Partner von:
Anzeige

Twitter-Chef Jack Dorsey: “Wir würden selbst Donald Trump sperren, wenn er gegen die Nutzungsbedingung verstößt”

Twitter-CEO Jack Dorsey (links) und US-Präsident Donald Trump
Twitter-CEO Jack Dorsey (links) und US-Präsident Donald Trump

Twitter-CEO Jack Dorsey bestreitet den Bericht des Wall Street Journals, in dem es hieß, Dorsey habe persönlich die Entscheidung getroffen, den Verschwörungstheoretiker Alex Jones nicht von Twitter zu verbannen. Außerdem erklärt er, dass selbst US-Präsident Donald Trump nicht gegen eine Sperrung immun sei – falls dessen Tweets gegen die Regeln verstoßen sollten.

Anzeige

“Meine Aufgabe ist es, Fragen zu stellen und zu sichern, dass wir unparteiisch bleiben und unsere eigenen Nutzungsbedingungen aufrecht erhalten”, so Jack Dorsey  in einem Interview mit der US-amerikanischen Zeitung Politico. In dem Gespräch bestreitet er außerdem einen Bericht des Wall Street Journals (WSJ): Während Apple, Facebook, YouTube und Spotify dem Verschwörungstheoretiker Alex Jones ihre Plattform entzogen haben, darf sich der InfoWars-Macher weiter auf dem 280-Zeichen-Dienst verbreiten. Nach Angaben des WSJ soll diese direkt von CEO Jack Dorsey selbst gekommen sein, der dafür sogar seine Mitarbeiter überstimmt haben soll.

Gegenüber Politico beteuert Dorsey nun, er würde zwar Input für solche Entscheidungen liefern, sei aber in den finalen Entscheidungsprozess, wer letztendlich gesperrt wird, gar nicht involviert. “Ich glaube nicht, dass ich jemals jemanden überstimmt habe”, sagt der Twitter-CEO weiter.

Anzeige

“Jeder Vorwurf, wir würden voreingenommene Entscheidungen treffen, ist falsch”, erklärt Jack Dorsey weiter und betont einmal mehr den Anspruch des Unternehmens an Unparteilichkeit. Vijaya Gadde, Twitters Chefin für Rechtsfragen, ergänzt, dass selbst Donald Trump von der Plattform verbannt werden könne, vorausgesetzt, er verstoße gegen die Richtlinien des Dienstes. Allerdings räumte sie gleichzeitig ein, dass diese Richtlinien eben nicht immer eindeutig seien und das Unternehmen diesbezüglich mehr Klarheit bräuchte –  vor allem bei der Frage, welche Inhalte “im legitimen öffentlichen Interesse” seien.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia