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Regelmäßige Zusammenarbeit geplant: RBB und T-Online starten Recherche-Kooperation

Florian Harms (T-Online) und Matthias Deiss (Kontraste, RBB) starten gemeinsame Zusammenarbeit
Florian Harms (T-Online) und Matthias Deiss (Kontraste, RBB) starten gemeinsame Zusammenarbeit

Neben dem Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung gibt es nun eine weitere Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Medien: Laut NDR-Medienmagazin "Zapp" wird das Portal T-Online ausgewählte Geschichten zusammen mit dem RBB recherchieren. Ein gemeinsames Projekt ist bereits veröffentlicht. Beide Seiten bestätigten die Kooperation.

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Seit 2014 arbeiten Rechercheteams von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung zusammen. Unter anderem erlangte das Recherche-Trio mit den “Panama Papers” große Aufmerksamkeit. Konkurrierenden Medien zur SZ ist die Zusammenarbeit schon länger ein Dorn im Auge. Insbesondere Bild-Chef Julian Reichelt und der ehemalige Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer kritisierten die gegenseitige “Vorzugsbehandlung” des “Zitier-Kartells”.

Nun starten T-Online und der RBB laut “Zapp” eine ähnliche Kooperation, aus der sie bereits ein Projekt veröffentlicht haben. Das zu Ströer gehörende Online-Portal und das vom RBB produzierte Politikmagazin “Kontraste” hatten über den Rechtsextremismusverdacht bei einem Ausbilder des Bundesnachrichtendienstes (BND) berichtet. Nach Informationen der beiden Medien prüft der BND dienstrechtliche Maßnahmen gegen ihn, weil er in seinem Buch unter anderem den Bau eines Schutzwalls um Deutschland und eine Unterbringung von Asylbewerbern in Lagern empfiehlt.

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Gegenüber “Zapp” erklärte T-Online-Chefredakteur Florian Harms: “Das war unser erster gemeinsamer Aufschlag. Wir werden weitermachen und ausgewählte Geschichten zusammen recherchieren und veröffentlichen”. Die Kooperation mit dem RBB nehme für ihn im Vergleich zu anderen eine besondere Stellung ein. Auch Matthias Deiß, Leiter von “Kontraste”, bestätigte: “Wir haben vereinbart, dass wir das jetzt regelmäßig machen. Das ist eine grundsätzliche Kooperation.”

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Alle Kommentare

  1. So zieht wohl die Zukunft der finanziell darbenden privaten Medien aus. Wenn sie regierungskonform Hofberichterstattung betreiben, werden sie an den unerschöpflich fließenden Strom der öffentlichen Zwangsgebühren angeschlossen – falls es nicht reicht, werden diese einfach erhöht. Falls sie zu kritisch sind, wird ihnen der Saft abgedreht. So kann man die letzten Reste der freien Presse gleichschalten ohne offen gegen die Abweichler vorgehen zu müssen. Perfide, aber genial.

  2. Oh je. RBB und T-Online in Kooperation.

    Das ist ja so, wie wenn man aus Ebola und Cholera eine neue Super-Seuche züchtet.

  3. Rechercheverbund NDR-WDR-SZ? Der Privatsenderverband VPRT hat vor zwei Jahren Rechtsaufsichtsbeschwerde dagegen eingelegt, was daraus geworden ist, weiß kein Mensch. Wahrscheinlich nichts.

    Rechercheverbund RBB-TOnline? Das kann man natürlich machen – aber doch nicht auf Basis von Zwangsgebühren! Gibt es denn in diesem Land nichts mehr, was heilig ist?

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