Partner von:
Anzeige

3,8 Mio Euro: So viel Geld verdiente der niederländische De Correspondent (fast) nur mit Abo-Gebühren in 2017

Bildschirmfoto-2018-09-27-um-11.54.47.png

Die 2013 gestartete niederländische Website De Correspondent gilt international als Vorzeige-Projekt in Sachen Paid Content und Crowdfunded Journalism. Die Seite setzt fast ausschließlich auf eine Finanzierung durch Abo-Gebühren und ist komplett werbefrei. Im nächsten Jahr soll eine weltweite Kampagne ausgerollt werden, um ein neues, englischsprachiges Angebot zu etablieren.

Anzeige

Gerade hat De Correspondent eine Art Transparenz-Offensive in eigener Sache gestartet. Wie Co-Gründer Ernst Pfauth auf Medium.com mitteilt, wollten die mittlerweile rund 60.000 Abonnenten detaillierte Zahlen und Aufschlüsselungen darüber haben, aus welchen Quellen die Einnahmen stammen und wofür das Geld verwendet wird. Ein Abo von De Correspondent kostet 7 Euro pro Monat oder 70 Euro pro Jahr. Dem Wunsch der Abonnenten, bzw. Mitglieder kommt De Correspondent nun nach.

Anzeige

Demnach stammten im vergangenen Jahr 78% des Umsatzes in Höhe von 3,8 Mio. Euro von den Abo-Gebühren. Die mit immerhin 14% zweitgrößte Erlössäule waren Buchverkäufe der De Correspondent-Autoren. 2015 machten die Buchverkäufe noch magere 2% des Umsatzes aus. Eine angeschlossene Redner-Agentur steuerte 2017 5,6% der Umsätze bei. Wie Pfauth schreibt, hat man sich aber entschlossen, aus dem Speaker-Business auszusteigen. Dies würde die Autoren zu sehr vom Kerngeschäft, dem Schreiben von De-Correspondent-Artikeln abhalten. Spenden machen 2% der Umsätze aus und Artikel-Syndication 0,4%.

Im nächsten Jahr soll eine Kampagne anlaufen, um eine internationale Version – The Correspondent – an den Start zu bringen. Diese soll komplett selbst finanziert werden, da die Beiträge der niederländischen Mitglieder hierfür nicht verwendet werden sollen. “Our Dutch members pay for Dutch journalism, so it doesn’t seem right to invest their membership fees in an international expansion”, so Pfauth. Die weltweite Kampagne soll vom bereits bestehenden US-Büro in New York koordiniert werden. Für die internationale Expansion hat De Correspondent bereits im Vorfeld 1,8 Mio. US-Dollar Kapital eingesammelt.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige
Werben auf MEEDIA
Meedia

Meedia