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Studie: Facebooks Kampf gegen Falschinformation könnte Wirkung zeigen 

“Facebook ist keine gemeinnützige Veranstaltung”, sagt Kartellamts-Chef Mundt
"Facebook ist keine gemeinnützige Veranstaltung", sagt Kartellamts-Chef Mundt

Facebooks Bemühen gegen die Verbreitung von Falschinformationen in seinem Sozialen Netzwerk nach den US-Wahlen 2016 könnte laut einer neuen Studie tatsächlich Früchte getragen haben. Zumindest "vorübergehend" sei der Umfang an Falschinformationen vermutlich zurückgegangen, erklärten Wissenschaftler der Stanford und der New York University. Die absolute Menge an Fake-News sei jedoch sowohl bei Facebook als auch auf Twitter weiterhin groß, betonen die Forscher.

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In ihrer Studie haben die Forscher 570 schon mehrfach als Fake-News-Seiten eingestufte Websites auf Facebook und Twitter untersucht. Sie verglichen die Menge an Interaktionen und Weiterleitungen mit Gruppen von Seiten, die als große und kleine Nachrichtenseiten sowie als Wirtschafts- und Kulturseiten eingestuft wurden.

Der Vergleich zeigte, dass die Zahl der Interaktionen mit Fake-News-Seiten auf Facebook und Twitter von Januar 2015 an bis wenige Monate nach der US-Wahl 2016 stetig gestiegen ist. Danach gingen sie bei Facebook um mehr als die Hälfte zurück, auf Twitter stiegen sie dagegen weiter an. Demgegenüber verzeichneten die anderen Nachrichtenseiten weiter eine relativ stabile Aufmerksamkeit.

Die Wissenschaftler führen die Entwicklung auch auf Facebooks Bemühen zurück, gezielt gegen gefälschte Profile und Falschinformationen vorzugehen. In Deutschland hat ein von Justizminister Heiko Maas (SPD) vorangetriebenes Gesetz gegen Hassrede die Plattformen zusätzlich unter Druck gesetzt. Immer wieder beklagen jedoch Nutzer vermeintlich ungerechtfertigte Löschungen ihrer Einträge oder des gesamten Profils.

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