Partner von:
Anzeige

ADAC Motorwelt: Alleine der Post-Vertrieb soll rund 50 Mio. Euro gekostet haben

Martin Kunz ist Chefredakteur der ADAC Motorwelt
Martin Kunz ist Chefredakteur der ADAC Motorwelt

Der ADAC will den Erscheinungsrhythmus seiner Mitgliederzeitschrift Motorwelt zukünftig reduzieren und stellt auch das Vertriebsmodell um. Ab 2020 sollen die Kunden Deutschlands bislang auflagenstärkstes Magazin nicht mehr direkt zugesendet bekommen. Über einen der Gründe dafür berichtet die WirtschaftsWoche, nach deren Information allein der Postverstand mehr als 50 Millionen Euro gekostet haben soll.

Anzeige

Zuletzt hatte der ADAC rund 13 Millionen Exemplare des monatlich erscheinenden Heftes in den Versand gegeben. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, hatte der ADAC versucht, neue Konditionen mit der Deutschen Post auszuhandeln, um die Kosten zukünftig zu reduzieren. Für den möglichen Erhalt des Heftes in seiner bisherigen Form dürfte dies ein wichtiges Kriterium gewesen sein. Doch sei die Post zu Verhandlungen nicht bereit gewesen, habe stattdessen Gedanken über eine Erhöhung des Portos geäußert, wie es in dem Bericht heißt. Gegenüber der WirtschaftsWoche drückte der Post-Konzern sein Bedauern über die Entscheidung aus.

Genau wie die Medien- und Presselandschaft steht auch die Post unter großem Digitalisierungsdruck, hat in Vergangenheit immer wieder mit Portoerhöhungen auf das zurückgehende Briefaufkommen reagiert. Mit dem ADAC hätte die Post gesondert verhandeln können, da das Segment der Pressepost nicht reguliert ist. Dies kam aber offenbar nicht in Frage.

Anzeige

Die WiWo hatte zu Beginn dieser Woche öffentlich gemacht, dass der ADAC im Rahmen einer Digitalisierungsoffensive die Erscheinungsweise seines Magazins massiv reduzieren will. Zukünftig soll das Heft nur noch vier Mal im Jahr erscheinen und nicht mehr direkt an die Mitglieder versandt werden. Stattdessen will der ADAC die Motorwelt an Partnerstationen auslegen.

 

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Wichtiger als diese Motorweltzeitschrift wäre, wenn man beim adac nicht ewig in der Hotline hängen gelassen würde bei Schutzbriefleistungen bzw null Info bekommt im Falle von völlig unklaren Vorgehensweisen im Schadensfall.

    Auf emails erhält man wohl grundsätzlich keine Antwort.

  2. Warum sucht der ADAC nicht alternative Vertriebsunternehmen?Die Post hat ja nicht das alleinige Monopol…..

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia