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“Sensationsgeilheit”, “Gefährdung der Demokratie”: Journalismus-Professor rechnet mit Döpfners BDZV-Rede ab

Journalismus-Professor Klaus Meier kritisiert Mathias Döpfners Forderung einer anderen Gewichtung der journalistischen Berichterstattung
Journalismus-Professor Klaus Meier kritisiert Mathias Döpfners Forderung einer anderen Gewichtung der journalistischen Berichterstattung

Springer-CEO Mathias Döpfner hat in seiner Rede beim BDZV-Kongress eine andere Gewichtung der journalistischen Berichterstattung gefordert und nahm auf die Vorfälle in Chemnitz und Köthen Bezug. Der Journalistik-Professor Klaus Meier widerspricht ihm nun vehement. Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Forderung des BDZV-Präsidenten nicht haltbar und stelle eine Gefahr für den Kern der Demokratie dar. Ein offener Brief.

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Von Klaus Meier

Sehr geehrter Herr Dr. Döpfner,

in Ihrer Rede als Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger auf dem BDZV-Kongress (die Rede in voller Länge, Anm. d. Red.), die zudem in der Welt veröffentlicht ist, fordern Sie eine andere Gewichtung der journalistischen Berichterstattung. Sie beklagen, dass über die Straftaten von Asylbewerbern, Flüchtlingen und anderen Ausländern ausführlicher und mehr auf den Titelseiten der überregionalen Medien berichtet werden solle. „Am Tag nach dem möglichen Mord in Chemnitz berichteten null von zwölf überregionalen Medien, die ich mir angeschaut habe, auf der Titelseite“, beklagen Sie. Auch eine Tat in Paris hätte größer aufgemacht werden sollen: „Und als am Tag nach dem Todesfall in Köthen ein Afghane in Paris sieben Menschen mit einem Messer verletzt, bleibt die Tat auf den meisten Portalen eine Randnotiz.“ Sie beschweren sich darüber, dass die Zeitungen mit dieser Gewichtung der „Verpflichtung zur Wahrheit“ nicht gerecht geworden seien.

Dieser Klage und Forderung muss ich aus wissenschaftlicher Sicht deutlich widersprechen.

Dass die Zeitungen zu wenig und zu wenig prominent über die Straftaten von Asylbewerbern, Flüchtlingen und anderen Ausländern berichten würden, ist ein wesentlicher Teil der Propaganda rechtsnationaler Gruppierungen. Und das nicht erst seit dem Aufkommen und dem Erstarken der AfD, der Pegida oder der Identitären Bewegung, sondern im Grunde seit Jahrzehnten. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Seit vielen Jahren belegen Inhaltsanalysen, dass Journalismus das Bild des „kriminellen Ausländers“ und verwandter Stereotype vermittelt. Fremde Menschen werden deutlich überproportional im Vergleich zur Realität als Täter dargestellt. Dies betraf in den 1960er und 1970er Jahren Gastarbeiter und seit den 1990er Jahren Asylsuchende und Flüchtlinge. Und jetzt – insbesondere nach der Silvesternacht in Köln – wählen die Zeitungen erneut vermehrt Ereignisse aus, an denen Ausländer als mutmaßliche Täter beteiligt sind, und sie erwähnen verstärkt die Nationalität von ausländischen Tätern. Sie berichten grundsätzlich mehr über Straftaten – und deutlich öfter und intensiver über die Beteiligung von ausländischen mutmaßlichen Tätern als von deutschen.

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Die verstärkte Berichterstattung über Kriminalität führt dazu, dass viele Menschen Angst haben, Opfer zu werden. Und das, obwohl die Straftaten in Deutschland auf einem niedrigeren Niveau sind als in den 1990er Jahren. Unser Land ist so sicher wie lange nicht mehr. Kriminologen stellen fest, dass die Kluft zwischen realer und gefühlter Kriminalität extrem geworden ist. Und Studien belegen, dass dies vor allem an der übertriebenen journalistischen Berichterstattung liegt. Zudem trägt die systematische Nennung ausländerspezifischer Attribute in der Kriminalitätsberichterstattung zu einer stereotypen Weltsicht der Menschen bei. Beides – die gefühlte Unsicherheit und die Forcierung von Stereotypen – sind ein Nährboden für das Gift des Nationalismus. Mit ihrer Berichterstattung tragen Zeitungen dazu bei, dass sich eine rechtsnationale Ideologie, die Angst vor Fremden, Vorurteile und Verunsicherung befeuert, in die Mitte der Gesellschaft frisst.

Die von Ihnen beschworene „Verpflichtung zur Wahrheit“ bedeutet also ganz im Gegenteil, dass die Zeitungen die Realität nicht übertrieben verzerren und in der Gewichtung der Kriminalitätsberichterstattung sich an den Tatsachen orientieren sollten. Dass null von zwölf überregionalen Tageszeitungen über einen Totschlag in Chemnitz berichten, entspricht absolut den journalistischen Qualitätsstandards. Die Zeitungen müssten sonst im Schnitt an jedem Tag im Jahr über einen Mord oder Totschlag auf der Titelseite berichten. Dass über die Verletzung von sieben Menschen durch eine Messerattacke in Paris alleine eine Randnotiz in deutschen Zeitungen erscheint, ist schon fragwürdig und bedient eher das Sensations- als das Informationsbedürfnis der Leserinnen und Leser.

Noch größer zu berichten, wie Sie es fordern, wäre Sensationsgeilheit und würde unser vertrauensvolles Zusammenleben und damit die Demokratie im Kern gefährden.

Zum Autor: Klaus Meier ist seit 2011 Professor für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt –  davor war er an der Technischen Universität Dortmund und der Hochschule Darmstadt. Meier ist Autor und Herausgeber verschiedener Lehrbücher zur Journalistik. Weitere Infos zu seiner Person gibt es unter journalistik.ku.de oder klaus-meier.net.

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Alle Kommentare

  1. Folgt man den Weisheiten des Professors, wäre es wohl am besten, Medien berichteten überhaupt nicht mehr über Straftaten. Da wäre die Bevölkerung aber beruhigt, gell?

    1. Nein, das folgt nicht aus dem, was er schreibt. Folgt man dem, was er schreibt, wäre es am besten, Medien berichteten ohne Verzerrung über Straftaten. Das heisst nicht: überhaupt nicht mehr. Zitat:

      “Die von Ihnen beschworene „Verpflichtung zur Wahrheit“ bedeutet also ganz im Gegenteil, dass die Zeitungen die Realität nicht übertrieben verzerren und in der Gewichtung der Kriminalitätsberichterstattung sich an den Tatsachen orientieren sollten.”

  2. “Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Forderung des BDZV-Präsidenten nicht haltbar und stelle eine Gefahr für den Kern der Demokratie dar.”

    Oho, “wissenschaftliche Sicht” und die derzeit allseits bemühte “Demokratie”!
    Worthülsen ersetzen mal wieder ideologische Kampfbegriffe, die man seriöserweise gar nicht äußern darf. Also dann eben “Wissenschaft” und “Demokratie”.

    Eine Demokratie und eine Gesellschaft, die Fakten und Wahrheiten nicht mehr aushält, ist zu bemitleiden.
    Das Demokratieprinzip ist überhaupt nicht tangiert, wenn über Straftaten von Menschen berichtet werden, die an der Demokratie mangels Staatsangehörigkeit gar nicht teilnehmen. Wenn schon denn schon.

    1. Unbequeme Wahrheiten sagt:
      26.09.2018 um 11:49 Uhr

      “Aus wissenschaftlicher Sicht sei die Forderung des BDZV-Präsidenten nicht haltbar und stelle eine Gefahr für den Kern der Demokratie dar.”

      Das die alleinige wissenschaftliche Sicht der Dinge schäbig ist, dazu ließen unlängst die Grünen/Bündnis 90 folgendes verlauten:

      Glauben, Religion und Philosophie können Orientierung und Perspektive in der unübersichtlichen Gegenwart liefern. Die Fokussierung auf die rein naturwissenschaftlichen Sicht war ein zentraler Fehler in den letzten Jahrzehnten.

      Das hat mit dazu beigetragen, dass die Akzeptanz wissenschaftlicher Ergebnisse deutlich gesunken ist.

      Die Akzeptanz kann nur erhöht werden, wenn andere Weltbilder als das naturwissenschaftliche anerkannt und bei Entscheidungsfindungen berücksichtigt werden.

      Quelle:

      https://twitter.com/GrueneBS/status/1043441433200545793

      oder alternativ:

      https://blog.fefe.de/?ts=a559a3df

      1. Schön, dass Sie Fefes Blog lesen. Fefe schreibt immer wieder, er erwarte von seine Lesern, dass Sie mitdenken. Das hat hier nicht mit Ihnen funktioniert.

        Das Zitat kommt nicht von “DEN Grünen” sondern von einem Hobby-Twitterer aus einem Kommunalverband der Grünen. Oder anders: ein Grüner hat das im Namen von seinem Kommunalverband geschrieben.

        Es ist Unsinn. Und es hat mit diesem Artikel hier gar nichts zu tun. Eine Nebelbombe.

  3. So langsam wird mir klar, woher die Begriffe Lückenpresse bzw. sogar Lügenpresse kommen, wenn solche “Professoren” die Journalistikausbildung machen. Denke mal, Döpfner als Chef eine Milliarden-Medienkonzerns mit Tausenden von Mitarbeiter an der Front kann es besser beurteilen als der Professor aus Eichstätt-Ingolstadt. Auf die Fakenews und inneren Widersprüche in diesem Text möchte ich deswegen gar nicht eingehen (jeder halbwegs interessierte Laie wird die selbst bemerken).

    1. Faszinierend und gleichzeitig deprimierend, dass bisher kein einziger der wütend Kommentierenden auch nur ansatzweise auf das mich sehr überzeugende Argument der Zahlen eingeht: “… Die Zeitungen müssten sonst im Schnitt an jedem Tag im Jahr über einen Mord oder Totschlag auf der Titelseite berichten…”. – Da hat also offenbar jemand einfach mal genau gezählt, oder?

      @ Wolfgang Wegener: Mir als “halbwegs interessierten Laie” sind trotz zweifachen Lesens keine “inneren Widersprüche” aufgefallen. – Mögen Sie mir qualifiert auf die Sprünge helfen?

      Wäre inmitten der hier dominierenden Polemik mal echt hilfreich…

      1. „ Dass null von zwölf überregionalen Tageszeitungen über einen Totschlag in Chemnitz berichten, entspricht absolut den journalistischen Qualitätsstandards.“ „Kriminologen stellen fest, dass die Kluft zwischen realer und gefühlter Kriminalität extrem geworden ist. Und Studien belegen, dass dies vor allem an der übertriebenen journalistischen Berichterstattung liegt.“

      2. @RTE2018:

        Ich hatte nach den angeblichen “Widersprüchen” gefragt.
        Ihre Antwort darauf lautet verkürzt (und von der Polemik befreit): “Der Fall in Paris ist wichtig für die Leser in Deutschland”.

        Damit benennen Sie nicht einen Widerspruch im Text, sondern sie äußern eine Meinung zur Relevanzeinschätzung der Meldung.

        Das ist sicher auch interessant, war aber jetzt nicht das Thema.
        Können Sie etwas zum Thema “Widersprüche” beitragen?

        @Wolfgang Wegener:

        Ich vermute, sie halten die Existenz “journalistischer Qualitätsstandards” und die Existenz von eine “übertriebenen journalistischen Berichterstattung” für einen Widerspruch im Text?

        Leider ist das kein Widerspruch. Leider gibt es zwar definierte und begründete “journalistische Qualitätsstandards” und gleichzeitig auch “übertriebene journalistische Berichterstattung”. Leider.

        Das beklagt der Text. – Wo ist der Widerspruch?

        Sie sprachen oben im Plural (“Widersprüche”). Haben Sie noch weitere (tatsächliche) Widersprüche entdeckt?

      3. Herr Bachmeier,

        Demokratie ist auf freien Informationszugang angewiesen.

        Worauf Sie sich stützen basiert auf einem eingeengten, speziellen Demokratie-Verständnis.

        Jeder Bürger muß sich selber überlassen sein, sich ein Bild machen zu können von dem, was in der Welt geschieht. Dies ist nicht möglich ist, wenn Journalisten filtern, weil sie glauben, ihre Berichterstattung danach ausrichten zu müssen, ihnen unliebsam erscheinenden politische Strömungen entgegentreten zu müssen. Indem sie Nachrichten weglassen, oder genehme Nachrichten besonders hervorheben.

        Wenn ihnen jedoch daran gelegen ist, daß Demokratie lediglich eine leere Hülse darzustellen hat ( vielleicht im Sinne von Ulbricht: laß es nach Demokratie aussehen, solange wir die Kontrolle haben), dann kann ihnen garnicht auffallen, noch würden Sie hinnehmen können , daß die hier durch einen Lehrbeauftragten vorgetragene Sicht auf die Aufgabe des Journalismus zur Demokratie in krassestem Widerspruch steht.

        Daraus folgt, daß ihre Aufforderung , Ihnen ihre Schein-Frage zu beantworten schlicht und einfach unaufrichtig ist.

      4. @Willi Wahnsinn

        Sie schreiben:
        “… wenn Journalisten filtern, weil sie glauben, ihre Berichterstattung danach ausrichten zu müssen, ihnen unliebsam erscheinenden politische Strömungen entgegentreten zu müssen.”

        Sie haben recht: Wenn das die Motivation für Journalisten ist, zu filtern, wäre es demokratiefeindlich und unredlich. Es gibt aber sehr redliche Gründe, zu filtern:

        Zum Beispiel das Ziel, eine zahlenmäßige Verhältnismäßigkeit abzubilden.
        Nehmen wir also an, es geschehen in X-Stadt stastisch pro Tag 10 Gewaltverbrechen. Davon 9 von Deutschen und 1 von Ausländern. Pro Monat also 300 Fälle. 30 mit ausländischen Tätern, 270 mit deutschen Tätern.

        Ein Massenmedium, das dieses Zahlenverhältnis realistisch abbilden will, hat zwei (redliche) Möglichkeiten:

        a) es meldet jeden Tag alle 10 Fälle.
        b) es meldet eine proportionale Auswahl. Also z.B. über den Monat 9 Fälle mit deutschen Tätern und einen Fall mit ausländischen Täter.

        Die unredliche Variante:
        c) es meldet über den Monat alle ausländischen Täter, also 30 und die deutschen Täter wie in Variante b) also 9.

        Mit der Variante c) würde das Medium nicht nur das Zahlenverhältnis verzerren, es würde möglicherweise eine politische Strömung manipulativ begünstigen.

        Gegen diese Variante c) wendet sich der von ihnen kritisierte Wissenschaftler. Ich teile seine Meinung.

    2. @RTE2018:
      @Wolfgang Wegener:

      Möglicherweise ist Ihnen das mit dem Unterschied zwischen “Widersprüchen” und “Meinung” etwas zu kompliziert. Daher eine einfachere Frage:

      Kernthese des Wissenschaftlers ist ja, dass die quantitatvie Verhältnismäßigkeit nicht stimmt. Konkret schreibt er:
      “Die Zeitungen müssten sonst im Schnitt an jedem Tag im Jahr über einen Mord oder Totschlag auf der Titelseite berichten.”

      Da ich noch nicht verstanden habe, was Ihre Kritik am Wissenschaftler ist, folgende Frage:

      Sind Sie denn der Meinung,

      a) dass tatsächlich jeder Mord oder Totschlag auf der Titelseite aller Zeitungen berichtet werden soll?

      b) dass die der These des Wissenschaftlers zugrunde liegende Anzahl der Mord- und Totschlagsdelikte falsch ist?

      c) dass Mord- und Totschlagsdelikte nur dann für die Öffentlichkeit relevant sind, wenn sie von Ausländern begangen werden?

      Eine von den drei Antworten muss ja Grundlage Ihrer Kritik sein. – Oder habe ich etwas übersehen?

      1. Also, mir fällt auf, dass über Tötungsdelikte zwischen Asylbewerbern z. B. in deren Erstaufnahmeeinrichtungen als auch bei Tötungsdelikten zwischen sog. Biodeutschen nur in Ausnahmefällen prominent berichet wird. Z. B. wg. Bekanntheit von Täter oder Opfer, besonderer Grausamkeit etc. Damit ist das Meiste bereits erledigt. Anders sieht es aus, wenn ein Asylbewerber einen Deutsche tötet oder umgekehrt. Und dass sich in Chemnitz nach einem derartigen Delikt „wie aus dem Nichts“ (so die Polizei) Hunderte auf der Straße versammelten, zeigt, dass es egal ist, ob die Presse überregional berichtet oder nicht: Die Vorstellung: Zeitung berichtet nicht, also erfährt kaum jemand was, halte ich für naiv. Damit schaden sich Zeitungen nur, und da hat Döpfner recht.

        Übrigens: Die Bundeskanzlerin und etliche Großmedien sprachen in Chemnitz von Hetzjagden. Maaßen bestritt das, und er hatte Recht damit. Die sich anschließende Jagd auf Maaßen, der weg musste, weil er die Wahrheit sagte, halte ich für eine der größten journalistischen Fehlleistungen der jüngeren Geschichte. Und ich frage mich, was die Regierung denn macht, wenn wir wirklich mal ne Krise wie z. B. den Lehmann-Zusammenbruch haben.

      2. @Klaus
        Sie schreiben:

        “Wenn Migranten/Asylbewerber hier Leute umbringen, dann hat das auch eine politische Komponente, diese Taten sind ja praktisch zu 100% vermeidbar.”

        Das trifft auf die Fälle zu, wo ein Täter hätte abgeschoben werden sollen und das nicht passiert ist, und vermutlich noch auf die Fälle, wo die Entscheidung über einen Asylantrag negativ wäre, die Entscheidung aber noch nicht gefallen ist wegen irgendwelcher Missstände in den Entscheidungsprozessen. Das ist schlimm und hat eine politische Komponente, ja. Das waren aber nicht 100% der Fälle. Oder inwiefern meinen Sie “vermeidbar”?

      3. @Klaus
        Alles von Ihnen Aufgezählte passt ja unter das “wo ein Täter hätte abgeschoben werden sollen und das nicht passiert ist”, was ich geschrieben hatte.
        Allerdings sprachen wir von Mord und Totschlag und Vermeidbarkeit, nicht von sämtlichen nicht vollzogenen Abschiebungen.

      4. @RTE2018

        Sie stellen sich Änderungen am Asylrecht/Einwanderungsgesetze vor, verstanden, und vielleicht meinte ja auch Klaus das mit “praktisch zu 100% vermeidbar”. Wo da auf der Linie der angemessene Punkt zwischen lasch und scharf liegt, ist einfach eine andere Diskussion als die Frage, wie gross das Problem von Mord und Totschlag ist, das durch Nichtvollzug bestehender Gesetze entsteht.

      5. @RTE2018:
        “Das einzige, was Ihnen dazu einfällt, ist die Einrede dass auch Deutsche Straftaten begehen (was ja überhaupt niemand bezweifelt) und dann beginnen Sie damit, die Vertuschung der Berichterstattung über Asylantenkriminalität zu fordern”

        Weder das eine noch das andere habe ich hier irgendwo getan. Dass Vielen die Fähigkeit zur Differenzierung fehlt, sobald es ums Thema Flüchtlinge geht, ist das grosse Problem.

      6. @RTE2018

        Die Unfähigkeit, Komplexität auszuhalten, gibt es an beiden Enden des Spektrums. Die Lösungen, die ja dringend nötig sind, entstehen da deshalb nicht.

      7. @RTE2018
        Tue ich nicht, wie kommen Sie darauf? Ah, ich weiß: Weil Sie, sobald mal jemand etwas differenzierte Ansichten hat als Sie, sofort einen Linken sehen, oder eben “Speichellecker”, “Lügenpresse-Apologeten”, “Flüchtlingsmutti”-Freunde.

  4. Mich ödet die rechte Propaganda in den Meedia-Kommentaren an. Was nicht ins nationale und fremdenfeindliche Weltbild passt, fällt unter den Begriff “Lügenpresse” und ein Professor wird zum Merkel-Hardcore-Speichellecker ernannt. Frei nach dem Juden Heine: Denk ich an Deutschland in der Nacht,
    dann bin ich um den Schlaf gebracht.

    1. Wie passt bei Ihnen denn bloß “Demokratie” ohne “nationales” Weltbild zusammen?
      Ohne Nation, keine Demokratie – oder hatten sie dann doch wieder die kommunistische Internationale mit der Teilhabe aller Genossen am Vermögen der kapitalistischen Imperialisten im Kopf?
      Und dann wieder so “völkisch” den Heine zitieren.
      Aber wehe “völkische Nationalisten” verweigern Ihnen die jährliche Gehaltserhöhung…

  5. Lieber Lutz Schütz, ich teile Ihre Meinung, befürchte aber, dass die anderen Kommentatoren über Sie nur lachen. Diese Kommentatoren verfolgen offensichtlich das Ziel, ausschließlich zu provozieren mit Begriffen wie “Lügenpresse”, unsinnigen Schlussfolgerungen und dem Beklagen, dass arme Rechte und Antisemiten medial verfolgt werden – wie erbärmlich. Sie versuchen, den demokratischen Rechtsstaat (zunächst) verbal zu unterhöhlen, um ihn eines Tages abzuschaffen. Das wird ihnen aber nicht gelingen.

    1. Erbärmlich ist das richtige Wort. Zum einen, weil die Zahl dieser Meckerköppe so klein ist. Zum anderen weil sie wirklich glauben, sie sprechen für eine Mehrheit. Irren ist halt menschlich.

      1. Serwas Sigi,

        was machst du denn da?

        Solltest dich lieber um die ganzen ZwangsneurotikerInnen kümmern.

        Es heißt vollständig: Irren ist menschlich, und nur ein Tor wird an seinem Irrtum festhalten.

        In diesem Sinne,
        vergiss es,
        die Menschen sind nicht willens und auch nicht fähig dazuzulernen. Ich hab dies auch schon längst aufgegeben. Und das ist gut so

  6. Auch die Trübungen der “wissenschaftlichen Sicht” werden immer evidenter. Dass inzwischen auch das Ansehen der politisch-medial instrumentalisierten ideologisch gefärbten “Wissenschaft” in der Abwärtsspirale gefangen ist: Das ist unübersehbar.
    Da fallen mir gleich die medial äußerst beliebten “Studien” der höchst dubiosen Bertelsmann-Stiftung” ein…

    1. Aber zum Glück für die selbsternannten Meedienprofis und externen Akademieversteher: wenn ein Springer-Chef ins Horn des Rechtsextremismus stößt, fließt immer noch zuverlässig der Speichel.

      Zum Glück für alle anderen: dass und wie sich der Springer-Konzern positioniert hat, gibt es nun Blaubraun auf Weiß.

      1. @ neB
        Die Beschäftigung mit den abstrusen pseudowissenschaftlichen Thesen der destruktiven grünen Genderisten mit ihren geschlechtlichen Befindlichkeiten im zweistelligen Bereich – jenseits der vorherrschenden Normalität – bezahlt vom Steuerzahler mit Millionenbeträgen, haben den Ruf der “wissenschaftlichen Sicht” bereits hinreichend ruiniert. In diesen dekadenten Kreisen “fließt der Speichel” zuverlässig bei jeder Einweihung einer Unisex-Toilette.

  7. Offenbar wird die Pressefreiheit bereits an Journalistenhochschulen durch “proto-journalistische Direktiven” eingeschränkt! So kann sich in der Folge ein ganzes Land “Zeckenbiss-Infektionen” holen!

    Richtig ist:
    Die Nachrichtenhoheit liegt bei Verbrechen zunächst bei der zuständigen Polizei, und die sollte lokale Medien gut einbinden und unterstützen.

    Strukturell muss darüber nachgedacht werden, wie man die Mehrfachberichterstattung über EINE TAT besser vermittelt.

    Denn es kommt i.d.R. zu einer Vermehrfachung der TATDARSTELLUNG:
    a) nach der Tat und bei der Tätersuche
    b) bei Verhaftung
    c) bei Verhängung von Untersuchungshaft
    d) bei Eröffnung des Gerichtsverfahrens
    e) bei Urteilsverkündung.

    In der segmentierten News-Landschaft kommt dabei leichzt ein subjektiver Endruck auf, es gäbe 5 x mehr Verbrechen, als die Kriminalstatistik tatsächlich hergibt.

    1. Es gibt keine bedeutsamen und nennenswerten Verbrechen in Deutschland. Nur eine Sockelkriminalität.

      Ich denke, damit kann man sehr gut leben.

