Partner von:
Anzeige

Wegen Bericht über angebliche Vergewaltigung: Cristiano Ronaldo will den Spiegel verklagen

Der Spiegel berichtet über Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo
Der Spiegel berichtet über Vergewaltigungsvorwürfe gegen Cristiano Ronaldo

Ein Bericht des Spiegels über Vergewaltigungsvorwürfe gegen Fußballstar Cristiano Ronaldo in der aktuellen Ausgabe hat offenbar ein juristisches Nachspiel: Laut Reuters will der deutsche Anwalt des Fußballers, Christian Schertz, das Hamburger Magazin auf Schadensersatz verklagen. Die Beschuldigungen seien "offensichtlich illegal".

Anzeige

Der Spiegel hatte vergangene Woche im Heft und online über den Vorwurf gegen Ronaldo berichtet (Spiegel+). Dem Artikel zufolge soll die US-Amerikanerin Kathryn Mayorga 2009 von Ronaldo vergewaltigt worden sein und in der Folge eine Verschwiegenheitsklausel mit dem mehrmaligen Weltfußballer geschlossen haben. Ronaldo habe der Frau dafür 375.000 US-Dollar gezahlt. Diesen außergerichtlichen Vergleich will der Anwalt Mayorgas nun in einer Zivilklage in Nevada anfechten.

Der Fall war in den Grundzügen bereits 2017 bekannt geworden. Auch damals berichtete der Spiegel über den Vorwurf. Der aktuelle Bericht könnte für das Magazin aber ein juristisches Nachspiel haben: Medienanwalt Christian Schertz, der Ronaldo in Deutschland vertritt, kündigte Reuters gegenüber eine Klage auf Schadensersatz an.

In den Augen des Anwaltes ist der Vorwurf “offensichtlich illegal”. Bei dem Bericht handle es sich um eine “unzulässige Verdachtsberichterstattung im Bereich der Privatsphäre”, laut Schertz eine der “schwerwiegendsten Verletzungen der Persönlichkeitsrechte in den vergangenen Jahren”.

Anzeige

Alfred Weinzierl, der stellvertretende Chefredakteur des Spiegel, sagte gegenüber Reuters, dass die Redaktion im Vorfeld der Veröffentlichung mehrfach mit dem Management und dem Anwalt Ronaldos in Kontakt getreten sei. Eine Antwort auf die Fragen habe sie aber nicht bekommen. Zudem sei bislang noch kein Schreiben des Anwaltes beim Spiegel ankommen, betont ein Sprecher gegenüber MEEDIA.

Auch nach der vergangenen Berichterstattung des Spiegel über die Vergewaltigungsvorwürfe gegen Ronaldo hatte dessen Anwalt, damals Johannes Kreile, mit einer Klage gedroht. Laut dem Spiegel-Sprecher wurde den Hamburgern aber nie eine zugestellt.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Diese Verdachtsberichterstattung und öffentliche Anprangerung von angeblichen Vergewaltigungen und somit Rufmord von Männern von diversen Zeitungen und medien ist ein großes Dilemma.

    Sehr gut, wenn endlich geklagt wird. Was anderes wird den betroffenen Männern nicht übrig bleiben.

      1. Es gibt keinen Grund zu glauben was da abgedruckt ist. Keinen einzigen Grund.

        Wenn es für Sie Herr Zeng eine Bereicherung Ihrer eigenen sexuellen Träume, Fantasien und Wünsche ist über angebliche Sexgeschichten von Stars und Promis zu lesen, dann ist das Ihr Ding.

    1. Es wird doch nicht geklagt, wie bisher immer im Fall Ronaldo. Beim letzten Mal, als er resp. seine Anwälte hier in Deutschland losklagen wollten, endete das Verfahren mit einer Haftstrafe (auf Bewährung) und einer Strafe über 14 Mio. €. Für Ronaldo. Übrigens, werte Maskulinisten hier im Kommentarbereich: Die Schweigegeldzahlung, die Ronaldo schon geleistet hat, trägt ebenso wenig zu seiner Glaubwürdigkeit in dieser Sache bei wie die jetzt aufgetauchten Einlassungen von ihm. Hätte man in der Geschichte eigentlich lesen können.

  2. Man sollte zum eigenen Schutz und der aller anderen, sowohl als Promi, als auch als normaler Mensch, also Mann und Frau wirklich über jeden einzelnen intimen Kontakt und Geschlechtsverkehr ab sofort Aufzeichnungen machen, Wann, wo, mit wem, Dauer, genaue Beschreibung des Hergangs, der Durchführung, am besten wäre eben überhaupt eine Dokumentation per Videoaufzeichnung und es dann sogleich einer weltweiten Datenbank (für medien, Polizei und Staatsanwaltschaften) zur Verfügung stellen.

  3. @Meyer

    Um was geht es und ging es denn? Steuerdelikte? Ohje.

    Wann hatten Sie eigentlich das letzemal mit wem Analverkehr? Und war das einvernehmlich oder nicht, eher nicht ist anzunehmen, denn Sie scheinen ein Problem mit dem richtigen Glauben zu haben – und hat überhaupt die Finanz schon nachgeforscht bei Ihnen?

    Sie müssen nicht antworten, es reicht, was Sie oben schrieben, um Ihre Glaubwürdigkeit einzuschätzen.

    1. Dr.Gombocz sagt:
      02.10.2018 um 10:59 Uhr

      @Meyer

      Wann hatten Sie eigentlich das letzemal mit wem Analverkehr?

      Analverkehr ist die übliche Sexualpraktik unter homosexuellen Männern. Die Chancen hier einen homosexuellen männlichen Diskutanten bzw. Artikelschreiber zu treffen halte ich für sehr hoch. Schließlich ist Homosexualität in Deutschland der Normalfall und wird sogar medial propagiert und sogar deren Gegnerschaft unter bestimmten Voraussetzungen strafrechtlich verfolgt. Ich kann daher Ihrem Einwand

      Dr.Gombocz sagt:
      02.10.2018 um 10:59 Uhr

      @Meyer

      Und war das einvernehmlich oder nicht, eher nicht ist anzunehmen,

      nicht ganz folgen. Hier für Deutschland hat Gültigkeit: Analverkehr ist ausdrücklich gewünscht! In Columbien mag das anders sein oder im Iran, aber hier in Deutschland kommt Ihre Fragestellung einer Denunziation aus niederen Beweggründen gleich.

      1. Analverkehr unter Männern ist ausdrücklich erwünscht und sicher immer einvernehmlich, aber
        Analverkehr mit Frauen ist nicht o.k. und immer eine Vergewaltigung? Wer sagt das? Und Analverkehr mit kleinen Jungs?

        Wieso soll man nicht auf geilen Analsex stehn? Wer will das einer Frau verbieten?

      2. Dass Analverkehr in Deutschland ausdrücklich erwünscht sei, wie Sie schreiben, das hat mit Spiegel, Ronaldo und 2009 was zu tun?

        Ob jemand vergewaltigt wurde oder jemand jemanden anal oder genital vergewaltigt hat, das wissen wir alles nicht, auch Frau und Herr Meyer nicht, und wir wissen auch sonst nichts, weder über Ronaldo, noch über Meyer und Meyer weiß auch nichts über Ronaldo, außer was in der Zeitung steht, das ist lesbar, und trotzdem kann man es nicht wissen, darum ist es auch wurscht ob Meyer Ronaldo grundsätzlich für glaubwürdig hält oder nicht, wenn er oder sie selber gar nicht wissen kann, ob er oder sie überhaupt zuständig ist dies zu beurteilen, darum ist ja der WITZ an der Sache, dass Herr oder Frau Meyer durchaus woanders etwas sehen könnte oder möchte, was nicht dort ist, sondern wiederum ganz woanders schlummert uswusf

        Merken Sie was am Wahnsinn?

  4. Die Branche scheint keine Lehren aus dem erst letzte Woche juristisch aufgearbeiteten Fall „Kachelmann vs. Springer“ gezogen zu haben.

    Mit dieser Titelstory könnte der SPIEGEL die Grenzen der „Verdachts Berichterstattung“ tatsächlich überschritten haben und hoffentlich bekommen die Anwälte von Ronaldo auch eine Klage in den USA durch, damit es endlich einmal richtig teuer sehr teuer für den Spiegel wird Aber der SPIEGEL ist nicht alleine. Auch eine bekannte Linken-Politikerin scheint auf die Unschuldsvermutung zu pfeifen, wenn der vermeintliche Täter ein Mann ist …

  5. Für jemand wie Ronaldo galt und gilt dasselbe, wie im Fall Kachelmann und andere Man ist, egal, ob sich hinterher herausstellt, dass alles ganz anders war, ruiniert. Letztendlich sollte das in einem “Rechtsstaat” Sache der Justiz sein.

    1. Darum verstehe ich auch absolut nicht warum darüber überhaupt so berichtet werden darf und keiner was dagegen machen kann.

      Man muss sich mal vorstellen, wenn das, diese Medienhetze jemand aus der eigenen Familie, dem Freundeskreis, dem nahen Umfeld betrifft.
      Ich würd jedenfalls “durchdrehn”.

      1. Genau. Warum eigentlich darf die Presse über angebliche Straftaten schreiben, bevor ein Urteil ergangen ist? Wer erlaubt diese ewige Verdachtsberichterstattung — über Osama und Saddam, über Watergate und Barschel, über Hoeness, Ulrich, Wulff und Weinstein?

        Also, wenn ich mir vorstelle, Bin Laden wäre mein Patenonkel oder Nixon meine Oma … hoffentlich macht bald einer was … ein starkes Mannsbild …

      2. Mal ganz ehrlich:
        Taugt Ihnen die/eine Verdachtsberichtserstattung so sehr?

        Ich empfinde durchaus Unbehagen und weiß nicht, ob es wirklich Sinn macht, wenn ich medial so viel um die Ohren gehauen bekommen, was sich ja ohnehin nicht beeinflußen lässt oder man selbst nicht richtig einordnen kann bzw auch gar nicht Bürgerpflicht ist, eben weil es viel zu komplex ist.

        Ich seh es als Teufelkreis.

      3. Direkt andersrum gefragt:

        Wozu gibt es eigentlich Richter, wenn das eh die Gesellschaft zsamt Zeitungen hundertmal besser erledigen kann, nämlich jemanden persönlich und sozial komplett ruinieren und somit definitiv verurteilen?

      4. Mal im Ernst: Die wichtigsten Aufgaben der Presse sind es doch, unabhängig zu informieren und als “Vierte Gewalt” ein Korrektiv zu sein. Dazu gehören auch und gerade Enthüllungen, die – seriöse Recherche vorausgesetzt – oft überhaupt erst Straftaten oder Missstände bekannt machen, ggf. auch der Justiz.

        Bei Ronaldo geht es nicht um eine beliebige Privatperson aus Ihrem privaten Umfeld, und es wird auch nicht gegen ihn “gehetzt”, es wird noch nicht einmal eine Straftat “enthüllt”, sondern unter Bezug auf ein nachweislich geflossenes Schweigegeld exklusiv berichtet, dass sich die eine Seite nun nicht mehr an die Vereinbarung halten will. Verstehen Sie: Es wird ein Streitfall referiert und dessen aktuelle Entwicklung.

        Eine erneute Forderung an einen Superpromi wegen eines nicht ganz neuen Vorgangs ist allemal eine Nachricht, aber sie ist deshalb keine Vorverurteilung. Die Existenz des Schweigegeld-Vertrages darf zwar nicht als förmliches Schuldeingeständnis gewertet werden, aber dass ein Ronaldo Hunderttausende bezahlt, um einen erfundenen Vorwurf aus der Welt zu schaffen, glaubt doch kein vernünftiger Mensch.

      5. Woher wissen Sie was von einem sog “Schweigegeld”?

        Aber generell ist es unabhängig von jedem Einzelfall so, dass Männer oftmals Frauen sponsern, sie für Sex zahlen, das nennt sich gelegentlich auch Prostitution. Gerade Analsex und spezielle andere Praktiken kosten halt entsprechend. Aber wie gesagt, das ist allgemein so.

        Redakteure, Journalisten sind auch keine Ermittler und auch keine Staatsanwälte. Es gibt meines Wissens in einem Rechtsstaat unter anderem sogenannte Strafverfahren und da wüsste ich nicht, dass die Presse da eifrig mitwirken sollte, also legitimiert wäre Opfer namentlich als übereifrige Vorarbeitsleistung zu befragen und dies zu veröffentlichen, oder polizeiähnliche Ermittlungen zu leisten, Zeugen einzuvernehmen, und dann zu sagen, ja wir haben jetzt festgestellt, das ist alles wahr, das ist glaubhaft, wir wissen jetzt wer der Täter ist und wir wissen, dass er eben schuld ist und damit jetzt alle Menschen gleich wissen wie schuld der ist, schreiben wir einen super Artikel über das Schwein – namentlich und am besten noch mit vielen sonstigen Details und geilen Gschichten, und veröffentlichen das.

        Was hat sowas mit Information zu tun?

      6. Ronaldo sei/ist ein Vergewaltiger, das wird suggeriert, und nur um das geht es. Das ist auch genau so gewollt, dass dies geglaubt werden soll.

  6. Ach, ich verstehe nun, Sie wollen darauf hinaus, dass bestimmte Sexualpraktiken per Gesetz zwischen Männer und Frauen verboten sind und zwischen Männern aber alles erlaubt ist. Und es soll dann in weiterer Folge AnalSex mit minderjährigen Jungs auch erlaubt sein, und Inzest sowieso etc, also zukünftige richtungsweisende Optionen, das hab ich natürlich nicht mitbedacht.
    O.k., da mögen Sie ja als Experte Recht haben.
    (Darum wäre es eben wichtig immer alles per Video aufzuzeichnen und an diese Datenbank zu senden, wie ich vorgeschlagen habe.)

    Nun, der Forist kann auch eine Frau sein. Dann wäre es ja sowieso blöd, sehr blöd, da haben Sie auch wieder Recht.

    Sie meinen also, es wäre sinnvoll generell nichts über Sex zu schreiben, damit keiner und keine denunziert wird was INTIMES und PERSÖNLICHES betrifft?

  7. Die Mehrheit der Kommentatoren hat echt nicht mehr alle Tassen im Schrank. Das ist sogar noch unter BILD- Niveau.

    1. Es gefällt Ihnen. Weil es eben so anders ist. Vollkommen verstehbar.

      Das ist spielerisches Wortkünstlertum. Das Niveau nicht exzessiv krankhaft steigern und sich gegenseitig zu beweihräuchern, wie das üblicherweise alle sonst überall tun, aus Habgier, Machtgier, reinstem Kollektiv-Narzissmus, nein, sich völlig unbedarft, bescheiden, aus freien Stücken spontan dem Ungewissen ausliefern und abwarten was passiert.

      Dass einer gescheiter und noch brillanter schreiben will als der andere, und sich alle aber gegenseitig immer nur zustimmen und seit Jahren den gleichen Topfen schreiben, das finden Sie ja überall in diversen Foren. Urlangweilig. Wie eine blökende Schafherde.
      Aber selbstbewußt raustreten aus dieser Versklavung, und frei und ungezwungen sein Ich veräussern, das macht nur jemand, der und die , wie Sie es so begreifend formulieren, echt nicht alle Tassen im Schrank hat.
      Das Niveau von BILD ist in der Tat so wie das von allen üblichen Magazinen und Zeitungen: eine hochmütige Rechthaberei.

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia