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Kampf gegen Fake News geht weiter: Facebook gründet “War Room” für US-Zwischenwahlen

Facebook als Zielscheibe einer großangelegten Cyberattacke unbekannter Täter
Facebook als Zielscheibe einer großangelegten Cyberattacke unbekannter Täter

Im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 wurde Facebook in großem Stil für mutmaßlich aus Russland betriebene Propaganda missbraucht. Vor den kommenden Zwischenwahlen im November versucht das Netzwerk nun, den Fake News auf neuer Ebene den Kampf anzusagen. Dafür hat Mark Zuckerberg einen "War Room" gegründet, in dem Falschnachrichten gezielt gefunden und gelöscht werden sollen.

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Es sind nur noch sieben Wochen, bis in den USA die Zwischenwahlen stattfinden: Dabei werden am 6. November das Repräsentantenhaus und Teile des Senats neu besetzt. Um Manipulationen wie noch während des US-Präsidentschaftswahlkampfs vor zwei Jahren zu verhindern, hat Facebook in seinem Hauptquartier in Menlo Park, Kalifornien, einen so genannten “War Room” eingerichtet. Dort sollen ab Montag insgesamt 20 Fachleute Fake News finden, identifizieren und eliminieren. Dies berichtet die New York Times, die das neue Zentrum vor Ort besucht hat. Insgesamt würden sich 300 Menschen mit der Sicherheit rund um die anstehenden Wahlen beschäftigten, so die Zeitung.

Facebook steht seit der Wahlmanipulation 2016 unter massivem öffentlichen Druck. Damals hatten mindestens 470 Profile mit vermuteter Verbindung zu Russland die Werbung mit politischem Hintergrund für etwa 100.000 Dollar geschaltet. Dabei sei es vor allem darum gegangen, Spannungen zwischen ethnischen und sozialen Gruppen anzuheizen. Insgesamt sollen schätzungsweise mindestens 10.000 Menschen diese Anzeigen gesehen haben.

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Vor wenigen Wochen gab Mark Zuckerberg bekannt, angesichts der nahenden US-Zwischenwahlen noch entschiedener gegen solche Manipulationsvorwürfe vorgehen zu wollen. Im August hat das Online-Netzwerk nach eigenen Anhaben 652 Accounts, Seiten und Gruppen gelöscht, die aus dem Iran und mutmaßlich vom Umfeld des russischen Militärgeheimdiensts betrieben worden seien. Es habe sich um koordinierte Aktionen mit verknüpften Accounts gehandelt, sagte Zuckerberg.

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Alle Kommentare

  1. Na hoffentlich sitzen diesmal genug Demokraten an den Kontrollstellen.
    Wäre doch gelacht, wenn man diesmal der “Demokratie” zum Erfolg nachhelfen könnte.

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