diesel und Benziner oder zwischen Staatsanleihe und Aktie nicht kennen, oder “irgendwie” herumschwadronieren, es müsse “mehr Reichtum” her.
      Wie sollen die Leser/Zuschauer/Zuhörer sich eine kompetente eigene Meinung über rechtliche Fragen bilden können, wenn Journalisten, von deren Information sie abhängig sind, die Fragen selbst gar nicht verstehen oder gar meinen, auf Richtigkeit komme es gar nicht an?

      Selbstverständlich betrifft die Kritik nicht “alle” Journalisten. Auch diesen Reflex, man dürfe “nicht pauschalisieren”, kenne ich seit vielen Jahren. Journalisten hingegen pauschalisieren, wie es ihnen gerade passt: “Die Justiz”, “Die Gerichte”, “Die Strafverteidiger” usw. sind absolut gängige Zuschreibungs-Objekte von Kritik, Tag für Tag.

      Justiz-Juristen sind schrecklich empfindlich, wenn sie kritisiert werden. Ärzte auch. Aber kaum eine Profession ist derart empfindlich und weinerlich bei Kritik wie die der Journalisten.

      1. Was da in den Redaktionsstuben nicht alles durcheinandergeworfen wird … im aktuellen Fall Khashoqgi z.B. gerne Konsulat und Botschaft.

        Ich teile Ihr Beharren auf Präzision des Ausdrucks.

  5. Wie gewohnt eine erfrischende Lektüre mit Informations- und Erkenntnisgewinnung.
    Nur am Rande bemerkt: Wozu das Wortmonstrum „und/oder“, gemeint ist doch gan einfach „oder“ – oder?

    1. Nein, da stimme ich Ihnen nicht zu. Wenn ich “und/oder” schreibe, meine ich das wirklich so. Es kommt daher, dass ich damit zwei verschiedene Fälle oder Fallgruppen meine. Ich gebe aber zu, dass das eine arge Verkürzung ist, deren gedanklicher Hintergrund oft vielleicht nur schwer verständlich ist. Versprochen: Ich denke darüber nach!
      tf

  6. Und hier verbessere ich mich selbst (sehen Sie, dazu bin ich fähig!): Den Schluss meiner Antwort an Sie, Herr Fischer, könnte man so verstehen, als ob auch Journalisten dafür zuständig wären, das Zusammenleben einer Gesellschaft in Paragraphen zu regeln. – Das ist zweifellos nur der Gesetzgeber. Gute juristische Beratung dabei braucht auch der, ebenso wie qualifizierte Kritik durch die sogenannte Vierte Gewalt, die Gesamtheit der Medien.

    1. Was wollen Sie denn journalistisch noch mehr regeln oder geregelt haben, wenn zb die Gießener Geschichte der Abtreibungsärztin ohnehin sowas nach abgekartetem Spiel klingt.

  7. Klasse Text, wie immer.
    Ich sehe es nicht in allen Details wie Herr Fischer, aber das ist nebensächlich:
    Vielen Dank für den herrlich bösen Seitenhieb auf den “Regierungssprecher”! (“es ist lustig, weils stimmt”)

  8. Danke Herr Fischer! Wie immer sprachlich unterhaltsam, inhaltlich fundiert.

    Aber:

    1. ist es nicht eine Ironie, wie hier ein Gesetz ins Gegenteil verkehrt wird und das noch von den Gerichten selbst unterstützt? Verkürzt ausgedrückt: Frau Hänel darf nicht werben, aber es sind genau die Gerichtsverfahren zu diesem Thema, die massiv in der Presse behandelt werden und ihren Namen und ihr kommerzielles Angebot dadurch bekannt machen. Sozusagen der “transitive Streisandeffekt”. Frau Hänel wäre ja bescheuert, nicht in Berufung zu gehen und jetzt vielleicht auch noch die Revision zu beantragen, falls das noch geht – sie dürfte schon jetzt die bekannteste Abtreibungsärztin Deutschlands sein, und das auch und vor allem wegen der Gerichte (die natürlich nicht so frei sind, dass sie eine Anklage der Staatsanwaltschaft ablehnen könnten).

    Und auch Sie, Herr Fischer, machen hier Werbung für Frau Hänel, sicher unbeabsichtigt. Aber wir lernen ihren Namen, wo man sie findet (in Gießen), und dass sie gegen Bargeld unkompliziert Abtreibungen durchführt. Ehrlich, das weiß ich von niemandem sonst außer von Frau Hänel. Und da beginnt es dann absurd zu werden…

    2. Die ständige Journalistenschelte ist sinnlos. Ja, die leisten manchmal unterirdische Arbeit, aber wir kriegen keine anderen! Das ist wie mit den Politikern. Wir müssen umgekehrt lernen, mit den real existierenden Journalisten halt zu leben. Das bedeutet im Internetzeitalter, selbst zu recherchieren, sich eine Meinung aus vielen Informationsquellen zu bilden, und auch eine Meinung über diese Quellen. Die Tageszeitung im Briefkasten reicht schon lange nicht mehr.

    3. An die Redaktion: ich glaube kaum, dass Herr Fischer lange Wörter so oft durch “Binde-Striche” unterteilt wie Sie das offenbar nachträglich tun. Gleich in der ersten Zeile “Presse-Thema”. Wirklich? Für mich stört das massiv den “Lese-Fluss”, daher möchte ich Sie bitten, diesen “Deppen-Binde-Strich” zu unterlassen. Ihre Leser sind schlau genug, auch Wörter mit mehr als zehn Buchstaben zu verstehen.

    1. ad 1) Wenn man über die Sache der Abtreibungsärztin Hänel und das hochpolitische Thema “Legalisierung von Abtreibungen” diskutiert, sich damit auseinandersetzt, dann ist das keine Werbung für Hänel.
      Ich würde auch keiner Frau sagen, da gibt es die Frau Hänel, die macht dir sowas jederzeit völlig unkompliziert um ein paar Euro.

    2. Ja – na ja – jedoch – wie auch immer – wer weiß… :

      Gewiss wird die nicht promovierte und nicht gynäkologische Arztin Hänel Revision gegen das Urteil des LG Gießen einlegen (bzw. hat es vermutlich getan – Frist 1 Woche). Darüber entscheidet das OLG Frankfurt. Der BGH kann nicht (oder kaum) zuständig werden. Gegen die letztinstanzliche Entscheidung des OLG könnte man Verfassungsbeschwerde zum BVerfG einlegen, und vielleicht dagegen Beschwerde beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

      Kann ja alles sein! Den “Ehrentitel” als “Kämpferin” hat sich Hänel schon längst selbst verliehen; das LG Gießen hätte sich da nicht mehr reinhängen müssen. Interessieren würden mich Fragen wie die, ob die beiden Schöffinnen eigentlich auch einmal “als Bürgerinnen” eine jeweils persönliche Erklärung zur verfassungsrechtlichen Lage abgeben dürfen. Oder ob der Kammervorsitzende sich “als Bürger” in die Schar der “Freiheit für Hänel”-Demonstranten eingereiht hat (das wäre doch mal was!).

      “Die Gerichte sind damit überfordert” ist schlichter Unsinn bzw. eine verquere Sicht. Der Gesetzgeber hat 1974 und 1995 die Vorschrift des § 219a StGB ausdrücklich erörtert und so formuliert, wie sie ist. Ihre Anwendung (als rechtsdogmatische Fachfrage) ist also genau die “Forderung”, die einem Gericht gestellt ist – wem denn sonst? “Überfordert” könnten “die Gerichte” allenfalls mit einer rechtpolitischen NEU-Regelung sein. Das ist eine Binsenweisheit (siehe Gewaltenteilung), sollte aber eine kleine Strafkammer nicht hindern, nach Recht und Gesetz und nicht “als Bürger” zu entscheiden.

      Wer meint, das Gesetz selbst verstoße – in jeder zulässigen Auslegung – gegen die Verfassung, muss nach Art. 100 Abs. 1 GG dem BVerfG vorlegen. Dass sich das BVerfG jemals für “überfordert” gehalten hätte, so eine Frage zu klären, ist bisher nicht überliefert.

      Insgesamt also – wenn die Zitate denn stimmen – eine wirklich skandalöse Entscheidung und Begründung!

      “Werbung für Frau Hänel”: Ja, was soll’s? Wer über Uli Höneß schreibt, macht ja vielleicht auch Werbung für Bratwurst, und wer über den “Abgasskandal” schreibt, wirbt für VW. Sehen Sie eine Alternative?

      Ich habe persönlich nichts gegen Frau Hänel, auch wenn mir eine bestimmte Art von “Gesendetheit” meist ein gewisses Maß an frösteligem Unbehagen bereitet. Aber das kann jede(r) halten, wie er/sie will. Ich glaube (!) aber nicht, dass die Front im Glaubens(!)-Kampf bei Frau Hänel zutreffend und ehrlich gezogen ist. Die Argumente sind unzureichend und vielfach vergiftet mit purem (politischen) Wollen. Frau Hänel ist keine Freiheitskämpferin für alle (!) Frauen. Sie ist eine Unternehmerin. Wenn sie für ihre vorzüglichen Abtreibungsleistungen öffentlich werben darf, ist nichts gewonnen, und wenn sie es nicht darf, ist nichts (außer für sie) verloren: Weder gibt dann weniger Informationen, noch mehr Freiheit für irgendjemand, noch mehr oder weniger Abtreibungen.

      Das Bemerkenswerte und Bedrückende ist, dass diese Hinweise argumentativ einfach überschrieen werden. Und dass nicht klar gesagt wird, was eigentlich das (rechtspolitische und soziale) Ziel ist.

      1. Ich habe den Eindruck, dass ein wesentlicher Teil des “Überschreiens” und die Verweigerung der Nennung der eigentlichen Ziele daher rührt, dass man seitens der Schreienden ein diffuses Gefühl hat, ungerecht behandelt zu werden bzw. ungerecht behandelt worden zu sein.
        Die Einschränkung der eigenen Rechte (ob real, gefühlt oder eingeredet), die man für selbstverständlich hält, und sei es nur das Recht, lebenslang keine Verantwortung für sich selber und die eigenen Handlungen übernehmen zu müssen, scheint mir eine wesentlich Ursache. Es ist immer jemand anders Schuld, die Männer, alte weisse Männer, ausländische zusammengerottete Männer; Kinder, die von Männern gezeugt wurden und einem die Selbsverwirklichung vermiesen, Männer die einen hinterher an der Abtreibung hindern bzw. einen dazu zwingen und zusätzlich noch die Werbung für Abtreibung via Smartphone-“Ads” verhindern, Ausländer, die einem den Job wegnehmen, weshalb man Runen-T-Shirts tragen und komisch Parolen mit erhobenem Arm grölen muss……
        Es ist immer jemand anders Schuld, und nichts eignet sich besser als ein Sündenbock, um sich selber von den eigenen Problemen freizusprechen.
        Deshalb ernten Sie hier ähnliche Reaktionen wie bei Kommentaren darüber, dass die Ausländer nicht an jedem deutschen Misstand schuld sind.

      2. >Oder ob der Kammervorsitzende sich “als Bürger” in die Schar der “Freiheit für Hänel”-Demonstranten eingereiht hat (das wäre doch mal was!).<

        Wenn ein LSG Richter feststellt, dass er vom Arbeitsamt belogen wurde und sein Berichterstatter eine Suggestivfrage zwecks "Sachaufklärung" beim Finanzamt gestellt und dokumetiert hat ( am Tag vor der Hauptverhandlung ) und das BSG wenige Tage vor Änderung der Gesetzeslage, dann im Sinne des Klägers, die Hauptverhandlung ansetzte
        und darum
        sich bei der Hauptverwaltung Jahre nach seinem Fehlurteil lauthals beschwert woraufhin man ihn bedrohte, ich nahme an mit der Kürzung seiner Altersbezüge,
        dann ist schon der Hinweis auf des eventuelle Fehlverhalten des Vorsitzenden die TF hilfreich im Sinne von "Wollen wir mehr Gesetzestreue wagen?" nützlich.
        Pepito, Hilfsarbeiter bei VerfG, gab mir diese Info….

  9. Lieber Herr Fischer,
    danke, wieder mal unterhaltsam und fundiert. Vier Gedanken dazu.

    1. Frau Hänel dürfte nun die bekannteste deutsche Abtreibungsärztin sein, und man weiß auch, wo man sie findet und kann das Bargeld gleich mit einpacken. Dank der Staatsanwaltschaft, (unfreiwillig) den Gerichten und leider auch Ihren Artikeln dazu. Ist das nicht eine Ironie, dass die, die ihr das Werben verbieten wollen, Werbung für sie machen? Sozusagen der transitive Streisandeffekt. Frau Hänel lacht sich ins Fäustchen.

    2. Dass Sie journalistische Arbeit kritisieren, wird leider nicht dazu führen, dass die besser arbeiten. Das ist wie mit den Politikern. Der Bürger kann wählen was er will, er kriegt die “Parteien der Mitte” und das noch als Groko. Damit muss man lernen umzugehen, man kann es nicht ändern. Im Fall des Journalismus also: selbst recherchieren, viele Quellen nutzen, Blogs und Kolumnen lesen, selbst (!) eine Meinung bilden und auch über die Quelle eine Meinung formen.

    und noch zwei Punkte an die Redaktion:

    3. Es wäre schön, wenn Meedia irgendwo eine Übersichtsseite mit den Fischer-Artikeln schalten könnte.

    4. Bitte nicht immer diese “Deppen-Binde-Striche”. Gleich die erste Zeile “Presse-Thema”. Warum nicht orthografisch korrekt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Fischer das so schreibt. Sie scheinen Ihren Lesern keine Wörter mit mehr als zehn Buchstaben zuzutrauen. Vertrauen Sie uns und muten Sie uns nicht diese augenkrebserregenden Bindestriche zu.

  10. Als Journalist und juristischer Laie lese ich das mit großem Vergnügen und noch größerem Erkenntnisgewinn.
    Kleines Fact Checking zum Schluss hin: Lanz ist keine “ARD-Sendung”, der talkt beim ZDF.

    1. “Lanz”: Sorry!
      Und: Sack Zement! Ich hatte fünf Sekunden lang nachgedacht, ob ich nachschauen soll – und es dann gelassen. So geht’s! Alles immer wichtig-wichtig und eilig-eilig.
      Vielen Dank für den Hinweis!
      tf

  11. Daß Richter Nink auch meinte, was er sagte, dies sogar Gegenstand der Verhandlung war, geht aus diesem Bericht hervor:
    “Dass es trotz des leidenschaftlichen Plädoyers und der Schlussbemerkungen von Hänels Anwalt nicht zur gewünschten Aussetzung des Verfahrens kommen würde, daran lässt Richter Nink von Beginn an wenig Zweifel. Das Gießener Gericht sei nur „eine kleine Strafkammer“ und das Bundesverfassungsgericht ganz sicher nicht begeistert, wenn ein Landgericht die Überprüfung einer Strafrechtsnorm anordne. Das sollten „Größere“ übernehmen, meint Nink: „Ich würde mir damit keine Freunde machen beim Bundesverfassungsgericht.“”

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article182005476/Paragraf-219a-Kristina-Haenel-scheitert-im-Streit-ueber-Abtreibungsparagraf.html

    Rechtsbeugung ist ein Offizialdelikt…

  12. Also ernsthaft Herr Fischer – ich habe mich zu 95% bestens unterhalten und informiert gefühlt. Selten so gelacht. Die 5% sind Ihrer persönlichen Abhandlung zu Frauen und ihren Entscheidungen geschuldet. Da es in diesem “Rechtsstaat-Land” so vieles gibt, das in der Verfassung steht aber Politik und Justiz total egal ist – zB Gleichberechtigung von Frauen endlich hart, besser knallhart durchzusetzen – stellt sich die Frage, warum es rund um Abtreibung & Co. immer so “‘knallhart” und meinungsstark zugeht. Was Ihnen sehr gut gelungen ist, ist der Blick auf die Massen, die in den Krieg zogen, um “Probleme” durch das Töten von Menschen zu lösen.. Und die Frage: Ist es gerecht, einen Menschen zu töten, um ein Problem zu lösen? Wir können die Antwort ganz aktuell verfolgen.. Was machen Trump, die Deutschen und der Rest der Welt mit den Saudis… nachdem die einen Aufmüpfigen mal schnell von 15 Männern mit Knochensäge zerstückeln ließen..und by the way etwas ähnliches behaupten wie “Wir sind Moslems und wir machen sowas”.. Hier könnten wir jetzt weiter diskutieren aber… schon ist der Spaß an Ihrer Kolumne vergangen.. in den Wind geblasen worden… vom wahren Leben verdrängt und verschwunden… wie so vieles in diesen Zeiten…

    1. Wie bitte, es soll hierzulande Politik und Justiz “total egal” sein, die Gleichberechtigung der Frauen “hart, besser knallhart” durchzusetzen? Dafür haben Sie doch sicher Belege, oder?

      Mein Eindruck ist schon lange, dass das Pendel in die andere Richtung ausschlägt. Wir betreiben offen und verfassungswidrig “Gleichstellung”.

      Gleichstellung ist das Gegenteil von Gleichberechtigung.

      Erzählen Sie mal einem Mann, der einen Job nicht bekommt, nur weil er ein Mann ist, dass das der “Gleichberechtigung” geschuldet ist. Erzählen Sie mal 50 rein männlichen Bewerbern einer Stellenausschreibung, dass die Ausschreibung neu gemacht wird, weil man eine Frau einstellen will. Wegen der “Gleichberechtigung”. Erzählen Sie mal einem Vater mitten im Scheidungsprozedere, dass das Kind selbstverständlich zur Mutter kommt. Gleichberechtigung.

      Wie kann man nur so blind durch die Gegend laufen?

      1. Es ist auch wirklich sehr ungerecht, dass im Grunde nur Frauen schwanger werden und Kinder austragen können. Eine Frechheit und Widerwärtigkeit der Natur. Da hilft nur eine absolute Legalisierung von vorgeburtlicher Kindstötung.

        So stellt sich das die gesamte Abtreibungslobby vor.

      2. Es ist ja unfassbar was Du hier zusammen schreibst mit einer Wut im Bauch und ohne irgendeine Ahnung zu haben, was wirklich los ist. Gleiches Geld für gleiche Arbeit? Gleiche Chancen? Haste nicht mitbekommen, dass soeben die Politik festgestellt hat: WEIL es eine Quote bei Vorständen gibt, gibt es plötzlich 43 % Frauen. WEIL es keine Quoten gibt, gibt es ÜBERALL anderswo NUR Männer, die sich in Seilschaften zum Job verhelfen usw.usf. Dein Gejammer ist vollkommen deplaziert. Es gibt definitiv und nach wie vor Frauendiskriminierung und die ist massiv. Hier kannste die öffentlich-rechtliche Rundfunk-Studie von ARD und ZDF selbst in Auftrag gegeben (dazu wurden sie wohl gezweungen) NACHLESEN was dort los ist und wie diese “massive Frauendiskriminierung” so ganz selbstverständlich stattfindet. Merkste nicht? dass es in deren Filmen/Serien zu 80 % nur um Männer geht… dass Frauen stereotype Zuweisungen aushalten müssen – auch in Deinem Post klar und deutlich zu lesen. Lies einfach und dann halt die Klappe und sei froh und täglich dankbar, dass Du ein Mann bist in Deutschland, das die Moral täglich auf den Lippen trägt aber unter der Decke ganz anders agiert: http://www.ard.de/download/3841216/Gender_und_Fernsehfilm___Eine_Studie_im_Auftrag_von_ARD_und_ZDF.pdf

      3. Frau Eule,
        wenn Frauenfachärzte oder wer sich immer dafür hält für Abtreibungen endlich offiziell werben dürften, dann gebe es viel mehr weibliche Reschissörinnen?

      4. Frau Eule,

        ich sage, was wir betreiben, ist Gleichstellung -nicht Gleichberechtigung- und die beiden widersprechen einander.

        Sie halten “dagegen”, die Gleichstellung sei ja noch nicht erreicht.

        Bemerken Sie die Fehler?

        Falls nein:

        erstens haben Sie mir gar nicht widersprochen (ich stimme zu, die Gleichstellung ist nicht erreicht),

        zweitens schließen Sie von der Tatsache der Nicht-Gleichstellung auf eine “Unterdrückung” oder “Benachteiligung”, was nicht einmal naheliegend ist (statistisch signifikante Unterschiede in Lebensentscheidungen zwischen Frau und Mann erklären die Unterschiede in den Ergebnissen locker, auch ohne dass man unterschiedliche Talente annimmt, wobei letzteres naheliegt, wenn man nicht dogmatisch denkt).

        drittens beschimpfen Sie mein “Gejammer”, dabei sind es doch genau die Gleichstellungsverfechterinnen (also Sie), die sich ständig als Opfer selbst bemitleiden.

        Und zurück zum Thema “Abtreibung”: das ist nunmal kein Thema der Gleichberechtigung. Sowohl ist die Frau die einzige, die schwanger werden kann, als auch ist sie die einzige, die über eine Abtreibung entscheidet.

        Schöne Grüße, und bitte das nächste Mal ohne “halt die Klappe”, das gehört sich nämlich nicht.

      5. Abgesehen davon, daß es beim Thema Abtreibung, um das es hier eher weniger als mehr geht (sondern nur ein Werbeverbot dafür), ist die Ausdehnung der Diskussion nun in der Tat ein wenig lächerlich.

        “Wir betreiben offen und verfassungswidrig “Gleichstellung”.
        Gleichstellung ist das Gegenteil von Gleichberechtigung.”

        Das sind Sätze, die man natürlich aus einem Artikel bei Tichy einfach so übernehmen kann.

        Man könnte auch den dort dermaßen dumm definierten Begriff “Gleichstellung” hinterfragen und einen Blick in Art. 3 GG werfen.

        Ich muß allerdings dazu sagen, daß eine sogenannte “Frauenquote” auf der gleichen dummen Definition beruht.

        Das Ergebnis einer Gleichstellung soll eine Gleichberechtigung sein, also “die Beseitigung bestehender Nachteile”.

        Die quasi nachträgliche Beseitigung des biologischen Nachteils, 9 Monate lang einen zweiten Menschen mit sich herumschleppen zu müssen, ist damit allerdings eher nicht gemeint.

    1. Was ist daran nicht verstehbar? Wenn gewisse Hin- und Herrschaften letztlich Straffreiheit von Abtreibungen fordern, und darauf läuft doch das ganze Theater logischerweise dann raus, dann fragt sich eben warum. Und der Grund ist wohl, dass Frauen nicht mehr Gebärerinnen sein sollen und wollen.

  13. Lieber Herr Fischer,

    was ist denn genau der Unterschied zwischen Leistungskatalog und Werbung auf einer Website eines Arztes ?
    Hier: http://www.kristinahaenel.de/page_infos.php
    Ich könnte 100e Links anführen von Fachärzte-Websites mit deren Auflistung ihrer Leistungen, alles Werbung und dann aber erlaubt?
    Genau das ist doch der Schwachsinn an § 219a, dass der Leistungskatalog eines Arztes als Werbung ausgelegt wird, warum auch immer.
    Ich finde die ganze Diskussion unglaublich kleingeistig, als ließe sich dadurch nur ein Schwangerschaftsabbruch verhindern, wenn ein Arzt mitteilt, dass er Schwangerschaftsabbrüche durchführt.
    Man (Sie) kann über seine Auffassung zu Schwangerschaftsabbrüchen schreiben (muss man aber nicht), aber dies mit dem “Fall” von Frau Hänel zu vermischen scheint mir doch inzwischen hanebüchen.
    Was ist denn so skandalös daran, unsinnige Paragraphen abzuschaffen bzw. zu reformieren?
    Sie kennen doch die Historie des § 219a, die heutige Fassung stammt aus dem Jahr 1974, ich will Ihnen hier nicht aufzählen, was sich seit dem geändert hat 🙂

    1. Sie fragen, “Was ist denn so skandalös daran, unsinnige Paragraphen abzuschaffen bzw. zu reformieren?”

      Ich frage: was ist denn so skandalös daran, wenn ein Gericht geltendes Recht anwendet? (abgesehen von diesem angeblichen Kommentar des Vorsitzenden, der wäre tatsächlich unterirdisch)

      Für die Reformierung von Gesetzen sind doch nicht die Gerichte zuständig.

      Aber um trotzdem was zu Ihrer Frage zu sagen: das geltende Recht stellt einen Kompromiss dar. Man möchte die betroffene Frau nicht bestrafen, andererseits die Abtreibung nicht auf eine Stufe mit anderen ärztlichen Leistungen stellen.

      Es ist halt was anderes, ob Sie sich eine Warze entfernen lassen oder einen Fötus. Auch letzteres ist unter bestimmten Umständen nur Ihre eigene Entscheidung, aber der Staat schreibt vor, dass es einen Beratungstermin geben muss, und dass für diese Art Behandlung nicht geworben werden darf. Das ist ein minimaler Schutz des Fötus, der eben NICHT in die Entscheidungsfreiheit der Frau eingreift.

      Aber die Hysterie geht weiter. Weil bestimmte Leute offenbar nur merken, dass sie leben, wenn sie sich auch aufregen können. Über ihren empfundenen oder erfundenen Opferstatus. Wie armselig.

      Ach und die Ärzte, die Abtreibung tatsächlich für nix anderes halten als die Entfernung einer Krampfader, vor denen graut es mir. Will ich bei einem solchen Menschen Patient sein, kann ich dem vertrauen?

      1. Ach, so einige Abtreibungsärzte sehen das sehr, sehr locker, immerhin kann man sich mit vorgeburtlichen Kindstötungen (ich nenn es, dieses Wesen alltagssprachlich einfach Kind, da wir auch bei uns zu sagen pflegen, jemand kriegt ein Kind, als Synonym für jemand ist schwanger…) , Embryonen- und Fötentötung eine goldene Nase verdienen, ist sowieso ein reiner Routineeingriff, geht in Massenabfertigungen. Dafür sollten allgemein Ärzte, also nicht nur Gynäkologen eben groß werben dürfen, so der Wunsch der angeblichen “FrauenretterInnen”, zumal es ja angeblich vordergründig um ein so genanntes angeblich ureigenes, nur sie betreffendes Recht der Frau auf ihre eigene Sexualität und ihren eigenen Körper, ihre eigene Gesundheit ginge. Btw: Als ob Männern das nicht zustünde, überhaupt, und jenen die nicht oder schon Vater werden wollen?

        Für mich geht es aber auch – wenn eher etwas subtil- durchaus in die Richtung (moralischer)Zwang zur Abtreibung, Frauen müssten dann zukünftig ein durchaus schlechtes Gewissen haben, wenn sie gerne ein Kind möchten (zusammen mit einem Partner), aber dann an jeder Ecke die Abtreibungsexpertin wirbt und auf gutes Geschäft wartet.

        Es hilft ja auch nichts immer nur von einem Zellhaufen zu quatschen. Wenn man sich Ultraschallaufnahmen von den ersten Lebenswochen in der Gebärmutter anschaut, dann weiß man sehr wohl, dass es sich um einen Menschen handelt, der da heranreift; vor allem wissen das Frauen (und deren Partner)die sich enorm über ihre Schwangerschaft freuen;

        Natürlich gibt es ungewollte Schwangerschaften, auch aufgrund Vergewaltigungen, nicht funktionierender Verhütung, und deshalb ist es auch gut, dass Frauen Kinder nicht austragen müssen, sofern es sie beeinträchtigt etc, trotzdem ist eine Beratung enorm wichtig, wo Frau die Unterstützung, die notwendige Information erfahren kann, die sie braucht, egal wie sie sich schon entschieden hat oder entscheiden wird – mit Partner, ohne Partner, wie auch immer.

        Wie gehen wir überhaupt mit Menschenleben um, das frag ich mich, und wozu wird so getan, als wäre Kinderkriegen was unnatürliches, fast schon abnormales und sollte Abtreibung die Normalität werden?

      2. “… aber der Staat schreibt vor, dass es einen Beratungstermin geben muss, und dass für diese Art Behandlung nicht geworben werden darf. Das ist ein minimaler Schutz des Fötus, der eben NICHT in die Entscheidungsfreiheit der Frau eingreift.”
        Der Beratungstermin ist im § 218 doch fest verankert, das hat doch mit der Auflistung der angebotenen Leistung gar nichts zu tun. Mit Schwangerschaftsabbrüchen kann man sich übrigens keine goldene Nase verdienen, da es a) zu wenige gibt und b) bei der in Not geratenen Klientel meist wenig zu holen gibt und nur der einfache GKV-Satz abgerechnet werden kann, auch ein Grund, dass die Zahl der Ärzte, die Abbrüche anbietet, in den letzten Jahren stetig gesunken ist.
        Das Pro und Contra Schwangerschaftsabbruch steht aber gar nicht zur Diskussion, sondern, ob es Werbung darstellt, wenn ich eine angebotene Leistung publiziere.

      3. Geht eh nicht pro und contra Abtreibung, aber es geht darum dass es als normale Dienstleistung offeriert, angeboten und beworben wird. Und dass so getan wird als wären die Frauen in ihrer höchsten Not alleine gelassen und weit und breit kein Arzt.

        Sie meinen. Frau SCZ es gebe zu wenig Abtreibungen, sodass Ärzte damit nicht gut verdienten?

        Da liegen sie ganz bestimmt falsch. Es bindet auch nicht jede Frau jedem auf die Nase ob und wie oft sie im Laufe ihres Lebens eine Schwangerschaft unterbrechen hat lassen.

        Wer sagt, dass die Zahl der Abtreibungsärzte gesunken sei? Wo ist das denn wieder her?

      4. Sehr komisch, wie kommt Fiala dann drauf, dass es sogar 300.000 Abtreibungen pro Jahr in Deutschland gebe, nicht nur ca 100.000`?
        https://www.focus.de/familie/100-000-fehlen-experte-sicher-in-deutschland-treiben-viel-mehr-frauen-ab-als-die-statistik-zeigt_id_6582349.html
        Machen die das dann “schwarz”? Wieso falsche Angaben? Aber doch nicht wegen des Werbeverbots und nicht wegen der Beratungspflicht?
        Oder was wird denn vorgeschoben?
        Ärzte wollen einen sog Freifahrtschein für Abtreibungen?
        Es geht gar nicht um die Not von Frauen und deren Anliegen und Probleme, denn dies hat man ja gut gelöst, es geht also um die Macht der Ärzte? Man instrumentalisiert von Ärzteseite die Frauen. So versteh ich das.

      5. Typisch deutsche Hysterie.. und permanent moraltriefendes Geschreibsel. Es steht jeder Frau offen, nach Holland zu fahren, wo sie extrem gut beraten und aufgefangen wird.. Wo es Websites gibt, die die beste Aufklärung mit permanenter Gesprächs-Bereitschaft haben und niemand regt sich auf und schwafelt von “goldener Nase verdienen”. Man kann so manches mal deutlich das “deutsche Wesen” erkennen, das die Welt in fürchterliche Kriege gestürzt hat und heute noch kaum besser tickt. Verbale Moralbehauptungen… bis hin zu täglichen Empfehlungen, wie Leute mega-alt und gesund bleiben… mit wenig Rente und gestapelt in Altenheimen ohne PflegerInnen (die man sich dann im Ausland holt hahahaha) und gleichzeitig ein Umgang untereinander – immer auf die deutsche Moral für die ganze Welt pochend – die zum Kotzen ist. Bei uns läuft so viel falsch (die Aufzählungen sind im Wahlkampf sehr beliebt) und nichts davon wird wirklich angegangen (Clans & Co als bestes Beispiel – auch die ARD/ZDF-Studie mit NULL Konsequenzen)… da passt es doch, dass man mit voller Moralpower wieder mal die “Abtreibung” ins Visier nimmt, auf Ärzte losgeht und vor allem auf Frauen. Da geht’s am einfachsten gell… die wehen sich kaum… denen sagen wir jetzt, dass sie ja Kinder töten…während der Saudi den ganzen Mann zerstückelt oder die Amis mit ihren Waffen täglich Leute erschießen bzw. der Russe mit Cyberbla und Nowitschok hantiert und der Chinese sekündlich überwacht wird, ob er sich aus Politik-Sicht anständig benimmt… Noch mehr Schauergeschichten aus der Welt – sowas wie Katholiken-Pfarrer-Mißbrauch von Jungs – ohne Sanktionen… aber Frauen wg. Abtreibungen zu Mörderinnen (wegen mir waren es die Ärzte ist ja egal) erklären. blablablabla…

      6. Frau Eule,

        jede kann so viel abtreiben wie sie will, aber dann nicht so scheinheilig herumtun es gebe nicht genug Info und nicht genug Ärzte, die das machen.

      7. @ Till Eule
        Sie schreiben:
        “Es steht jeder Frau offen, nach Holland zu fahren, wo sie extrem gut beraten und aufgefangen wird.. Wo es Websites gibt, die die beste Aufklärung mit permanenter Gesprächs-Bereitschaft haben und niemand regt sich auf und schwafelt von “goldener Nase verdienen”.”

        Zur Verdeutlichung:
        “extrem (!) gut beraten”
        “Websites”
        “beste (!) Aufklärung”
        “permanente (!) Gesprächsbereitschaft”
        Dies als Erläuterungen unter dem Hauptsatz: “Es steht jeder Frau offen, nach Holland zu fahren”

        Fällt Ihnen da irgendwas auf, das zum Kernthema “Werbung” gehören könnte?
        Etwas, das möglicherweise ein Grund dafür sein könnte, daß Frau Hänel etwas gegen unseren § 219a StGB hat?
        Irgendwas mit “Wettbewerb”?

        Nur so ein spontaner Einfall von mir auf der Basis Ihres Beitrags… 😜

    2. @Frau SCZ

      Wenn Sie diese ganze Diskussion um Abtreibung von menschlichen Wesen so unglaublich kleingeistig finden, was fänden Sie dann wirklich angemessen GROßGEISTIG?

      1. Ach, lesen Sie meinen Kommentar nocheinmal, dann werden Sie feststellen, dass sich meine Aussage nicht auf auf eine Diskussion um den § 218 bezieht, der ist nämlich ausdiskutiert, zumindest bis dato.

      2. Was heißt denn scheinheilig… das ist extra für Frauen erfunden oder wie? Es ist doch eine Tatsache, dass die Frauen hier nicht vollumfassend informiert werden DÜRFEN. Weil wir ja so “christlich” sind… in einer Kirche, die überhaupt nicht “christlich” ist…und mit immer mehr Menschen, die auch nix mit Glauben am Hut haben. Ich glaube nicht, dass die Niederländer schlechtere Menschen sind als wir Deutschen… warum informieren die anständig und begleiten die die Frauen? OHNE diesen Moralscheiß, der hier ausgiebig nachgelesen werden kann. Ich bin gespannt, was mit dem Saudi-Chef passiert, der den Stückel-Mord von 15 Leuten in Auftrag gegeben hat. Bekommt er neue Waffen… von uns und vom Ami… bestimmt oder? Und wer sitzt neben dem Scheich als nächste/r Politiker-in… damit “die Wirtschaft” brummt… und man zuhause dafür die Frauen mit Paragraphen zu “Beratungen” zwingt… Was für eine Farce.. wenn man diese “Moral” mal so ein kleines bißchen gegenüber stellt. Pfui Teufel.

    3. Frau SCZ:
      Es gibt keinen Unterschied zwischen “leistungskatalog” und Werbung.
      Wer auf seiner Homepage schreibt, dass er/sie “Sanitätinstallationen und Badezimmereinrichtungen” anbiete, macht Werbung. Das ist ja eigentlich klar, oder? Ich sehe keinen sachlichen Grund, warum das in der Sache Hänel (§ 219a) seit Monaten so lautstark bestritten wird (Siehe Kebekus: Werbung sei “Hier, zwei für eins, alles muss raus!”).
      Der Gesetzgeber hat § 219a im Jahr 1974 reformiert, als er die Fristenlösung (!) einführte.
      1976 wurde – nach Entscheidung des BVerfG – eine “Indikationsregelung” (mit einer verkappten Fristenlösung in der “sozialen Indikation”) eingeführt, also eine restriktivere Gesetzeslage.
      1995 wurde wieder – zur Angleichung an die DDR-Regelung – eine Fristenlösung eingeführt;: Völlig freie Entscheidung der Schwangeren ohne Feststellungs-/Indikationsplicht, flankiert von einer Beratungs-Angebots-Regelung. Die derzeitige Regelung entspricht also im Kern derjenigen von 1974. Was sich seither “geändert” hat (und “aufgezählt” werrden müsste), weiß ich nicht.
      Gesetzgeber und BVerfG haben mehrfach diskutiert, entschieden und geregelt, dass Abtreibung nicht einfach wie Zähneziehen oder Fußpflege zu behandeln ist. Das behauptet ja letztlich – auch ein paar Irren – niemand, denn kaum jemand möchte “völlige Freiheit” zum Abtreiben von Feten im fünften oder siebten Monat. Da die “Frist” (12. Woche) eine letztlich willkürliche ist (Ein Embryo entwickelt sich nicht in Wochen-Sprüngen, und nicht jeder entwickelt sich gleich!), kommt man logisch, rechtlich, medizinisch und moralisch kaum daran vorbei anzuerkennen, dass Emryos auch in der 11. Woche “Menschen” sind und keine Tumore.

      Weil das so ist, soll für die (freie) Abtreibung nicht aus kommenziellen Gründen öffentlich geworben werden. Es soll eben nicht verschleiert werden, dass es eben keine “Gesundheitsleistung” und keine “normale” Maßnahme der Geburtenkontrolle oder Familienplanung ist (wie dies in manchen Staaten der Fall war und ist).
      Das scheint mir nicht unbedingt zwingend, aber auch nicht von vornherein verfehlt. Das Argument, man müsse “Information” erlauben, ist jedenfalls vorgeschoben und unehrlich: Information als solche ist ja gar nicht verboten. Und jeder Arzt darf natürlich auch im persönlichen Beratungsgespräch über seine / ihre eigene Leistung informieren. Allein die Werbung für Abtreibungsangebote ist auf die Beratungsstellen verlagert.

      Die Szenarien der angeblichen Bedrückung durch § 219a, die entworfen werden, scheinen mir nicht überzeugend. Die meisten Schwangerschaften werden im Zusammenhang oder durch eine frauenärztliche Untersuchung festgestellt; da finden Information und ggf. Weiterleitung statt.

      Wenn ein Frau eine Schwangerschaft anderweitig feststellt, wird sie doch kaum je zum Computer schreiten (wollen) und auf 250 Ärzte-Homepages von Ärzten aller Fachrichtungen (Hänel ist Allgemeinärztin) herumsuchen, ob dort vielleicht Abtreibung im Leistungskatalog steht.
      Wenn sie da – zufällig – einen findet, muss der weder der nächstgelegene noch der beste sein. Denn kein Arzt ist verpflichtet, die Leistung in seinen/ihren öffentlichen Katalog zu stellen. Viele Ärzte würden das auch nicht tun, wenn es erlaubt wäre, z.B. aus Furcht, andere Patienten zu verlieren, oder sich vor Anfeindungen zu schützen. Daher kann eine Internet-Recherche nach “Leistungskatalogen” sowieso keine sinnvolle Aufklärung bringen. Wenn man stattdessen – wie es praktisch alle tun – entweder eine Beratungsstelle aufsucht oder zentrale Webseiten (Ministerien; Beratuns- und Hilfsorganisationen) besucht, kriegt man alle Informationen, wesentlich einfacher, und bei den mesieten beratungsstellen auch regelmäßig eine Auskunft über Kliniken und Ärzte, die den Eingriff durchführen.

      “Sterbehilfe” (im weiteren Sinn von “Hilfe beim Sterben” ist übrigens auch etwas, das Ärzte anbieten. Sie dürften das sogar in den “Leistungskatalog” aufnehmen. Tun es aber nicht.

      Und ein Letztes: Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass Ärzte auf ihrer eigenen Homepage öffentlich Abtreibungen anbieten und dazu sagen, ihre Methode sei veraltet, umstritten, gefährlich, oder ihre Komplikationsrate hoch. Es ist der Sinn von Werbung, das eigene Angebot möglichst posiitiv darzustellen. Ich bin mir nicht sicher, ob die Freiheit hierzu wirklich ein bevorzugtes Kampfziel für Frauenrechte sein sollte. Natürlich kann man sagen: Alles egal, alles frei. Aber ein Rechtssystem, das mit hohem Moraleinsatz die Werbung für Nikotin, Alkohol oder Pornografie einschränkt oder verbietet (obwohl es da ja nun wirklich allein um höchstpersönliche Freiheit geht), könnte doch vielleicht legitimerweise auch diejenige für Abtreibungen aus dem öffentlichen Raum zurücknehmen, bei denen, wie wir nicht ganz vergessen wollen, ausser “den Frauen” ja doch noch ein anderes Rechtsgut im Spiel ist.