      Seien wir einfach froh, dass es keinen Krieg gibt, sondern Friedenszeiten.
      Thema erledigt.

  8. Professor Meier hält sich schlichtweg an die Fakten. Vor dreißig, vierzig Jahren wurde etwa doppelt so viel gemordet wie jetzt. Die Gefahr, umgebracht zu werden, hat sich demnach halbiert und ist auf dem niedrigsten Stand seit etwa 60 Jahren. Schwankungen von Jahr zu Jahr erklären sich z.B. durch Aufdeckung von Serienmorden (Krankenpfleger vergiftet zig Patienten, wird erst spät erwischt) oder Taten mit vielen Opfern (Germanwings).

    Meier hat auch damit recht, dass praktisch jeden Tag irgendwo im Land jemand ermordet wird. Das interessiert traditionell die Leser in der Region, aber nicht bundesweit, solange der Fall nicht spektakulär ist (prominentes Opfer oder ungewöhnliche Tötungsart, z.B. Kannibale von Rotenburg).

    Nimmt man Mord und Totschlag zusammen, ist die Gefahr, gewaltsam zu Tode zu kommen, in den USA viermal so hoch wie bei uns, in Russland neunmal so hoch, in Brasilien 25 mal so hoch. In 162 von 211 Staaten lebt man gefährlicher als bei uns. Bei den friedlicheren sind z.B. Island, der Vatikanstaat, Monaco, Andorra, San Marino und Liechtenstein mitgezählt. Zugegeben: China ist angeblich auch sicherer – aber um den Preis, in einer Diktatur leben zu müssen.

    Nach der Logik derer, die Flüchtlinge aufgrund ihrer Herkunft unter Generalverdacht stellen, müssten wir also vor allem vor Menschen mit russischem Migrationshintergrund Angst haben (Brasilianer gibt es ja bei uns nicht so viele). Rein statistisch neigen Russen weitaus stärker zum Morden als Afghanen. Das können unsere Putinisten und RTde-Fans nur leider nicht mit ihrem Weltbild in Einklang bringen. (Übrigens leben etwa gleich viele Russen wie Afghanen in Deutschland.) Jetzt bin ich mal gespannt, wie unsere nationalistischen Mitmenschen es sich argumentativ hinbiegen, für Russen die Unschuldsvermutung und für Afghanen den Generalverdacht zu rechtfertigen.

    Ich frage mich allerdings, wie ausgerechnet wir, die friedliebenden Nachfahren der schlimmsten Greueltäter des 20. Jahrhunderts, überhaupt so bescheuert sein können, die Neigung eines Menschen zur Gewalttätigkeit an seiner Nationalität festzumachen? Dann müssten wir ja selber das allerschlimmste Erbgut in uns tragen. So, wie das Unsinn wäre, ist es auch Unsinn, das Gleiche über irgendwelche anderen Nationalitäten zu behaupten.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tötungsrate_nach_Ländern#Liste_der_Tötungsraten_nach_Ländern

    Aus der Kriminalstatistik (Quelle: Welt, Link unten)
    Morde in Deutschland (ungeachtet der Nationalität von Tätern und Opfern)
    1960: 355 (alte BRD)
    1970: 779 (alte BRD)
    70er-Jahre 781 (Durchschnitt alte BRD)
    80er-Jahre 861 (Durchschnitt alte BRD)
    2000: 497
    2015: 296
    2016: 373
    2017: 405

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article181386672/Toetungsdelikte-in-Deutschland-21-deutsche-Todesopfer-mehr-als-im-Vorjahr-durch-auslaendische-Taeter.html

    1. Danke für diesen sachlichen, faktenorientierten Kommentar zu dem hervorragenden Kommentar von Klaus Meier. Weder Herr Meier noch Sie werden die Menschen hier überzeugen, die hier offensichtlich an Fakten und Argumenten nicht interessiert sind. Aber es beruhigt Menschen wie mich, dass es immer noch zahlreiche wahre Demokraten gibt, die bereit sind Stellung zu nehmen.

      1. “Das liegt daran, dass, ceteris paribus, ethnisch homogenere Staaten niedrigere Mordraten haben. Ein schönes Argument gegen unkontrollierte Zuwanderung.”

        Da ist möglicherweise durchaus was dran, wie ich finde. Bei einer Bevölkerung von 80 Mio und angenommenen 2 Mio Migranten, beträgt das Verhältnis 1 zu 40. Das Argument, man könne nicht über jeden Mord auf der Titelseite berichten, relativiert sich von daher. Um nicht zu sagen, es ist unredlich. Denn die Migranten, die seit 2015 ohne nachvollziehbare Rechtsgrundlage, teilweise ohne Ausweisdokumente und praktisch ausschließlich aus sicheren Drittstaaten ins Land gelassen haben, verdienen durchaus bevorzugte Aufmerksamkeit: Die Regierung hätte sie ja nicht reinlassen müssen. Reduziert man dann weiter auf diejenigen, die hier nach abgelehnten Antrag lediglich geduldet werden, und teilweise bereits kriminell geworden sind, ist das eine noch kleinere Gruppe. Klar ist zudem, dass es sich alters- und geschlechtsmäßig um eine Gruppe handelt, die sicherlich kriminalitätsanfälliger ist als der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung.

        Es ist auch nicht so, dass man davon hätte überrascht sein müssen: Aus den Sicherheitsbehörden ist von Anfang an davor gewarnt worden, dass hier Probleme ins Land kommen bis hin zu terroristischen Anschlägen.

        Kritik ist also keineswegs “fremdenfeindlich”, sondern zulässig und berechtigt. Daran ändert sich auch nichts, dass von den im Bundestag vertretenen Parteien CDU/CSU und SPD die Kritiker abgetan werden mit Begriffen wie Pöbel, brauner Mob, Pack, Hetzjagd, ja sogar von Progromen gesprochen wird usw., ganze Landstriche unter Naziverdacht gestellt werden,um von dieser Verantwortlichkeit abzulenken.Und wenn Maaßen das im Einzelfall kritisiert (“Es gab keine Hetzjagden in Chemnitz”, und unterstellt, es solle vom zugrundeliegenden Tötungsdelikt abgelenkt werden), hat er ja sowas von recht, hat allerdings die Regierung und die sie tragenden Medien kritisiert, die fälschlicherweise das Gegenteil behaupten haben. Nun muss er also die wichtige Aufgabe Inlandsgeheimdienst abgeben nach dem Motto: Bestrafe einen, schüchtere Hunderte ein. Ja, man gönnt ihm noch nicht mal die paar Euro mehr, die er als Staatssekretär bekommen hätte; daraus spricht ja fast schon Hass. All dies beklatscht und bejubelt auch von Großteilen der Presse. Schande.

