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“Von Facebook wird mir schlecht”: Das Social Network steht nach gigantischer Sicherheitslücke erneut am Pranger

“Facebook ist keine gemeinnützige Veranstaltung”, sagt Kartellamts-Chef Mundt
"Facebook ist keine gemeinnützige Veranstaltung", sagt Kartellamts-Chef Mundt

Das weltgrößte soziale Netzwerk kommt einfach nicht aus den Negativschlagzeilen. Das Eingeständnis vom Freitag, dass 50 Millionen Nutzerkonten in die Hände von Hackern gefallen sind, befeuert erneut die Debatte um die Sicherheit des Social Networks. Investoren, Leitartikler und gemeine Nutzer reagieren nur noch mit Kopfschütteln auf das neuerliche Datendesaster des immer noch sechstwertvollsten Konzerns des Welt.

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Der Vermögensverwalter Cody Willard brachte auf den Punkt, was viele Millionen Nutzer in diesen Tagen denken dürften: “Mir wird so schlecht von Facebook”, schrieb Willard am Wochenende in seinem Blog nachdem der 46-Jährige herausgefunden hatte, dass er sich unter den Betroffenen des jüngsten Hacker-Angriffs befand.

“Ich habe keine Ahnung, was “View As” (das Feature, durch das Hacker Zugriff auf die Nutzerprofile erhalten haben – Anm. d. Red.) ist, und ich habe es auch nie genutzt, bin aber Teil der 50 Millionen Konten, die gehackt wurden. Super, Facebook, super”, merkt Willard ironisch an.

“Facebook besch…t uns alle”

Vor allem an der erneuten Rechtfertigung des weltgrößten Social Networks, das beim Eingeständnis der Hacks betonte, “die Privatsphäre und Sicherheit unserer Nutzer ist uns enorm wichtig”, stößt dem Fondsmanager auf.

“Facebook besch…t uns alle. Euer gesamtes Business Modell beruht darauf, dass ihr die Privatsphäre von Nutzern missbraucht”, rechnet Cody Willard mit Facebook ab, dessen Aktie der Vermögensverwalter vor sechs Jahren einst zu Kursen von um die 20 Dollar einsammelte.

“Die Idee, dass man die Kontrolle über seine Daten hat, ist lachhaft”

In die gleiche Kerbe schlägt der re/code-Redakteur Kurt Wagner, der sich fragt: “Warum sollte noch irgendjemand Facebook seine persönlichen Daten anvertrauen?”

Wagner zieht Facebook vor allem für die  groß angelegte Kampagne zur Rückgewinnung des Nutzervertrauens nach dem Datenskandal von Cambridge Analytica zur Rechenschaft, das nun erneut erschüttert ist. “Die Idee, dass man die Kontrolle über seine Facebook-Daten oder Privatsphäre besitzt, erscheint nach den vergangenen zwölf Monaten lachhaft”, watscht das Tech-Portal den Social Media-Pionier ab.

#DeleteFacebook-Bewegung gewinnt wieder an Dynamik

Auf Twitter machen Nutzer ihrem Ärger über Facebook unterdessen Luft und verkünden einmal mehr, ihr Facebook-Konto  löschen zu wollen – die #DeleteFacebook-Bewegung gewinnt an neuer Dynamik.

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