      1. Höchstpersönliche Freiheit im Bordell Europas? Hoher Moraleinsatz hahahahaha… und dafür “Pornographie, Alkohol, Nikotin..” einschränken” hahahahahaaaaa… Besser kann man etwas nicht gegeneinander stellen. Um diesen deutsch-“christlichen” Moral-§-Streit für die deutschen Frauen erträglicher zu machen sollten wir nach unserem geliebten, für die Zukunft einzig wahren und richtigen Lebensweg EUROPA schauen… und die Niederländer den deutschen Frauen empfehlen…weil ja ohne Grenze! Dort gibt es das mega-positive Angebot der Abtreibungskliniken – online mit allen Informationen und einer Klarheit, die nichts – auch nichts negatives – auslässt. Und die sind – weil mega-erfahren – die besten Berater, Ärzte und Arzthelferinnen.. Dann muss “deutsche frau” sich keine Gedanken mehr um hiesige Ärzte machen, die hier geschildert werden mit “unwahrscheinlich dass sie Abtreibungen anbieten und dazu sagen, ihre Methode sei …veraltet, umstritten, gefährlich, oder ihre Komplikationsrate hoch”.

      2. Mir ist durchaus bewusst, dass wir beide in dieser Frage keinen Konsens finden, lassen Sie mich trotzdem antworten.
        Schwangerschaften werden i.d.R. von der Schwangeren selbst festgestellt, Ausnahme vllt. Minderjährige, aber selbst die besorgen sich einen Test in der Apotheke, wenn die Periode ausbleibt. Der Arzt, nicht zwangsläufig Gynäkologe, bestätigt meist nur die Schwangerschaft.
        Jede rennt heutzutage mit einem permanent vors Gesicht gehaltenem Handy rum um sich Informationen zu beschaffen, insofern ist meiner Meinung nach der “Gang” ins Internet der erste bei ungewollter Schwangerschaft. Es sind doch nicht Frauen in stabilen finanziell abgesicherten Partnerschaften, die zur Verhütung abtreiben, sondern es sind Frauen in einer Notlage. Noch immer werden ungewollte Kinder nach der Geburt ausgesetzt, obwohl es Babyklappen u.Ä. gibt, nicht aus Unmut, sondern aus einer entsetzlichen Notlage heraus, hätten die mal ein paar Informationen mehr gehabt.
        Schwangerschaftsabbrüche sind ein absolut persönliches Thema, niemand hat das Recht, dies zu bewerten, außer die Schwangere selbst; ihr zu unterstellen, sie betreibe “Geburtenkontrolle” mittels einer Abtreibung finde ich schon sehr heikel.

        Ihr Vergleich mit der Sterbehilfe: Aktive Sterbehilfe “bekommt” man heute unkonventionell in den Niederlanden, da findet man den “anbietenden” Arzt ganz einfach im Telefonbuch, sterben ist Privatsache, warum soll mir jemand vorenthalten, dass er mir dabei zur Seite stehen kann, die Regularien kennt der Arzt sicherlich genau. In Deutschland ist das wohl viel ungenauer geregelt und Ärzte befürchten oftmals Formfehler, durch die sie sich strafbar machen könnten, deshalb wird kein Arzt diese “Leistung” öffentlich anbieten.

        “Was sich seither “geändert” hat (und “aufgezählt” werrden müsste), weiß ich nicht.”
        Für Sie als Mann hat sich vllt. nichts wesentliches geändert, Frauen sind deutlich “freier” geworden seit 1974, das Schuldprinzip bei Ehescheidungen z.B. wurde erst 1976 aufgehoben, Feminismus, #metoo, die Arbeitswelt nicht zu vergessen, Frauenquoten, Ehe für Alle, mir fiele noch so viel ein. Ob alles im Detail gut und sinnvoll ist, mag dahin gestellt sein, aber in der Summe sind es Meilensteine seit 1974, zumindest für mich als Frau, obwohl ich mich nichtmal als Feministin bezeichnen würde.

      3. Das werdende Kind, der Embryo, der Fötus ist kein Ding, über das man einfach so verfügen kann.

        Die ganze Zeit hört man aber nur von Frauenrechten. Das entstehende Leben hat null Rechte? Niemandem gegenüber? Schutzlosest und wehrlosest ausgeliefert? Freiwild? Was ist das für eine Einstellung?

      4. Eieiei, Sie scheinen wirklich ein gläubiger Fan der Niederlande zu sein:

        “Ihr Vergleich mit der Sterbehilfe: Aktive Sterbehilfe “bekommt” man heute unkonventionell in den Niederlanden, da findet man den “anbietenden” Arzt ganz einfach im Telefonbuch.”

        Also, nee. Aus dem Telefonbuch… so ganz ohne “Informationen”…

        Da befinden sich die Niederlande also in Konkurrenz zur Schweiz, echt teuer…
        https://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/sterbehilfe_mit-schweizer-hilfe-in-deutschland-sterben/43919036

        Abgesehen davon, daß ich die Entscheidungs-Basis eines todkranken Erwachsenen anders einschätze als die eines Fötus:
        Fischer nannte dieses Beispiel ja als GEGENbeispiel zu Hänel, also der Werbe-Bereitschaft für das eine oder andere. Aus Gründen. Die Sie aber vermutlich nicht verstanden haben.

      5. @Gangsterwally

        Zitat: “Was meinen Sie eigentlich mit Frauen in Notlagen? Welche Not?”
        -Eine 16jährige, in der Schulausbildung
        -Ein muslimisches Mädchen, dass vor der Ehe schwanger geworden ist
        -Eine 53jährige mit 3 fast erwachsenen Kindern, die in den Wechseljahren dann doch noch nicht “durch” war
        -Eine 48jährige Russlanddeutsche, die ob ihres Glaubens nicht verhüten darf und mit dem 9. Kind schwanger ist
        -Ein ONS, unverhütet im “Eifer des Gefechts”
        -uswusf.
        Diese Aufzählung sind die paar mir bekannten “Fälle”, die eine Notlage darstellen, die ich uneingeschränkt nachvollziehen kann.
        Ungewollt schwanger zu werden ist möglich, ich denke, eine Abtreibung ist ein emotionales Desaster für die Betreffenden, ich würde niemals eine Frau dafür verurteilen, weil wir als Frau ja “zum Gebären angelegt sind”, aber wir leben hier (!) in einer Zeit, in der man eben als Frau nicht mehr einer Religion, einer Moral und einer patriarchalischen Gesellschaft unterworfen ist.
        Hat natürlich wieder alles nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun, aber sie fragten ja danach.

      6. Frau SCZ
        Ja, diese Situationen gibt es. Und natürlich hat das alles mit dem Thema Schwangerschaftskonflikte zu tun. Deshalb ist es eben wichtig, dass betroffene Frauen/Mädchen sich in einer professionellen Beratung gut aufgenommen fühlen, dort primär eine Entlastung, Verständnis und richtige Einschätzung ihrer Notlage und Hilfestellung gerade in psychischer Hinsicht und Information über Angebote bei ÄrztInnen erfahren.

      7. @Fotobiene

        “Eieiei, Sie scheinen wirklich ein gläubiger Fan der Niederlande zu sein:”
        Nein, ich bin weder gläubig noch ein Fan der Niederlande (ok, bis auf dieses Zeugs, das da einmalig ist) noch bin ich derzeit in der Situation, dass ich Sterbehilfe in Anspruch nehmen muss, aber wenn soweit ist, ist die Niederlande für mich eine Option.

        “Ihr Vergleich mit der Sterbehilfe: Aktive Sterbehilfe “bekommt” man heute unkonventionell in den Niederlanden, da findet man den “anbietenden” Arzt ganz einfach im Telefonbuch.”
        Also, nee. Aus dem Telefonbuch… so ganz ohne “Informationen”…

        Ich bekomme die Information im Telefonbuch oder eben auf der Website, welcher Arzt für mich in Frage käme (Leistungskatalog!), die nötigen spezifischen Informationen bekomme ich vom Arzt meiner Wahl dann vermutlich bei einem Beratungstermin, genau das, was Frau Hänel übrigens auf ihrer Website anbietet, die Information des Leistungskataloges, eine Beratung bekommen Sie bei ihr nicht online.

        “Da befinden sich die Niederlande also in Konkurrenz zur Schweiz, echt teuer…
        https://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/sterbehilfe_mit-schweizer-hilfe-in-deutschland-sterben/43919036
        Das wird man dann sehen, wenn es soweit ist, vllt. sollte man etwas zur Seite legen, nicht nur für die Pflege sondern auch fürs Sterben.

        “Abgesehen davon, daß ich die Entscheidungs-Basis eines todkranken Erwachsenen anders einschätze als die eines Fötus:
        Fischer nannte dieses Beispiel ja als GEGENbeispiel zu Hänel, also der Werbe-Bereitschaft für das eine oder andere. Aus Gründen. Die Sie aber vermutlich nicht verstanden haben.”

        Zitat Fischer:“Sterbehilfe” (im weiteren Sinn von “Hilfe beim Sterben” ist übrigens auch etwas, das Ärzte anbieten. Sie dürften das sogar in den “Leistungskatalog” aufnehmen. Tun es aber nicht. ”

        Dass ich Herrn Fischer nicht verstanden habe war schon immer Ihr Totschlagargument, bringt aber eine Diskussion nicht weiter 🙂
        Sterbehilfe in Deutschland ist so eine Gratwanderung, dass natürlich Ärzte dies nicht in ihren Leistungskatalog aufnehmen, nicht, weil es erlaubt ist, sondern weil sie meist mit einem Fuß im Gefängnis stehen, wenn sie einen Formfehler o.Ä. begehen, in Deutschland gehört Sterben leider noch nicht zum Leben, genauso wie Schwangerschaftsabbrüche.

      8. @ Gangsterwally
        “Ja, diese Situationen gibt es.”
        Es sind immer diese Situationen, bis auf wenige Ausnahmen, dies hat Herr Fischer ebenfalls noch nicht verinnelicht.

        “Und natürlich hat das alles mit dem Thema Schwangerschaftskonflikte zu tun.”
        Es geht aber primär um “Werbung” bzw. “Leistungskatalog” auf Website von Frau Hänel.

        “Deshalb ist es eben wichtig, dass betroffene Frauen/Mädchen sich in einer professionellen Beratung gut aufgenommen fühlen, dort primär eine Entlastung, Verständnis und richtige Einschätzung ihrer Notlage und Hilfestellung gerade in psychischer Hinsicht und Information über Angebote bei ÄrztInnen erfahren.”

        Lassen Sie mich das am Beispiel der damals 48jährigen Russlanddeutschen ausführen, schwanger mit dem 9. Kind. Eine liebe Nachbarin, hat alle ihre 8 Kinder in Ausbildungsverhältnisse gebracht, unsere Kinder (meine 2) sind mit ihren Kindern aufgewachsen, immer ein Hort der familiären Idylle, wie man sie kaum noch findet, bei mir damals schon gar nicht, alleinerziehend, voll berufstätig, kein Kindesunterhalt, etc. Immer war sie uns eine gute Freundin, deshalb auch ihre Offenbarung mit der 9. Schwangerschaft. Eine Freundin und ich haben sie dann auf die Möglichkeit der Abtreibung gebracht, wir waren dann auch zu dritt bei ProFamilia, alles heimlich, an ihrem Mann vorbei.
        Bei ProFamilia gab es weder ein Angebot bezüglich psychologischer Betreuung noch sonstwas, sondern reines Verständnis für die Situation der Frau und damit einen Stempel für die “Beratung”. Besagte Frau hat sich dann im Zuge des Abbruchs sterilisieren lassen, alles heimlich vor ihrem Mann, wir haben sie begleitet und abgeholt wegen der Sedierung.
        Verstehen Sie, es ist kein “Spaziergang”, ein Abbruch, es gibt immer eine “Geschichte” dazu.
        Wir gehen uns seitdem aus dem Weg, sie weiß, was wir wissen, ich denke, sie ist schwer erschüttert bezüglich ihrer “Tat”.
        Ich will Ihnen damit sagen, es ist so leicht, zu urteilen, wenn man weder selbst betroffen ist, noch wirklich irgendwie involviert.
        Überdenken Sie Ihre pauschale Verurteilung von Frauen, die abgetrieben haben oder dies werden.
        Es gruselt mich übrigens hier ein bisschen, dass ich mit Frauen über lang erstrittene Grundrechte diskutieren muss, im Hinterkopf habe ich Sarah Palin.

      9. Ach guck.
        “Ich bekomme die Information im Telefonbuch oder eben auf der Website, (…) genau das, was Frau Hänel übrigens auf ihrer Website anbietet, die Information des Leistungskataloges (…)”

        Über den Informationswert von Webseiten, kann man streiten, muß man aber nicht.
        Den Hinweis an “andere Adressen” hier im Forum haben Sie sicher nur übersehen und fühlen sich davon gar nicht angesprochen, nicht wahr?

        Auf der Webseite von Pril finden Sie sehr wichtige “Informationen” zu Spülmitteln, vor allem natürlich den “Leistungskatalog” von Pril.
        Bei Persil unglaublich wichtige “Informationen” zu Waschmitteln, ganz nebenbei und rein zufällig den “Leistungskatalog” von Persil.
        Ist das nicht hochinteressant?
        Dies so ganz minimal und ohne Eulenspiegel, einfach von Frau zu Frau, und hier auch abschließend.

      10. @ Fotobiene
        “Auf der Webseite von Pril finden Sie sehr wichtige “Informationen” zu Spülmitteln, vor allem natürlich den “Leistungskatalog” von Pril.
        Bei Persil unglaublich wichtige “Informationen” zu Waschmitteln, ganz nebenbei und rein zufällig den “Leistungskatalog” von Persil.
        Ist das nicht hochinteressant?
        Dies so ganz minimal und ohne Eulenspiegel, einfach von Frau zu Frau, und hier auch abschließend.”

        Sehen Sie, ich bin letztes Jahr die Via Alpina gelaufen, durch Slowenien, da macht man Station in Lipica, Lipizzaner, Sie wissen schon. Man nennt es Gestüt, aber eigentlich ist es eine Hengstzucht, u.A, für die Hofreitschule in Wien (Gruß an Frau Gangsterwally). In Lipica gibt es eine Menge an Restaurants, Spezialität: Fohlenschnitzel, geliebt von unzähligen Einheimischen und Touristen aus Italien. Wissen Sie, wer da verschnitzelt wird, die Stutenfohlen, weil es ja eine Hengstzucht ist, ich fand das pervers, obwohl ich Pferdefleisch mag, aber nur, wenn ich nicht weiß, was das da lebend war.
        Verdammte Zwickmühle, das Leben eben.

      11. Über den Verzehr unerwünschter Leibesfrüchte hatte ich in diesem Zusammenhang des Artikels tatsächlich noch nicht nachgedacht.
        Aber das ist natürlich Geschmackssache.

      12. Liebe Frau SCZ,

        es wundert mich wie leichtfertig Sie mir eine Verurteilung von Frauen unterstellen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen.
        Nirgendwo ist von meiner Seite die Rede, da ich es eben nicht tue. Das ist aber eben auch ein grundsätzliches Problem, dass sich vielfach eine Art Paranoia breit macht.

        Ich kenne etliche Frauen, die zum Teil mehrfach abgetrieben haben, zu jedem Fall gibt es eine Geschichte. Durchaus sehr verstehbar, durchaus sehr schwierig. Wenn sie darüber reden, dann sicher nicht flappsig nach dem Motto, ich hab abgetrieben, so what?, ich leb meinen Sexualität einfach in vollsten Zügen aus, koste es was es wolle, sondern sich selbst, ihre Situation reflektierend und sich dessen vollauf bewußt, dass es nicht um ein lapidares Geschwür ging, sondern um Leben, das entfernt wurde, sie sind sich im Laufe der Zeit vor allem darüber bewußt geworden, dass sie Macht hatten/haben, darüber zu entscheiden, ob dieses beginnende Leben sein darf oder nicht; es war ihr eigener Wille es töten zu lassen. Das ist ein Faktum. Da geht es auch nicht um Vorwürfe, es geht rein darum sich das alles vor Augen zu halten und darüber nachzudenken, dass es um ein ANDERES Leben geht, das nicht der Frau gehört…; der Embryo, der Fötus ist nicht ihr Eigentum, mit dem sie tun u lassen kann was sie will, sondern es wird ihr zugestanden ihrem Leben Vortritt zu gewähren; wenn das nicht genug ist, dann weiß ich nicht was Frau noch wollen soll.
        Ich kenne eine Frau, 65, zwei erwachsene Söhne, hat sieben Abtreibungen hinter sich, es ist ganz klar ihre Sache, ihr Mann weiß es, sie führten eine offene Ehe, wenn sie darüber spricht, dann tut sie es durchaus abgeklärt, aber auch im Wissen, dass es nicht um sie alleine ging…; das gehört nämlich auch dazu, wenn man über Abtreibungen politisiert.
        Verstehen Sie was ich meine?

      13. Worüber wir uns auch noch nicht unterhalten haben, ist eben die Frage, was mit den abgetriebenen Föten und Embryonen passiert.

        Fötales Gewebe lässt sich ja ausgezeichnet transplantieren, also wird auch großer Bedarf vorhanden sein. Als Rohstoff in der Pharmaindustrie, zu Forschungszwecken, Klonen usw.
        Gutes Geschäft.

      14. Wie, was, wer, wann, wo??? Verwirrung pur.

        Was wollte und will Frau Hänel mitteilen in ihrer Hausarbeit? Dass es Menschen mit verschiedenen handicaps gibt? Dass es Menschen gibt, die in schwierigen sozialen Verhältnissen aufgewachsen sind? Dass es Holocaustüberlebende gab mit Traumatisierungen? Dass es sexuellen Missbrauch gibt? Dass oftmals Missbrauch vermutet wird und überinterpretiert, was reininterpretiert wird, wo es ganz anders war oder man niemals wissen wird wie es wirklich war? Dass es verschiedene Bewältigungsmuster gibt bei verschiedenen Erlebnissen? Dass man sich durchaus sehr ernsthaft mit Psychopathologie im Kindes-und Jugendalter auseinandersetzen kann? Dass Pferde Pferde, Hasen Hasen und Katzen Katzen sind, man mit Tieren u Tierliebe immer und meist gut ankommt bei Menschen?

        Ich darf und muss jetzt assoziieren, dass Frau Hänel und MitkämpferInnen für die völlig freie Abtreibung sei(en), gar Zwangsabtreibung durchaus auch von staatlicher Seite, da sie zb der Ansicht sei(en) manche Leute hätten kein Recht Kinder zu haben, da sie diese dann eh sexuell missbrauchen und schlecht behandeln würden. Oder ist es auch so gemeint, dass eben Behinderte, Menschen mit verschiedenen schwierigen Lebenserfahrungen(dazu gehöre ich ja auch u gerade, genau daher habe ich meine Resilienz und meine Beharrlichkeit, meine Art mir nichts gefallen und bieten zu lassen und mich niemals als Opfer zu sehen) keine Kinder bekommen dürften und abtreiben sollten?
        Dass man Menschen, die vor allem auch in der Kindheit, Jugendzeit eine schwierige Zeit hatten, helfen soll, beistehen muss, neue Muster, Wege aufzeigen, Vergangenes verarbeiten lernen helfen muss, sie stärken, fit machen für die Herausforderungen des Lebens, ebenso natürlich bereits Erwachsene, die Gewalterfahrungen erlebt haben, wie Krieg ua versteht sich für mich von selbst, aber den Bogen von psychischen Problemen, Pferde-Therapie, Behinderung, “Traumatisierungen” verschiedenster Natur, mehr oder wenige schwierige Familienkonstellationen hin zur Abtreibung krieg ich nicht.

        Nochmal: Was will Hänel und was wollen ihre Kämpferinnen ganz genau? Der Staat soll Abtreibungen vollkommen legalisieren, damit nur mehr astreine Kinder zur Welt kommen und jene aussterben, die ungeeignet sind. Genau das dachte ich mir schon vor und seit langem, dass es darauf hinauslaufen soll.

      15. An Wildwasser -Vereine, Mafaldaherzis und Feministische Mädchentagungen in den 90er Jahren uswusf erinnere ich mich mit Bedauern, da es jedesmal darum ging, irgendwas “Handfestes”, Bemühtes, Konstruiertes GEGEN die böse Männerwelt, das grauenvolle angebliche Patriarchat, gegen Männer und Burschen allgemein loszutreten, und man von den Lesben und Emanzen auch sexuell belästigt wurde, und durchaus auf Ablehnung und Häme stieß, da diese rein heterosexuelle Frauen für abnormal hielten, bi wäre das mindeste gewesen. Gerade beim Thema Sexualität, Schwangerschaft offenbarte sich immer wieder, dass man die Weiblichkeit, die Geschlechtlichkeit komplett ablehnte, Selbsthass sollte man verspüren auf alles das mit Lebenslust, Lebensfreude und völlig unkompliziertem und unbeschwertem Umgang mit dem männlichen Geschlecht zu tun hatte, Hass auf alles was mit Herkunft von einer Frau, Muttersein zu tun hatte und mit allem, das eine erwachsene sexuelle Integrität ausmacht. Sehr befremdlich. Das einzige Problem das Frau zu haben hatte, war das Problem Mann in diesen Kreisen und gegen das sollte man wie verrückt kämpfen, weil der Mann schuld ist am absoluten Elend des Opfers Frau, das wurde eingebleut. Die kinderlosen, Kinder hassenden und Kinder als großes Übel sehenden FeministInnen sollten das große Vorbild sein und uns allen den Weg ebnen zur männer-losen, sprich entmannten Gesellschaft.
        Über Abtreibung wurde damals schon wie von einem Verhütungsmittel palawert. Allerdings durchaus anbivalent, wenn nicht sogar schizophren…

    4. 1) “Till Eule” (19.10., 13.22. Uhr):

      Ihr Kommentar ist mir fast völlig unverständlich. Für oder gegen was polemisieren Sie eigentlich? Welches Argument oder welche Meinung wollen Sie nmit welchem Argumebnt angreifen? Ich verstehe es wirklich nicht. Was wollen Sie mit dem “Bordell Europa” sagen” und mit “deutsche Frau”, und was wiollen Sie ÜBERHAUPT sahen?

      2) FrauSZC (19.10., 13.58 Uhr):

      Wenn Sie sich’s noch einmal (selbst)kritisch überlegen, könnten Sie feststellen, dass Ihre Argumente eher “gewollt” und “gesucht” wirken.
      a) Die Erläuterung zum Smartphone und zur Internet-Recherche geht an der Sache vorbei, weil sie mein Argument nicht versteht:
      Ich zweifle nicht an der Handy-Kompetenz von Schwangeren. Nur: Nehmen wir an, eine junge Frau aus Kassel ist (ungeplant) schwanger. Sie hat ein Handy, aber keine(n) Frauenarzt/Frauenärztin. Nun sucht sie “Informationen über Schwangerschaftsabbruch”. Wie macht sie das: Indem sie die “Leistungskataloge” aller Arztpraxen aus Nord- und Mittelhessen auf dem Handy sucht? Wie kommt sie auf den Leistungskatalog von Frau Hänel? Und Warum findet sie die Ärztin in Kassel nicht, die ebenfalls Abbrüche durchführt?
      Könnte sie nicht vielleicht eher “Schwangerschaftsabburch” googeln, oder “pro Familia”, statt “Häönel Leistungskatalog” oder “Abtreibung Leistung Arzt”?
      Etwas vereinfacht (aber durchaus gutwillig) gefragt: Was SOLL die “Werbefreiheit” eigentlich praktisch bewirken?

      b) Ihr “Sterbehilfe”-Argument mit den NL liegt völlig neben der Sache – wie Sie ja vermutlich selbst wissen. Es hat mit meinem Argument überhaupt nichts zu tun.

      c) In Rumänien werden, soweit ich weiß, noch immer etwa 70 Prozent (!) aller Schwangerschaften durch Abtreibung beendet. Das ist (m. E.) erstens eine vollkommen abwegige Situation, zweitens das Ergebnis einer jahrzehntelangen verrückten Politik, die Schwangerschaftsverhütung verbot (!), Abtreibung aber zur belanglosen “Korrektur” herunterdefinierte. Das zeigt – natürlich – auch, dass die hohen MORAL-Töne, die von allen Seiten gern angeschlagen werden, aufs Ganze gesehen leeres Stroh sind: Wenn indische “Familienoberhäupter” wollen unmd indische Frauen umsetzen, dass weibliche Embryos möglicht abgetrieben werden, weil ihr Leben nichts “wert” oder “zu teuer) ist, dann führt das ja nicht etwa zu massiven Gewissenbissen und Moralschlaxchten, sondern gilt in der normal doofen Bevölkerung als “vernünftig” und sozial völlig in Ordnung.

      d) Erstaunlich ist Ihre Aufzählung dessen, “was sich geändert hat” (seit 1974. Welche dieser Änderungen betrifft denn die (ungewollten/ungeplanten) Embryos? Sie haben ja mit allem irgendwie Recht. Und es ist doch wahrlich nichts dagegen einzuwenden (im Gegenteil). Aber was hat das – aus Sicht des Rechtsguts “Leben” – mit der Abtreibung zu tun?

      Ich zitiere noch einmal die Journalistin Spoerr aus der “Welt” vom 10.10.:

      “Die Möglichkeit, eine Schwangerschaft zu beenden (!), ist …ein Geschenk, denn sie gibt Frauen die Freiheit zurück und stellt in der Fortpflanzungsfrage Gleichheit zwischen Männern und Frauen her” (…) Jede Frau, die ungewollt schwanger ist, muss sich zu ihrem eigenen Richter aufschwingen.”
      Das ist, mit Verlaub, nach meiner Ansicht komplett verfehlt. Die “Gleichheit in der Fortpflanzungsfrage” wird sich nicht dadurch herstellen lassen, dass man Männern Gebärmütter einpflanzt oder Frauen eine durch bnichts und niemand beschränkbare Verfügungsgewalt über ungeborene oder geborene Kinderkörper und -leben zzu jedem beliebigen Zeitpunkt einräumt.

      Denn die Ungleichheit kommt ja nicht wirklich aus dem Uterus, sondern aus der sozialen Herrschaft. Der Rest ist Biologie. Damit dürften und sollten wir eigentlich sozial (!) ins Reine kommen. Es fordert bislang noch niemand, dass Frauen genauso oft Prostatakrebs kriegen sollen wie Männer, und auch die Unterrepräsentierung von Männern am Mammakarzinom ist noch nicht Gegenstand von parlamentarischen Anfragen.
      Könnte man nicht einmal den Schaum reduzieren?

      1. Lieber Herr Fischer,
        meine Argumente sind tatsächlich gewollt, ich schreibe nicht für irgendeine Lobby, sondern allein in meiner Person als Kommentatorin und auch nicht als “Troll”, wie an anderer Stelle vermutet (ich hoffe mal nicht, Sie wünschen sich hier eine “Fischer-Claqueur-Filterblase).
        zu a): geben Sie bei Google oder bei Duckduckgo (zu empfehlen) ein “Schwangerschaftsabbrüche Adressen”, Sie finden die Seite http://abtreibung.at/fur-ungewollt-schwangere/adressen/
        Sie werden feststellen, dass in Gießen allein Frau Hänel Abbrüche vornimmt. Angekommen auf der Website stellt man fest, steht tatsächlich im Leistungskatalog (!). Ungewollt Schwangere haben nicht als erstes ein laue Beratung bei ProFamilia im Kopf, sondern, wohin kann ich mich wenden, wenn mein Entschluss zum Abbruch fest steht (mal jenseits allen Moralgedöns).
        zu b) Bitte erklären Sie mir Ihr Gleichnis zur Sterbehilfe
        zu c) In China z.B. wurden geborene (!) Mädchen zu Zeiten der Ein-Kind-Politik einfach umgebracht, heute hat man in China einen männlichen “Überschuss”, ob der damaligen Politik, es gibt immernoch unglaublich viel Elend auf der Welt bezüglich des Themas der “Wertstellung” des Geschlechts, aber das ist wahrlich ein anderes Thema.
        zu d) Es hat sich seit 1974 ziemlich viel geändert, was Selbstbestimmung der Frauen betrifft, so eben auch die Möglichkeit zur straffreien Abtreibung, für Ehefrauen, für junge Mädchen.
        Es geht für mich doch nicht um ein erreichtes Machtinstrument der Frauen über Leben und Tod, es sind immer Einzelschicksale, die man nicht leichtfertig abtun und bewerten sollte.
        Es geht für mich auch nicht um eine Abrechnung zwischen Frau und Mann, um Aufrechnung des Zeugens und Gebärens.
        Wir reden doch bitte einfach über Leistungskataloge ( ich nenne es weiter so) vs. Werbung. Sollte § 219a “fallen”, werden Sie auch weiterhin keine Plakate über kostengünstige Abbrüche lesen, denn ein Schwangerschaftsabbruch wird auch weiterhin in unserer Gesellschaft stigmatisiert sein, gut oder schlecht sei dahin gestellt.

  14. >Das ist das Problem des Luftsicherheitsgesetzes (für die Sendung mit der Maus aufgearbeitet von Ferdinand von Schirach, dessen Großvater einst deutsche Mäuse in die Problemlösung führte).

    Das ist höchst ungerecht gegenüber der Sendung mit der Maus, wo ein Gegenstand anschaulich und korrekt erklärt wird, wohingegen in der ARD Schmonzette “Terror -Ihr Urteil”…ach, das haben Sie doch selbst aufgeschrieben:
    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-10/ard-fernsehen-terror-ferdinand-von-schirach-fischer-im-recht/komplettansicht

    1. ja, ja; Sie haben ja Recht.
      Aber die Assoziationskette: “Abtreibung – DDR – Kinder = “Mäuse” – Moral – Schirach – Reichskinderführer – Großes+Ganzes –
      kann man (ich) nicht (immer) liegen lassen. Wenn sie denn mal da ist.

  15. Ach ja, die alten verknöcherten Herrschaften, die sich schon immer in selbstgefälliger Art und Weise über Frauen erhoben haben. Nichts Neues unter der Sonne. Weder mit dem Papst noch mit frauenverachtenden angeblichen Gesetzeshütern lässt sich reden, weil Sie ein auf Männerrecht gewachsenes Recht mit Zähnen und Klauen verteidigen. Es geht niemals um den Rechtsstaat sondern immer nur um die Privilegien über die Entscheidungen der Frauen zu bestimmen.

    Das mag noch so hinter Fachterminologie verquast daher kommen. Dahinter steckt, –genau wie bei der angeblich technisch und objektiv betrachteten Notwendigekeit sich ein Auto anzuschaffen, dass in sich selbst zwei Tonnen Stahl durch die Gegend schleppen muss, damit der Fahrer zehn Kilometer zur Arbeit fahren kann, – die pure Egopflege.

    Ein Fischer kommt nicht damit klar, dass er ein Auslaufmodell ist. Er möchte eine Männergesellschaft sichern, die letztendlich in einer immer komplexer werdenden Welt nicht überlebenfähig ist. Wir brauchen eine Gesetzgebung, die es auch Frauen erlaubt selbstbestimmt zu leben. Wie so viele Herrscher glaubt er ernsthaft, seine Argumente entsprängen einem objektiven Rechtbewusstsein. Wie der Papbst glaubt er an seine Unfehlbarkeit. Dabei treibt beide lediglich eine tief verankerte Frauenverachtung und das immense Ego einer männerbeherrschten Welt.

    1. Ach, das ist ein selbstbestimmtes Leben für die Frauen, wenn sich die “Frauenärzte- und Ärztemafia” über sie hermacht?

      Ich dachte nämlich immer, dass es gerade beim Strafrecht darum geht bestimmte Rechtsgüter zu schützen? Nicht?

      Wenn man spät Mutter geworden ist, also eine sog Risikoschwangerschaft gehabt hat, und einem gleich mal von ärztlicher Seite gesagt wird, man braucht das Kind natürlich nicht austragen und solle eben alle Messungen machen lassen, selbst auf die Gefahr hin, dass dabei die Frucht in Mitleidenschaft gezogen wird, dann sieht man den Wert des Lebens an sich mitunter anders, nämlich durchaus differenzierter und denkt mehr darüber nach ob es so etwas wie werteres (mehr wert) Leben überhaupt gibt. Das sowieso nur nebenbei. Und trotzdem ist es IMMER die Entscheidung der Frau (und des Partners) und nicht die des “Gott Arztes”!

      1. Niemand ist verpflichtet, die heutige “Frauenärzte- und Ärztemafia” in Deutschland über sich herfallen zu lassen. Jede Frau kann Ärzte wechseln, kann sich selbst mega-breit informieren – Hebammen sind oft eine hervorragendes Korrektir aber auch da muss man die zu einem passenden finden. In jedem Fall können Frau und Mann selbst versuchen, maximale Verantwortung dem späten (oder frühen) Kind gegenüber zu übernehmen und viele tun das auch. Gerade deshalb fordern letztere lautstark, dass SIE SELBST entscheiden wollen. Jede, die Beratung will und braucht, kann sie finden. Der Weg kann auch in die europäische Nachbarschaft führen, deren Angebote für Frauen extrem gut sind, weil sie auf enormer Erfahrung und Offenheit in jeder Hinsicht basieren. Dass trotzdem etwas schlecht laufen kann ist auch richtig – aber das gilt für alles im Leben.

    2. “maxima” 19.10., 11.57:

      Dass “ein Fischer” ein “Auslaufmodell” ist, stimmt. Ein Maxima ist allerdings auch ein Auslaufmodell. Vielleicht haben Sie ja noch ein paar Jahre länger Zeit als ich – ich wünsche es Ihnen! Aber ich bin ziemlich sicher, dass Sie, wenn die vorbei sind, ebenfalls “auslaufen” werden. So wie Sie früher einmal “eingelaufen” sind. Das wird Ihnen so wenig gefallen wie mir. So wie es Ihnen gefallen hat zu leben.

      Ihre absurden Beschuldigungen von “verquaster Fachterminologie” und “Frauenverachtung” habe ich wirklich nicht verstanden. Könnten Sie das evtl, noch einmal irgendwie – ansatzweise – erklären? Welche Fachterminologie ist Ihnen unverständlich oder zuwider? Welche “Verachtung” habe ich wo ausgedrückt?

      Sehr interessant ist natürlich Ihre psychologische Analyse “eines Fischer”. Das soll vermutlich ich sein. Aber was Sie über “einen Fischer” berichten (“Herrscher”, “objektives Rechtsbewusstsein”, “Glaube an Unfehlbarkeit”, usw.), hat ja offenkundig mit mir gar nichts zu tun: Seit 30 jahren meine, schreibe und sage ich genau das Gegenteil. Es würde mich wirklich sehr interessieren, worauf sich Ihr Hass auf “einen Fischer” stützt. Damit meine ich nicht Ihre persönlichen Motive – die mögen Sie für sich behalten. Es wäre aber (für mich und ggf. andere) sehr nützlich, wenn Sie einmal versuchen würden, das Ihrer Ansicht nach Schreckliche an “ein Fischer” mit dem Zusammenhang zu briongfen, was “ein Fischer” in dem Text, den Sie kommentieren, geschrieben hat.

      Ich weiß nicht, ob Ihnen das klar ist: Viele (intelligente) Menschen aller Geschlechter empfehlen mir nachdrücklich, auf Kommentare wie Ihren nicht zu antworten. Aus verschiedenen Gründen. Ich tue es dennoch gelgentlich, aus verschiedenen Gründen. Ich versuche, Ihre Argumente zu verstehen, auch wenn ich Ihre Beschuldigungen für maßlos, ungerecht und recht unhöflich halte.

      Wenn Sie die Beschimpfung “eines Fischer” aber schon einmal für öffentlich bedeutsam halten, könnten/sollten Sie vielleicht auch sagen, welche inhaltlichen Gründe Sie haben. Denn sonst wären Sie ja nur einfach irgendein abgedrehter Troll.

  16. Es steht Ihnen frei keine Ärzte aufzusuchen.
    Es steht Ihnen frei ein Kind zu bekommen, auch wenn Ärzte mögliche Komplikationen diagnostizieren.
    Nur weil Sie sich nach Ihren eigenen Erfahrungshorizont unwohl fühlen, muss es anderen Frauen nicht unmöglich gemacht werden ihre Entscheidungen zu treffen.
    Historisch betrachtet ist das Rechtsgut Mensch – soweit es sich um Frauen handelt – immer erheblich schlechter durch das Gesetz geschützt gewesen. Das ist immer noch so.
    Und eine lebendige, ihrer selbst bewussten Frau, die vor der Entscheidung steht ob sie Ihr gesundheitliches, psychische und gesellschaftliches Leben unter eine vollkommen neue Prämisse stellt, hat einen höheren Stellenwert als das Leben, des in ihr wachsenden (ohne die Frau lebensunfähigen) Embryos.
    Jede Schwangerschaft birgt erhebliche Risiken und es ist nicht an Ihnen Ihre Verquickung in einen tiefen Kinderwusch anderen aufzudrängen. So wie es nicht an verknöcherten Mackern ist, Frauen so viele Knüppel wie möglich zwischen die Beine zu werfen, damit sie selbst keinen Jota Ihres Machtgefüges einbüßen.

      1. Frau SCZ,

        in welcher Weise bitte erfordert “So wie es nicht an verknöcherten Mackern ist, Frauen so viele Knüppel wie möglich zwischen die Beine zu werfen, damit sie selbst keinen Jota Ihres Machtgefüges einbüßen.” noch eine Kommentierung?

        Oder “Historisch betrachtet ist das Rechtsgut Mensch – soweit es sich um Frauen handelt – immer erheblich schlechter durch das Gesetz geschützt gewesen.”

        Ich diskutiere ungern mit Leuten, die Schaum vorm Mund
        haben, inkohärent argumentieren oder sexistisch werden.

        Ausnahmen bestätigen die Regel. Zum Frühstück mach ich’s manchmal doch ganz gern.

        Viele Grüße!

      2. Ach… Du lebst ein bisschen hinterm Mond oder. Nicht nur als Mann gegenüber Frauen sondern mit einem Uralt-Wort “Troll” heutzutage noch daher zu kommen spricht Bände. Wie auch dein übriger Sermon zu einem Thema, bei dem Du Dich durch Wutanfälle – hahahahahaaaaa – selbst diskreditierst. Schlimmer als ein Troll… und das will schon was heißen für jemand der Fritz heißt. Uuuuund tschüsssss.

      3. Super Frau Eule, hat ja mal geklappt ohne “halt die Klappe”.

        Aber was wollten Sie mir eigentlich mitteilen?

      4. Sie dürfen gerne Ihre blamable Unkenntnis bezüglich der Rechtssprechung offenbaren. Jeder hat das Recht sich lächerlich zu machen.
        Die Rechtslage für Frauen beinhaltete bis weit ins zwanzigste Jahrhundert hinein erhebliche Benachteiligungen gegenüber Männern. Das reichte von dem Recht des Mannes Frauen in der Ehe zu vergewaltigen bis zum Verbot von Frauen ohne Erlaubnis des Mannes einer Tätigkeit nachzugehen.
        Dass Frauen aus der Rechtssprechung und Rechtsfindung mehr oder weniger vollständig ausgeschlossen waren, ist Ihnen auch nicht bekannt.
        Dass es bis vor nicht all zu langer Zeit Frauen nicht erlaubt war Richterinnen zu werden oder Jura zu studieren, ist Ihnen auch nicht bekannt. Dass Richter gegen Ende des letzten Jahrhunderts noch an Hochschulen den Niedergang der Jurisprudenz prognostiziert hatten, wenn der Zugang von Frauen zum Studium nicht begrenzt werde, wissen Sie auch nicht.
        Dass Frauen bei gleichen Delikten höhere Strafen erhielten, wissen Sie auch nicht.

        Die Anbetung von Mackern durch Mackern hat durchaus eine lange Historie. Vor allem, weil Macker sich nur für Macker interessieren. Die rechtliche Benachteiligung von Frauen über die Jahrtausende bis in die Jetztzeit ist milliardenfach belegt.

        Da stellt sich durchaus die Frage, wie begrenzt und sexistisch jemand sein muss, der das abstreitet.

        Und es stellt sich die Frage, warum es sexistisch sein sollte, eine überaus sexistische Rechtssprechung durch Macker zu kritisieren.

      5. @ Fischers Fritz
        Auch wenn ich mit Ihnen inhaltlich in vielen Punkten nicht konform gehe, die maximale YXZ-Eule ist ein wenig unsportlich unter ihren mehrfachen Burkas…

      6. Maxima,
        Sie erzählen was von Rechtsprechung und nennen ausschließlich (!) Beispiele aus der Vergangenheit.
        Tut mir leid, ich lebe _heute_.
        Schöne Grüße

      7. @Fotobiene: zur Eule: nicht nur ein wenig. Die Eule und Maxima sind Trolle, bei SCZ bin ich mir noch nicht sicher.

        Aber zu Ihrem anderen Satz: Wir kennen uns ja nun schon seit Fischers ZEIT-Zeiten. Ich wüsste gar nicht, wo wir diametral verschiedene Ansichten hätten. Ich fand Ihre bisher sehr sympathisch…

        aber das hier ist ja auch keine Dating-Seite 🙂

      8. @ Fischers Fritz

        Auch FrauSCZ kennen wir bereits aus der ZEIT-Zeit, die Userin ist dort aber offenbar inzwischen gelöscht (aber in der Google-Suche noch auffindbar).
        Wie in TV-Shows haben sich übrigens bei einigen Usern auch online längst Sidekicks etabliert…

        Ich meinte das mit den inhaltlichen Punkten übrigens gar nicht allgemein auf Sie oder gar auf früher bezogen, sondern nur auf auf dieses Thema, speziell DIES:
        https://meedia.de/2018/10/17/paragraf-219a-eine-aerztin-ihr-richter-und-die-medien-warum-desinformation-kein-privileg-der-lokalpresse-ist/#comment-836817
        Freundliche Grüße!

      9. @fotobiene, @Fischers Fritz

        Ihre verschwörungstheoretischen Bemühungen in allen Ehren, aber der Datenschutz greift auch bei ZON, FrauSCZ hat übrigens erst heute dort kommentiert. Falls es Sie interessiert, auf SPON finden Sie mich als frauz, irgendwie wird der Alias dort aus der Mail-Adresse generiert.
        Ein Forum lebt von Meinungsvielfalt, so weh das auch manchmal dem eigenen Kosmos tut 🙂

      10. @Fotobiene: Wenn der Satz “Gleichstellung ist das Gegenteil von Gleichberechtigung” auch von Tichy hätte kommen können, entwertet oder widerlegt das ja nicht diesen Satz. Ich glaube, Sie haben mich schon verstanden. Was aus meiner Sicht heutzutage passiert, ist dass die Genderista nach der Macht greift, und zwar mit unlauteren Mitteln.

        Wofür zum Geier wird eine Frauenquote gebraucht? Engagierten Frauen können sich doch inhaltlich durchsetzen, genau wie die Männer. Was spricht dagegen? Ja vor 50 oder 100 Jahren, da war es vielleicht so, dass Frauen nicht ernst genommen wurden. Heute ist da lange passé.

        Es gibt da so einige Gedankenfehler in der Welt der Feministinnen. Einer davon ist, dass ungleiche Ergebnisse bei den Geschlechtern automatisch auf Ungerechtigkeit hinweisen – und natürlich stets auf eine, bei der die Frauen die Opfer sind.

        Diesen gedanklichen Kurzschluss akzeptiere ich nicht, das ist Ideologie und Kult und vollkommen unwissenschaftlich.

        Und wenn schon: die meisten Obdachlosen sind Männer, die meisten tödlichen Arbeitsunfälle stoßen Männern zu, die unangenehmsten Jobs machen Männer, die meisten Gefängnisinsassen sind Männer. Überwiegend viele Männer kriegen Herzinfarkt, Burnout, etc. Männer sterben statistisch gesehen früher. Die schwierigen MINT-Studiengänge werden überwiegend von Männern belegt. Die Rechte von Vätern sind laut Gesetz zwar gleich denen der Mütter, in der Praxis (ich hab’s erlebt) sind geschiedene Väter vollkommen auf den Goodwill der Kindsmutter angewiesen. Wenn die will, kann sie den Kindesumgang maximal beeinträchtigen, gleichzeitig ordentlich Unterhalt abräumen. Väter sind da zahnlose Tiger und müssen sich auslachen lassen. Männer kriegen schlechtere Abiturnoten, überhaupt machen weniger Männer als Frauen Abitur. Es gibt weniger männliche Studenten, pardon “Studierende”, als weibliche. Männer können sich, auch wenn sie wollen, kaum Halbtagsarbeit zum Zweck der Kindesbetreuung leisten, weil kaum eine Frau das unterstützen kann oder will. Männer werden Opfer häuslicher Gewalt, die Dunkelziffer wird als enorm eingeschätzt, weil sowohl die Polizei Anzeigeerstatter oft nicht ernst nimmt, als auch Hilfsangebote (Männerhäuser) fehlen. Umgekehrt gilt ein Mann als gesellschaftlich vernichtet, wenn eine Frau ihn nur laut genug anklagt, Gewalt gegen sie gebraucht zu haben. Auf die Beweise wartet man nicht. Vom Mann wird erwartet, dass er über sexistische und stigmatisierende Männerwitze mitlacht, solche Witze – sofern sie sich “gegen Frauen” richten, aber unterlässt. Schlussendlich werden in den Schulen Mädchen für alles und jedes gefördert, insbesondere natürlich in den Fächern, die sie überwiegend gar nicht interessieren. Für Jungs, die gerade im Grundschulalter überdeutlich hinter den Mädchen zurückbleiben, die noch kleine Kinder sind, wenn gleichaltrige Mädchen schon sehr selbständig agieren, fehlen spezifische Hilfsangebote. Selbst Rücksicht wird nicht genommen.

        Ich habe gerade in Hessen an einer Volksabstimmung teilgenommen. Gefragt wurde u.a., ob in die hessische Verfassung aufgenommen werden soll, dass der Staat darauf hinwirkt “bestehende Nachteile” bei den Geschlechtern zu beseitigen. Ich habe dagegen gestimmt, nicht weil ich am Wortlaut etwas auszusetzen hätte, sondern weil ich weiß, wie dieser Text ausgelegt wird: NUR zugunsten einer Seite.

        Mein kleiner Sohn wird einmal ein Mann. Ich hoffe für ihn, dass der Wahnsinn der “Gleichstellung” in den nächsten 10 Jahren in eine gemäßigte, aufgeklärte und dann wirklich gerechte Bewegung mündet.

      11. @ Fischers Fritz

        Sehen Sie, das meinte ich mit den vielen Punkten, in denen ich mit Ihnen nicht konform gehe.
        Da das aber wirklich nicht mehr zum Thema des Artikels gehört, unter dem wir hier schreiben, werfe ich Ihnen ein herzliches “Männer weinen heimlich!” (Grönemeyer) zu und tätschle tröstend Ihr Händchen. 😉

      12. Fotobiene, Ihr Kommentar “Männer weinen heimlich” ist eine Verhöhnung all jener Männer, die Opfer der beschriebenen Situation sind.

        Und das war wohl auch die Situation, die Frauen zu Zeiten echter Diskriminierung erleben mussten: mit ihren Beschwerden nicht ernst genommen zu werden.

        Sie sind also ein weiblicher Macho. Haben Sie meinen Punkten, wo Sie “anderer Meinung” sind, Argumente entgegenzusetzen? Stimmen irgendwelche der aufgezählten Fakten nicht?

        Ich vermute nein, und ich vermute bei Ihnen folgende verbreitete Denkweise: Männer sind an ihrer Situation – wenn es eine missliche ist – selbst schuld, Frauen hingegen sind stets Opfer der Männer.

        Grüße
        (…im nächsten Leben werde ich schwul…)

      13. >Fischers Fritz sagt: 22.10.2018 um 09:22 Uhr<

        Als Vater mit abgeschlossener Scheidung empfehle ich allen Männern sich sehr um ihre Kinder zu kümmern, sonst will das Kind extrem lieber bei der lieben Mama bleiben.

        Kümmert er sich aber spürbar für das Kind um sein Kind, dann wird ein aufmerksames Kind sich diese Hilfe nicht vollständig nehmen lassen und schon sehr früh klar protestieren.
        Einige Mamas sehen im Kinderwageninhalt ihre Legitimation den Vater abzupfänden bis zur Pfändungsgrenze. Das versuchte eine Ra und Notarin mit mir. Die Folge war, der Junge kam ganz zu mir.
        Gut, ich hatte den Vorteil, dass ich immer im Home-Office arbeitete und folglich immer da war. Sowohl die liebe Mama, wie auch ihre Ra und die Frau Richterin waren sehr durcheinander als mein Sohn sagte: Besser bei Papa, dann schaffe ich das Abi.
        Ja, Kinder brauchen Mama + Papa, das spüren die und der Vater muss dann den Weg zur Mama immer offen halten !

      1. Sie dürfen auch Kinder bekommen. Und Sie dürfen sogar, wenn es problematisch ist auf Webseiten recherchieren, welcher Arzt oder welche Hebamme in Iherer Nähe Ihnen, Ihrer Meinung nach, dazu Unterstützung anbietet.
        Sie dürfen sich jede Information holen, die sie wollen. Also lassen Sie anderen Frauen auch das Recht darauf, sich optimal versorgen zu lassen.

      2. Sicher sollen Frauen das Recht haben bei Schwangerschaftskonflikten gut versorgt zu sein, deshalb ist ja eine ordentliche Beratung so wichtig. Noch bevor sie eben zum Arzt kommt, der die Abtreibung vornimmt.

    1. Hallo maxima!

      Könnten Sie diese Prämisse bitte näher erläutern, insbesondere unter Berücksichtigung der biologischen Tatsache, daß SIE SELBST nichts als ein um lediglich ein paar Jährchen und damit mit einigen Erfahrungen bereicherter gealterter, sozusagen “Ex-“Embryo sind wie wir alle?

      “Und eine lebendige, ihrer selbst bewussten Frau, die vor der Entscheidung steht ob sie Ihr gesundheitliches, psychische und gesellschaftliches Leben unter eine vollkommen neue Prämisse stellt, hat einen höheren Stellenwert als das Leben, des in ihr wachsenden (ohne die Frau lebensunfähigen) Embryos.”

      Ich denke, Sie sollten den Stellenwert Ihres eigenen Lebens nicht derart unterhalb dem Ihrer Mutter ansiedeln.
      Auch Ihren Vater sollten Sie nicht völlig aus Ihrem Blick ausklammern.

      Andererseits könnte Ihr Beitrag natürlich ein außerordentlicher Dank an Ihre Eltern sein, ich bitte um Entschuldigung, sollte dies Ihr primäres Ziel gewesen sein.

  17. Hatten wir eigentlich schon diskutiert, wo die Rechte der VÄTER bei Abtreibungen abgeblieben sind?
    Wäre das nicht was für @ Fischers Fritz?
    Was ist eigentlich, wenn der Vater das Kind will, die Mutter aber abtreiben will?
    Wo ist da die Beratung für den Mann, die psychologische Betreuung bei vorgeburtlich kindsmordender Partnerin, die alleine entscheiden darf?
    Oder ist das gar kein Problem? Und falls das kein Problem ist, warum eigentlich nicht?
    Klingt jetzt vielleicht lustig, ich meine das aber ernst.

    1. Wenn der Pappi sich eine Möglichkeit schafft, einen – physiologisch betrachtet – Schmarotzer, einpflanzen zu lassen, um seinen Körper durch diesen ausbeuten und im schlechtesten Fall töten zu lassen,
      wenn Pappi eine 100% Gerantie dafür abgiebt, dass er mindestens 18 Jahre lang tagein-tagaus seine Prioritäten komplett auf dieses Corpus Delicti ausrichten und alle damit einhergehenden Nachteile tragen wird,
      dann könnte man durchaus zumindest darüber nachdenken, ob er auch ein Mitspracherecht hat.
      Bis dahin geht es einfach darum, dass Typen, die einen von mehreren Milliarden Spermien nicht irgendwo in einem Tempo oder Kondom entsorgt haben, aus diesem winzigen Beitrag nicht ableiten sollten, dass sich Ihnen daraus ein Bestimmungsrecht auf das gesamte Leben einer Frau ergibt.

      1. Abgesehen von dem biologischen “Nachteil”, daß Kerls “Milliarden Spermien” zu überwachen haben:
        Wo gibt es für Ihre “Wenns” das Gesetz, das Vätern überhaupt diese Möglichkeit eröffnet??

        Einen Fötus als “Schmarotzer” zu bezeichnen, finde ich allerdings schlicht indiskutabel.
        Es träfe jedenfalls auch auf Sie selbst zu, der Sie ja, wie wir alle, auch einmal ein solcher waren.

        Offenbar sehen Sie selbst sich zumindest bis zu Ihrem 18. Lebensjahr als primär nachteilig für Ihre Eltern.
        Das tut mir wirklich Leid für Sie.

      2. Wenn die potenzielle Mami keinen Schmarotzer oder Parasiten will, dann muss sie eben schauen, dass sie gut verhütet, am besten gemeinsam; alles machbar. Natürlich hat das auch mit Verantwortung zu tun. Wenn man so viele Nachteile hat, wenn man Kinder großzieht, sollte man es aber wirklich bleiben lassen. Kinder soll man eher nur kriegen, wenn man Kinder liebt und bei aller Belastung als Bereicherung ansieht.

        Es gibt genügend Väter, die arbeiten, die Familie (mit)versorgen, sich sehr gut um ihre Kinder kümmern und die ihre Frauen auch noch auf Händen tragen. Da sind 2mal 9 Monate Schwangerschaft, ein Halbtagsjob, bisserl Haushalt, Kindern GuteNachtbussi geben und mit Freundinnen shoppen gehn ein Pipifax dagegen.

      3. “maxima”, 19.10., 17.52:

        Man sollte, Maxima Maxima, die Dinge zuende denken, auch wenns schwer fällt.
        Der “physiologisch betrachtet” eingepflanzte “Schmarotzer” (eine Art Fuchsbandwurm, darf man assoziieren), ist ein solcher ja, “physiologisch betrachtet”, nicht nur wie ein Bienchen-Ei oder ein Weizenkörnchen oder ein ein Wal-Baby, stets. Sondern auch ganz unabhängig davon, ob das Schmarotzertum erwünscht oder unerwünscht ist: Der Physiologie ist das ja nun mal wurscht.

        Nun stellen sich also Fragen:
        1) Zu welchem Zeitpunkt – physiologisch betrachtet! -wandelt sich der Schmarotzer zu einem Maxima.Menschen? Findet diese Umwandlung – wenn überhaupt – noch innerhalb der Schmarotzer-Höhle oder erst außerhalb statt?
        2) Welche Terminologie sollten Frauen benutzen, deren abdominal-uterinale Schmarotzer ihnen willkommen sind? Tragen Schwangere nach Ihrer Ansicht neben ihren Darmbakterien und Ihren Lungentumoren auch noch lebend zu gebärende Schmarotzer des vom Teufel verfluchten Uterus aus, wie einst Rosemarie Farrow?
        Ein wenig einfacher geferagt;: Was möchten Sie uns Neues oder Altes sagen?

    2. Nein, das ist nicht lustig, denn es gibt Fälle, wo Männer ein Kind wollten u die Frau nicht und es gibt Fälle wo der Mann ganz klar kein Kind wollte und sie ihn gelinkt hat.

      Ich finde, man sollte nicht so klar davon ausgehen, dass nur die Frau das Recht hat zu entscheiden ob das Kind gewollt ist oder nicht. Und da wird es dann sehr kompliziert und das ist aber einfach so.

  18. Naja Maxima macht ja überdeutlich deutlich, daß sie gehörige Unterschiede zwischen Mann und Frau erkennt.

    Bleibt die Frage, worauf ihre sehnsüchtige Forderung nach Gleichberechtigung für Mann und Frau beruhen mag. Womöglich beruht diese Forderung nur auf einer evolutionär vielleicht sinnvollen, auf jeden Fall wirkungsvollen angeborenen Strategie der weiblichen Hälfte der Spezie Mensch, um dieser Spezie insgesamt das Überleben zu sichern.

    Ob die Frau deswegen Rechtsprechung lehren, oder eine Wahlberechtigung wahrnehmen muß, darüber ließe sich sicher streiten, wenn Frauen sich diese Gleichberechtigung nicht ohnehin erknatscht hätten, wie sie sich auch alles andere erknatschen, ohne freilich deswegen ihre eigene Zufriedenheit steigern zu können.

    Jetzt stehen sie da, immer noch mit der Austragung und Geburt von Kindern beladen, mit Quoten versehen, dazu allen möglichen Rechten, plus ‘#metoo, die Männer inzwischen zu händchenhaltenden Heinis erzogen.

    Ich befürchte: die Zufriedenheit wird, kann nicht zunehmen. Denn diese Unzufriedenheit ist der Normalzustand.

    Je mehr sich diese Erkenntnis Bahn bricht, die damit verbundene Auswegslosigkeit also deutlich zu werden droht, desto wirkungsmächtiger wird, als Ausweichstrategie dies erkennen zu müssen, der alltägliche Wahnsinn.

    1. Liebe Güte, Willi!

      “Bleibt die Frage, worauf ihre sehnsüchtige Forderung nach Gleichberechtigung für Mann und Frau beruhen mag.
      (…)
      Ob die Frau deswegen Rechtsprechung lehren, oder eine Wahlberechtigung wahrnehmen muß, darüber ließe sich sicher streiten (…)”

      Sie wollen doch hier nicht ernsthaft Art. 3 GG diskutieren?!
      Oder haben Sie ihn lediglich nicht verstanden?
      Oder – ich versuche mein letztes Verständnis – überziehen Sie hier nur bewußt, sich selbst als “händchenhaltenden Heini” sehend?
      Oh, Mann!

  19. Maxima macht auch deutlich, dass sie einfachste Konzepte des Zusammenlebens (Respekt) und der Ethik (Menschenwürde) nicht begriffen hat. Da dürfte den meisten ernsthaften Diskutanten einfach der “Common Ground” fehlen. Mir gruselt jedenfalls vor solchen Menschen.

    Wer die Entstehung eines Kindes auf eine Stufe stellt mit einer Krankheit, der ist mindestens genauso verpeilt wie jemand, der meint, der Kindsvater sollte über die Abtreibung (alleine) entscheiden.

    Meine Ansicht ist: die Frau soll entscheiden, denn es betrifft ihren Körper, aber es muss zum Schutz der Kinder vor (manchen) Frauen eine Beratungspflicht, eine Wartezeit, Hilfsangebote und natürlich Fristenregelungen geben.

    Sonst kommen morgen die gleichen Hysterikerinnen und meinen, ein Kind sei bis zur Geburt das Eigentum der Frau. Oder ähnlich undurchdachter Mist.

    1. Interessanterweise dominiert sowohl bei Frauen wie auch Männern in dieser Diskussion die übereinstimmende Auffassung, ein Kind sei bereits als Fötus eine Krankheit, mindestens ein Schmarotzer, mit großer Einigkeit darüber, daß diese “Belastung” eine Frau halt – biologisch zweifellos gegeben – mit mehr oder weniger “EntscheidungsFREIHEIT” zu tragen habe, eine Freiheit die ihr zustehe oder nicht zustehe.
      Da beginnt die Diskussion, die sich angeblich generell um die “Freiheit” der Frau dreht.

      Auf diesem Blickwinkel basiert die gesamte Diskussion, OHNE sie auf das einzuschränken, auf was das Gesetz aus gutem Grunde beschränken möchte:
      Die Ausnahme für eine Korrektur der einer der Frau fraglos zustehenden frei getroffenen Entscheidung der EMPFÄNGNIS – also Vergewaltigung oder “Unfall” bei der Verhütung.
      Es krankt ein wenig daran – ganz ähnlich wie in der Diskussion um Sexualdelikte – daß der Nachweis, ob eine Schwangerschaft auf einer solchen Ausnahme beruht, meist nicht möglich ist.
      Und also – und in beiden Fällen – soll der Frau als “Opfer” einer Schwangerschaft, genauso wie als “Opfer” eines sexuellen Akts die alleinige Herrschaft (ooops) über die Definition gegeben werden, so die feministische Forderung.
      Vielleicht ist das “richtig”, einfach, weil es aus rein praktischer Sicht (Beweislast) wegen der intimen Situation meist gar keine Lösung gibt, die eine objektive Schuldzuweisung durch ein Gericht ermöglichte.
      Umgekehrt würde man durch eine solche radikale Sicht jedoch möglicherweise ungleich mehr unschuldige Opfer generieren (Sexualstrafrecht), ganz sicher jedoch Opfer (ungeborener Mensch) im Falle der Frage der Freiheit von Abtreibung, um die es hier letztlich (unter dem mehrfachen Deckmantel – wie bei einer Zwiebel – “Information” – “Werbung”) eigentlich geht.

      Erschreckend finde ich, daß in beiden gesellschaftlich zunehmend dominanten Themen sowohl der sexuelle Akt als auch die Schwangerschaft in ein derart grundsätzlich negatives Licht gerät, daß es von “der schönsten Sache der Welt” bzw. “einem Geschenk” zu einer ganz furchtbaren Sache wird, über deren Ausnahme, daß es vielleicht (!) doch schön und gut sei, die psychische Situation der Frau zu befinden habe.

      1. Die negative Sicht auf die den sexuellen Akt nimmt meines Erachtens nicht in der breiten Masse zu.
        Genauso verhält es sich auch mit dem Blick auf Schwangerschaften; ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass nur sehr wenige Damen den Fötus als eine Art unerwünschter Wucherung ansehen. Das ist eine Art Extremismus, die ich nicht verstehe (logisch, bin ja auch keine Frau), aber auch meine Ehegattin versteht diese Haltung nicht einmal im Ansatz, und sie ist Frau und Mutter.
        Soweit ich die deutschen Gesetze die Abtreibungen regelnden Gesetze verstehe, halte ich sie für sehr kluge Gesetze.
        Das Geschrei um das Werbeverbot verstehe ich nicht ansatzweise, weil der Abtreibungswilligen die entsprechenden Informationen bei der dafür notwendigen Pflichtberatung sowieso zur Verfügung gestellt werden.
        Dass sich jetzt sogenannte Feministinnen dafür einspannen lassen, um einer gerschäftstüchtigen Medizinerin die Werbung zu erleichtern und sie dabe unterstützen, Werbung in eigener Sache noch erfolgreicher machen zu können, erschliesst sich mir nicht.
        Vielleicht sollten sich die Damen an den indischen Abtreibungsregelungen versuchen und dort die Abtreibung völlig freigeben. Auf das Resultat und die Reaktionen darauf wäre ich sehr gespannt.

  20. Die Empörungslobby mag mal kurz verschnaufen. Wenn bei Ihnen biologische Vorgänge derartige Hysterieanfälle auslösen, sollten Sie vielleicht besser keine Kinder in die Welt setzen. Nicht auszudenken, was Kinder bei Ihnen lernen, wenn Sie unfähig sind die Unterscheidung zwischen physiologischen und psychologischen Aspekten zu treffen.

    Jeder Organismus, der sich, ohne angemessene Gegenleistung von einem anderen Organismus ernährt ist per se ein Schmarotzer. Und im Gegensatz zur heiligen Allianz, die glaubt, Embryonen wachsen auf Bäumen und sind der Quell ewiger Freude, weiß ich, dass ich meiner Mutter als Schmarotzer Jod, Folsäure, Kalzium und noch so einiges Lebensnotwendige entzogen habe. So wie das in der Regel alle Embryonen tun.

    Ich habe, Respekt vor der Entscheidung einer Frau ein Kind auszutragen. Aber im Gegensatz zu der vereinten Scheinheiligkeit hatte ich vor meiner “Menschwerdung” keine Bedauern darüber empfunden noch nicht geboren worden zu sein und ich werde nach meinem Tod kein Bedauern darüber empfinden nicht mehr am Leben zu sein. Es wäre also vollkommen Wurscht gewesen, wenn meine Mutter eine andere Entscheidung getroffen hätte – wenn sie denn eine Wahl gehabt hätte.

    Mein Dasein hat aber zum Glück nicht zum Ausbrucht einer schwelenden MS oder zu lebenslanger Trombosegefahr in den Beinen meiner Mutter geführt.
    Es gibt ausreichend Mütter, die Ihre Schwangerschaft mit Ihrer Gesundheit bezahlen und es entspringt noch einer altbackenen Ideologie, so zu tun, als gäbe es das alles nicht.

    Leider gibt ausreichend FanatikerInnen, die die eigene Bedürftigkeit anderen Frauen aufdrängen wollen, indem sie diesen eine Schwangerschaft verordnen und den Weg zu einem Abbruch rechtlich so schwierig wie möglich machen wollen.

    In allen Fällen ist eine Schwangerschaft eine erhebliche Belastung für die Mutter. Und ob sie dies durch Freude kompensiert oder für sich temporär oder generell ablehnt ist ihre Angelegenheit. Was den Zeitpunkt für einen Abbruch anbelangt ist dies hinreichend disskutiert worden.

    Und dann gibt es noch die Herren, die nicht mehr Kraft Geburt alle Privilegien für sich horten und beliebig Frauen begrabbschen können und deswegen gegen die garstigen Femministinnen pöpeln müssen.

    Herr Willi hat sich ja prächtig geoutet. Dank der aktuell überall hervorbrechenden Mackerriegen an den Schaltehebeln der Macht trauen sich endlich auch wieder die mickrigen Männer Ihre Frauenverachtung laut hinaus zu blöcken. Es ist wieder gesellschaftsfähig geworden das Los der armen Männer zu bejammern, die nicht mehr ihre gesetzliche und gesellschaftliche Oberhoheit über Frauen haben.

    Schon blöd, dass sich selbst der geistig beschränkteste Mann nun nicht mehr einfach nur durch das pure Mannsein bei der Jobwahl durchsetzen kann. Immer mehr Frauen machen bessere Abschlüsse als Männer. Plötzlich zählt immer mehr Intelligenz und Fähigkeiten, da wird es einigen schon Bange. Zu Recht.
    Da wird von einer Frauenquote gefaselt, wo wir über Jahrtausende einen 100% Männerquote hatten. Das ist Erbärmlich.

    1. @maxima sagte am 22.10.2018 um 16:28 Uhr

      Jeder Organismus, der sich, ohne angemessene Gegenleistung von einem anderen Organismus ernährt ist per se ein Schmarotzer. Und im Gegensatz zur heiligen Allianz, die glaubt, Embryonen wachsen auf Bäumen und sind der Quell ewiger Freude, weiß ich, dass ich meiner Mutter als Schmarotzer Jod, Folsäure, Kalzium und noch so einiges Lebensnotwendige entzogen habe. So wie das in der Regel alle Embryonen tun.

      .
      Der Fehler in dem obigen ist, den Embryo als einen “anderen Organismus” anzusehen, unterschieden vom weiblichen Organismus, und diesem mehr oder wenig fremd.

      Richtig ist hingegen, daß ein Embryo eines Säugetieres (wir Menschen sind Säugetiere) ein Bestandteil des weiblichen Organismus ist, der ihn entwickelt (oder auch nicht). Solange bis der Embryo am Ende der Gestationszeit aus dem Mutterleib austritt und damit zu einem selbständigen Lebewesen wird.

  21. “Immer mehr Frauen machen bessere Abschlüsse als Männer. Plötzlich zählt immer mehr Intelligenz und Fähigkeiten, da wird es einigen schon Bange.”

    Hmmmm…. wenn Intelligenz und Fähigkeiten “immer mehr” zählen – ich stimme ja zu und finde das gut – aber wieso braucht es dann Frauenquoten?

    Und vielleicht nochmal kurz erläutern, warum die Benachteiligung heute lebender Männer geeignet ist, Gerechtigkeit für die hunderttausend Frauen zu schaffen, die (vielleicht) früher benachteiligt waren? Wie kann eine bewusste Ungerechtigkeit an heute lebenden die Vergangenheit für andere korrigieren?

    Und noch was: zu den Zeiten der “Benachteiligung” von Frauen, ihre “Jahrtausende”, da waren die Menschen vielfach gewalttätiger. Im alten Rom gab’s keine Polizei, da mussten Männer ihre Frauen schützen. Und raten Sie mal, wer als Soldat dienen und sterben musste? Die Männer.

    Fühlen Sie sich wohl mit der Lebenslüge als Dauer-Opfer?

  22. Ach der Herr Fischers Fritz, auch einer von denen, die darunter leiden, dass Männer plötzlich nicht mehr immer Vorrang haben.

    Die Frauenquote braucht es, weil mickrigen Männer unfähig sind von alten Gewohnheiten zu lassen. Und selbst wenn Frauen noch so qualifiziert sind, sind die Herren, vor allem in den oberen Etagen, eben noch weitaus besser vernetzt und schustern sich weiter gegenseitig die Pöstchen zu. Diese Unfähigkeit würde dazu führen, dass Frauen auch in hundert Jahren noch keine angemessene gesellschaftliche Beteiligung bekommen. Darum benötigen die etwas zurückgebliebenren eine kleine Starthilfe indem man die Männerquote etwas einkürzt. Aber das würden Sie natürlich gerne umformulieren. Für Sie ist ja die Unterstützung der Gleichberechtigung ein Rütteln an Ihren Herrenrechten und somit grausamstes Unrecht Ihnen gegenüber.

    Wenn die Männer im Alten Rom nicht so unsäglich beschränkt wären, und Frauen nicht ermorden und vergewaltigen würden, müssten die unsäglich beschränkten Männer im Alten Rom sich auch nicht als Helden und Retter für etwas aufspielen, was sie selbst ausgelöst hatten.

    Ich merke schon, Logik ist nicht gerade Ihre starke Seite.

    Und witzigerweise meinen die Statistiken doch tatsächlich, dass es immer noch überwiegende gewalttätige Männern sind, die Frauen vergewaltigt und umbringt.

    Wissen Sie, was Logik ist.
    Dass Männer im Alten Rom, statt den Helden zu spielen, Frauen lieber eine gleichrangige gesellschaftliche Achtung entgegenbringen würden. Einen Gleichrangigen bringt man weniger leicht um als einen Unterlegenen. Aber deswegen ist es den mickrigen Männern ja auch so wichtig, dass Frauen nicht die gleichen Jobs bekommen wie Männer. Sie hätten viel lieber noch weiter die Zustände wie im Alten Rom mit den männlichen Helden und den unfähigen, hilfsbedürftigen Weibchen.

  23. @Fischers Fritz,

    glauben Sie, daß Sie eine maxima argumentativ erreichen können?
    Diese Frau drückt eine egoistische Abscheu aus vor dem Leben, und sie hat keinerlei Respekt vor dem Grundgesetz. Was man ihr, wie ich zeigen werde, nicht vorwerfen kann. Unter dem Strich ist sie eine Art Verfechterin der Beendigung von lebensunwertem Leben. Wenn heute eine Abtreibung vorgenommen wird, weil ein Embryo Krankheitsmerkmale zeigt nennt man dies Zeitbedingt nicht mehr Euthanasie.

    Nicht nur da zeigt sich die ganze Verlogenheit der Debatte. Wenn die Würde des Menschen unantastbar ist, dann wäre begründet zu klären, wo ein “Schmarotzer” sein Menschsein beginnt. Ich kenne eigentlich nur Kleinkinder, die allesamt nicht auf wirtschaftlich eigenen Beinen stehen können, also allesamt schmarotzen. Ersäufen? Straffrei umlegen als nächste Forderung der in ihrer Entfaltung Belästigten ?

    Beginnt Menschsein mit der Zeugung, dann hat aufgrund der grundgesetzlich proklamierten Unantastarkeit, wenn es denn redlich zugehen sollte, unser Staat alles zu unterlassen, das Leben dieses heranwachsenden Wesens zu gefährden.

    Da man nicht nur hierauf bezogen vor der Frauenbewegung einknickte hat man eine Art Seehofer-Lösung, also eine verschleiernde Umschreibung gewählt, damit jedoch das grundgesetzlich verankerte Gebot einer Unantastbarkeit der Würde sowie einen bedingungslosen Schutz durch den Staat aufgegeben.

    Alles was dann kam in Hinsicht auf Würde, wie LuftSiG, oder die Verurteilung eines Frankfurter Polizei-Vize wegen Verletzung der Würde eines Geiselnehmers: Augenwischerei. Juristisches Gutmenschentum.

    Damit das nicht so ins Auge sticht, wurde uns der faule Kompromiss aufgebunden, Abtreibungen mit staatlicher Duldung zwar zu ermöglichen, dafür jedoch die staatlich geduldete Werbung zur Abtreibung zu verwehren.

    Genau darum geht es in diesem Falle. Da herum eiert hier unser Herr Fischer. Mit seinen Erwägungen, wonach der Richter unbegreiflicherweise Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit des ganzen Krams habe macht er lustig-launige Stimmung, die dafür jedoch aber an der Oberfläche bleiben muß.

    Es ist der Versuch der Aufrechterhaltung eines das Gesichts des Staates wahrenden Verfahrens, bei dem dieser vorgibt, an der Würde-Forderung des GG festzuhalten, indem er das Werbeverbot für Schwangerschaftsunterbrechungen durchsetzt.

    Der Staat hat damals seinen Artikel 1 GG gegen eine laut erstarkende Frauenlobby nicht aufrechterhalten mögen. Männer sowie die wenigen einsichtigen Frauen waren inzwischen zu schwach. Dieser Fehler wirkt, sich immer weiter ausweitend weiter. Man erkennt, daß Frauen, denen man nicht entgegentritt, dadurch auffordert, den nächsten Finger der Hand einfordern. Ist das etwas Neues? Das scheint doch die Natur der Frau zu sein. Auch wenn man sowas heute natürlich nicht mehr offen äußert. Derartige Entwicklungen lassen sich nicht nur in diesem traurigen Zusammenhang beobachten. Maxima sprudelt geradezu ihre aufgezählten Beispiele heraus.

    Artikel 3 GG bestimmt: (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

    Niemand wagt Frauen klarzumachen, daß 1). die Menschen nur vor dem Gesetz gleich sind. Ansonsten sind sie also keineswegs gleich. Diese Ungleichheit hat womöglich Ursachen, und Konsequenzen.

    Bestärkend lesen wir weiter in 2): Männer und Frauen sind gleichberechtigt.

    Dies bedeutet – erneut- etwas anderes, als daß Frauen und Männer gleich seien. Ihnen kommen lediglich gleiche Rechte zu.

    Gleiche Rechte vor der Tatsache, wonach Frau und Mann sich offenbar unterscheiden. In erheblichem Maße.

    Wer die in diesem Grundgesetz niedergelegte Weisheit nicht zur Kenntnis nehmen will – Frauen rechne man in großer Anzahl dazu, zusammen mit deren händchenhaltenden Bestäuber-Mentalitäten – der zerlegt damit die Gesellschaft., weil er ihre natürliche Ordnung untergräbt.

    Da kann man mit den Maximas dieser Welt natürlich lange, aber vergeblich drumherum reden.

    1. Der Herr Willi schwafelt.
      Und leider ist auch Ihnen nicht die Gabe der Logik gegeben, dafür aber ein hinreichende Solidarität an die üblichen Männerbündeleien, die gerne die Interpretation des Grundgesetzes in ihre Richtung verbiegen möchten.

      Bevor er sich immer weiter in seinen Diffamierungen verschwafelt, sollte er doch zuerst einmal mit dem Zitat eines meiner Texte belegen, dass ich von unwürdigem Leben spreche.

      Im Gegensatz zu den Willis dieser Welt ist für mich eine schmarotzende Lebensform nicht lebensunwürdig. Es beschreibt ausschließlichlich eine biologische Konstellation. Das was der Herr Willi daraus macht, dieses ganze Brimborium, das ist eher einem tiefsitzenden Frauenhass entfleucht.

      Das erstaunliche ist, dass der Herr Willi mit unsinnigen Unterstellungen arbeiten und dann eine schwafelige Argumentation zu seinen eigenen Unterstellungen aufbauen. Unterstellte er keinen Schwachsinn, dann können er sich 95% seines Textes sparen.

      Der Herr Willi kann sich auch seinen Sermon zum Grundgesetz sparen. Frauen sind Männern wesentlich gleicher, als die Willis dieser Welt unterstellen möchte. Frauen können die gleichen Vorstandsjobs übernehmen wie Männer und sollten darum auch das Recht dazu erhalten. Aber die mickrigen Männer dieser Welt definieren ihre Größe vor allem daran, wiviele Menschen unter ihnen stehen, darum muss auch dafür gesorgt werden, dass Frauen nicht in allen gesellschaftlichen Bereichen auf Augenhöhe stehen.

      Darum wurde auch genau der GG Artikel 3 /2 von Frauen gegen den heftigen Widerstand der mickrigen Männer erstritten.
      Zum Glück, sonst würde auch heute noch, wie vor vierzig Jahren, die Mackerfront, mit dem Hinweis, dass Frauen ja doch irgendwie anders als Männer sind, darauf bestehen, dass Frauen nur mit der Erlaubnis der Männer ihr Leben leben dürfen.
      Die Willis dieser Welt sind so leicht zu durchschauen.

    2. Willi Wahnsinn sagte am 22.10.2018 um 20:00 Uhr

      der faule Kompromiss aufgebunden, Abtreibungen mit staatlicher Duldung zwar zu ermöglichen, dafür jedoch die staatlich geduldete Werbung zur Abtreibung zu verwehren.

      .
      Das war aber nicht der Kompromiß, mit dem die aktuelle Abtreibungsgesetzgebung der BRD zustandekam: Indikationen und Fristenlösung mit Zwangsberatung. Der §219a mit seine Informationsverbot ist dabei nur eine politische Proklamation und nicht erforderlich.

      Man erinnere sich: Anfang der 1970er Jahre gab es weltweit Mobilisierungen gegen das absolute Verbot von Abtreibungen. Unter diesem Druck verabschiedede der Bundestag der BRD (des westdeutschen Separatstaats) am 16.4.1974 die sog. Fristenlösung führte, wonach eine Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei sein sollte. Eine Klage der CDU beim Bundesverfassungsgericht verhinderte, daß dies Gesetz inkrafttreten konnte, was dann 1976 zur Verabschiedung der sog. Indikationslösung führe, wonach der Schwangerschaftsabbruch unter bestimmen Voraussetzungen straffrei blieb.

      Ende der 1980 Jahre kam wieder eine reaktionäre, frauenfeindliche Agitation v.a. seitens der CSU auf, um die Abtreibung wieder uneingeschränkt zu einer Straftat zu machen. Das wurde durchkreuzt durch den Fall der Mauer und die Wiedervereinigung, wodurch die Frauenbewegung einen deutlichen Kraftzuwachs erhielt.

      Hieraus resultierte schließlich der Kompromiß von 1993-95, wonach die Abtreibung auch ohne solche “Indikationen” straffrei bleibt, wenn die betreffende Frau sich vorher einer Beratung unterzogen hat, die gesetzlich den Auftrag hat, der Frau die Abtreibung auszureden.

      Nur bei durch einen Arzt bescheinigtem Vorliegen einer “Indikation” wird die Abtreibung auch von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

  24. Sehr geehrter Herr Fischer,

    seit wenigen Wochen erst weiß ich von Ihnen und Ihren Artikeln. Die Person, die hier als „Frau Geierwally“ auftritt, hatte mich auf Ihre Artikel zur strafrechtlichen Behandlung von Ehrverletzung zu Beginn Ihrer Artikelserie bei Die Zeit aufmerksam gemacht (wofür ich dieser Person sehr dankbar bin).

    Aber beim Thema §219a StGB und Abtreibung überhaupt sind Sie nicht mehr der kritische Beobachter, sondern selbst Partei und da kommen Sie ins Schwimmen. Ich möchte Ihnen gerne einen Rettungsring zuwerfen…

    Wenn Sie unter der Zwischenüberschrift „Entscheidung“ schreiben, daß „man ja wohl zumindest Abtreibungen gegen den Willen der Schwangeren bestrafen muss“, dann darf ich Sie auf Ihre Ausführungen in Ihrem Artikel zu dem Geschwurbel zur weiblichen Beschneidung verweisen, wo Sie zeigen, wie überflüssig der § 226a StGB (“Verstümmelung weiblicher Genitalien”) ist, weil die Tat schon immer als „gefährliche“ oder „schwere Körperverletzung“ strafbar ist.
    Genauso ist eine Abtreibung gegen den Willen der Schwangeren eine Körperverletzung, ob schwer oder gefährlich, kann ich gerne Ihnen überlassen. Ggf. kommt noch Nötigung u.ä. hinzu.

    Fast jede ärztliche Handlung am Patienten ist eine Körperverletzung, vor allem alle chirurgischen. Schon eine Injektion ist eine Verletzung des Körpers, indem mit einer Nadel ein Loch in die Haut gestochen wird… Die Frage bei den Körperverletzungen ist halt immer nur, ob diese denn auch strafbar ist.

    Bei der Debatte um die männliche Beschneidung vor sechs Jahren meinten viele diskutieren zu müssen, ob die Beschneidung denn überhaupt eine Körperverletzung sei. Natürlich ist sie es – es wird ein Stück von der Vorhaut an der Glans entfernt, der Körper verliert etwas Substanz. Aber ist das strafbar? Das ist die eigentliche Frage, und bei der kommt es auf die Umstände an.

    Das Argument zur Verteidigung des §219a damit, daß die Beratungsstellen verpflichtet wären, im Rahmen der Zwangsberatung den abtreibungswilligen Frauen mitzuteilen, wo sie sich einer Abtreibung unterziehen können haben Sie in diesem Artikel dankenswerterweise weggelassen. Im sog. Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten (Schwangerschaftskonfliktgesetz – SchKG) findet sich keine dahingehende Vorschrift. Umgekehrt wird dort der Zwangsberatung aufgetragen, die abtreibungswilligen Frauen von einer Abtreibung abzubringen. Der §219a des bundesdeutschen StGB erklärt das Wissen darüber, welche Ärzte oder Krankenhäuser Abtreibungen durchführen quasi zu einem Staatsgeheimnis; die Frauen, die wegen §12 SchKG Absatz 1 ( “Niemand ist verpflichtet, an einem Schwangerschaftsabbruch mitzuwirken”) auf diese Informationen angewiesen sind, zählen laut §219a “Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft” nicht zu dem Personenkreis, denen dies Geheimnis verraten werden darf.

    Überhaupt würden die statistischen Zahlen zeigen, scheiben Sie häufig, daß durch den §219a keine Frau an einer Abtreibung gehindert würde. Wie mir die „Fotobiene“ an anderer Stelle mitteilte, gibt sogar, z.B. im Webangebot des Stadtstaates Berlin offen zugängliche Datenbanken, in der man nach Arztpraxen und Krankenhäusern suchen kann, die Abtreibungen durchführen.
    Letztenendes bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als wie zurecht in Ihren StGB-Kommentar zitiert, auf die Begründung des Gesetzgebers von 1993 hinzuweisen, daß mit dem §219a ausgedrückt werden sollte, daß der Gesetzgeber die Abtreibung als etwas nicht normales ansieht. Also nur eine politische Proklamation, die im Strafgesetzbuch eigentlich deplaziert ist.

    Fazit: der §219a ist überflüssig und kann und sollte aus dem StGB gelöscht werden. Der §219a dient nur noch als “Hut dort auf der Stange”, den Schiller im “Wilhelm Tell” den Landvogt Gessler aufhängen läßt:

    Ich hab den Hut nicht aufgesteckt zu Altdorf
    Des Scherzes wegen, oder um die Herzen
    Des Volks zu prüfen, diese kenn ich längst.
    Ich hab ihn aufgesteckt, dass sie den Nacken
    Mir lernen beugen, den sie aufrecht tragen –
    Das Unbequeme hab ich hingepflanzt
    Auf ihren Weg, wo sie vorbeigehn müssen,
    Dass sie drauf stoßen mit dem Aug, und sich
    Erinnern ihres Herrn, den sie vergessen.

    Weg damit!

    1. .
      .
      .
      zu meinem eigenen Beitrag vom 23.10.2018 um 16:02 Uhr:

      Zwischen meiner Mitteilung im ersten Absatz, wann und von wem ich über die Artikel des Thomas Fischer erfahren hatte, und dem “Aber beim Thema §219a”, mit dem der 2. Absatz anfängt, sollte eigentlich stehen, wie begeistert ich von den Artikeln war, die ich gelesen hatte, vom Schreibstil, von der geduldigen Art und Weise, Halbwahrheiten und Stimmungsmache und diese Floskel des “immer mehr” und “immer schlimmer” auseinanderzunehmen.

      Danach erst macht das “Aber beim Thema §219a” erst wirklich Sinn.

  25. Zu

    Die Angeklagte ist nicht „Frauenärztin“ und war es auch noch nie. Sie hat daher keine Kassenzulassung für Abtreibungen. Sie wurde auch nicht verurteilt, weil sie „über Schwangerschaftsabbrüche informiert“ hatte. Sondern deshalb, weil sie für sich selbst mit Abtreibungs-Angeboten geworben hatte: „Mitzubringen: Kostenübernahmeerklärung oder Bargeld“.

    Obwohl ich in der Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV) nichts finde, inwieweit bestimmte ärztliche Leistungen nur von Fachärzten in einem bestimmten Fachgebiet abgerechnet werden dürfen, meine ich, daß dies mindestens mit einer dahingegehenden Zusatzausbildung möglich sein könnte.

    Unabhängig davon werden Abtreibungen, sofern sie nicht aufgrund einer Indikation gemäß §218a Absätze 2 oder 3 nicht rechtswidrig sind, sowieso nicht von den Krankenkassen übernommen.

    Und gerade weil Frau Hänel als Fachärztin für Allgemeinmedizin niedergelassen ist, man aber Abtreibunge eher bei einem Facharzt für Gynokologie erwarten würde, ist die Mitteilung in der Auflistung ihres Leistungsspektrum durchaus angebracht.

    1. Lieber Herr Willms,

      danke für Ihren sachlichen und moralinfreien Kommentar, Sie haben es m.M.n. genau auf den Punkt gebracht.

      Zu empfehlen noch einmal das Interview mit Frau Hänel auf SPON:
      http://www.spiegel.de/panorama/abtreibungen-warum-kristina-haenel-weiter-gegen-paragraph-219a-kaempft-a-1188549.html

      Zitat Willms: “Und gerade weil Frau Hänel als Fachärztin für Allgemeinmedizin niedergelassen ist, man aber Abtreibunge eher bei einem Facharzt für Gynokologie erwarten würde, ist die Mitteilung in der Auflistung ihres Leistungsspektrum durchaus angebracht.”
      Um so mehr, weil Frau Hänel die einzige Ärztin in Gießen und Umland ist, die Abbrüche vornimmt, zumal sie als Frau bei z.B. Musliminnen und jungen Mädchen in dieser schwierigen Ausnahmesituation eine bessere Alternative ist als männliche Kollegen.

      Zitat Hänel: “Dabei sieht unsere Berufsordnung ohnehin vor, dass Ärzte keine reißerische Werbung machen dürfen – also auch nicht für Abtreibungen.”
      Die “Furcht” und gern argumentieres Szenario vor großwandigen Plakatierungen für Schwangerschaftsabbrüche ist also völlig abwegig.

      Die Diskussion hier um §218, in die immer wieder abgetrieftet wurde, feuert natürlich am Thema vorbei, der ist derzeit nicht verhandelbar, obwohl meiner Meinung nach da auch Reformbedarf besteht.

      1. Ach so, es steuert nicht haargenau alles darauf hin, dass Abtreibung als Menschenrecht etabliert werden soll?

        Und wenn ich so ganz scharf überlege, ich hätt auch gern völlige Straffreiheit, wenn mir dann mal irgendwer im Weg stehen sollte bei der Durchsetzung meiner Interessen und wenn mich da mal jemand behindert in meinen Lebensplanungen. Wenn ungeborenes Leben null Schutz braucht, braucht es geborenes Leben doch auch nicht. Also?

      2. Abschaffung des §219a als “dass Abtreibung als Menschenrecht etabliert werden soll”?
        Worüber reden Sie bitte, liebe Frau Gansterwally?
        Zur Erinnerung, das Thema ist, ob eine Ärztin wegen ihrer Auflistung des Schwangerschaftsabbruches in ihrem Leistungskatalog kriminalisiert wurde/wird.

    2. wg. “Kassenzulassung für Abtreibungen” — Die “Zulassungsverordnung für Vertragsärzte (Ärzte-ZV)” gibt nichts dazu her, aber im SGB 5, das über die Krankenversicherung kann man im Vierten Kapitel: “Beziehungen der Krankenkassen zu den Leistungserbringern” fündig werden, z.B. im §73 “Kassenärztliche Versorgung, Verordnungsermächtigung” und anderen in den 80er Paragraphennummern. Diese Paragraphen sind allerdings elendiglich lang und schwer zu lesen weil immer wieder auf andere ebenso lange Paragraphen verweisen wird, ohne Sprungmarken als HTML-Links. Naja. Am grundsätzlichen Problem ändert es nichts, aber die Fakten müssen ausgesprochen werden.

  26. Liebe Frau SCZ!

    Wohin geht die Reise?

    “In seiner Entschliessung zur Lage der Menschenrechte in der EU vom 1. März 2018 ((2017/2125(INI)) hat das EU-Parlament ein umfangreiches Paket an politischen Maßnahmen angenommen, die in den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden sollen. Zu diesem Paket gehört auch die Frage der Abtreibung – im EU-Jargon beschönigend als „sexuelle und reproduktive Gesundheit von Frauen“ bezeichnet. Das Lebensrecht des Kindes sinkt in dieser Perspektive zu einem disponiblen Rechtsgut herab, das dem sogenannten Selbstbestimmungsrecht der Frau zu jeder Zeit und mit jeder Begründung unterlegen ist.”

    https://www.familien-schutz.de/2018/05/02/eu-will-abtreibung-zum-menschenrecht-machen/

    – Reproduktionsgesundheit????
    Was heißt das denn in Hinblick auf Schwangerschaft und Abtreibung usw?

    – Wäre das dann auch so machbar, irgendwann, dass Männer, die keinesfalls Spermadiebstahl dulden wollen, und sich dagegen zur Wehr setzen und sich nicht von einer Frau linken lassen wollen, das Recht hätten diese zur Abtreibung zu zwingen? Darüber sollte man gut nachdenken.

    -zukünftig wäre es dann irgendwann strafbar, wenn Ärzte keine Abtreibungen vornehmen?

    1. @Gangsterwally

      Ich werde mich zu Ihren Einlassungen nicht äußern, Sie polemisieren hier mit AfD Gedankengut. Die Website familien-schutz.de ist das Sprachportal von Sven und Beatrix von Storch, eines von vielen.
      Die Beiden betreiben u.A. auch die Plattform freiewelt.de.

      Lesen Sie unten angehängten Artikel, passt zwar nicht ganz zum Thema hier, aber ist ähnlich “krank” wie der von Ihnen zitierte.

      https://www.freiewelt.net/nachricht/konstrukt-gender-zerstoert-die-gesellschaft-und-die-wuerde-der-person-10075071/

      1. Liebe Frau SCZ,

        jetzt muss ich aber wirklich hellauf lachen, das ist doch logisch, dass Ihnen das gesamte AFDgedankengut völlig “krank” erscheint. Von denen braucht nur einer den Mund wegen irgendwas aufmachen, geht das “Nazigeschrei” los. Soll so sein, mir wurscht.

        Aber was man mit dem Thema und der Sache Abtreibung, ungewollte Schwangerschaften vorhat, ist mir nicht wurscht. Den youngsters vor allem auch nicht.

      2. Hier für Sie alle Ihre Lieblinge:

        ZON, die Grünen, die Sozis, die Linken, vor allem der Frauenförderer Exjustizminister Maas, usw

        https://www.zeit.de/news/2017-12/02/bundestag-spd-und-gruene-im-bundestag-wollen-abtreibungsrecht-aendern-02084402

        zb Zitat:

        “Auch die Grünen im Bundestag erarbeiten gerade einen eigenen Gesetzentwurf zur Abschaffung der Regelung, wie die Angeordnete und frühere Bundesministerin Renate Künast erklärte. Der Paragraf 219a StGB stamme “direkt aus Absurdistan” und gehöre ersatzlos abgeschafft. “Eine Abtreibung ist nicht strafbar, darum darf eine Information darüber auch nicht strafbar sein”, erklärte sie.”

        Hoffe, es geht Ihnen und Ihrer “hysterischen” Ader jetzt sofort wieder besser. Bin ja ein guter Mensch mit wahnsinnig viel Verständnis für jedes mutmaßliche arme Opfer (vor allem auch von angeblicher Polemik usw) …

      3. @FrauSCZ von 24.10.2018 um 09:27 Uhr

        Danke für die Aufklärung über die Gängster und vermutlich auch die anderen Wallungen.

        de.Wikipedia: »Sven von Storch (* 1970 in Osorno, Chile) ist ein deutsch-chilenischer Kaufmann. Mit seiner Ehefrau Beatrix von Storch leitet er verschiedene der AfD nahestehende Politiknetzwerke. «

        Und bei der irreführend sich “Freie” Welt nennenden Online-Publikation dieses Herrn findet sich als Blogger u.a. der unerträgliche Jürgen Liminiski, der beim Deutschlandfunk zum Glück in Rente gegangen ist.

      4. @Lüko Willms v. 24.10.2018 um 12:32 Uhr

        Da “lohnt” ein bisschen Recherche über Osorno/Chile.

        Übrigens, diese selbstberufenen Lebensschützer scheuen sich nicht, an anderer Stelle zu verkünden, dass man durchaus auch auf geborenes (natürlich nicht in Deutschland) Leben mal eben an unserer hochheiligen deutschen Grenze schießen lassen kann, natürlich rein zum Schutze unserer deutschen “Wertegemeinschaft” (O-Ton Petry und B. von Storch), Gängster halt.
        Ja, die Kommentare auf diesen “von Storch Plattformen” sprechen Bände, da werden z.B. aus Homosexuellen durch sex. Enthaltsamkeit mit Gottes Wunder (keine Blasphemie, nur zitiert) plötzlich Heterosexuelle, ist das nicht schön?! Es gilt abzuwarten, bis Frau Weidel endlich lang genug enthaltsam war, aber leider leider kommentiert sie nicht ihre Weggefährten von der AfD.
        Jürgen Liminiski vom Deutschlandfunk ist zwar dort in Rente (oder vllt. doch geschasst?) aber leider noch nicht stumm.

        Augen auf im Kommentatorenbereich, hier war es relativ offensichtlich.

      5. @FrauSCZ am 24.10.2018 um 21:34 Uhr

        Übrigens, diese selbstberufenen Lebensschützer scheuen sich nicht, an anderer Stelle zu verkünden, dass man durchaus auch auf geborenes (natürlich nicht in Deutschland) Leben mal eben an unserer hochheiligen deutschen Grenze schießen lassen kann,

        .
        .
        Ist ja auch klar, wenn “ungeborenes Leben” unbedingt geschützt werden muß, dann ist der Mensch im nächsten Stadium als “ungestorbener Toter” eben Freiwild.

    2. Wenn man den Demagogen der afd auf den Leim geht, ist es nicht verwunderlich, dass es zu absurden Anschuldigungen kommt.

      Sag mir welche Quellen du benutzt und ich sag dir wer Du bist.

      Der §219 ist blödsinn und gehört in die Tonne. Der §218 bleibt davon unberührt. Also warum so hysterisch?

      1. Natürlich kann man verschiedenste Quellen benutzen. Man kann alles lesen, durchackern, hin und herdrehen, mit anderen darüber diskutieren, man darf sogar mit AfdWählern und Kindern dieser Wähler in eine Schule gehen, dort in einer Klasse sitzen, man muss diese Kinder nicht mobben.

        Ich sage dir wer du bist, indem ich mir anschaue, wie du mit mir umgehst. Und wie du vor allem mit Youngsters umgehst, mit Burschen, die keine Mädchen sind. So zelebriere ich das ab und an.

        Der § 219 a ist Blödsinn warum konkret?
        Inwieweit bleibt §218 völlig unberührt?

      2. @Gangsterwally 24.10.2018 um 12:33 Uhr

        »Der § 219 a ist Blödsinn warum konkret?
        Inwieweit bleibt §218 völlig unberührt«

        Das hatte ich alles bereits erklärt in meinem Kommentar
        Nr 839759 vom 23.10.2018 um 16:02 Uhr

        Link:
        https://meedia.de/2018/10/17/paragraf-219a-eine-aerztin-ihr-richter-und-die-medien-warum-desinformation-kein-privileg-der-lokalpresse-ist/#comment-839759

        Irgendwelche konkreten Einwände zu meiner Argumentation bitte dort anbringen.

      3. Wer dumpfbackige Quellen nutzt, der darf sich nicht wundern als Dumpsbacke eingeschätzt zu werden.
        Nazis sind keine seriöse Quellen, weil dort keine Fakten verbreitet werden sondern nur verlogene Unterstellungen. Dem kann man sich gerne gemein machen, muss sich aber nicht wundern.
        Ihr permanentes Fischen nach unsinnigen Unterstellungen ist schon ein wenig gruselig. Wozu bringen Sie das mobben der Kinder von Afd-Wählern ins Spiel? Was wollen Sie denn jetzt damit schon wieder suggerieren?

        Was sind denn – und da bin ich jetzt echt gespannt auf die Antwort – “Burschen, die keine Mädchen sind”? Gibt es auch Burschen, die Mädchen sind?

        Und was sollen Youngsters sein? Und was speziell haben die mit der ganzen Diskussion zu tun?

        “Der § 219 a ist Blödsinn warum konkret?
        Inwieweit bleibt §218 völlig unberührt?”

        219 regelt nicht den Abbruch, das ist alles in 218 hinterlegt. Wenn 219 verschwindet wird sich an 218 nichts ändern. Können Sie diesem schlichten Gedankengang folgen.

        219 ist der Katholikenparagraph. Die CSU denkt noch immer, wenn man den Menschen die Information verweigert rennen Sie mehr in die Kirche und folgen mehr den Hoheiten. Darum haben die C-Parteien, die auch dafür sind, Menschen im Mittelmeer ersaufen zu lassen, einen Informationsvermeidungsparagraphen installiert. Das ist die Gewohnheit der Jahrtausende.

      4. @ Maxima, schauen Sie, es ist ganz einfach, Sie schreiben Ihren Senf und ich schreib den meinigen. Kapische?!

        Schwangerschaft ist auch keine rein private Angelegenheit, weshalb ich zumindest eine Beratungspflicht einer professionellen Einrichtung für unumstößlich halte, bevor die Frau eine Entscheidung trifft, die dann nicht mehr zu ändern ist.
        Immerhin geht es wirklich nicht nur um die Frau selbst, um ihren Körper, da ist zuviel Hybris mit im Spiel, das ist sehr schlecht.

      5. Liebes Fräulein Maxima, Ihre Behauptung einer Informationsverweigerung ist eine Lüge, und das wissen Sie auch. Die Versorgung mit Informationen ist mit der Beratungspflicht gekoppelt und garantiert. Die zusätzliche Werbung, die durch §219 verboten wird, ist keine Information. Warum sind Sie so interessiert an dieser Frage, wollen Sie selber Werbung für Abtreibungsleistungen machen dürfen, oder was soll der Unfug?

      6. Fräulein Maxima klingt wie die sozialistisch-kommunistische Justizministerin Barley.

        Die schwafelt auch ständig von einer Rechtssicherheit und dass diese Werbung für Abtreibung nur eine Information sei.

        Die Sozialistin und Frauenguru Giffey redet dann auch noch von Kriminalisierung der Ärzte. Auch Schwachsinn purest. Als Familien- und Jugendministerin auf jeden Fall vollkommen ungeeignet.

      7. Gangsterwally sagte am 25.10.2018 um 08:26 Uhr

        »sozialistisch-kommunistische Justizministerin Barley.
        […]
        Sozialistin und Frauenguru Giffeyh«

        Mit solchen Invektiven will diese Person sich meiner Aufforderung entziehen, meinen Nachweis zu widerlegen versuchen, daß der §219a nur eine politische Proklamation ist und aus dem Strafgesetzbuch schadlos gestriche werden kann.

        Aber wie das so ist – wer keine Argumente hat, der fängt an, Gift und Galle zu spucken. Stimmts?

      8. Männlein Hafensänger. Da zeigen Sie mir doch bitte mal die Stelle bei §219, bei der die Information bezüglich Einrichtungen, die einen Abbruch durchführen, vorgeschrieben ist.

      9. Herr Willms,

        Sie fordern eine inkompetente (als nicht mit den nötigen Kompetenzen ausgestattete) Nichtjuristin heraus auf Ihre Fachexpertise einzugehn?

        Ich lach mich tot.

        Wenden Sie sich einfach an die zuständigen kompetenten, rechtsgelehrten PolitikerInnen! Dort finden sie entsprechende UnterstützerInnen Ihrer/derer/eurer Werbekampagne für kommerzialisierte Abtreibungen.
        Ein bissel sehr Nazi ist das doch schon, so kommerzialisierte beworbene Abtreibungsinstitutionen, wo quasi am Fließband Föten und Embryonen getötet werden, gutes Geschäft eben, aber damit kommt man sicher gut klar… eh klar….

        Sonst noch Wünsche?

      10. Gangsterwally sagte am 26.10.2018 um 09:08 Uhr
        als Antwort auf meine Aufforderung an diese Person, zu ihrem Ausruf

        Der § 219 a ist Blödsinn warum konkret?
        Inwieweit bleibt §218 völlig unberührt?

        meine schon am 23.10.2018 um 16:02 Uhr in <a href="https://meedia.de/2018/10/17/paragraf-219a-eine-aerztin-ihr-richter-und-die-medien-warum-desinformation-kein-privileg-der-lokalpresse-ist/#comment-839759"Kommentar Nr. 839759 dargelegten Argumente zu widerlegen (versuchen)

        Sie fordern eine inkompetente (als nicht mit den nötigen Kompetenzen ausgestattete) Nichtjuristin heraus auf Ihre Fachexpertise einzugehn?

        Ich lach mich tot.

        .

        Die Person mit dem Pseudonym Gangsterwally anerkennt damit meine These, daß der §219a StGB überflüssig ist und gestrichen werden kann, ohne den ganzen Rest des Abtreibungsverbots infragezustellen.

        Am Ende schrieb sie: »Sonst noch Wünsche?«

        Ja, denken Sie tiefer nach und lassen sich nicht von einer gefühlsproduzierenden Propaganda überwältigen.

  27. Warum macht die CDU immer noch Gesetze, wenn sie ein
    sehr vernüftiges Gesetz seit 1989 ( kein Schreibfehler )
    micht umsetzt obwohl die CDU Kanzler/in
    gemäß der Geschäftsordnung der Bundesregierung
    dazu das gesetzliche Mittel hat?

    Meine kleine Anregung an die Bundeskabzlerin vom 22. Okt. 2018:
    https://drive.google.com/file/d/12487PV0Hc5PTmsTGPRrVt-wQe1KuWMns/view?usp=sharing

    Wer mag, kann sich anschließen und meine kleine Bitte unterstützen.

    1. Lieber Herr Garbers,

      haben Sie schon Unterstützung der fachkompetenten Juristen erhalten, zb von yourists und so?

      Viele Grüße
      Geierwalli

      1. heute morgen habe ich nach meiner Mitteilung um 09:13

        in der Backfaktorie meinen Kaffee
        getrunken und als ich wieder in den kleinen PC Raum
        der TU Darmstadt ging, da waren mein Rucksack
        und meine Plastiktaschen weg.

        Die Herren Prömel ( Präsident der TU Darmstadt )
        und Effinger ( Kanzler der TUD ) sind heute zufällig nicht anwesend.
        Beide kennen mich.

        Der “Rechtsschmidt” ( Justiziar der TUD ) hatte angeblich keine Zeit mit zum HelpDesk ( gegenüber den geschlossenen großen PC Raum ) zu gehen um mich zu identifizieren, damit man mir meine “gefundenen ” Sachen zurück gibt.

        Das scheint Sinn zu machen,
        denn die schwarze dünne Plastikmappe mit dem Fax an Frau Merkel ist weg !

        Weg ist scheinbar auch meine kleine Digitalkamera samt dem Kartenlesemodem.
        Damit hatte ich Gerichtsakten fotografiert.

        Ferner ist weg meine USB Festplatte…

        Es scheint so zu sein, dass TU Mitarbeiter den Rucksack durchsucht haben und “gefährliche Gegenstände” ( gefährlich aus der Sicht der hessischen Justiz, der HESSENWAHL, von Frau Merkel und damit für die CDU ) mir vorsätzlich weggenommen haben.
        Das spricht Bände, insbesondere über die Bindung der TUD,
        ala Verwatung, die an Recht und< Gesetz gebunden sein soll.

        Ich habe f a s t vollständig doch die von dem Leiter des kleinen alten PC Raums weggenommenen Sachen ( Rucksack, Iso Matte, Plastiktaschen ) ausgehändigt erhalten.

        So, eben konnte ich mit einem Masterstudenten in Physik sprechen, angeblich hat / hatte er bei der SPD mit Frau Zypries zusammengearbeitet.

        Jetzt habe ich große Probleme wo ich in den nächsten Tagen meinen Rucksack und meine Taschen tagsüber lassen kann…

        Wer eine Idee hat, den bitte ich um Nachricht.

        Beste Grüße
        Werner Garbers

  28. Keine Desinformation !

    Kleine Denksportaufgabe für Volljuristen:

    Wenn der Vorsitzende beim LANDESSOZOIALGERICHT HESSEN
    l ü c k e n h a f t die Tatsachenlage zu Protokoll gab,
    dann darf diese Lückenhaftigkeit nicht durch einen
    Protokollberichtigungsantrag korrigiert werden, schreibt er.

    Ist er damit bereits ein Rechtsbeuger in diesem Fall?

    Vorgang:
    Antrag auf Protokollberichtigung durch Garbers, dem Querulanten:
    https://drive.google.com/file/d/189w9HGgDVOOTQQzGQcfFd3V8EFKoNn1Q/view?usp=sharing

    Empfang vom Abweisungsbeschluss zur Protokollberichtigung:
    https://drive.google.com/file/d/1ZImOv-OrfXMhoXF9Fbq7_cYbM5_mCCNJ/view?usp=sharing

    Abweisungsbeschluss zur Protokollberichtigung,
    durch den gemäß Art 20(3) GG an das Gesetz gebundene Richter, der Wahrheit halber:
    https://drive.google.com/file/d/1mxa1TrsR3dfRLkdvru4DCGGvxcBMoM8-/view?usp=sharing

    Ich gebe gern in den nächsten fünf Jahren meine Vollmacht.

  29. Monsterdiskussion.

    Es geht darum, daß eine zentrale Bestimmung des Grundgesetzes mißachtet wird, wonach die Würde des Menschen unantastbar sei.

    Natürlich kann es sich in unseren Zeiten bei jemandem, der sich auf das Grundgesetz beruft nur um einen zu verachtender AfD-ler handeln.

    Das kann man hinnehmen, weil man weiß, daß solche Geister irgendwann ohnehin die Katze frißt.

    Wer Grundgesetze – oder wie immer man solche Grundnormen nennen mag – wer also die rechtliche Grundlage des gesellschaftlichen Zusammenlebens mißachtet, um – wie i diesem Fall- straffrei menschliches Leben abtöten zu können, der steht ohnehin außerhalb jeder zivilisierten Form von Gemeinschaft.

    Da dieser doppelte Verstoß gegen Gesetz und Moral nun geschehen muß, weil die Selbstbestimmung des weiblichen Bauches dies fordert, entgleitet eine Erörterung solcher selbstsüchtigen Entgleisungen ohnehin jeder Sinnhaftigkeit.

    Ohnehin geht es darum, daß unser Staat bei diesem Thema die Segel vor einigen “Leben spendenden” “Frauen” gestrichen hat, wobei seine grundgesetzlich erwähnte Schutzpflicht ( unantastbar !) allerdings versenkt wurde. Als Rettungsring hat sich der Staat in die Untersagung von Werbung für Abtreibung um den hals gelegt, um seine pelzigen Hände in Unschuld zu waschen, ohne sich allzu naß zu machen.”

    Auf diese Heuchelei hat womöglich auch der Richter in Gießen abgestellt, dabei freilich den §219 in Frage stellend und nicht etwa den Würde-Schutz aus dem Grundgesetz. Was wiederum das Interesse unseres Prof Fischer erregt haben dürfte, der daraufhin die Kommentierung dieser Woche anfertigte.

    Wäre die Ärztin freigesprochen worden, so wäre womöglich – freilich nur unter halbwegs normalen Umständen – eine neuerliche Diskussion einer Preisgabe der Würde des Menschen durch den Staat fällig geworden. Ein mittlerweile wohl reines AfD-Anliegen. Wer will schon sowas ? Da wir andererseits den Anschein des Grundgesetzes hochhalten, mußte eben die Ärztin Hänel dran glauben. Wie drückte dies der Richter vom Landgericht Gießen aus? Zitat: “an die Adresse der Angeklagten: „Tragen Sie den Schuldspruch wie einen Ehrentitel im Kampf für ein besseres Gesetz.“

    1. Stimmt eigentlich. Wieso streicht man denn diesen Grundsatz nicht generell, dann wäre es vorbei mit jeglicher Heuchlerei. Braucht man den? Nein, braucht man nicht.

      Die Unwürde unerwünschten heranwachsenden Lebens kann man ja auch einfach so benennen was sie ist. Überhaupt sollte man das alles etwas lockerer sehen, schließlich sind Menschen auch nur sexuelle Tiere, also nix besonderes. Noch dazu ist jeder Mensch ist austauschbar und ersetzbar.

      Und wenn es um jede Ecke einen Abtreibungsarzt gibt, wo man sofort einen Termin noch gestern bekommt, dann umso besser. Weniger Kinder, bleibt mehr Zeit zum Geld verdienen und Geld ausgeben und der Staat erspart sich viele Kosten für Kindergärten, Bildung, Familienbeihilfen, Schulen usw. Und schließlich kann man bei Bedarf Kinder von Überbevölkerungsgebieten “aufkaufen” und integrieren.

      1. Liebe Gangsterwally

        ………Kinder von Überbevölkerungsgebieten “aufkaufen” und integrieren.

        … wenn sowas funktionieren würde. Mal abgesehen davon, daß wir nicht einmal auf Übervölkerungsgebiete zurückgreifen, um Menschen hierher zu locken. Unsere Eliten interessiert einfach nur der Rausch an der eigenen Machtausübung, durch die sie in ihren eigenen Augen bedeutend werden. Darüber legen sie irgendwelche Schein-Motive wie Hilfsbereitschaft. Seenotrettung. Niemand fragt, beispielsweise einen dazu einschlägig spendierenden Kardinal Marx, ob es diesem dabei wirklich nur um Seenotrettung geht.

        Jene über Herbeiführung einer Seenot durch dazu bereitgestellte Schlauchboote hergelockten Seebrüchigen jedoch zu integrieren, das können wir uns abschminken. Die kapieren erst einmal, daß sie es überhaupt hierher gechafft haben. Dann müssen sie verarbeiten, auf welche Weise dies geschehen ist. Da die nicht dämlich sind, werden sie die Irrationalität erkennen, also den unsicheren Grund unter ihren Füßen verinnerlichen. Da bleibt nichts, in das man integrieren könnte.

        Integration bedeutet, daß Menschen ihre eigene Kultur und Prägung hinter sich lassen, um in etwas, das dazu freilich vorhanden sein muß hinübergleiten zu können.

        Bei uns ist nicht einmal ein Bewußtsein vorhanden, wonach wir eine eigene vorweisbare Kultur haben, in welche Hinzuziehende sich zu integrieren hätten. Es stampft irgendein Hinzugezogener mit dem Fuß auf, und schon sind alle Maul- Helden auf den Bäumen. Herr Soros beraumt eine gegen-Demonstration an, und die Straßen füllen sich.

        Sind wir Helden nicht sogleich auf den Bäumen kommt die Führungselite mit ihren Posaunen und konstatieren: Hetzjagd. Die üben inzwischen die Gewalt über die Begrifflichkeiten unserer Sprache aus.

        Niemand verlangt von irgendwem, sich zu integrieren. Begründung: wir sind Weltoffen. Wir behaupten einen Integrationsanspruch nur, um die hier in Duldungsstarre versetzten Einheimischen nicht zu verstören.

        Ein übrigens vergleichbarer Mechanismus, mit dem man hier vor aller Augen die Juden aus der Gemeinschaft entfernen konnte, ohne daß es dabei einen erwähnenswerten Widerstand gegeben hat. Die Fakten haben es einfach nicht bis ins Bewußtsein der Leute geschafft. Wieviel einfacher fällt demnach die heutige Aufgabenstellung aus,

        Man instrumentiert die eigene Bevölkerung ( wer aufmuckt ist Nazi) indem man uns unsere schlimme Vergangenheit vorhält, die wir nun durch angemessene Selbstaufgabe wieder gut machen, und uns nun dadurch in eine Duldungsstarre versetzen lassen.

        Integration kann und wird, und soll wohl auch garnicht funktionieren. Wir selber sind es, die eingehegt (Joschka Fischer) also integriert werden in die alte Ideologie von Marx und Adorno, in einem globalen Internationalismus, die aktualisierte Version des Sozialismus.

        Dies beruht auf der Täuschung der Einheimischen, an der praktisch alle, die zum Wirkungskreis von öffentlicher Meinung gezählt werden, beteiligt sind. Oben diejenigen, die dafür zu Gelagen bei schwerem Rotwein geladen werden, und die ihrerseits die tapferen Mitläufer ihres Genres dadurch kontrollieren, indem sie denen den Job zu streichen drohen. Schon flutscht der Haltungs-Journalismus.

        Billig sind heutzutage unsere Meinungsmacher zu haben. Man muß ihnen nicht einmal drohen. Ein Gefühl von Bedrohung wird importiert, dieses müssen sie sich aus dem Ausland besorgen. Mit Erdogans Hilfe. Da schnalzt die Zunge.

        Die Knappen dieser Rotwein-Ritter bespassen dann unsere Einheimischen, die ihrerseits sich an kein eigenes Wertegebäude mehr erinnern können, und daher eine Übernahme eigener Werte von herbei Gelockten garnicht einfordern könnten.

        Das ideale geistige Vakuum für die Entfaltung der Maximas jederlei Geschlechts, von denen wir mittlerweile drei vorweisen.

        Das erkläre mal einem hierher Gelockten. Der wird sich in seine überschaubare Steinzeithöhle zurücksehnen.

      2. @ Willi Wahnsinn v. 26.10.2018 um 00:13 Uhr

        “Jene über Herbeiführung einer Seenot durch dazu bereitgestellte Schlauchboote hergelockten Seebrüchigen jedoch zu integrieren, das können wir uns abschminken.”

        Ah, nun haben Sie also doch noch den Bogen bekommen, um endlich “Absaufen! Absaufen!” zu skandieren.

        “Herr Soros beraumt eine gegen-Demonstration an, und die Straßen füllen sich.”

        Und weil es so schön ist, gell, gleich noch ein bisschen Antisemitismus obendrauf.

        Immer wieder das Gleiche von Gleicheren, wie armselig. Egal, welchen Themen behandelt werden, zu guter letzt bringen sie immer ihre Fakenews und rechten Parolen unter.

      3. Liebe Frau SCZ,

        Es ist mir schon unglaublich fad mit den ewig gleichen Sprücherln über die angeblichen Nazis und Scheiß Rechten. Bei ZON lebte man das eh bis zum Erbrechen aus und denunzierte jeden und jede, die nur wagte etwas zu hinterfragen oder sich mal auch mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen. Der Mainstream hatte zu parieren. Hauptsache gegen Rechts.

        Echt, da geh ich lieber ins Beisl, ins Wirtshaus oder zum Buschenschank, da fragt dich keiner was du bist, was du hast und wen du wählst. Da darf man noch Mensch sein, Fragen stellen, diskutieren und seine Meinung sagen ohne gleich verbal ausgepeitscht oder vor lauter Hybris der elitären Stamm-Gesellschaft eliminiert oder in den medialen Suizid getrieben zu werden, in Foren ist das oftmals nicht mehr möglich, da herrscht dann Einheitsmeinungsdiktatur. Reine ChefInnensache eben.

        Wenn man bedenkt, wie vielzuviel völlig gschwollen dahergeredet wird von den aktivistischen und politischen MenschenWürdeträgerInnen und welch völlig leere Phrasendrescherei das in Wahrheit ist, müsst man sich vor lauter Gram und Scham totsaufen.

    2. Ach, die Willis dieser Welt. Sie blähen ihren angeblichen Kapf um das Grundgesetz auf und salbatern von der Würde der Menschen. Und dabei meinen sie doch ausschließlich ihre Macht.

      Menschenwürde gilt nicht nur für Männer und Ungeborene. Aber das passt Ihnen nicht. Das ist überaus deutlich geworden.

      1. @Maxima

        Definieren Sie doch mal bitte den Begriff Menschenwürde und interpretieren Sie den Satz, dass die Würde des Menschen unantastbar sei, und erklären Sie uns das ganz präzise und eindeutig, was wir darunter alle zu verstehen haben.

      2. >Sie blähen ihren angeblichen Kapf um das Grundgesetz auf und salbatern von der Würde der Menschen.<

        Bitte lesen Sie den Artikel 79 Absatz 3 Grundgesetz
        und danach
        den Artikel 20 Absatz 3 Grundgesetz
        und danach den Artikel Absatz 1 Grundgesetz.

        Dort wird "gesalbert von der Würde des Menschen"?

        "maxima" will unseren Rechtsstaat als unsinniges Regelwerk abschaffen ?
        "maxima" wili ihren freien Willen zur Grundlage ihres Handelns machen?
        Frage an "maxima":
        Darf jeder, der anderer Ansicht als Sie es sind, auch
        nach seinem freien Willen
        und gemäß seiner Machtdurchsetzungsmöglichkeit
        mit Ihnen umgehen, ganz wie er will?

      3. “Sie (diese Würde des Menschen, Anmerkung von mir)zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”

        Leere Worte?

        Eh kloar?

        Bitte liebe ExpertInnen stellen sie es wenigstens für ein paar Youngsters endlich klar, ganz ehrlich ohne Geheuchle, dass sie doch im Grunde wirklich wurscht zu sein hat, dem Staat völlig wurscht zu sein hat, diese Würde, wenn es nach den Wünschen mancher/vieler ProtagonistInnen geht.
        “Her mit dem Menschenrecht auf Abtreibung!”, das ist es doch, das die meisten wollen…und genau das ist NAZI!

      4. Der Herr Werner Gabers hat ganz offensichtlich ein Kausalitätsproblem.
        Wenn er nicht dazu in der Lage ist, in den richtigen Zusammenhängen zu lesen, wäre es sinnvoll zu schweigen.

        Wenn die frauenverachtenden Willis dieser Welt über das Grundgesetz salbatern, dann bedeutet dies, dass die Willis dieser Welt salbatern.
        Wenn der Herr Gabers aus meiner Einschätzung der Willis dieser Welt eine Kritik am Grundgesetz und den Menschenrechten herauslesen sollte, liegt das eher an den geistigen Zuständen des Herrn Gabers.
        Der Herr Gabers darf sich also zuerst einmal über die Grundzüge der deutschen Sprache selbst belehren, bevor er unsinnige und wirre Schlüsse zieht.

      5. Lieber Herr Garbers,

        ich versteh nicht mal im Ansatz wovon Frau Doktor Maximal spricht, sie scheint jedenfalls eine gewiefte Rechtsgelehrte zu sein, so wie alle außer mir zumindest juristisch total clever, und ich nehme an, genau deshalb versteh ich nur das Geschrei, dass das Recht auf Abtreibung (!) total gefährdet sei, die Informationsfreiheit der Ärzte sowieso, generell, die Berufsfreiheit völlig im Eck, so wie die Persönlichkeitsrechte der ÄrztInnen und ungewollt Schwangeren mit Füßen und allem sonstigen getretenen. Es handle sich sogar um ein Ärzte_Knebel_Gesetz; ah, jetzt ist es schon wieder deutlicher…
        Man soll und muss fanatische Lebensschützer ja nicht total klasse finden, aber dass nicht alle Frauen abtreiben könnten, die das wollen, halte ich für erlogen und dass gerade die Frauenwürde schon lange überall Vorrang hat, vor allem die Opferwürde ist hinlänglich bekannt. Ich kann es wirklich nicht sagen, warum, aber so ganz spontan fälllt mir “Erika” ein … bummbummbumm, …

        Also, ich warte noch immer sehr geduldig auf die Definition von der Würde des Menschen usw von Frau Doktor Maximal.

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