Partner von:
Anzeige

Haltung gegen “die da oben”: vom Elend des politischen Kabaretts und dem Populismus des Besserwissens

Kabarrettistin Carolin Kebekus, Schriftsteller Ferdinand von Schirach, Kolumnist Thomas Fischer: zwischen “Schrei-Modus” und “Depri-Sound”
Kabarrettistin Carolin Kebekus, Schriftsteller Ferdinand von Schirach, Kolumnist Thomas Fischer: zwischen "Schrei-Modus" und "Depri-Sound"

Im politischen Kabarett geht es vordergründig um Haltung und Tabubruch, doch für MEEDIA-Kolumnist Thomas Fischer weniger oberflächlich betrachtet in Wahrheit um "Reiz-Reaktion-Verstoffwechselung", die beim ZDF-Format "Die Anstalt" besonders dann den Fernsehabend verderben kann, wenn sie Intelligenz und Kalauer im Verhältnis 1:9 mixt. Außerdem in Folge 4 von Fischers kleiner Presseschau: eine Abrechnung mit der "Spaltungs-Rhetorik" zum Tag der deutschen Einheit sowie die Rolle des Käsebrots im Werk des frisch gekürten Literaturpreisträgers Ferdinand von Schirach.

Anzeige
  1. Kabarett, politisch

Heute werfe ich zunächst einen – ganz subjektiven – Blick auf Elend oder Glanz des deutschen „politischen“ Kabaretts. In der vergangenen Woche habe ich nämlich im ZDF einmal wieder “Die Anstalt“ angeschaut; und danach drängt es aus einem heraus. Denn es ist  zwar im Grundsatz schön, an einem frühherbstlichen Abend die Füßchen hochzulegen und zu hoffen, dass auf dem Flatscreen vor einem etwas vorhersehbar Richtiges geschieht. Aber wenn dann doch wieder nur vier Minuten Intelligenz auf 41 Minuten Kalauer kommen, ist man halt angefressen.

Haltung

„Politisches Kabarett“ ist, so geht das Narrativ, vor allem „Haltung“: gern gegen „die da oben“, oder was man dafür hält. Haltung wird mit Ehrenpreisen gepriesen. Ich zum Beispiel habe einmal einen Ehrenpreis der ZEIT-Redaktion für den meist-geklickten ZEIT-Online-Text aller Zeiten gekriegt. Es war eine sehr schöne Preisverleihung.

Haltung als Botschaft ist zwar ein Kennzeichen der Kabarettistik, denn dort soll ja  der Mensch erfahren, wer er oder sie ist oder sein sollte. Das hochverehrte  Publikum begibt sich daher, nach Maßgabe der Anordnungen der jeweiligen Produktionsfirma  GmbH & Co. KG, in den Zuschauerraum, um die vorhersehbaren Versprecher und Metaphern des Künstlers einmal sozusagen live zu erleben. Es gibt möglicherweise vorher ein paar gesponserte Apfelsäfte. Daher kennt die  Begeisterung kaum Grenzen, wenn man es schafft, die Imitation von Horst Seehofer oder Angela Merkel zu erkennen und dabei gefilmt zu werden.

Das war aber schon immer so. Ich erinnere mich, wie die Reiz-Reaktion-Verstoffwechslung in den Jahren 1960 bis 1970 funktionierte: Ursula Noack sagte, dass Ludwig Erhardt dick sei, Heinrich Lübke peinlich und Hans-Georg Kiesinger ein Nazi-Mitläufer.  Das wussten auch vorher schon alle; es galt aber trotzdem als „Tabubruch“. Dieter Hildebrandt versprach sich exakt an den Stellen, die der Zuschauer hatte kommen sehen, und im Tabubruch des Ostdeutschen Fernsehfunks (DFF) durfte später ab und zu ein als Dachdecker verkleideter Künstler sagen, dass ihm das Dach auf den Kopf gefallen sei. Auf diesem Niveau dichtet Uwe Steimle bis heute.

Im Westen, an den Rändern der Aufklärung, dichteten ganz andere Lichtgestalten. Ho-Ho-Ho, sagte das hochverehrte Publikum, das mehrheitlich aus Lehrkörpern bestand und die Werktätigkeit der Frau in der DDR im Grundsatz eigentlich gar nicht so schlecht fand, jedenfalls solange man es nicht übertreibt. Also durchaus gern auch einmal der Baggerführer Willibald, oder „Sonntags in der kleinen Stadt“, aber immer auf dem Boden der fdGO (siehe Lebenszeit-Anstellung etc. pp.). Kabarett gnadenlos entlarvend wg. Starfighter, Flick und so weiter. FJS stellte zuverlässig Strafantrag wegen Beleidigung, was das Geschäft belebte. Draußen in der Kälte schlugen die Vampire Neuss und Teufel die Trommeln der Anarchie, aber sie waren war nicht kompatibel.

Hier + Jetzt

Was ist an Kunst geblieben? Der geniale Qualtinger zerfiel. Achternbusch und Ringsgwandl haben die Jugend hinter sich. Polt und Schramm zitieren Schramm und Polt. Daher jetzt Nuhr, Welke, Priol. Herr Mittermeier bringt seine berühmte Behinderten-Nummer, und Herr Sträter seine extrem witzige Mütze: Er sagt, dass er Fußpilz hat oder dass er Sauerkraut-Auflauf furzen muss. Das reicht für eine öffentlich-rechtliche 10-Minuten-Performance. Für die Intellektuellen unter dem prekariativen Publikum sitzen Malmsheimer Rether und Pelzig auf der Einwechselbank. Aber damit sind wir schon im Übergangsmodus zur Prunksitzung.

Frauen-Kabarett

Es gab und gibt großartige Kabarett-Künstlerinnen. Ohne Karlstadt wäre Valentin nicht gewesen und ohne Schneeberger nicht Polt (und umgekehrt). Schwarzmann und andere können auch ohne Max+Moritz aus Nichts Bemerkenswertes machen, wenn sie gut drauf sind und einmal ein Lied schreiben, das nicht von Cellulite handelt.

Auch hier dominiert aber Kabarett 2.0. Wie Sie wissen, hat der deutsche Humor der „Bettwurst“- und „Nichtsdestotrotz“- Generation sich mit Hilfe der ARD über Jahrzehnte zur so genannten „Comedy“ emporgearbeitet. Dies ist eine Kunstform aus den USA, deren für alle Zeiten gültige Definition man in dem Monroe-/Montand-Film „Let’s make Love“ (Machen wir’s in Liebe, 1960) in Gestalt eines kleinen Auftritts von Bob Hope erleben kann. Wenn man das Laufen auf den Innenknöcheln mit dem gefühlt einzigen Thema kombiniert, zu welchem Frauen im deutschen Humorgeschäft etwas Witziges sagen möchten – also entweder Vaginalausfluss oder die Sieben Zwerge – ist man relativ dicht dran.

Damit kommen wir nun unweigerlich zu Carolin Kebekus & The Screaming Sisters. Das Schreien als solches ist eigentlich eine Kommunikationsform für besondere Gelegenheiten. Es verliert wie alles an Wirkung, wenn es zum Standard wird. Aus mir nicht erkennbaren Gründen neigt eine Mehrheit weiblicher Humor-Künstlerinnen  dazu, 75 Prozent ihrer Wortbeiträge im Schrei-Modus zu performen. Die Gegenbewegung unter Leitung von Hazel Brugger bevorzugt den albernen Schräter-Modus geringstmöglicher Intonation zwecks Vortäuschung höchstmöglicher Hintergründigkeit. Vermutlich hat das mit Lampenfieber zu tun. Ich finde den unlustigen Depri-Sound oft einfach deshalb besser, weil er leiser ist.

Frau Kebekus jedenfalls schreit besonders viel und und zappelt dabei auch noch besonders hektisch herum. Sie ist überdies der Ansicht, dass sie besonders intensiv wirkt, wenn sie in einem Satz mit zehn Worten neun betont. Das zeigt ein zutreffend geringes Vertrauen in die Kraft des eigenen Gedankens. Das wiederum führt zu  „paradoxen Reaktionen“, indem die Verfehlung des Ziels zum Anlass für immer noch schrecklichere Hervorbringungen genommen wird.

Apropos Gedanke! Hier kommt eine Kebekus-Inspiration aus der jüngsten „Anstalt“:

Oder letztes Jahr, als die Pille danach zu haben war, hat Jens Spahn, unser Gesundheitsminister, gesagt: Nein, das kann man nicht machen, das sind ja schließlich keine Smarties. Jens Spahn ist eh der Beste: Mann, schwul, und sagt mir, wie ich mich mit meiner Sexualität zu verhalten habe. Das ist ja, als würde mir’n  blinder Veganer erklären, wie mein Mettbrötchen auszusehen hat.

Da ist das Publikum im ZDF begeistert und muss herzlich lachen. Ich hätte daher  Vorschläge für ähnlich lustige Hinweise von Uthoff/von Wagner in kommenden Folgen: „Frau, lesbisch, und will mir erzählen, welchen Arsch ich geil finden soll“; oder: „Muslima, Kopftuch, und sagt mir, wie man Zigeunerschnitzel brät.“ Ich bin sicher, dass alle das sehr lustig fänden.

Noch ein Gag gefällig?

Anzeige

Jedes Mal, wenn ein Recht reformiert werden soll, ein Gesetz, dann wird ewig rumdiskutiert, ob die Frauen denn auch umgehen können mit dem neuen Privileg (…) Sehr schönes Beispiel ist die Diskussion um die Reformierung des Paragrafen 219a. Der verbietet die Werbung für Abtreibung in Deutschland. Und letztes Jahr wurde eine Frauenärztin zu 6.000 Euro Strafe verurteilt, weil sie auf ihrer Homepage Information zu Schwangerschaftsabbrüchen veröffentlich hat. Keine Werbung – Information! Sie hat keine Werbung gemacht (…). Für wie blöd hält man uns eigentlich?

Kleine Ergänzung zur Faktenlage: Die „Frauenärztin“ ist keine Frauenärztin, sondern Allgemeinärztin. Sie hat deshalb auch keine Kassenzulassung für die Abtreibungen, die sie anbietet. Auf Ihrer Homepage darf sie so viel Information verbreiten, wie sie will, nur halt nicht werben. Hierzu schrieb sie zwar nicht: „Hier super, zwei für eins, alles muss raus“ (Kebekus), aber doch immerhin: „Bitte Bargeld mitbringen“. Das scheint mir denn doch eher Richtung „Werbung“ zu gehen als Richtung Information.

Deutschland, „gespalten“

Der zweite Blick soll – kurz – dem 3. Oktober gelten. Natürlich nur peripher und angedeutet. Der Tagesspiegel aus Berlin hat am 2. Oktober 2018 einen langen Seite-Eins-Text von Gerd Appenzeller herausgehauen: „Nur mit Euch?“ Er gibt sich als „besorgte“ Diagnose, ist aber, auch nach dem zweiten Lesen, eher das Gegenteil: ein populistisches Pamphlet gegen demokratische Gelassenheit und für die Großartigkeit verantwortungsfreien Motzens.

Deutschland, so Appenzeller, sei „gespalten“. Das ist eine Diagnose, die so neu und sensationell ist wie die Information, dass es in München zwei Profi-Fußballvereine gibt. Die „Spaltungen“ zwischen Flick und dem Malocher, Strauß und Wehner, Brandt und Barzel, Kohl und Kelly, der Hoechst AG und Jutta Ditfurth, Ho Chi Minh und Axel Springer, Thomas Anders und Dieter Bohlen gehören zum  tausendjährigen deutschen Erfolgsreich wie die erotische Männer-Vereinigung von A. Gauland und L. Bachmann.

Herr Appenzeller, ein Autor mit einem großen Namen, hat das Folgende herausgefunden:

Diese Welt wird regiert von Politikern, denen die Sorgen der Bürger fremd sind. Viele von Ihnen haben nie das erlebt, was man als die Ungewissheit eines Brotberufs benennen könnte. Die Angst, arbeitslos zu werden. Die Sorge, ob das Geld bis zum Monatsende reicht. Zweifel, ob die Rente am Lebensabend auskömmlich sein wird. Die Furcht vor zu viel Einwanderung (…)

Aus all dem generiert der Analytiker die Diagnose, dass „Deutschland gespalten“ sei zwischen Volk und „Regierenden“. Was für eine erbärmliche Vereinfachung! „Wenn sich die Parteien mehr um sozialpolitische Gerechtigkeitsthemen kümmern würden, könnten sie dem Populismus entgegenwirken“ (Appenzeller). Welchen Populismus meint er: Seinen eigenen oder den der jeweils anderen? Welche „sozialpolitischen Gerechtigkeitsthemen“ sind gemeint? Rente, Niedriglohn, Kommunikation, Wohnen, Bildung, Vermögensverteilung? Welche Vorschläge und Lösungen haben der Tagesspiegel und Herr Appenzeller dazu, und um welches Nicht-„Kümmern“ konkret geht es? Wie hoch ist eigentlich die „Rente“ des „Spaltungs“-Kritikers Appenzeller? Welchen Brotberuf kennt er, außer dem des Redens, Schreibens und „Leitens“; wieviel Brot hat er im Leben gebacken? Was unterscheidet sein eigenes werktätiges Wirken von dem einer Bundestags-Abgeordneten aus Brandenburg oder eines Ministers im Saarland? Was sagt er zur „Spaltung“ der deutschen Geldvermögen?

Unter den Texten zur angeblichen Lage Deutschlands im Jahr 2018 scheint mir dieser symptomatisch falsch: Die vorgeblich anti-populistisch gerichtete Kritik hat nichts zu bieten außer einem Populismus des Besserwissens, einer Klage des Zu-kurz-Kommens, wie sie das Deutsch-Nationale seit 150 Jahren mit „Sinn“ erfüllt.

Es gibt vermutlich viele „Spaltungen“ in Deutschland. Die wahrscheinlich am wenigsten entscheidenden davon sind solche zwischen „den Politikern“ und „dem Volk“, jedenfalls der Art, wie sie von Appenzeller & Cie. behauptet werden. Seriosität würde überdies erfordern, dass man sagt, wer „die Regierenden“ sind, die man beschuldigt, keinen Brotberuf und keine Rentenlücke und keine Angst zu kennen. Sind es die Abgeordneten der Bezirke, in denen die Chefredaktion des Tagesspiegels wohnt? Staatssekretäre und Referatsleiter? Die Landtagsabgeordneten und ihre Lebens- und Ehepartner? Welches Politbüro meint  Herr Appenzeller? Wie hoch ist die Rentenerwartung der Eigentümer des Tagesspiegel, wie hoch die des Bezirksbürgermeisters von Neukölln oder des Anstaltsleiters der JVA Tegel? Wie viele Mindestlohn-Empfänger und Aushilfs-Kassiererinnen hat Herr Appenzeller in den letzten fünf Jahren zum Abendessen ausgeführt und nach ihren Sorgen befragt?

Es geht natürlich nicht um einzelne Journalisten und ihre Ahnungen vom  Untergang. Ich habe schon vor 40 Jahren die düsteren Fantasien des Redakteurs Thankmar von Münchhausen in der FAZ gelesen, aus Anlass der Einführung der Sommerzeit oder der Reformierten Oberstufe in Hessen, und dachte schon damals, im Innern solch hohler Schokoladengestalt  müsse sich eine recht wichtelmäßige Seele verbergen.

Ich finde, kurz gesagt, die larmoyante „Spaltungs“-Rhetorik verantwortungslos und unzutreffend. Wenn Herr Appenzeller meint, dass Berliner Gelegenheitsarbeiter und Zeitungsausträger zu wenig verdienen, soll er Vorschläge und Aktivitäten zur Abhilfe unternehmen. Dem „Wir-sind-das-Volk“ nach dem Maul zu reden, ist nicht hilfreich. Und die Spaltung zwischen „Regierenden“ und „dem Volk“ zu verorten und das auch noch als das entscheidende „Oben und Unten“ auszugeben, scheint mir nicht nur an den Problemen vorbeigeredet, sondern auch ein echtes Hemmnis auf dem Weg zur Erkenntnis.

Eilmeldung

Der Berliner Schriftsteller Ferdinand von Schirach, so meldet der DLF, ist am 3. Oktober  mit dem „Ricarda-Huch-Preis“ ausgezeichnet worden: für seine aufklärerische Enthüllung der Psychologie des Verbrechens. Ich missgönne Herrn Schirach die 10.000 € wirklich nicht – andere kriegen viel mehr für viel weniger. Ich möchte dennoch einmal mehr anmerken, dass man, nach meiner Ansicht, in wenigen „Dramatiker“-Oevres so wenig Neues, Wahres oder Wichtiges über die „Psychologie des Verbrechens“ erfahren kann wie im Panoptikum des Künstlers Schirach, der, bildlich gesprochen, meist auf einer Mauerkrone zwischen Großvater S., vorgetäuschtem Mandantenverrat und Karl May balanciert und für Enthüllungen der Art, dass der Mörder zum Frühstück ein Käsebrot aß, demnächst noch mit der Neu-Isenburger Hemingway-Medaille „Fliegenfischen heute und morgen“ ausgezeichnet werden wird.

Von Schirach ist natürlich kein Kabarett, sondern, wie wir wissen, Wirklichkeits-Dramatik der Tiefe: Ja, dachte Müller, heute muss es sein. Er würde dem Regierenden  ein weichgekochtes Ei an den Kopf werfen und von dem Security-Mitarbeiter in den Bauch geschossen werden. Im Notarztwagen würde er dann offenbaren, dass er der uneheliche Sohn von Dagmar Berghoff und Rudi Dutschke ist. Dann würde ein Zwerg aus dem Busch springen und ihn in ein großes Schloss bringen. Eine wunderschöne Königstochter würde ihm einen Preis verleihen.

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

    1. Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?

      (Das schreib ich jetzt nur so zum Spaß, weil das eine der beliebtesten Einser-Fragen auf ZO war, wenn man unliebsame KommentatorInnen zur Verzweiflung treiben wollte und dann auf deren Antwort, egal welche, gleich mal mit Entfernt. Falsche Antwort. allerdings hochintellektuell theatralisch als menschenunwürdig oder so was in der Art umschrieben, reagierte und zigmal rauspfefferte.)

      Lustig.

      Ich hab obigen Artikel nun einmal schnell überflogen, dabei gefällt mir am allerbesten diese Stelle:

      “Frau, lesbisch, und will mir erzählen, welchen Arsch ich geil finden soll.”

      Einfach steil !!!!!!!!

      1. Ja- habe ich gelesen und GENAU DESHALB -GENAU SO kommentiert. Und ja- man kann auf lange Texte auch kurz antworten. Und speziell in diesem Fall : MUSSTE man das. Daher: Grüße an alle Oberschlauen, wo auch immer sie sein mögen (und die sind ja überall)! Kommentar jetzt endlich lang genug ???
        Na dann- Prost.

      2. ad AW

        Es ging nicht darum, ob ihr Kommentar zu kurz wäre, es ging drum, dass Sie hier pauschal über das gesamte Elend heulen. Stellen Sie sich vor, das würde jede/r machen. Dann könnten wir uns genau so wie es sonst überall üblich ist gegenseitig anjammern und uns dann Trost spenden.

        Wollen wir das? Sollen wir das? wäre das menschenwürdig genug überhaupt?

        Und ja, jetzt passt Ihr Kommentar auch, so wie der vorherige.

        Aber was meint die Zensur?

  1. Hallo Herr Fischer,
    ich habe es diesmal tatsächlich bis zum Ende geschafft.

    Lassen Sie es mich für Leser mit weniger geistiger Kondition zusammenfassen:

    1. Sie mögen Kebekus nicht!

    Da gehe ich mit Ihnen kondom (< das war jetzt ein echter Appelt 🙂 ).
    Auch mir zappelt sie zu sehr herum und versucht, immer irgendwie demonstrativ zu wirken.
    Sie sollte besser heiraten, wenn sie das nicht schon sowieso ist, wie das Landgericht Köln das schon festzustellen versuchte.

    2. Sie schenken uns die Redewendung "populistischer Besserwisser" für die selbsternannten Demokratieverteidiger gegen das Volk.

    Danke dafür.

    3. Sie glauben, daß jeder, der über eine Spaltung, ein Mißverhältnis oder sonstwie etwas Garstiges zu berichten hat, dieses nur dürfe, wenn er auch Lösungen dafür anbieten könne.

    Den Zusammenhang verstehe ich nicht.
    Aus gutem Grund gibt es Feuermelder und Feuerlöscher.
    Wobei der eine dem anderen zur Hand geht, ihn aber nicht ersetzen kann.

    Die Alternative hieße dann wohl, es einfach brennen zu lassen.

    Danke für Ihren Beitrag

  2. Was man jedoch nicht vergessen darf: Caroline Kebekus hat auch ‚Broken Comedy’ ruiniert. In der ersten Staffel als wunderbar abseitige Sketch-&Einspieler Show mit krudem Humor, hoher Experimentierlust und vielen verschiedenen Zulieferern gestartet, wollte Kebekus in der zweiten Staffel alles selbst machen. Der Witz schwand und die Sendung wurde alsbald eingestellt.

  3. Herr Fischer, Ihre Favoriten von der Einwechselbank gehören auch genau dorthin.
    Vermutlich ist das aber auch Geschmackssache.

    Betreffend intelligentes politisches Kabarett empfehle ich Ihnen Volker Pispers.

    1. Intelligentes politisches Kabarett könnte am besten der geniale Herr Thomas Fischer selber machen.

      Wenn ich voll Wehmut zurückdenke, wie oft ich herzlich, gallig und bitterbös beim Lesen seiner Zeit-Kolumnen und seiner Kommentare lachen musste, manchmal sogar weinen, und welch fulminante Stimmung es in seinem unvergleichlichen Fischer- Forum gab, dann kann ich nur sagen, das war schlichtweg Weltklasse. Da war alles was den Menschen an sich ausmacht, drin, alle Charaktere, alle Persönlichkeitsanteile, das ganze Problem- und Streitspektrum, da durfte jeder ganz er und ganz sie selber sein, da ist, so denk ich mir das heute jede/r mit seiner und ihrer Rolle komplett verschmolzen und es durfte, ja es musste gefetzt werden, es musste weh tun, schmerzen, um vieles rauszuarbeiten, – außer die Zensur war wiedermal gnadenlos beleidigt und eliminierte, machte einen mundtot, maustot – und damit war es vorbei mit allen Möglichkeiten der Auseinandersetzung mit dem kommunikativen Mittel Sprache … . Schade, sehr schade.

      Nur einer, der leider viel zu früh gegangen ist, konnte mich damals, als ich noch sehr jung war, so stark begeistern, das war der geniale Helmut Qualtinger.

      Politisches Kabarett soll unter anderem den Menschen einen Spiegel vorhalten, damit sie sich drin selbst sehen und erkennen, es hat viel mit therapeutischer Wirkung zu tun. Und vor allem mit Menschenliebe.

  4. Zur Preisverleihung für Herrn von Schirach: vielleicht sind seine Beiträge zur “Psychologie des Verbrechens” die, dass es keine solche gibt: aufzuzeigen dass Verbrechen aus ganz normalen Alltagssituationen heraus entstehen, nicht aus spektakulären Umständen – also: wonach noch forschen……??? Zynismus.

  5. zu “Deutschland gespalten”: warum soll der Herr Appenzeller nicht seinen Standpunkt vertreten, auch wenn dieser inzwischen ein Allgemeinplatz ist? Warum soll er sich nicht zu Problemen von Leuten äussern dürfen, die er mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht selbst kennt bzw.mit denen er sich nicht persönlich beschäftigt?
    Warum soll er Lösungsvorschläge unterbreiten und diese nicht an Politiker verweisen? Man kann mit seiner Analyse nicht übereinstimmen – aber muss man ihm deshalb die Meinungsäusserungskompetenz absprechen?

    1. Sie müssten jetzt nur noch zeigen, wo genau im Text von TF geschrieben steht, dass Herr Appenzelller sich nicht äußern >>darf<<.

      1. ……. direkt natürlich nicht….. doch der letzte Absatz impliziert es: verantwortungslos, unzutreffend, Hemmnis auf dem Weg zur Erkenntnis …… das heisst doch, lass es bleiben, deine Äusserungen schaden nur….

        Zitat TF
        “Ich finde, kurz gesagt, die larmoyante „Spaltungs“-Rhetorik verantwortungslos und unzutreffend. Wenn Herr Appenzeller meint, dass Berliner Gelegenheitsarbeiter und Zeitungsausträger zu wenig verdienen, soll er Vorschläge und Aktivitäten zur Abhilfe unternehmen. Dem „Wir-sind-das-Volk“ nach dem Maul zu reden, ist nicht hilfreich. Und die Spaltung zwischen „Regierenden“ und „dem Volk“ zu verorten und das auch noch als das entscheidende „Oben und Unten“ auszugeben, scheint mir nicht nur an den Problemen vorbeigeredet, sondern auch ein echtes Hemmnis auf dem Weg zur Erkenntnis.”

  6. Tja, da legt man abends die Füßchen hoch, um endlich und entsprechend gespannt die um einen Tag verspätete “Presseschau” zu lesen – und was wird serviert?
    Wurstsalat als Hors d’œuvre froid, mit ein paar spritzigen Zwiebeln, eingelegten essigsauren Gurken aus den Jahren 1960 bis 1970 (à la “früher war auch nicht alles besser”), Kabarett ist halt keine Presse, aber auch nicht besser, so schaut’s aus.
    Erlösend der Moment, in dem der eigentliche Knackpunkt erreicht ist, Kebekus und § 129a. Alles klar. Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei…
    Auch zum Dessert – um es vorweg zu nehmen – ein “geliebter Feind”, Basis immerhin eine Pressemeldung.

    Dazwischen also der “Hauptgang”, ein Presseartikel im Tagesspiegel, ein dünnes Süppchen, hier als zähes Steak angeboten.
    “Welchen Populismus meint er?” ist prinzipiell eine gute Frage, die allerdings weitergereicht werden muß an die superwichtige Studie der Bertelsmann-Stiftung, auf die Appenzeller sich bezieht, und die ulkigerweise tatsächlich konstatiert, wie er schreibt: “Danach ist inzwischen jeder dritte Wahlberechtigte populistisch eingestellt.” Zwei Drittel des Volkes (lat. populus) sind nicht populistisch eingestellt. Hm. Ob das eine Drittel gar “völkisch” eingestellt ist, ob/wie sich Rechtspopulismus von Linkspopulismus unterscheidet, sind im Grunde derzeit bohrende Fragen, die nicht nur Wagenknecht-Kritiker beschäftigen; die Fragen, die in der Studie gestellt werden, halte ich jedenfalls für nasebohrend popelistisch (Ich weiß, witzig wie Mario Barth, ist auch so gemeint, mir liegt der Wurstsalat noch schwer im Magen.)
    Ebenso verhält es sich mit dem Motto der diesjährigen Veranstaltungen zur Wiedervereinigung “Nur mit Euch”.
    Wer mit wem?
    Wir Wessis mit Euch Ossis?
    Wir Reichen mit Euch Armen?
    Wir Demokraten mit Euch Extremisten?
    Wir wiedervereinigte (“Bio-“?)Deutsche mit Euch Nicht-(“Bio-“?)-Deutschen?
    Wir Regierende mit Euch Bürgern? – Eine solche populistische Variante werden doch die Motto-Ausdenker, die aus dem Kreise der Bürger gewählten Politiker, nicht gemeint haben können. Von Populisten wird’s natürlich so unterstellt, auch in der Appenzeller Käsesoße.
    Die Fragen Fischers an den Autor erscheinen mir ein wenig flach vor dem Hintergrund des durchaus bemerkenswerten Gauland-Sommerinterviews und der Behauptung Appenzellers: “Viele von ihnen haben nie das erlebt, was man als die Ungewissheiten eines Brotberufs benennen könnte. Die Angst, arbeitslos zu werden. Die Sorge, ob das Geld bis zum Monatsende reicht. Zweifel, ob die Rente am Lebensabend auskömmlich sein wird. Die Furcht vor zu viel Einwanderung, vor der Konfrontation mit fremden Menschen.

    Wundert sich da wirklich jemand, wenn populistische Bewegungen erstarken, und eine in ihrer Spitze extremistische Partei, die scheinbar einfache Lösungen anbietet, Zulauf gewinnt? Die AfD ist stark, weil Union und SPD zu schwach, zu abgehoben sind, sich um die Ängste der Menschen zu kümmern.”
    Ja, ich wundere mich! Denn die AfD bietet eben noch nicht einmal einfache Lösungen an, auch nicht scheinbar!
    Insofern geht auch Fischers Frage fehl:
    “Welche Vorschläge und Lösungen haben der Tagesspiegel und Herr Appenzeller dazu, und um welches Nicht-„Kümmern“ konkret geht es?”
    Naja. Fischer bietet ja auch keine an, nicht wahr?
    Die Frage ist doch: Welches sind aus Sicht Appenzellers die “die scheinbar einfachen Lösungen”, die die AfD angeblich “anbietet”, die Union und die SPD wegen ihrer Schwäche demgegenüber aber nicht?
    Und so ist das doch irgendwie alles dünn und doch zäh: Die “Populismusbarometer” genannte Bertelsmann-“Studie”, das Motto “Nur mit Euch”, der Appenzeller-Artikel, der Fischer-Kommentar dazu und – natürlich! – auch meiner hier.
    Ich finde übrigens das Motto #unteilbar gut.

    Ach, einen hab ich noch:
    Der “Brotberuf” ist auch längst für die Tonne, wisstaja, ne?
    “Bäckereien backen oft zu viel nach, damit die Auslage gut gefüllt aussieht – und am Ende muss dann weggeschmissen werden.”
    https://www.zdf.de/nachrichten/heute/verschwendung-von-brotwaren-100.html

    1. Liebe Fotobiene!

      Ihre Zeilen klingen sehr genervt, gereizt, höchst problemorientiert und enorm angespannt. Das wollte ich Ihnen rückmelden.

      Unlängst las ich Jan Skacel. Da stand:

      “… der dichter setzt zur wehr sich wie die biene
      und schenkt das eigene sterben
      dem den er verletzt …”,

      da musste ich an Sie denken und es überkam mich eine große Traurigkeit.

      Liebe Grüße
      Geierwalli

      Liebe Grüße
      Geierwalli

    2. Ihre Allgemeinplätze über die AfD attestieren Ihnen, daß Sie Sich weder mit dieser Partei befasst haben, noch willens dazu sind.

      Schon eine Rede im Bundestag von z.B. Herrn Curio oder Herr Bystron im Vergleich zu irgendeiner beliebigen von Herrn Hofreiter oder Frau Nahles zeigen jem, dem der Herr Verstand gegeben hat, daß das mit den “keine Lösungen” ein Hirngespinst der Blockparteien sind, welches sie, in Ihrem Fall erfolgreich, in die Hirne der Unschlüssigen implantieren wollen.

      Von Auftreten, Kleidung, Grammatik und Sprachstil der jeweiligen Redner einmal ganz abgesehen.

      Dem Rest Ihres Postings kann ich zustimmen.
      Aber Sie können der AfD keinen Strick daraus drehen, daß die anderen Parteien so doof sind.

      1. Umgekehrt können Sie die von Ihnen postulierte Dummheit der anderen Parteien ebensowenig dafür verantwortlich machen, dass die “A”fD einschliesslich ihrer Wähler einen noch viel dramatischeren Mangel an geistiger Substanz vorzuweisen hat. Eine monothematische Truppe, zu nichts Konstruktivem in der Lage, bei der nichts als der blanke Hass bleibt.
        Ich finde in diesem Zusammenhang die Formulierung des Herr Fischer von der “wichtelmässigen Seele” in der “hohlen Schokoladengestalt” grandios. Sowas würde ich auch von Kabarettisten erwarten, die sich leider nur noch als Comedians zu begreifen scheinen.
        Allerdings finde ich es sehr schade, dass z.B. Herr Schramm aufgehört hat…..

      2. @Ben

        Irgendwie passend:

        Zitat:

        “…SZ: Die AfD-Politikerin Beatrix von Storch hat eine auch auf Arabisch verbreitete Information der Polizei zum Silvesterabend mit dem Satz kommentiert: “Meinen Sie, die barbarischen, muslimischen, gruppenvergewaltigenden Männerhorden so zu besänftigen?” Ist das Volksverhetzung, wie Hunderte Anzeigeerstatter meinen?…”

        “Matthias Jahn: Nimmt man die Äußerung wörtlich, dann ließe sie sich in etwa folgendermaßen verstehen: ‘Ich bin der Auffassung, dass muslimische Männer barbarisch sind und in Gruppen Vergewaltigungstaten begehen.’ Das wäre in der Tat höchstwahrscheinlich volksverhetzend. Doch nach einer jahrzehntelangen Kette von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts dürfen Strafjuristen nicht am Wortlaut kleben, sondern müssen andere Deutungsalternativen in Betracht ziehen – vor allem solche, die gerade noch erlaubt wären. …”
        “…Der Tatsachenkern, an den der Tweet anknüpft, könnte demnach lauten: Es kommt vor, dass männliche Mitbürger muslimischen Glaubens in Gruppen Sexualdelikte begehen. Was an Silvester 2015 auf der Kölner Domplatte tatsächlich der Fall war. Diese Ereignisse haben dazu geführt, dass vor knapp einem Jahr Paragraf 184j – Straftaten aus Gruppen – ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde.”

        https://www.sueddeutsche.de/politik/afd-kein-fall-fuer-das-strafrecht-1.3813082

        Ich denke auch doof bleibt doof.

    3. Fotobiene:
      Mal wieder anschauen: “Das Brot des Bäckers” vion Erwin Keusch (1976) mit Günther Lamprecht.
      Dies zum Brotberuf.

  7. Der Mann, den Sie meinen, heißt “Malmsheimer”, nicht Malzheimer. Und er ist kein politischer Kabarettist – eher ein begnadeter Epiker einerseits und andererseits ein sogenannter Radikalauer (d.h. einer, der prinzipiell keinen noch so stussigen Unfug auslassen mag).

    Sie mögen ja mit vielem Recht haben, was die Tendenz zur Comedy zulasten des politisch Satirischen angeht. Aber ich sehe auch ein stetig wachsendes Problem für das politische Kabarett. Es wurde und hat sich ja meistenteils als emanzipatorisch, moralisch und “links” verortet und war damit in Zeiten klarer politischer Lager sehr anschlussfähig. Doch diese Lager (in der Bevölkerung, in den Parteien etc.) befinden sich seit einiger Zeit neben ihrem stetigen strukturellen Wandel (Beschleunigungsprozesse, Trend zur Individualisierung/abnehmende gesellschaftliche Bindungskräfte, Rückgang der Schicht der “Arbeiter”, usw.) in einem Modus der von Unsicherheit geprägten und teils nervösen Umordnung. Ich meine, dass dies entscheidend auf die Anschlussfähigkeit des altbewährten politischen Kabarett drückt.

    1. So ist es.
      Malmsheimer, der sicher nicht zufällig sich politischer Stellungnahme enthält, gehört zu den begnadetsten Virtuosen deutscher Sprache und spielt in der Liga noch über Michael Klonovsky.

    2. … Ja, mal wieder ein Schreibfehler.
      Im Übrigen: Es scheint mir zum einen eher (auch) an der schlichten Masse zu liegen, dass die öffentlichen Humor-Darbietungen so verkommen. (Abgesehen davon, dass es ein Irrtum ist anzunehmen, Kabarett sei eine genuin “lustige” Kunst.)
      Weiteres tut das Medium Fernsehen / Youtube etc dazu. Es muss halt in Sekundenabständen irgend ein “Gag” raus. Weil das alle machen, verhuschen sich die Künstler erstens in absurde “Marken”, zweitens versuchen sie durch alberne Überbetonung des jeweils Lustigen das Licht auf sich zu lenken.
      Und dazu kommt ein (Fernseh-)Publikum, das ersichtlich nicht eigentlich Kabarett sehen will, sondern einmal im Fernsehen sitzen möchte. Es sind die von den Sendern angeworbenen Statisten, die für eine Apfelschorle und einen Blick “hinter die Kulissen” eines Studios die Hälfte der Show tragen, indem sie wie Maschinen in die Hände klatschen, sobald die vorne gesprochene Satzmelodie andeutet, soeben sei etwas Lustiges gesagt worden. Das funktioniert deshalb sogar bei solch unterirdischen chauvinistischen Gags wie dem zitierten Kebekus-Satz mit dem Schwulen Veganer.

      1. Dass es häufiger flache “öffentliche Humor-Darstellungen” gibt, mag heißen, dass im Mittel deren Qualität sinkt, aber es heißt noch lange nicht, dass die Menge der guten Beiträge kleiner geworden ist.
        Weiters ist mir ihre Kritik zu kulturpessmistisch. Und noch weiters wird u.a. in der 5. Jahreszeit ein Jauchekübel voller Darstellungen zelebriert, der in Sachen Chauvinismus, füllwerkartiger heinzschenkophiler Humorunfähigkeit und tabuloser “Unnerum”-Fixierung, den flachen Kebekusgag geradezu der Lächerlichkeit preisgibt.

  8. @Geierwalli — Was Sie bezüglich seiner Artikel Herr Fischer zuschreiben grenzt teils an Satire. Beim Titanic Magazin sollte er sich mal als Kolumnist bewerben. Daß Herr Fischer politisches Kabarett kann, müßte er erstmal unter Beweis stellen. Wir wissen nicht einmal ob er Humor hat. Doch dabei fällt mir sein Namensvetter der Ottli Fischer ein, das war a Pfundskabarettist mit Trockensthumor.

    1. Sie unterstellen mir Satire? Wollen sie mich bitte pflanzen?

      Ich dekonstruiere wie eine Verrückte, freudiges analysieren ist ja Dank politischer Korrektness mittlerweile in Deutschland verboten, brüll es ständig lauthals raus, solider Tratsch reicht ja nicht mehr, damit es alle hören und Sie meinen völlig schmähstad der Namensvetter Olle Fischer hätte im Vergleich zu TF, dessen beißenden Spott Sie offenbar nicht ansatzweise registrieren können, Trockensthumor, und das glauben Sie, nur weil der die ganzen Rechten und alternativen Rechten samt Söder und Kreuz abwählen lassen will? Das find ich nicht mal irgendwie witzig.

      Titanic ist ein Blödelmagazin. Aber kein bissiges Satiremagazin.

  9. Oha! Wenn irgendwo, im Pressewald und oder Medien-Dschungel was von Euern Ehren aufgeriffen wird, worüber der Herr Bundesrichter a. D. publizierte, autsch, pawlow’sche Reflexe senden liebe Grüße … und Fischer beißt und schnappt nach…
    Da ist der Hundeliebhaber tatsächlich im literarischen Sinne bei seinem Vierbeiner angekommen… könnte man meinen …

    Wir haben also im ersten Teil, die Kritik an der Kritik gefolgt von der Kritik, bleiben aber genauso klug, wie in der Ausgangssituation.
    Bezüglich der Unstalt, sei Walulis Folge empfohlen, „Die Behörde“ …
    https://www.youtube.com/watch?v=Xv3MMfxb0u8

    … und das in Schirach kein Fan besteht, ist dem aufmerksamen Leser ja so was von eine Unbekannte …

    1. Da haben Sie sich aber einen wirklich lustigen Forums-Namen ausgedacht!

      Den letzten Satz Ihres sehr humorvollen Kommentars habe ich leider nicht verstanden. Ich weiß außerdem auch wirklich nicht, ob in Schrach kein Fan besteht.
      Na ja, kann ja noch werden. Als erstes mal Pawlow nachlesen: Es war nur ein Rexflex (singular), und hatte auch (vorerst) nichts mit Beißen zu tun.

      1. “Rexflex” ist ein wunderbarer Vertipper, schöne Abkürzung für den bedingten Reflex, quasi analog Eventualdolus, auch wenn Herr Pawlow seine Hunde vermutlich eher Rodya oder Ruslana nannte.

    2. Ich glaube ja, dass Schirach gerade den Ricarda_Huch_Preis erhält, soll einfach ein schlechter und geschmackloser Scherz sein.

      Ist meine persönliche Meinung.

      So tief würde nicht mal ich meinem Sarkasmus verfallen, wenn ich jemand eine gewaltige Abreibung verpassen möchte, um ihn vor allen zu entblößen und beschämen.

      1. TFs Parodie im letzten Absatz ist sehr gelungen.
        Aus der Begründung der Jury:
        “[Von Schirach] verdichtet in einer klaren und souveränen Sprache jenen prekären Bereich, aus dem heraus das Verhängnis seinen Lauf nimmt.”
        Paßt doch.
        Und der Sponsor des Preises, Lions Club Mathildendhöhe, freut sich noch heute über den ersten Satz:
        https://www.vorablesen.de/buecher/verbrechen/sample

      2. Ja, die Fischer-Parodie auf von Schirach ist märchenhaft schön, sowas mag ich, vor allem als braves Mädchen braucht man das happy end, das machen die Amis in all ihren Schnulzen auch so, halt immer die erlösenden Worte, ab u zu auch ein Bussi oder eben für herausragende Leistungen und Meisterwerke irgend so einen symbolischen Preis halt. Ich (!)persönlich(!) identifiziere(!) mich sowieso auch gerne mit ZwergInnen, aber auch RiesInnen und Tiergestalten, nicht nur mit Königstöchtern und KaiserInnen. Und deshalb nun zum Kern der Sache.

        In “Verbrechen” beschreibt Schirach eiskalt und autistisch, kurz und bündig angeblich Geschichten aus dem Alltag, also Mandantenfälle aus seiner Anwaltspraxis, die er eben ein bisserl umschreibt; im Grunde geht es darum zu suggerieren “Tötungen, Morde usw” seien was banales und normales, also was Motive usw betrifft, für jeden nachvollziehbar und verstehbar, sohin es sich um völlig normale Sachen handelte, die jedem von uns jederzeit passieren kann. Auch dem Vorsitzenden des LionsClubs. Nun versteh ich auch, weshalb die Jury behauptet, es handle sich bei den umjubelten Werken des Staatsschreiberlings um “gestochen scharfe Charakter- und Milieustudien”.

        Mithilfe von Schirach als Schriftsteller werden also Verbrechen relativiert und verharmlost. Wir sind ja alle potenzielle Täter, und weil wir irgendwann halt nicht mehr anders können, nimmt eben alles sowieso folgerichtig seinen Lauf. Zumindest identifizieren wir uns mit Verbrechern, weil es ja ganz normale Verbrechen gibt, wie Schirach behauptet. Wenn man das weiterdenkt, also zurückdenkt, landet man automatisch im 3.Reich. Was verleugnet Schirach? Und warum?