      2. Zitat RTE: „Ein Blick in unsere Gefängnisse reicht schon: 28% der Gefängnisinsassen in Deutschland sind Ausländer, aber der Ausländeranteil an der Gesamtbevölkerung ist nur ungefähr 10%.“

        Abgesehen von der Frage, wen Sie mit „Ausländer“ überhaupt meinen, haben Sie in Ihrer unbelegten „Statistik“ mit einbezogen, dass „Ausländer“ auch für Sachen in Gefängnissen sitzen können, für die Deutsche qua Staatsangehörigkeit gar nicht belangt werden können? Ordnungswidrigkeiten wie Verstöße gegen die Passpflicht etwa oder gegen das Aufenthalts- oder Asylverfahrensgesetz?

        http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/innere-sicherheit/76639/auslaenderkriminalitaet?p=all

      3. Zitat RTL: „Eine so schön robuste Bestrafung von Verstößen im Aufenthaltsrecht werden wir erst bekommen, wenn die AfD eine absolute Mehrheit hat.“

        Hahaha, zum Schießen (wobei man das mit dem Schießen bei der AfD ja wörtlich nehmen kann!), aber ich schätze, dass Sie darauf noch sehr lange werden warten müssen! Aber feine Statistik wenigstens, die zeigt, dass Deutschland im europäischen Vergleich weit, weit hinten liegt. Haben Sie übrigens auch eine Vermutung, warum die Schweiz darin den Spitzenplatz einnimmt, von wegen Ihrer hier geäußerten These über „Homogenität der Bevölkerung“ und so? Vielleicht sollten Sie meinem Verweis aber auch etwas mehr Aufmerksamkeit schenken. Zitat daraus:

        „Aussagen wie ‚22 Prozent der Straftaten werden von Ausländern begangen, obwohl sie nur neun Prozent der Bevölkerung ausmachen‘ entbehren daher der Seriosität. Die Tatsache, dass prozentual mehr durchreisende Ausländer auffällig werden als Sesshafte, verzerrt eine solche Aussage zu Lasten der nichtdeutschen Wohnbevölkerung.“

  9. “Klaus Meier ist seit 2011 Professor für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt”
    Na , wenn ein Kirchenmitarbeiter behauptet, dass Deutschland immer sicherer wird, dann muss es wohl stimmen, in der Kirche wird nicht gelogen. Und wenn doch jemand Angst hat, weil er in nächster Nähe brutale Angriffe durch “Noch nicht so lange hier Lebenden” erlebt, kann er ja in die Kirche gehen, um zu beten, so hat es unsere unfehlbare Staatslenkerin ja empfohlen. Fehlt noch, dass die Kirche von der Kanzel lässt, dass diese Frau in Gottes Auftrag handelt. Weit sind wir von so einem Irrsinn wohl nicht mehr entfernt, wenn man sich manche Sonntagspredigten anhört.

    1. Sein Arbeitgeber ist an diesem Punkt doch irrelevant, da er keine eigene Forschung zitiert, sondern Kriminalitätsstatistiken.

  10. Verpflichtung zur Wahrheit!
    Ist Herr Döpfnern nicht oberster Chef der BILD Zeitung?
    Der kennt wohl gar kein Schamgefühl.

  11. “Journalismus-Professor”?

    Was soll das sein?

    Irgend so ein SPD-gehypter Bullshitjob?

    Und wieso nimmt der für sich eine “wissenschaftliche Sicht” in Anspruch?

    Und wieso befördert das Meedia auch noch?

    Fragen über Fragen……

  12. Vielen Dank, Ulf J. Froitzheim ! Genau der richtige Kommentar zu all dem Alu-Hut Mist aus der rechten Ecke. Und dass Döpfner sich für Mord und Totschlag auf der Titelseite ausspricht, sollte uns nicht wirklich wundern: Das ist das Geschäft der Springer-Presse, mit dem sie ihr Geld verdient. Wenn da andere nicht mitziehen und an der Sensationsschraube drehen, ist er natürlich enttäuscht und verärgert. Für ihn sind Qualitätsinformationen aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Wissenschaft ja soooo langweilig.

  13. Richard Bachmeier , 26.09.2018 um 15:51 Uhr, an Willi Wahnsinn gerichtet:

    “””……..Mit der Variante c) würde das Medium nicht nur das Zahlenverhältnis verzerren, es würde möglicherweise eine politische Strömung manipulativ begünstigen.

    Gegen diese Variante c) wendet sich der von ihnen kritisierte Wissenschaftler. Ich teile seine Meinung.”””

    Nee. Der sagt etwas völlig anderes. . Dazu können Sie sich mit seinem Beitrag auseinandersetzen, den er hier vor wenigen Tagen abgesetzt hat:

    https://meedia.de/2018/09/07/banal-schwammig-und-missverstaendlich-medien-professor-klaus-meier-kontert-jay-rosens-brief-an-deutsche-journalisten/.

    Das ist jemand, der Prominente sucht, um sich an denen profilieren zu können.

    Dabei stellt er dann eine vermeintliche Wissenschaftlichkeit seiner Thesen heraus, was allerdings Käse ist und mittlerweile von weiten Kreisen als lediglich rhetorische, ansonsten leere Aufwertung durchschaut und entsprechend zurückgewiesen wird.

    Der Mann hat mit Demokratie, wie sie im Grundgesetz angelegt zu sein schien nichts am Hut. Und da ist der Widerspruch, den nachzuweisen Sie hier aufgefordert haben.

    Demokratie ist mit dem, wofür Meier steht inkompatibel. Seine Sicht auf die Aufgabe der Medien und dem, was er lehrt ist dem, was eine Demokratie erfordert schlicht entgegengesetzt. Er steht für Bevormundung, Erziehung und und Entmündigung , und dazu bekennt er sich. Das sieht er als Aufgabe der Medien an. Ihre Version c) hat hierin keinerlei Bedeutung.

    Womöglich meint er aber nur, auf diese Weise ein Vehikel besteigen zu können, um sich selber ins Gespräch zu hieven.

    Da ist dann nichts mehr, was man als Handschlagtauglich bezeichnen könnte.

  14. Auch mein Dank an Ulf J. Froitzheim. Die rechten Trolle sind lästig und haben offenbar viel Zeit zum herumtrollen. Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, Zahlen zu finden.

    1. Der unaufhaltsame Aufstieg der “rechten Trolle” ist den kontinuierlichen Förderern aus dem Lager der linken Realitätsverweigerer zu verdanken. Eine erfreuliche Entwicklung, die in ganz Europa zu beobachten ist.

  15. Danke für den Beitrag. Nach der Logik des Springer Chefs, müssten die Zeitungsseiten voll sein mit Automobilopfern. Über 2000 Verkehrstote müssten untergebracht werden. Darüber wird nicht berichtet. Wahlweise könnte man über die tausenden Toten berichten, aufgrund schlechter hygenischer Zustände in deutschen Krankenhäusern. Macht auch keine Zeitung. Bei Verbrechen, welche von Ausländern begannen werden, soll man eine Ausnahme machen?!
    Warum eigentlich, wenn Gefahren aus dem Alltag, die um ein vielfaches höher sind, kaum thematisiert werden?
    Es geht nicht um Wahrheit, sondern um Verkaufszahlen. Rassismus sells.

  16. @Chriwi?

    Indisch?

    Messermord, mittlerweile ein hinzunehmendes Unfallrisiko. Ned schlachd.

    Argument scheint mittlerweile alles zu sein, was nicht bei drei auf den Bäumen hockt. Und unter den Bäumen ? alles Rinder, äh.. Rassisten.

    Wenn das so weitergeht wird man wohl über eine qualifizierte Wahlberechtigung nachdenken müssen (sofern wir dergleichen nicht schon haben sollten, wer weiß). Also sollte man dies besser kenntlich machen, vielleicht dem indischen Kastenwesen nachempfinden, auf die Stirne tätowieren.

    Bin für jede Lösung dankbar, die mich von den chriwis abgrenzt.

  17. Ja Scheiße aber auch, Herr Professor — Zeitungen berichten auch mehr über royale Hochzeiten als über die von Lieschen Müller.

  18. Ich wiederhole mich sehr gerne immer wieder, auch sehr geduldig für jene, die es dann besser verstehen und annehmen können:

    Über Gewalttaten sollte gar nicht mehr berichtet werden. Wir wollen nichts Belastendes, Angstmachendes, Grauenvolles mehr lesen, es schadet dem friedlichen Zusammenleben.

    Wir können das Böse nur sinnvoll bekämpfen, indem wir es ignorieren und ihm keine Chance geben nur einen Funken Wichtigkeit in unserem Leben zu erhalten.

    Danke.

  19. Über Vorkommnisse nicht zu berichten, die Anlaß zur Besorgnis geben könnten war und ist offenbar weiterhin deutsche Tradition.

    Soll also keiner behaupten, Linke würden keine Traditionspflege betreiben.

      1. Lieber RTE2018!

        Wenn man nichts anderes tun sollte, als sich Tag für Tag nur um irgendwelche sensationellen Meldungen den Kopf zu zerbrechen, dann frag ich mich schon, ob es denn immer um eine dringende Sache geht, die mich oder jede und jeden anderen in diesem Staat betrifft.
        Ich bin ganz bestimmt sehr interessiert daran und halte es wirklich für wichtig, dass öffentliche Missstände aufgezeigt und kritisiert werden, aber ich möchte keinesfalls unentwegt mit angeblich Himmelschreiendem und Unfassbarem traktiert, bombardiert und psychisch genötigt und gequält werden, sodass mir nichts anderes übrigzubleiben scheint als mich selbst in einen Zustand permanenter Hysterie/Aufgeregtheit zu begeben, um dies alles auszuhalten und ebenso mithalten zu können. Sie können mir glauben mein innerer Kampf gegen diese Verführbarkeit ist anhaltend, sehr hart, manchmal hingegen kaum spürbar, aber ich bin nicht so ahnungslos um nicht zu wissen, dass ich in erster Linie für alles was ich denke, sage und tue Verantwortung trage. Egal, ob ich wütend, bestürzt, ernst, lustig, polemisch, sarkastisch oder zutiefst verletzt bin, es ist zuallererst ganz allein mein Ding, denn wenn ich bei den Menschen und den menschlichen Problemen bin, dann bin ich selber nur Ich und sonst niemand, getrennt von den anderen und wenn ich lese, dann erlebe ich dabei dies und jenes und letztlich bleibt immer der Hauptgedanke, was mich diese Meldung, oder auch diese/jene Meinung angeht.

        Ich möchte umgekehrt nicht unnötig andere belasten und belästigen, deshalb muss ich mich immer wieder am Riemen reißen und öfters schweigen.

  20. @Frau Geierwalli

    vielleicht hilft ein Gedanke um Wichtiges von Unwichtigem zu trennen und dadurch etwas Autarkie zurückzugewinnen, was betroffen machen sollte, und was man alles als Rauschen wegbuchen kann.

    Ich nehme beispielhaft die hier diskutierte Frage, ob man über Messerstechereien von herbeigelockten Ausländern berichten soll und eine dazu vergleichsweise in den Raum gestellte Frage, ob man dann nicht auch über alle Verkehrstoten zu berichten habe.

    Bereits hier wird deutlich, man wäre verloren, wenn man sich mit jeder angebotenen Argumentation auseinandersetzen wollte. Letztlich lohnt sich Argumentation nur dann, wenn ein ehrlicher Austausch von gegenseitig hinterfragbaren Meinungen stattfindet.

    Alles andere ist Framing, mehr oder weniger dilettantische Versuche einer mehr oder weniger gewaltsamen Unterjochung, der Tanz des eigenen Willens mit dem widerstrebenden Willen des Anderen.

    Man nutzt die Technik den anderen persönlich anzugehen, zu verletzen, verwendet Falsch- Behauptungen und nutzt – bei fortgeschrittenem Stadium – möglichst sämtliche zur Verfügung stehenden psychologischen Kenntnisse, um beispielsweise vorhandenes Mitgefühl und natürliche Solidarität zu instrumentalisieren, und Phänomene der Massenlenkung zu erzeugen. Wenn dies von halboffiziellen Stellen oder gar aus Ämtern kommt, scheut man nicht davor zurück, deren Position zu mißbrauchen.

    Damit haben wir es zu tun.

    Hinter der Frage, ob von den Medien ein Täter nicht als Ausländer gekennzeichnet werden sollte steht der Anspruch, die Information der Öffentlichkeit filtern zu dürfen.

    Wir lernen: Medien filtern, und diese bezeichnen dies mittlerweile offen als ihre gesellschaftliche Aufgabe. Wobei die Filterung eine Ausweitung erlangt hat. Es geht nicht mehr um die Dokumentation brutalster Vorkommnisse, die nicht ungefiltert dargestellt werden. Es geht um die Forcierung ideologischer Zielsetzungen, denen herkömmliche Werte und Strukturen zum Opfer fallen.

    Die veröffentlichte Meinung filtert nicht nur hinsichtlich der Kennzeichnung von Tätern als Ausländer. Erhebt man den Anspruch einer Filterung, dann ergibt sich ganz automatisch ein Anspruch der Filterung in jeder Hinsicht.

    An der hier gestellten Frage Ausländer/Täter tritt dies lediglich zu Tage. Vertreter unserer Medien bezeichnen dies neuerdings als: Haltung zeigen. Also Haltungspresse. Die positive Drehung des Begriffs der Lügenpresse.

    Welche Art von Haltung dahintersteht, das brauchen wir nicht mehr zu beleuchten, das erleben wir fortwährend. Ähnliches muß man jedoch von unseren Parteien sagen, von Behörden, von Funktionären staatsnaher Industrie-Verbände und Organisationen, NGOs, Meinungsforschungs-Instituten, usw. usf., mithin also alle, die vom Staat in irgendeiner Weise abhängig sind und ihrerseits in die Öffentlichkeit hineinwirken.

    Darüber hinausreichende Öffentlichkeit existiert praktisch nicht mehr.

    Man muß sich also sehr viel grundsätzlichere Gedanken machen hinsichtlich des Zustandes unseres Gemeinwesens, unserer Demokratie, unseres Rechtsstaates und kann daher den allermeisten uns zur Diskussion vorgesetzten Neben-Themen getrost aus dem Wege gehen.

    Die hierherkommenden Ausländer stellen nicht das Problem dar. Die sind ein Symptom. Eines von vielen.

    Fast jeder von uns, wäre er Ausländer, hätte womöglich ebenso versucht, hier her zukommen. Wer oder was also hat diese Menschenwanderung in Gang gesetzt ? Welche Erwartungen wurden dazu in die Welt gesetzt ? Existieren dazu Planungen? Wie alt sind diese? Von wem jetzt in Gang gesetzt ? Wer hat unterstützt ? Warum ? Welche Hindernisse, beispielsweise Gesetze, wurden dafür auf welche Weise außer Kraft gesetzt? Von wem? Kann es sinnvoll sein für diese Menschen, überhaupt hierher zu kommen? Für deren Angehörige ? Für deren Frauen? Kann ein Aderlaß an Menschen sinnvoll sein für die Länder, aus denen diese Menschen herkamen? Kann es für unsere Gesellschaften sinnvoll sein, erhebliche Kulturschranken überwinden zu müssen? Kann dies überhaupt leistbar sein? Welche Konsequenzen hätte dies für die Welt?

    Fragen dieser Art lassen sich fortsetzen, wobei zweierlei deutlich wird:

    Es existiert offenbar eine Gruppe von Lenkern, von Verantwortlichen, mit denen jedoch jeder Form von Argumentation, jeder Austausch von Meinungen völlig ins Leere läuft. Man sollte sich fragen, ob es sich dabei tatsächlich um Kapitalisten handeln könnte, oder aber, ob auf diese Weise der Kapitalismus zur Strecke gebracht werden kann. Oder soll. Festzuhalten verdient: Wer immer dahinter stecken mag, verantwortlich sind unsere mit dieser Entwicklung in Konsens stehenden Parteien, und natürlich in allererster Linie die allesamt lange an der Spitze dieser Parteien stehenden Persönlichkeiten.

    Jeder diesbezügliche Austausch findet allenfalls mit Mitläufern statt, die sich haben instrumentalisieren lassen. Das ist seit jeher die Königsdisziplin aller Bewegungen: Dummköpfe anzünden, diese in die Welt hinaus senden, welche aus dann aus vermeintlich eigener Überzeugung heraus alles kurz und kleinschlagen, was ihnen in den Weg kommt.

    So läuft es.

    Derzeit erschöpft sich noch jeder Austausch ausschließlich in Diffamierungen, Meinungen können also nur auf einer Ebene angeboten werden, auf der jeder Austausch schlicht und einfach wirkungslos bleiben muß.

    Man kann bereits erkennen, daß sich ein Einhalten der derzeitigen Entwicklung nicht abzeichnet. Im Hintergrund wurden bereits die Abkommen geschlossen, die beispielsweise einen weiteren Bevölkerungszuwachs auf eine vermeintlich rechtliche Basis stellen sollen.

    Ich wage es nicht mehr, hier auszuformulieren, in welche Rolle das Recht von den Handelnden inzwischen abgedrängt wurde.

    So besehen, haben fast sämtliche offizielle Nachrichten, die man uns mittlerweile spendiert allenfalls einen gewissen Unterhaltungswert. Hingegen bleiben die im Internet erscheinenden, ergänzenden Nachrichten – so sie denn stimmen – meistens an der Oberfläche, von Hatespeech befreit und fungieren als Ventil, um bestehende schlechte Launen und aufkommende Ängste zu kanalisieren, um alles unter dem Deckel halten zu können.

    Interessant wird es, wenn unsere – insbesondere unsere deutsche – Industrie in die Knie geht. Ebenso, was dem Nachfolger von Herrn Draghi dazu als Strategie einfällt.

    Es wäre also völlig ausreichend, ein paar ganz wenige Wirtschafts-Trends zu verfolgen. Aber selbst wenn diese dann jedoch nicht mehr veröffentlicht werden sollten: wir werden es spüren können.

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