        So will man uns mit Schirachs Büchern und Theaterstücken tatsächlich auf etwas vorbereiten. Auf was?

        Komisch, einerseits soll man nicht urteilen, seine Werte abstreiten und verleugnen, sondern nur betrachtend sich identifizieren und andererseits sollte man sein Urteil fällen (Terror). Ist Schirachs dämliche Schreiberei und diese hysterisch umjubelten Filme und Theaterquatsch nicht eine gefährliche Sache?

    3. Hallo Herr Fischer,

      zu Ihrer Rückfrage: in diversen Texten haben Sie Herrn Schirachs Texte und Wirken mehr oder minder verrissen, auf das man annehmen darf, ein Fan, von Schirachs literarischem Wirken Sie eher nicht sind …

      Gruß

  10. Unsere Fernseh-Unterhalter sind auch nicht schlechter als jene der DDR. Was sich verschlechtert hat ist, daß es kein Westfernsehen mehr gibt.

    Wer sich gelangweilt fühlt, der sollte vielleicht die Mühe aufbringen wollen zu überlegen, worin Langweile ihre Ursachen hat.

    1. Sie mögen den Gauland und die afd nicht. Muss ja auch niemand, gibt ja viel zu kritisieren etc, allerdings ist es mir nach wie vor ein Rätsel warum diese Partei so großen Zulauf erhält.

      Beispielsweise erinnert mich dieses “witzige Dosenwerfen” ua gegen “Rechtspopulisten” wie Gauland und Kurz an so manch primitiveste und selten allerdümmste und ungebildete Äusserungen von eingefleischten Sozis, für die ich mich fremdschäme.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article181782840/Berlin-Das-seltsame-Rechtspopulisten-Dosenwerfen-der-Jusos.html

      1. Zitat aus obigem link:

        “…Das Ziel des Dosenwerfens sei gewesen, so die Jusos weiter, „darauf aufmerksam zu machen, dass Verrohung in der Sprache und im politischen Diskurs zu Gewalttaten führt“. Es sollte überspitzt darauf hingewiesen werden, „dass Worte nicht zwingend Worte bleiben und dass rechte, menschenverachtende Hetze zu rechten, menschenverachtenden Gewalttaten führt“. Man habe das brandstifterische Potenzial der Aussagen und Handlungen dieser Menschen zeigen wollen. …”

        ?????????????????

        Ich verstehe nur Bahnhof!!!!!!!!!!!!!!
        Bundeskanzler Kurz betreibt rechte, menschenverachtende Hetze, ist ein Brandstifter und seine Aussagen führen zu rechten Gewalttaten???? WANN und WO????

  11. Hat der ach so schlaue Herr Fischer eigentlich schon einmal den Namen Hagen Rether gehört? Wenn man sich hier schon über politisches Kabarett auslässt und diesen Namen nicht einmal erwähnt, spricht das nach meiner Ansicht nicht für die Sachkompetenz von Herrn Fischer zum Thema Polit-Kabarett.

    Und nun soll er (Fischer) nicht behaupten, Hagen Rether fände ja nicht im Fernsehen statt. Er bräuchte nur einmal 3Sat einschalten oder auch die “Mitternachtsspitzen”, um Hagen Rether – dessen Vorstellungen übrigens fast immer schon viele Monate vorher ausverkauft sind, OBWOHL [oder weil?] sie zwischen zweieinhalb und drei Stunden dauern – zu finden.

  12. DAS ist Kabarett!!
    Das toppt ALLES, sogar Gauland in der FAZ!!1!!

    “BILD traf den Großneffen in den USA
    LETZTER HITLER
    BRICHT SEIN SCHWEIGEN!”

    “Mit zweitem Namen heißt er Adolf”
    “Alexander Hiltlers Nachbarin ist Österreicherin”
    “Er sieht ein bisschen aus wie Bruno Ganz”
    Solche wunderbaren Gags sickern gerade durch, von der spannenden Seite hinter der Paywall:
    https://www.bild.de/bild-plus/politik/ausland/politik-ausland/bild-beim-grossneffen-von-adolf-hitler-was-alexander-hitler-ueber-merkel-und-tru-57696586.bild.html

    1. RTL-Comedypreis
      Moderation: Kebekus
      Preis “Bestes TV-Soloprogramm“: Kebekus
      Hauptpreis als “Beste Komikerin/ Bester Komiker”: Kebekus

      Da war aber der Jury noch nicht bekannt:
      “AfD-Fraktionsvize Beatrix von Storch kann sich die Gründung einer Gruppe „Muslime in der AfD“ vorstellen. “Wenn es den Wunsch danach gibt, dann mögen sie sich gründen”, sagte sie der WELT AM SONNTAG.”

      Und jetzt komme ich langsam ins Schwanken, was am Wochenende der lustigste Knaller war:
      FAZ-Gauland, BILD-Hitler, RTL-Kebekus oder WaMS-Storch?

      1. Finden Sie das wirklich lustig? Ist es nicht eher erbärmlich, das man mit derartigen “Geschichten” noch Geld verdienen bzw. Wähler “überzeugen” kann?
        Ich würde ja auch lieber darüber lachen, aber das ist so dermassen deprimierend….
        Sie vergessen noch die Juden in der “A”fD. Jeder darf sich ja seinen Metzger selber aussuchen, aber das ist so unfassbar naiv. Wenn ich daran denke, was mir mein Grossvater über seine jüdischen Mitarbeiter erzählt hat, die er damals zur Auswanderung/Flucht überreden wollte….

        Kabarett muss nicht in meinen Augen nicht “lustig” sein, sonst verkommt es zur hohlen Comedy.

      2. Nein, beim echten Kabarett blieb und bleibt mir persönlich das Lachen meist ganz gewaltig im Hals stecken. Es könnte auch ein einsichtiges Lachen sein, wo der Tor seine Dummheit erkennt.

        Aber wen interessiert Politikkritik, Zeitungskritik, Gesellschaftskritik, Zeitkritik und Kabarett schon, es geht seit gefühlten Ewigkeiten ja nur um Unterhaltung, um “politainment”.

        Polemik, Satire, Sarkasmus. Alles verboten von den Politisch Korrekten.

        Pfui.

      3. Lieber Hafensänger,
        ich weiß, es ist so eine Sache mit der Ironie im Internet.
        Gutes Kabarett ist meist nicht lustig – völlig richtig – das ist doch auch, was TF kritisierte, daß es zunehmend in platte “Gags” abgleitet.
        Darum mein Schwanken:
        “Kabarett” ist meist nur noch unterirdische (also noch unterhalb “platt”) Comedy, und das “reale Leben”(?) gerät zunehmend zum realsatirischen Kabarett.
        Eben WEGEN der schon haarsträubenden “Juden in der AfD” hat doch der Vogel noch einen drauf gek***t, das ist so absurd, das hätte sich doch allenfalls ein Hagen Rether ausdenken können!

      4. Die Ironie in Ihrem Beitrag, liebe Fotobiene, finde ich immer noch nicht. Gut, bei Hanns-Dieter Hüsch musste man öfter etwas in sich gehen, aber weder der Gauland noch der Bild-Hiltler oder der Wams-Storch ist in irgendeiner Weise auch nur ein “Hohohoho….”, noch muss man in sich gehen, um den Sinn dahinter zu finden.
        Im Gegensatz zur ziemlich harmlosen Frau Kebekus ist Bild eben nicht harmlos. Bild ist aber keine Satire bzw. keine Titanic, sondern für viele Deutsche eine wesentliche “Informationsquelle”. Ich würde ja gerne darüber lachen, aber das mit dem Hitler-Verwandten ist nicht einmal entfernt mit den “Meldungen” des Postillon verwandt. Bild unterstelle ich eine Agenda, die sich deutlich rechts vom Grundgesetz orientiert; obwohl es möglicherweise lediglich um Verkaufs- bzw. Klickzahlen geht.
        Ich kann mir vorstellen, was Sie meinen, wenn Sie das “echte” Kabarett bei den diversen Presseorganen verordnen. Das wäre dann aber ein Kabarett von einer Gefährlichkeit, wie es noch auf keiner Bühne bisher zu sehen war.
        Das distanzlose Wiederkäuen der “A”fD-Agenda durch die Presse selber ist keine Unterhaltungsveranstaltung. Der Schwerpunkt der Presse auf das einzige Thema der “A”fD und das Einlassen auf diese Diskussionen im Sinne der Rechtsextremen ist falsch, wenn nicht in Teilen sogar selber schon Rechtsextrem. Man übernimmt freiwillig die Propaganda der Nazis. Nicht nur bei Bild, sondern z.B. auch bei der ZEIT (nicht nur im Forum als Plattform der Rechtsextremen) und anderen, und das nur, weil man meint, dass man diese Meinungen verbreiten müsse. Muss man nicht.
        Und Kabarett ist das immer noch keines, auch, wenn ich vermute zu wissen, was Sie meinen.

    2. Jetzt sagen Sie bloß Sie haben die Bücher über die ganzen Schicklgrubers und die ganzen Hitlers nicht gelesen?

  13. Sehr, sehr gerne höre ich das Lied über die Quoten, das “Hohelied der Prostitution”, den “Quotennutten-song” vom wunderbaren Hans Peter Heinzel, wenn ich mir echtes politisches Kabarettistisches quasi reinziehn will. Das fährt. Auch wenn er leider schon lange tot ist. Seine Knaller sind zeitlos.

    Beleg, Quelle:
    https://www.youtube.com/watch?v=u7nLnyTLmms

  14. Die gute alte Zeit?
    Ja ja, als ich noch voll im Saft stand war eh alles besser.
    Wenn ich mich daran erinnere wie die Äpfel vor zwanzig Jahren schmeckten läuft mir einerseits das Wasser im Mund zusammen und andererseits fallen mir die Mundwinkel runter wenn ich die matten und trockenen Riesenoschies im Pappkarton vor mir liegen sehe.
    Aber wer war das nochmal der sagte, “ich nehme es wie’s kommt”?
    Wenn aber Topaz drauf steht, und Elstar drin ist, dann darf man, ja muss man sogar die Ziege raushängen lassen. Insofern bin ich dabei. Ansonsten halt Apfelmus…

    1. oh, oh, oh … die alten, die genialen Zeiten….unsere Clownnase, zu höchstdeutsch: die liebe Pappnase, so adelte Sie zumindest Frau Fotobiene.:)

      Dass Sie hier auftauchen…wie kommt´s?

      Äpfel? Äpfel verjüngern, das erleb ich so und man sollte zumindest, wenn schon sonst nix zumindest den Apfel an sich mehr würdigen.

      Auch von Schirach erhielt dereinst 10 Äpfel, welch großartiger Beweis für die Läuterung, immerhin sind ja die ganzen Äpfel nicht so dumm wie Brot.

      1. Hier und da gibts noch ein paar gute. Die kommen dann von den letzten, ganz dummen Bauern.
        Aber das Brot lassen Sie bitte aus dem Spuil. Sonst wird das Mett noch ganz ohne verdrückt.
        Die Pappnase hat sich leider verabschiedet 🙁 ich trauere ihr regelmäßig nach. Als Ersatz kommt ein Ziegenbärtchen infrage.
        Ja, und was mach hier eigentlich? Da gibts viele, schwache Gründe.
        Langeweile, Unterhaltungsdurst, Nostalgie etc.
        Aber sicher auch aus Bequemlichkeit. Es gibt kaum einen angenehmeren Ort, der es so ausnahmslos erlaubt sich nicht ansatzweise um Ruhm und Ehrgefühl zu scheren, als im Schatten der großen Eiche. Da flätzt man dann halt, knapp an der Grenze des Stolzes, mit unerschütterlicher Würde…

      2. Dacht ich mir schon, auch die lieben Pappnasen, nicht nur starke, selbstbewußte, goscherte, vorlaute und alte weiße aasige Geierwallis wurden wegzensiert. Klar, war alles von vorvorgestern, aber Ziegenbärte sind in, aha, ja, sicher, der Ziegenbock steht ja auch für eine ganz spezielle Symbolik.
        Auch Frauen müssen umdenken, darum hab ich mich jetzt auch gewandelt, Vorbild was Extravaganz betrifft, ist Iris Apfel „more is more, and less is a bore”, ansonsten halt ich mich an den mainstream. Eh klar, aus Schaden wird man klug.

        Was sagen Sie eigentlich zu Fischers Artikel? Schön gallig, oder, und welche Eiche meinen Sie?

      3. Ganz unverdaulich ist mir das aktuelle Kabarett nicht. Ich passe mich zwangsweise an und nehme das Zehntel Intelligenz mit, dass mir nicht immer gut bekommt, aber mit minderprozentigem verdünnt, zumindest die Zeitspanne überbrückt, bis irgendwo konzentrierteres zu finden ist. Und dauert es auch Jahre…
        Also ja, der Artikel ist gallig bis übergallig. Wenn halt ein gewisses Maß und eine gewohnheitsmäßige Einspritzung da ist und sattfindet, kriegt irgendwann auch mal irgendwer eine Ladung zuviel ab. Auch das kann ein Zeitvertreib sein.
        Die Spielwiese hier ist nicht ganz so großzügig angelegt wie die erste. Immerhin ist es eine!
        Zeit die eigene Giftspritze in Ruhe nachzuladen. Rohstoff im Überfluss. Ich will Ihn nicht missen!

      4. Liebes Ziegenbärtchen,
        schön, daß Sie hier sind! ❤️
        Und: Ich stimme Ihnen zu!
        Was dem einen sein Apfelmus ist der anderen ihr Wurstsalat (s.o.).
        Zu Ihren Details “im Schatten der Eiche” und “gallig”:
        Die meisten Gallwespen (sie sind sehr liebenswerte entfernte Verwandte von mir) – um Ihr schönes Bild ein wenig nachzuschärfen – leben in der Tat an Eichen! Die wissen, was gut ist!

        Bernd (nicht Björn!) das Brot ist für meinen Geschmack derart verschimmelt und ungenießbar, daß ich den Mettigel lieber ohne esse.
        Hauptsache Zwiebeln, das war mir ja auch schon beim Wurstsalat oben so wichtig.

    2. @Patrick Bahlo:

      Tja, die Gute Alte Zeit! Nicht mal die Zukunft ist noch das, was sie früher mal war.

  15. “die da oben” …
    Zumindest scheint der ehem. Vorsitzende Richter am BGH … wenn vielleicht auch spät … erkannt, daß er selbst zu “denen da oben” gehört(e).

    Also auch alle “Mißstände”, ob “Rassismus an den Schulen”, wie er sich äußerte, Diskriminierung von Roma, (mit)zutragen hat.

    Warum hat Dr. Fischer sich dann noch vor kurzem über “Korruption” ereifert ?
    Als ein Kriminologe, der mit “Gutachten” seines Instituts den “Kindsmord von Sebnitz” inszenierte und nachdem er damit einen der größten Justizskandale der Bundesrepublik produziert hatte, von seiner Partei zum Justizminister gemacht urde, hat den damalas beim BGH befidlihen Richter nicht empört. 🙂

  16. An Haltung fehlts. Ist aber auch anstrengend. Und sowieso nur etwas für eine Minderheit. War schon immer so und wurde schon immer kritisiert. Von der Minderheit.

    Hat Ironie und Sarkasmus jemals zu Besserung geführt? Nur für den Kritisierenden, der sich kurzfristig Luft macht.
    Es gibt üblere Ventile.

    1. Wenn Sie so wie ich ua die Ironie, die Polemik, den Sarkasmus als Lebenskonzept verinnerlicht haben und gar nicht mehr anders leben können, dann hat das nichts mit kurzfristigem Ventil zu tun. Und schon gar nichts mit Besserwisserei.

      Soll so jemand allen Ernstes weggesperrt werden? Wegen was denn?

      Und wer hatte denn aller exakt das Kabarett verboten und warum denn?

      1. Natürlich habe ich nicht Recht. Denn Recht hat man nicht, sondern Recht wird gemacht.

        Trotzdem lasse ich mir mit Sicherheit niemals meine Sicht der Dinge und meine eigenen Überlegungen, mein Nachdenken und Vordenken, meine Bissigkeit, meinen Sarkasmus, meinen Zynismus, meine Polemik, meine Art zu sein und mich einzubringen uswusf nehmen, und sei es aus dem Untergrund.
        Bis zum letzten Schnaufer.

  17. Das ist große Literatur
    vom LSG HESSEN

    Ich hatte im Befangenheitsantrag dem Vorsitzenden vorgehalten, dass §106 SGG
    der Vorsitzende Ewald VORSÄTZLICH er nicht vor der mündlichen Verhandlung
    mit mir den Antrag besprechen will und insweit den Absatz 2 missachtet.
    Ich bekamm als Antwort, dass könne in der mündlichen Verhandlung nachgeholt werden.
    Wegen meinem Antrag auf Akteneinsicht bekam ich einen Berg Akten ( ich glaube, das waren neun Stück ) vorgelgt, ungefähr ein 30 cm dicker Stapel.

    Weil sich die vorsätzliche Nichtbeachtung des Gesetzes ( § 106 SGG ) sich aus der Aktenlage ergibt, braucht der Vorsitzende keine Dienstliche Erklärung gemäß § 44 (2) ZPO abgeben, so verstehe ich den Abweisungsbeschluss
    und daraus folgt, dass er nicht befangen ist.

    Offen bleibt die Frage ( für mich als Maurergeselle mit etwas Fortbildung ) ob erkannte Rechtsbeugung den abweisenden Spruchkörper berechtigt mein Befangenheitsgesuch abzuweisen?

    Protokoll ohne Antrag, aber mit Urteil gegen Antrag:
    https://drive.google.com/file/d/1zgMBlzV6nXUt59osciW23ZCqrSDoBuZL/view?usp=sharing

      1. nööö, ich hab an den Vorsitzenden die Mitteilung gefaxt, dass ich mit der Akteneinsicht noch nicht fertig bin
        UND
        der Vorsitzende hatte KEINE dienstliche Erkärung abgegeben, was ich als Rechtsbeugung sehe.

        Das ist kein Anfängerfehler des LSG, sondern das ist die Erfahrung ( Hoffnung, trotz

        http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&Datum=2014-1-22&nr=67220&pos=2&anz=26) ,

        dass Rechtsbeugung nicht bestraft wird.

        Ich habe fünf Jahre Zeit ihm diesen Zahn ziehen zu lassen…

        Der ehemalige Vizepräsident des BGH kennt einen Zahnarzt…

      2. Sehen sich sich mal an was auf der ersten Seite geschrieben wurde. Dazu können Sie sich vom LSG HESSEN das Urteil geben lassen.
        Beachten Sie, dass die Geldforderung aus ALG I kommt
        und damit in der Zweijahresfrist liegt, die im vollständig zitierten
        Gerichtsbescheid der SG Richterin erwähnt wurde und auf den Folgenhinweis.

    1. Für die Verlängerung der Akteneinsicht muss man ein Formular schreiben. LM23Aa oder so ähnlich.

      1. Haben Sie Astrix gelesen, DAS VERRÜCKTE HAUS ?

        Haben Sie schon mal was vom § 103 Sozialgerichtsgesetz (SGG) gehört

        § 103
        Das Gericht erforscht den Sachverhalt von Amts wegen; die Beteiligten sind dabei heranzuziehen. Es ist an das Vorbringen und die Beweisanträge der Beteiligten nicht gebunden.as vom

        und dem § 202 SGG, dort letzter Satzteil?

        § 202
        Soweit dieses Gesetz keine Bestimmungen über das Verfahren enthält, sind das Gerichtsverfassungsgesetz
        und die Zivilprozeßordnung einschließlich § 278 Absatz 5 und § 278a entsprechend anzuwenden, wenn die
        grundsätzlichen Unterschiede der beiden Verfahrensarten dies nicht ausschließen.

  18. Th. Fischer schrieb bezüglich einer Ärztin: “Auf Ihrer Homepage darf sie so viel Information verbreiten, wie sie will, nur halt nicht werben.”

    Doch, Ärzte dürfen werben. Früher durften sie nicht mehr als das schwarz-weiße Praxis-Schild ans Haus oder den Gartenzaun hängen, mit Titel, ggf. Facharztzulassung, und “Alle Kassen”.

    Heute dürfen Ärzte werben. Ich weiß nicht, seit wann, aber bei irgendeiner der alljährlichen “Gesundheitsreformen” wurde das erlaubt. Heute sind die Gelben Seiten und auch die Ärzteseiten der “White Pages” voll mit Werbung und auch die Werbetafeln in U-Bahnen und S-Bahnstationen. Sie dürfen ihre IGEL-Leistungen “ihres Vermögensvorteils wegen” bewerben, und daß man dafür Geld mitbringen muß, und zwar wieviel, den IGEL werden eben nicht von den RVO-Kassen bezahlt (oder heißt das heute vieleicht GKV statt RVO?).

    Da Sie, Herr Fischer, auf den §219a StGB abheben, wo man nicht informieren darf, wenn es um einen “Vermögensvorteil” geht, dann muß ich Sie über die vielleicht schockierende Tatsache informieren, daß alles, was der Arzt in seiner Praxis tut, auf seinen Vermögensvorteil ausgerichtet ist. Mit seiner ärztlichen Tätigkeit (und administrativen Nebentätigkeiten, wie z.B. Attesten oder Gutachten) bestreitet er nämlich seinen Lebensunterhalt, und versucht dabei, sein Vermögen zu vermehren, oder zumindest um so viel, daß er den Kaufpreis für die Praxis wieder herausbekommt. Alles entsprechend der Ärztlichen Gebührenordung (GO), so wie früher die BRaGO das bei den Rechtsanwälten geregelt hatte. Die RAe sind dabei auch nur für ihren Vermögensvorteil tätig.

    Diese Floskel “seines Vermögensvorteils wegen” erinnert mich an diese schöne Karikatur, wo man zwei Ganoven in einem Raum sieht, in dessen Wand ein großes Loch sichtbar ist, und wo einer sich an einem Tresor zu schaffen macht, und der andere sagt ihm besorgt: “Ich glaub, du machst das alles nur fürs Geld!”

    Zumindest diese Floskel muß weg, am besten gleich der ganze Paragraph und der 218 selbst und alle anderen Paragraphen, die den Frauen das Recht nehmen, über ihren Körper und insbesonderen über ihre Fortpflanzungsfähigkeiten selbst und ohne äußere Einmischung und Zwang zu bestimmen.

    1. Das ist ein Beitrag mit Perspektive!
      Weil “alles, was der Arzt in seiner Praxis tut, auf seinen Vermögensvorteil ausgerichtet ist” und er damit “seinen Lebensunterhalt bestreitet”, muß die FLOSKEL weg!

      Da freuen sich der Dieb, der Räuber, der Betrüger und auch der Mörder, die ihren Lebensunterhalt damit bestreiten, dieses oder jenes für ihren “Vermögensvorteil” zu tun.
      Großartig! Die FLOSKEL muß weg!
      Keine äußere Einmischung! Kein Zwang!

      Den “Körper der Frau” sollte man auch nicht an Äußerlichkeiten festmachen, an dieser künstlichen Grenze, Monat 1, Monat 9, “drinnen” oder “draußen”, alles Definitionssache, nicht wahr?
      Das vereinfacht ggf. auch die Selbstbestimmung über die möglicherweise falsch eingeschätzten finanziellen Belastungen spätestens der pubertierenden “Teile des Körpers der Frau”, denn:
      Das mit dem “Vermögensvorteil” ist einfach total normal, die FLOSKEL muß weg!

      1. Wenn die Fotobiene bei der nächsten Grippewelle zum Arzt geht, sieht sie sich dort in einer Räuberhöhle.

        Na, wollen wir hoffen, daß sie dem Arzt trotzdem soweit traut, daß er ihr wenigstens die Symptome ihres grippalen Infekts rauben kann.

      2. @willms

        Aber ja sicher doch, so ein bisserl mehr oder weniger Schwangerschaft ist ja auch nur ein “Symptom”?

        Symptom für was eigentlich?

    2. Wie jetzt? Versteh ich nicht.

      Ich dachte, es geht den surreal Fortschrittlichen und Modernen eben gerade darum, dass der Körper der Frau endlich absolut fremdbestimmt und zweckentfremdet sein und werden soll und Tötung von Leben halt einfach legalisiert werden soll – am besten von der Zeugung an, das ist “praktisch”. Die Würde des Menschen, also auch des Ungeborenen ist dann eben offiziell vollkommen antastbar, also wurscht. Damit haben auch ÄrztInnen, die sowieso über Leben und Tod entscheiden sollen, dürfen, müssen, alle und als einzige alle Möglichkeiten. Und natürlich kostet das alles was, die werden ja zb nicht gratis “Engerln machen”.

      So verstehe ich das in meiner naiven kleinen Gangster-Welt.

      1. Jaja, wenn man sich nur in den engen Wänden der eigenen kleinen Gangster-Welt aufhält, kriegt man manches nicht mit, was da draußen in der Großen Weiten Welt so geschieht.

        Nein, es ging um zweierlei:
        1. Der Unterschied zwischen Information und Werbung ist unsinnig. Wenn eine Arztpraxis oder eine Rechtsanwaltskanzlei eine Website betreiben, dann ist das Werbung. Inwieweit das “Standesrecht” heute die Information beschränkt, ist mir nicht bekannt, aber es wird sicherlich kein Arzt oder Rechtsanwalt da behaupten, er wäre besser als sein Nachbar, oder daß man bei ihm Erlebnisse hätte, wie es die Schreiber von Datenzinken tun.

        2. Die Erwähnung eines “Vermögensvorteils” ist noch unsinniger, denn abgesehen von wenigen Menschenfreunden, die als “Ärzte ohne Grenzen” in Notfallgebiete der ehemaligen (?) Kolonien gehen, oder die kostenlos Obdachlose behandeln, bieten Ärzte (und Rechtsanwälte) ihre Dienste nur wegen des “Vermögensvorteils” an, den sie damit zu erzielen hoffen. Ja, er tuts nur wegen dem Geld.

        In der Hauptsache geht es bei dem §219a StGB im speziellen Falle dieses § nicht um das Recht der Frau, über ihren Körper selbst und ohne äußeren Zwang alleine entscheiden zu können, sondern darum, den Frauen die Möglichkeit zu verweigern, selbst einen Arzt zu finden, der eine Abtreibung durchführt.

        Man kann ja die Zwangsberatung nach §219 absolviert haben, aber dann immer noch nicht wissen, zu welchem Arzt oder Krankenhaus man gehen kann, um die Abtreibung vornehmen zu lassen — ich finde in dem Schwangerschaftskonfliktgesetz keine Vorschrift, wonach die Beratungsstelle der beratenen Frau auch solche medizinische Einrichtungen nennen muß.

        Und da dies Gesetz gleichzeitig allen Ärzten und Krankenhäusern erlaubt, eine Abtreibung zu verweigern, steht eine Frau ggf. völlig ohne Möglichkeit da, die ihr bereits durch die Zwangsberatung zugestandene Abtreibung auch vornehmen zu lassen, oder sie läuft Gefahr, daß die ebenfalls gesetzte Frist durch die Suche verstreicht.

        Deswegen muß der §219a ersatzlos gestrichen werden.

        Der § 219a, der nur Informationen von Ärzten an andere Ärzte, Beratungsstellen u.ä. erlaubt, aber die allgemeine Information

      1. Wieso Werbung allgemein?

        Diese bestehende Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch haben wohl einen Sinn. Oder etwa nicht.

        Und Abtreibung soll eben, wenn es nach den FeministInnen ua geht, wie eine völlig normale Behandlung zu sehen sein. Ohne die angeblich so unendliche Bürokratie, ohne die angebliche Informationsverweigerung, die angeblich Frauen als Bevormundung erleben würden, wie suggestiv behauptet wird.

        Vermutlich will man bei den Progressiven halt, dass zukünftig jeder Arzt Abtreibungen durchführen kann.

      2. Hmm,
        ist abtreiben sowas wie sich täglich waschen ?

        Wäre dann menschliches Leben
        manchmal sowas wie Schmutz?

        Ab wann gilt Art. 1 Grundgesetz ?
        Ach ja, und bis wann?

        Provokation an:
        Bei Männern ab dem Zeitpunkt, an dem sie Unterhalt zahlen können, bis zu dem Zeitpunkt an dem sie es nicht mehr können/ wollen?
        Bei Frauen ab dem Zeitpunkt an dem sie ein Kind gebären können / wollen, bis zu dem Zeitpunkt an dem das nicht mehr geht?
        Provokation aus !

        Fragen: Wollen wir nützliche Arbeitsbienen werden
        und für wen ?

        Ob Doofheit wohl erblich ist ?

      3. Abtreibung ist aus Sicht vieler eine Form der Verhütung. Geht immer. Und sollte wohl am besten auf Krankenschein sein.

        Hier ist es allerdings auch so, dass viele Mädchen freiwillig und sich selbst anbietend am Wochenende mit zig Männern/Burschen Analverkehr (so wie früher das genitale Rudelbumsen)haben, weil sie so Schwangerschaft verhindern können, unterstützen auch die Mütter und finden es sogar toll, weil sie allen Ernstes meinen, das Kind muss doch sexuelle Erfahrungen sammeln u so kann es eben nicht schwanger werden, die fahren dann das Mädchen, das Analverletzungen hat ins Krankenhaus und die Ärztin schlägt nur mehr die Hände über dem Kopf zusammen.
        Was soll man tun?
        Will man mit den Mädels vernünftig reden, kriegt man eine ordentliche Goschn anghängt.

      4. Der von mir zitierte Satz von Th. Fischer bezog sich, so wie er formuliert war, nicht auf den §219a.

        Und ich hab dann versucht, den Unterschied zwischen der allgemeinen standesrechtlichen Regelungen (die bei Ärzten und Rechtsanwälten ähnlich sind) bezüglich der Werbung = Information einerseits und der speziellen im §219a StGB (DE) getroffenen zu verdeutlichen.

      5. Genau, Werbung ist gleich Information über bezahlte Leistungen.

        Und dass man das Töten eines Ungeborenen, also eines Menschleins, was ja strafbar ist, trotzdem machen darf hier in Deutschland mit der Nazivergangenheit unter ganz speziellen Bedingungen, hat man eben festgelegt: es darf nicht quasi gewerbemäßig, so wie in etwa eine fabriksmäßige Mordmaschinerie gemacht werden und nicht groß anstößig beworben werden.

        Das ist auch sehr einleuchtend.

      6. @Gangsterwally sagt:
        09.10.2018 um 16:25 Uhr

        »Genau, Werbung ist gleich Information über bezahlte Leistungen.«

        Alles, was der Arzt macht, sind bezahlte Leistungen. Schon, daß er Ihnen überhaupt “Guten Tag” sagt und die Hand schüttelt (wenn nicht gerade eine Grippe-Epidemie durchs Land gejagt wird). Schauen Sie mal in die GOÄ, die Gebührenordnung für Ärzte mit ihren Tausenden von Positionen.

        Alles nur für den “Vermögensvorteil”.

        Mit Ihrer Formulierung vom “Töten eines Ungeborenen” bezeichnen Sie sich als einen ungestorbenen Toten, als einen Zombie…

        Nein, ein Zellhaufen ist kein Lebewesen, ein Hühnerei ist kein Huhn, und eine Handvoll Eicheln ist kein Eichenhain.

        Bleiben wir doch bitte beim Thema, dem § 291a StGB, der den Frauen die Information verweigert, bei welchem Arzt sie die Leistung einer Abtreibung erlangen können, auf die sie ein Recht haben.

      7. Was auf der Rechnung vom Arzt ausgewiesen ist, kann ich lesen. Ist ja alles immer brav aufgelistet, jeder Posten hat seinen Preis. Sogar jedesmal die telefonische Beratung, die nie stattgefunden hat… ;

        Dass man aus dem Töten eines Menschen Kapital schlägt, ist grundsätzlich unethisch. Das Menschenleben beginnt mit der Zeugung, Befruchtung, und ab dann besteht mit Sicherheit ein Recht auf Leben. Alles andere wäre Unsinn, denn sonst wäre ohnehin jede Entwicklungsstufe des persönlichen Menschseins irrelevant. Irgendwann kommt dann einer und sagt, ach was, alle unter 14 sind keine richtigen Menschen noch, weil geistig, psychisch und körperlich noch nicht vollendet, also gebt sie frei zum Abschuss, wem auch immer, für was auch immer;-( Verstehn Sie was ich mit dieser grauenvollen Drastik meine?
        Wir müssen das schützen was uns alle ausmacht, den Kern des menschlichen Lebens und das ist primär unsere physische Masse. Egal wie alt, egal wo geboren, egal welches Geschlecht usw, wir haben uns unser Entstehen nicht aussuchen können, wir werden einfach produziert und wachsen in einer Gebärmutter heran, und das ist der einzige Wert, den wir wirklich haben, unser Leben ist das einzige was uns gehört, das meine ich jetzt nicht religiös, Mensch als Krone der Schöpfung ganz abgehoben, sondern ganz natürlich.

        Dass eine Frau ein Kind nicht austragen kann, nicht muss, weil sie vergewaltigt wurde, oder weil ihr Leben dadurch gefährdet wäre, oder weil ihre Lebensverhältnisse prekär sind, das alles sind “Errungenschaften”, die den Frauen zugestanden werden und ich denke, das ist sehr viel. Männer müssen immer Vater sein, egal ob sie wollen oder nicht, die haben keine Recht auf Abtreibung und kein Recht ihr oftmals nicht gewolltes Vatersein abzulehnen, im Gegenteil, es bestimmt immer die Frau.

        Wenn es pro Jahr 100 000 Abtreibungen gibt, dann haben die Frauen Information genug bekommen.

        Worauf wollen Sie eigentlich ganz klar hinaus mit der Diskussion von diesem Werbeverbot§?
        Und worum ging es der Allgemeinmedizinerin-Abtreibungsärztin und ihren Unterstützerinnen konkret?

      8. Lesen wir, was Bundesrichter Fischer dazu sagt:

        https://www.zeit.de/gesellschaft/2017-12/schwangerschaftsabbruch-werbung-abtreibung-gesetzesaenderung
        Ich zitiere einige Stellen wortwörtlich:

        “Der Paragraf 219a Abs. 1 StGB, von dem die Rede ist, hat folgenden Wortlaut:

        Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft

        Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (Paragraf 11 Absatz 3) seines Vermögensvorteils wegen oder in grob anstößiger Weise

        1. eigene oder fremde Dienste zur Vornahme oder Förderung eines Schwangerschaftsabbruchs oder

        2. Mittel, Gegenstände oder Verfahren, die zum Abbruch der Schwangerschaft geeignet sind, unter Hinweis auf diese Eignung

        anbietet, ankündigt, anpreist oder Erklärungen solchen Inhalts bekanntgibt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.”
        “Die Vorschrift gilt für alle Personen, nicht nur für Ärzte. Die Absätze 2 und 3 schließen die Anwendung des Absatzes 1 aus, wenn Ärzte oder anerkannte Beratungsstellen darüber unterrichtet werden, welche Ärzte, Krankenhäuser oder Einrichtungen bereit sind, Schwangerschaftsabbrüche vorzunehmen, und wenn Informationen gegenüber Ärzten oder in Fachblättern erfolgen.”

        “Es geht also nicht um “Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft”, sondern um das öffentliche Werben von Personen, die in diesem Bereich tätig sind, für eigene (wirtschaftliche) Interessen oder in grob anstößiger Form. Die Ärztin Kristina Hänel aus Linden, deren Fall die gegenwärtige Aufregung ausgelöst hat, ist nicht wegen Befürwortens von (legalen) Abtreibungen zu einer Geldstrafe verurteilt worden – das kann jede(r) halten, wie er/sie will –, sondern weil sie unerlaubt öffentliche Werbung für sich selbst als Abtreibungs-Dienstleisterin gemacht hatte. Das ist ein erheblicher Unterschied.”

        uswusf

  19. @Thomas Fischer zum übrigen Text … diese Possenreißer alias Comedians erspare ich mir normalerweise, will also über Ihren Verriß schweigen. Mich haben die rechtspolitischen (des Rechtes, nicht rechts), die zu lesen ich bisher die Gelegenheit hatte (Beleidigung etc in 2015, Mordparagraph 211 in 2013) mehr überzeugt.

    Das 2. zum 3. Oktober und dem Leitartikel des “Tagesspiegel” (auch Holzbrinck, aber Dieter) find ich schon besser. Die Diganose

    Die vorgeblich anti-populistisch gerichtete Kritik hat nichts zu bieten außer einem Populismus des Besserwissens, einer Klage des Zu-kurz-Kommens, wie sie das Deutsch-Nationale seit 150 Jahren mit „Sinn“ erfüllt.

    gefällt mir.

    Ich wünsche mir von Ihnen als nächstes einen kritischen Blick auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten wie die deutschen und internationalen Medien und Regierungen umgehen mit dem Giftunfall der Skripals einerseits und dem Verschwinden des saudi-arabischen Journalisten Khashoqgi im saudischen Konsulat in Istanbul andererseits, bei dem die türkische Polizei jetzt wegen Mordverdacht ermittelt, und die saudische Regierung durchaus ein Motiv hat, wohingegen ich im Fall Skripal bei dem allgemein öffentlich Beschuldigten kein vernünftiges Motiv erkennen kann.

    Auch und gerade aus Sicht eines Strafrechtlers in grundsätzlicher und strafprozessualer Hinsicht.

  20. Zu “Gangsterwally” von heute 08:10 und 08:36:

    Bleiben wir doch bitte bei dem, was Anlaß zu meiner Bemerkung war, der mangelnde Unterschied zwischen Information und Werbung, und der Unsinnigkeit einem Arzt verbieten zu wollen, über seine Leistungsangebote zu informieren, weil er seine gesamte Arbeit zu seinen Vermögensvorteil verrichtet und nicht für ein Gott vergelts — mit wenigen Ausnahmen.

    Bleiben wir doch bitte bei einer Diskussion des §219a, denn nur der war infragegestellt worden nach dem Urteil gegen die Ärztin Hänel, und nur der war Gegenstand von Thomas Fischers Artikel “Von Abtreibung und Menschenrecht” in Die Zeit vom 21. Dezember 2017, (den ich inzwischen gelesen habe, und wo ich mich bedanken will für den Link auf diesen Artikel) im Rahmen der gesamten Abtreibungsgesetzgebung ab dem umstrittenen §218, wonach die Abtreibung unter bestimmten Voraussetzungen straffrei ist. Lassen wir den Grundsatz unverändert und diskutieren nur den aktuellen §219a unter diesen Umständen.

    Im oben verlinkten Artikel von Th. Fischer ist ein Satz darin offenbar falsch: “Die in den Beratungsstellen angebotene Beratung und Information umfasst zwingend auch Auskünfte über erreichbare Einrichtungen und Ärzte, die Abtreibungen vornehmen.” (Seine Hervorhebung).

    Ich kann weder im § 219 StGB “Beratung der Schwangeren in einer Not- und Konfliktlage” noch in dem von diesem § verwiesenen “Schwangerschaftskonfliktgesetz”, das inzwischen zu einem Gesetz zur Vermeidung und Bewältigung von Schwangerschaftskonflikten erweitert worden ist, eine Vorschrift finden, wonach die Beratungsstellen von sich aus oder auch nur auf Anforderung der zu beratenden Frau die Namen und Adressen von ärztlichen Stellen herausgeben muß, die Abtreibungen anbieten. Es wird denen nur vorgeschrieben, daß sie die Frau möglichst von der Abtreibung abbringen sollen.

    Nun legt dies Beratungsgesetz in § 12 “Weigerung” fest, daß “niemand […] verpflichtet [ist], an einem Schwangerschaftsabbruch mitzuwirken”, und woanders ist bestimmt, daß die ärztlichen Bemühungen zur Abtreibung selbst nicht von den gesetzlichen Kassen übernommen werden, weswegen auch die Erfahrung zeigt, daß die Stellen, die eine Abtreibung vorzunehmen bereit sind, nicht sehr dicht gestreut sind, obwohl der §13 vorschreibt, daß “die Länder […] ein ausreichendes Angebot ambulanter und stationärer Einrichtungen zur Vornahme von Schwangerschaftsabbrüchen [sicherstellen]” müssen. Sie kommen dieser Pflicht aber anscheinend wenig nach.

    Hier kann also die kafkaeske Situation entstehen, daß einer Frau zwar staatlich genehmigt der Berechtigungsschein bekommt, eine legale vornehmen zu lassen, aber in der gestellten Frist keine Stelle finden kann, wo sie den Schein einlösen kann.

    Dazu kommt, daß der §219a in sich widersprüchlich ist, ganz abgesehen davon, daß seine Überschrift irreführend ist, denn es geht nicht um “Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft”, sondern um Information über legale Möglichkeiten dazu.

    Gemäß Absatz 1 müßte es erlaubt sein, auf einer privaten Webpräsenz z.B. von mir, der ich kein Arzt bin, die nicht durch Werbung finanziert sondern aus eigener Tasche bezahlt wird, und die kostenfrei zugänglich ist, eine Liste zu publizieren, in der Namen und Adressen von Arztpraxen und Kliniken aufgeführt sind, die Abtreibungen vorzunehmen bereit sind, denn das dient weder dem “Vermögensvorteil”, noch kann so eine einfache Adressenliste als in “grob anstößiger Weise” dargestellt bezeichnen.

    Dann führt aber der Absatz 2 die Informationswege auf, die erlaubt sind: nämlich nur, wenn sie “Ärzte oder auf Grund Gesetzes anerkannte Beratungsstellen” gerichtet ist, um wie darüber zu informieren, “welche Ärzte, Krankenhäuser oder Einrichtungen bereit sind, einen Schwangerschaftsabbruch unter den Voraussetzungen des § 218a Abs. 1 bis 3 vorzunehmen.”

    Und Fischer schreibt in dem erwähnten ZEIT-Artikel “Die Vorschrift gilt für alle Personen, nicht nur für Ärzte.”

    Dann hätte man auf den Absatz 1 auch verzichten können, und schreiben können, daß Mitteilungen an die Öffentlichkeit verboten sind, und ausschließlich “Ärzte oder auf Grund Gesetzes anerkannte Beratungsstellen” darüber informiert werden dürfen, wo Abtreibungen vorgenommen werden dürfen. Aber von wem? Wenn öffentliches Wissen darüber verboten ist, wer soll dann diese Information weitergeben? Bleiben ja nur Rundschreiben jeder einzelnen Arztpraxis an die Stellen, denen exklusiv das Wissen erlaubt ist, aber das wäre Werbung im Sinne des ärztlichen Standesrechts.

    Also wieder Kafka.

    Dies Gesetz vom 16. Juni 1993 ist zustandegekommen als ein fauler Kompromiß aus einer Ende der 1980er Jahre gestarteten reaktionären Kampagne gegen das Recht auf Abtreibung überhaupt (Widerruf der sog “Fristenlösung” von 1974), die aber konterkariert wurde durch den Fall der Mauer, und die gemeinsame Mobilisierung von Frauen und deren männlichen Unterstützern aus Ost und West.

    Dieser § 219a sollte ersatzlos gestrichen werden.

    Dem “Gangsterwally” sei gesagt, daß dies auch ohne Abschaffung des §218 gilt.

    1. So wie dieser §219a heute im Gesetz steht, bedeutet er praktisch, daß es ein Staatsgeheimnis bleiben muß, welche Arztpraxis oder Krankenhaus Abtreibungen durchführt, das niemandem weitergesagt werden darf, außer andern Ärzten und zugelassenen Beratungsstellen, die aber nicht verpflichtet sind, ihr Wissen an abtreibungswillige Frauen weiterzugeben.

      Ein Kompromiß statt einer ersatzlosen Streichung könnte sein, daß ein neu formulierte §219a eine Datenbank vorsieht aller Einrichtungen, die Abtreibungen vorzunehmen bereit sind, einzurichten bei z.B. dem Gesundheitsministerium oder einer obersten Bundesbehörde im Gesundheitswesen, in die jede Arztpraxis oder Krankenhaus sich eintragen kann, und die öffentlich und ohne Kosten und ohne Registrierungspflicht zugänglich ist.

      Ein weiteres Zugeständnis könnte sein, daß diese Datenbank nur bei den Beratungsstellen einsehbar ist, aber das auch frei und ohne Einschränkungen.

      Thomas Fischer hat recht, wenn er in seinem Gesetzeskommentar bei Beck die Begründung des damaligen Gesetzesgebers zitiert, aber Fischer weiß auch, daß der Gesetzgeber sich alle vier Jahre durch Wahlen ändert, und daß er auch ohne eine Neuwahl seine Meinung ändern kann.

      Der derzeitige kafkaeske Zustand kann und darf jedenfalls nicht weiter bestehen bleiben.

    2. Ihre Darstellung der Fakten ist schlicht sachlich falsch.

      Sie haben ja bereits entdeckt, wem abtreibungswillige Ärzte Mitteilung machen dürfen, an wen sie also ihre Indormation/Werbung richten dürfen, nämlich “Ärzte oder auf Grund Gesetzes anerkannte Beratungsstellen”.
      Es liegt also zunächst an den Ärzten selbst, die dort geführten Listen aktuell zu halten.
      Daneben gibt es eine Auskunftspflicht, vgl. § 18 SchKG.

      Dem § 5 SchKG können Sie außerdem u.a. entnehmen:
      “(1) Die nach § 219 des Strafgesetzbuches notwendige Beratung ist ergebnisoffen zu führen.”
      “(2) Die Beratung umfaßt:
      2. jede nach Sachlage erforderliche medizinische, soziale und juristische Information, die Darlegung der Rechtsansprüche von Mutter und Kind und der möglichen praktischen Hilfen, (…)”
      Dazu gehört selbstverständlich zwingend (!) auch die Hilfe bei der Suche nach einem geeigneten abtreibungswilligen Arzt, sollte die Sachlage dies erfordern.

      Die von Ihnen beschriebenen “kafkaesken Situationen” können NICHT entstehen.

      Lesen Sie dazu auch gerne noch den Beitrag Fischers in direktem Bezug zu Frau Hänel, vielleicht wird dann einiges klarer (zu Zwischenüberschrift “Teil Zwei: Paragraf 219a StGB” runterscrollen)
      http://www.spiegel.de/panorama/thomas-fischer-zu-karl-marx-219a-gewalt-a-1207274.html

      1. Nocheinmal zur Verdeutlichung, Sie schreiben:
        “Ein Kompromiß statt einer ersatzlosen Streichung könnte sein, daß ein neu formulierte §219a eine Datenbank vorsieht aller Einrichtungen, die Abtreibungen vorzunehmen bereit sind, einzurichten bei z.B. dem Gesundheitsministerium oder einer obersten Bundesbehörde im Gesundheitswesen, in die jede Arztpraxis oder Krankenhaus sich eintragen kann, und die öffentlich und ohne Kosten und ohne Registrierungspflicht zugänglich ist.”

        GENAU DAS IST BEREITS JETZT DER FALL!

        Übrigens hat Berlin (ich meine, auch Hamburg) bereits eigenständig einen wohl legalen Sonderweg eingeschlagen, den ich persönlich nicht schlecht finde, da das unerträglich falsche Argument, Frauen fänden keine abtreibungswilligen Ärzte, darum müssten diese persönlich informieren/werben dürfen, damit sichtbar fehl geht.
        Berlin hat eine durchsuchbare Datenbank online, Links unten auf dieser Seite:
        https://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/schwangerschaft-und-kindergesundheit/schwangerschaft-und-familienplanung/schwangerschaftskonfliktberatung/

      2. Ich habe auch seit langem recherchiert und habe sehr viel im internet gefunden an Information für Frauen und Mädchen, die eine Schwangerschaftsunterbrechung in Erwägung ziehen.

        Was glaube ich mit dieser flächendeckenden Versorung gemeint ist, ist jene Sache, dass man Abtreibung als ganz normale ärztliche Dienstleistung verkaufen will, womit man allerdings ganz bewußt die Tatsache leugnet, dass Abtreibung die gezielte Tötung eines Menschen ist, der eben noch nicht geboren ist, aber lebensfähig. Ich halte es nicht nur grundsätzlich für falsch, Menschenleben in wertes und unwertes einzuordnen, und damit “gutes”Geld zu verdienen, damit den Lebensunterhalt zu bestreiten als gute Geschäftssache, ich halte es grundsätzlich für eine absolute Ausnahme abtreiben zu dürfen und dafür medizinische, fachärztliche Hilfe in Anspruch nehmen zu können und zu dürfen, da es ja ohnehin nur Ärzten erlaubt ist.

        Die ganze verfälschte und mit falschen Behauptungen geführte Diskussion zeigt mir zumindest deutlich, dass man Frauen in keinster Weise Verantwortung (als sexuelles Wesen, was ihre Sexualität betrifft und die Zeugungsfähigkeit) zugesteht, sondern einerseits Frauen bevormundet, indem man sie nicht für voll nimmt erkennen zu können, dass sie selber es sind, die entscheiden können, ob sie ein Kind wirklich wollen oder nicht und sie entscheiden können ob sie verhüten oder nicht und sie entscheiden was sie mit ihrem Körper machen (lassen) oder nicht und andererseits Frauen zugleich das volle Recht zugestehn wollen zu entscheiden über Leben und Tod eines anderen heranwachsenden Menschen und dies dann als normale Sache, die man eben in jedem Dorf durchführen lassen können soll, zu betrachten sei.
        Bei mir regt sich da enormer Widerstand, da ich es immer so (eben auch in der feminist Mädchen- und Frauenberatung)erlebt habe, dass keine Frau und kein Mädchen die und das ein Kind nicht austragen wollte und will, jemals dazu gezungen worden wäre, versucht worden wäre sie zu überreden. Im Gegenteil, sobald es um Freiwilligkeit, Selbstbestimmung etc geht, steht an erster Stelle immer die Frau. Frau muss stets beschützt und wie ein rohes Ei behandelt werden.

        Frau Gangsterwally

      3. zu Fotobiene sagt:
        10.10.2018 um 23:43 Uhr

        hatte ich heute mittag eine Antwort geschrieben, die bis jetzt um 21:13 Uhr nicht sichtbar ist. Wo ist das Problem?

      4. Zu: “hatte ich heute mittag eine Antwort geschrieben, die bis jetzt um 21:13 Uhr nicht sichtbar ist. Wo ist das Problem?”

        Möglicherweise haben Sie innerhalb Ihrer Antwort zwei Links eingefügt.
        Das führt in diesem Forum (warum auch immer) dazu, daß der Beitrag nicht erscheint, weil er ggf. von der Moderation freigegeben werden muß, die aber ohne Aufforderung nicht aktiv wird.
        Bewährt hat sich, ein Link zu löschen und falls dieses wirklich wichtig war, in einem Folgebeitrag unterzubringen.

      5. @Fotobiene

        danke für den Hinweis.

        Ja, da war mehr als 1 Link drin, aber ich meine vorher auch schon Kommentare mit mehr als 1 Link abgegeben zu haben.

        Und wie kann man die Moderation kontaktieren? Ich meinte, mit meiner Anfrage in meinem vorigen Kommentar diese getriggert zu haben.

        Ich fand meinen Kommentar, der jetzt im Biteimer verschwunden zu sein scheint, ausgezeichnet; ich hatte lange daran gearbeitet.

  21. Lüko Willms sagt:
    09.10.2018 um 22:05 Uhr

    ……….”Mit Ihrer Formulierung vom “Töten eines Ungeborenen” bezeichnen Sie sich als einen ungestorbenen Toten, als einen Zombie…

    Nein, ein Zellhaufen ist kein Lebewesen, ein Hühnerei ist kein Huhn, und eine Handvoll Eicheln ist kein Eichenhain.”

    Ein Problem: Huhn und Hühnerei, ein Eichenhain usw. verfügen nicht über Würde. Dazu

    Artikel 1 Grundgesetz:

    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

    Unantastbar steht da. Unantastbar! …ist zu achten und schützen. Dies als Artikel 1, (eins. Ganz oben also) Verpflichtung aller, mithin ausnahmslos aller staatlichen Gewalt.

    Sie wissen sicher, was unantastbar meint?

    Falls ja: Sie müssen dann genaue Vorstellungen haben, ab wann dieses “Mensch sein” einsetzt, und vielleicht auch Kriterien zur Hand haben, woran Sie die Menschwerdung festmachen, welche Würde entstehen läßt. Wäre schön, wenn sie diese Vorstellungen mit uns teilen könnten.

    Eine mögliche Lösung könnte darin bestehen, dem Grundgesetz nicht die Bedeutung beimessen zu wollen, die hin und wieder dort hineininterpretiert wurde.

    1. An Willi Wahnsinn wg 10.10.2018 um 22:05

      Jetzt folgt eine cudreffende Beweiskette:

      Grundgesetz wird abgekürzt als GG.
      Gustv Grimm’s Märchenbuch kann abgekürzt werden als GG.

      Den Inhalt vom Märchenbuch muss niemand beachten,
      insbesondere nicht die unabhängige Rechtsprechung und die weisungsgebundene Verwaltung UND nur der Gesetzgeber bestimmte schon immer was Recht ist:

      Beispiel: Ermächtigungsgesetz zum Nutzen des Führers Adolf Hitler.
      Aktuell: § 99 VwGO, als InCamera-Verfahren

      Informativ ist diese Veröffentlichung
      in „Die Gartenlaube“ 1857, Heft 17.
      https://de.wikisource.org/wiki/Die_Vehmgerichte

      Da Adenauer mit unserem GG den Alliierten vorgaukelte, dass das (?) neue Deutschland ein Rechtsstaat sei, bewiesen durch Art 20 GG und zementiert durch Art 79 (3) GG, wurde Westdeutschland aufgenommen in den Kreis der ( mehr oder weniger guten ) Rechtsstaaten, mit denen man H a n d e l treiben konnte.
      Wenn aber die Bevölkerung der vier Alliierten erfährt, dass das nur ein GG im Sinne vom Gustav Grimms Märchenbuch ist, dann ändert sich das Koordinatensystem. Davor haben einige Mächtige richtig Panik.

    2. Sehr einfache Gedanken:

      Ich vermute und befürchte, dass nicht jede und nicht jeder den Wortlaut und SINN des Artikels 1 Grundgesetz versteht und der Satz einfach zur Floskel verkommen ist, den man nach Beliebigkeit aus dem Hut zaubert. Mir erscheint es zumindest so. Kann mich aber ja auch täuschen. Ich versteh ja auch zu vieles nicht.

      Das Leben beginnt auch nicht erst mit der Geburt, sondern es muss vorher gezeugt werden und sich dann entwickeln, reifen, damit es überhaupt selbständig leben kann.

      Wenn der Staat das Töten von Menschenleben so offiziell, per Gesetz erlaubt und sogar offizielle Werbung, per Gesetz bzw Erlaubnis dafür zulassen soll (damit es eben möglichst viele machen???? oder als völlig normale Sache betrachtet wird??? ),wo er doch verpflichtet ist, es, das Leben generell, aller Leben, zu achten, zu schützen, dann weiß ich nicht wie man diesen Widersinn ernsthaft vermitteln soll.

      Es geht ja nicht darum, dass Frauen nicht abtreiben sollen dürfen, unter bestimmte Indikationen, sondern, dass Töten generell verboten, strafbar ist. Und Abtreibung ist töten, es ist so, das kann man nicht leugnen. Und deshalb muss man eben einen Kompromiss finden, warum es ausnahmsweise doch erlaubt ist und da muss man sehr streng sein, da es sonst sehr schnell aus dem Ruder laufen kann. Man kann dann ja nämlich auch umgekehrt hergehen und eine Frau dazu verlocken oder gar zwingen abzutreiben, auch wenn sie gar nicht will. Oder nicht?

      1. https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsf%C3%A4higkeit_%28Deutschland%29#Teilrechtsfähigkeit

        Einen Sonderfall stellt das ungeborene Kind Nasciturus dar, es ist nach herrschender Meinung teilrechtsfähig.[13] Aus dem in § 1 BGB aufgestellten Grundsatz, dass die Rechtsfähigkeit des Menschen erst mit Vollendung der Geburt beginne, darf im Umkehrschluss nicht gefolgert werden, dass eine Teilrechtsfähigkeit ausgeschlossen sei.[14] Die Geburt im Rechtssinne beginnt mit den Eröffnungswehen und ist vollendet mit dem vollständigen Austritt der Leibesfrucht aus dem Mutterkörper, auf die Lösung der Nabelschnur kommt es nicht an. Der Leibesfrucht wird Teilrechtsfähigkeit zugeschrieben, wo sie das Gesetz mit Rechten ausstattet. Das gilt insbesondere für die Grundrechte nach Art. 2 GG (vor allem das Recht auf Leben, Recht auf körperliche Unversehrtheit) und das Erbrecht, denn nach § 1923 Abs. 2 BGB gilt das Embryo als vor dem Erbfall geboren und kann nach § 1963 BGB sogar Anspruchsgegner der Mutter werden. Der Nondum Conceptus ist ein Embryo, der im Rechtssinne noch nicht erzeugt, also nicht empfangen wurde, indem er sich in der Uterusschleimhaut einnistet. Bei ihm ist der Rechtsschutz weiter abgestuft, gleichwohl kann er durch Rechtsgeschäfte Dritter berechtigt werden (§ 331 Abs. 2 BGB).

        Was sagt eigentlich die vielfach ausgezeichnete Frau Superkomödiantin Kerberus zu all den Sachen ganz konkrekt?

        Und sonst, was sagen die Experten sonst so?

      2. @ Lüko Willms
        Ich vermute, daß Ihnen neben der sehr richtigen Korrektur von Gangster-Geierwally auch eine gewisse “Innenansicht” fehlt, die 1982 den Dokumentarfilm von Lennart Nielsen “Wunder des Lebens” weltberühmt machte.
        Sehen Sie sich bitte in einer stillen Stunde diesen kleinen Ausschnitt an, es sind nur etwas über 10 Minuten:
        https://youtube.com/watch?v=CkBCahnt98s
        Danach können wir noch einmal über “Zellhaufen”, “Lebewesen” und “Mensch sein” diskutieren.
        Müssen wir aber vielleicht dann auch nicht mehr.

  22. https://www.linksfraktion.de/themen/a-z/detailansicht/srgr-sexuelle-und-reproduktive-gesundheit-und-rechte/

    “Die Linken”:
    “Recht auf Schwangerschaftsabbruch: Laut §218 Strafgesetzbuch (StGB) ist der Schwangerschaftsabbruch in Deutschland noch immer rechtswidrig. Eine Strafe kann i.d.R umgangen werden durch eine Bestätigung einer medizinischen Indikation (körperliche und seelische Beeinträchtigung) oder kriminologischen Indikation (Vergewaltigung) sowie einer Beratung, die laut Schwangerschaftskonfliktgesetz zwar ergebnisoffen sein soll, aber gleichzeitig dem „Schutz des ungeborenen Lebens“ dienen soll. Ein Widerspruch in sich. Diese Situation ist für uns nicht ausreichend. Wir wollen die ersatzlose Streichung des §218. Wir wollen ebenso den §219 StGB abschaffen, in dem ein sogenanntes Werbeverbot festgeschrieben ist, bei dem es sich jedoch eigentlich um ein Informationsverbot handelt. Stattdessen wollen wir Angebote der freiwilligen Beratung ausbauen und Plankrankenhäuser dazu verpflichten, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen.”

    Die Linken und wer sonst immer wollen also, dass die Frau ohne staatliche Bevormundung oder Belehrungsversuche, wie sie das nennen über sich und ihren Körper entscheiden kann.
    Also heißt das, der sich entwickelnde Mensch ist sowieso absolut wurscht und der kann so oder so getötet werden, weil WERTLOS, WÜRDELOS – und wenn die Frau das will, dann ist das ihre alleinige Entscheidung, und das MUSS dann ein Arzt durchführen.

    Das ist ehrlich gesagt Wahnsinn.

    1. Das Ungeborene hat dann also keinen Schutz und kein Recht auf ein Leben? Es kann sich ja sowieso nicht wehren…
      Das kann doch niemand, der noch ganz bei Verstand ist, ernsthaft meinen.

      Wozu dann bitte zb Mutterschutz?

      1. Gangsterwalli,

        gute Fragen. Viel Wahnsinn im Spiel. Aber auch schwierige Probleme. Beispiel: Die Abtreibung aufgrund schwerer Behinderung: Euthanasie? Oder benutzen wir dafür nur einen anderen Begriff ?

        Ich freue mich immer über Statements von Frauen, die sich zu der Feststellung aufschwingen, wonach der Bauch ihr gehöre. Einfach und überschaubar.

        Ich befürchte jedoch, deren eigene Entwicklung während ihrer Pubertät, in der sich die weibliche Empathie entwickelt – oder eben nicht entwickelt – könnte eine Erklärung verbergen, wonach wir es zumindest heute mit einem ganz neuen Schlag von Frauen zu tun haben. Sofern dies zutreffen sollte – was ich wirklich nicht hoffen möchte – dann könnte hier eine Erklärung für die sich vollziehenden, tiefgehenden Wandlungen unserer Gesellschaften lauern.

        Dagegen wären der solar verursachte Klimawandel, die sich abzeichnende Übervölkerung der Erde, oder die sich ankündigenden Konsequenzen einer NWO, sowie ein Krieg mit Rußland allesamt nur Vogelschiss der Geschichte.

        O.T. Die Verurteilung der werbenden Abtreibungs-Arztin ist heute bestätigt worden

      2. @ Willy Wahnsinn
        @ Gangster-Geierwally

        Obwohl mein Herz eher links schlägt, halte ich den heutigen Feminismus zum großen Teil für ein Relikt aus den 70er Jahren.
        Zwar ist die Gleichstellung der Frau noch immer nicht erreicht, keine Frage, aber Debatten wie #Metoo und § 219a/218 knüpfen auch “fakten”-mäßig an völlig veralteten Vorwürfen an.
        Darum halte ich die Befürchtung, es gäbe einen “ganz neuen Schlag von Frauen” und hier könne die “Erklärung für die sich vollziehenden, tiefgehenden Wandlungen unserer Gesellschaften lauern” für sichtlich falsch, in seiner Funktionsweise ähnlich wie “die Flüchtlinge” oder “der Islam” sei eine “Erklärung für die sich vollziehenden, tiefgehenden Wandlungen unserer Gesellschaften”.

        Es ist schlicht DER ALTE Populismus auf allen Seiten.

        Der neue Populismus fügt dem hinzu:
        “Dagegen wären der solar verursachte Klimawandel, die sich abzeichnende Übervölkerung der Erde, oder die sich ankündigenden Konsequenzen einer NWO, sowie ein Krieg mit Rußland allesamt nur Vogelschiss der Geschichte.”

        Methode des Populismus ist und war schon immer zu behaupten, irgendetwas belaste “das Volk”, weswegen es ihm schlecht gehe. Das ist irgendwie immer “richtig” (zugleich meist falsch im Vergleich zu früher; die Behauptung “früher war alles besser” längst als falsch entlarvt, trotzdem wirkt die Lüge immer wieder, seit Jahrhunderten).
        Ziel des Populismus ist und war schon immer, einen “Retter” – SEINEN “Retter” – zu präsentieren, einen “Befreier” des ach, so unterdrückten Volkes.

        Mal hieß er Jesus, mal Mohammed, in der Neuzeit wurden und werden Diktatoren angebetet, alle bis heute unvergessen und imitiert. Seit der Antike scheint sich da nicht wesentlich etwas verändert zu haben.

        Es ist nicht grundsätzlich falsch, ein “Wir” gegen “Die” zu vertreten, der Wettbewerb um die beste Lösung aller Probleme ist Grundprinzip einer Demokratie.
        In einer zweifellos globalisierten Welt muß dieses Grundprinzip endlich auch global umgesetzt werden. Man kann das Rad der Geschichte auch nicht zurückdrehen, indem man populistisch nationale, rassistische, religiöse oder feministische “Lösungen” propagiert.

        Wir müssen uns GLOBAL auf Werte einigen, die #unteilbar sind.

      3. Wenn das Urteil bestätigt wurde, dann ist das sehr gut.
        Es lässt auch begreifen, welchen SInn Gesetze und die Einhaltung dieser bzw welchen SInn ein Strafrecht hat.

        “Mein Bauch gehört mir” stimmt nur insoweit, als die Frau mit ihrem Bauch tun kann, was sie will, sich schwängern lassen kann so viel sie will, abtreiben kann so viel wie sie will usw, allerdings darf sie nicht einfach Herrin über das Leben eines anderen spielen, sie darf das Kind nicht töten. Das darf auch sonst niemand, darum ist Töten verboten und strafbar; wenn man dies 5 Jährigen erklärt, verstehen die das. Und deshalb gibt es eine Regelung, quasi eine “Erlaubnis”, dass unter ganz bestimmten Indikationen und Voraussetzungen Abtreibung trotzdem erlaubt ist, weil es sein kann, dass die Frau gar nicht in der Lage wäre ein Kind aufzuziehn, für es zu soren oder dass sogar ihr Leben gefährdet wäre, auch dass sie eben von einem Mann vergewaltigt wurde und es unmöglich wäre, das Kind zu lieben uswusf, auch das verstehen schon 5Jährige.

        Allerdings habe ich die Befürchtung und nehme es deutlich so wahr, es geht nicht darum, vernünftig, solide und menschenwürdig zu diskutieren und darüber nachzudenken, sondern es geht nur darum den Menschen an sich zu entmenschlichen. Ja, da wäre die Empathie, das Mitgefühl, das Sich-reinversetzen-können in Beweggründe, in das Leid, in die Lebensumstände, die Vorstellungen anderer, das Sinnhafte am Leben überhaupt, die Idee vom nackten Leben, die Idee von Familie, Idee von der Mutter-Kind-Symbiose bis zur Adoleszenz, Idee vom Entstehen des Lebens und dem Sinn des Menschseins an sich in der Welt, all das ist meist irrelevant, es geht primär immer nur um die Umsetzung von Interessen von den einen zu Ungunsten der anderen. Menschen(gruppen) gegeneinander ausspielen, und die Konkurrenz verschärfen, das treibt an. Und glauben zu wissen, dass man selber immer der beste Mensch sei und natürlich unfehlbar, selber natürlich immer völlig richtig liegt. So sind sie, die Globalisierungsgewinner, auch andere FanatikerInnen sind so. Und die einen werden darum kämpfen ihre Abtreibungsfabriken zu bekommen und ihre völlige Legalisierung unerwünschtes Menschenleben töten zu dürfen.

        Der Mensch lebt eben nur vom Brot alleine. So viel ist schon mal klar.

  23. Wir werden uns nicht global einigen, weil von den Globalisten diktiert wird, wie wir uns global zu einigen haben.

    Diese Art von Einigung bezeichnet nicht nur der Populist als Unterwerfung.

    Was Euch derzeit noch fehlt ist die Anwendung physischer Gewalt, nachdem die psychische Gewalt zunehmend an Wirkung zu verlieren scheint.

    Schon garnicht wird ein Populist – oder wie immer man gebrandmarkt wird – sich mit Linken, also mit Globalisten auf Werte einigen können. Ein Ding der Unmöglichkeit. Erstens merken immer mehr Leute, daß Globalismus nichts anderes ist als Marxismus in neuer Robe. Zweitens haben LInke keinerlei Sensorik für das, was man Wert nennen dürfte.

    So ist auch nur mit dieser strukturellen Wertefreiheit der Linken zu erklären, wie jemand vom Grundprinzip der Demokratie schwadroniert, welche er jedoch gleichzeitig zugunsten der Globalisierung abschafft, um anschließend ausgerechnet den (politischen) Wettbewerb als Lösung aller Probleme und Grundprinzip einer Demokratie darzustellen.

    So jemandem unterwirft man sich nicht freiwillig. Da darf ich doch um Zwang bitten.

    Ansonsten wartet man wohl besser auf die nächste Wirtschaftskrise, deren Eintreffen uns die Linken ja geradezu garantieren.

    1. Abgesehen vom Nachbeten der Gauland’schen Ergüsse ist Ihr Beitrag erstaunlich inhaltsleer.

      Offenbar ist Ihnen der Unterschied zwischen Diktat und Einigung nicht ganz klar, vielleicht unterschätzen Sie auch lediglich die Kraft, die demokratische Prinzipien entfalten können, möglicherweise verängstigt Sie auch nur der Blick über den heimischen Tellerrand hinaus in die weite Welt der kleinen Kugel, die wir “Erde” nennen.
      Ziehen Sie Mauern um ihr trautes Heim und schließen Sie die Fensterläden. Das ist zwar ein wenig dunkel, aber das war es damals im Mutterleib ja auch.
      Vor allem: Meiden Sie das Internet! Es funktioniert global, ist also brandgefährlich!

  24. Liebe Fotobiene,

    Das ist schon mal ein Anfang: Gaulands Ergüsse sind inhaltsreich.

    Ich weiß allerdings nicht, wie Sie darauf jetzt gekommen sind, und es war bedauerlicherweise auch bereits der Höhepunkt ihres irgendwie östrogen rüberkommenden. Es bemüht sich das Opfer einer Illusion, was derartige Beiträge tatsächlich bewirken.

    Vielleicht sollte man sich in der ersten Zeile nicht dermaßen verausgaben. Und versuchen Sie es mal mit Handarbeiten.

  25. Gaulands Ergüsse halte ich keineswegs für inhaltsreich, was Ihnen einen Rückschluß darauf ermöglichen sollte, wie mein Satz, über den Sie nicht hinauskamen, gemeint war.
    Dies nur als kleine Verständnishilfe.

    1. Gauland ist sehr einschätzbar und hält mit nichts hinterm Berg. Er spricht direkt aus was er denkt. Da ist er auch angreifbar. Gut so.

      Andere reden mit gespaltener Zunge, und viele sind OpportunistInnen, die sind hochproblematisch und eine große Gefahr, aber man kann sie weder fassen, noch angreifen. Sehr schlecht.

  26. Also weitgehend kann ich mich ja mit den Thesen anfreunden (na gut, Schirach, seine angeblichen Mandate und sein Schreibstil haben ohnehin schon mal eine eigene Kolumne erhalten, das fällt eher unter Dauerfehde).

    Auch dass der TS-Autor eher dröge Thesen aufstellt, aber keine Lösungen anbietet, stimmt.

    Aber mE war der “Lösungen, nicht nur Probleme zeigen-Anteil” in Fischers ZON-Kolumne auch nicht gerade sehr hoch, ich denke da zB an die “wie hoch ist der Migrantenfleisch-im-Mittelmeerfisch-Anteil” Passage und andere allgemeinpolitische Themen.

    Bissige Kritik ja, Lösungsvorschläge – außerhalb des fachlich-juristischen, zB 5-Augen-Prinzip bei Revisionen und mehr Stellen beim BGH für dessen Umsetzung – eher weniger. Und dass ein unqualifizierter TS-Journalist und ein zB für Migrationsfragen ebenfalls eher unqualifizierter Strafsenatsvorsitzender sich äußern, ist dann nichts Ungewöhnliches oder jedenfalls nichts, was man mit zweierlei Maß messen sollte.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia