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Von Friede Springer bis zu den Augstein-Erben: so reich sind Deutschlands Medienmacher

Liz Mohn (li.) und Friede Springer
Liz Mohn (li.) und Friede Springer

In Deutschland gehören knapp 30 Menschen und ihre Familien zu den Superreichen im Mediengeschäft. Das ergab eine Auswertung des Wirtschaftsmagazins Bilanz. Damit besitzt die High Society der Medienbranche mit rund 28 Milliarden Euro aber zusammen deutlich weniger als der reichste Deutsche: Dieter Schwarz. Der Lebensmittelhändler verfügt mit den Handelsketten Lidl und Kaufland über ein Gesamtvermögen von 39,5 Milliarden Euro.

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Gleich drei Frauen und ihre Familien gehören zu den Spitzenverdienern in der Medienbranche: Dazu zählt Friede Springer, Mehrheitsaktionärin beim Berliner Verlagshaus Axel Springer (Bild, Welt), mit einem Vermögen von 4,8 Milliarden Euro. Sie führt die Liste der Superreichen im deutschen Mediengeschäft an. Dabei hat die Firmeninhaberin ihr Vermögen sogar noch gegenüber dem vergangenen Jahr um rund 400 Millionen Euro vermehrt. An zweiter Stelle mit 4,2 Milliarden Euro Vermögen steht Liz Mohn, die mit ihrer Familie maßgeblich den Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann (RTL, Gruner + Jahr, Arvato) besitzt. Zudem ist eine dritte Frau im Bunde. Die Verlagschefin Yvonne Bauer und ihre Familie verfügen unverändert über ein Vermögen von 3,5 Milliarden Euro.

Danach folgen erst Männer. Hier stehen an vierter Stelle der Superreichen im Mediengeschäft der Verleger Hubert Burda und seine Familie (Focus). Sie kommen auf ein Vermögen von 3,2 Milliarden Euro. Auf den weiteren Plätzen: folgen Stefan von Holtzbrinck (1,45 Milliarden Euro), Monika Schoeller mit ebenfalls 1,45 Milliarden Euro, beide Holtzbrinck-Verlag, sowie die Familie im Johannes Mohn aus dem Hause Bertelsmann. Als Nordlicht sticht der Otto-Versandhauserbe und Radiounternehmer Frank Otto mit rund einer Milliarde Euro hervor.

Weitere Persönlichkeiten aus dem Reich der Superreichen sind die Augstein Erben, die am Hamburger Spiegel-Verlag beteiligt sind – darunter der Freitag-Verleger und Spiegel-Kolumnist Jakob Augstein. Sie besitzen rund 200 Millionen Euro. Dem Springer-Enkel Axel Sven Springer weist das Wirtschaftsmagazin ein Vermögen von rund 150 Million Euro zu. Er ist unter anderem als Internetunternehmer mit der App Do me a Favour und Buchautor aktiv. Wieder nicht dabei: Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender von Axel Springer. Vor zwei Jahren hatte Bilanz das Vermögen des Medienmanagers auf rund 150 Millionen Euro taxiert. Jetzt ist er erneut nicht mehr auf der Liste der Superreichen Medienleute Deutschlands zu finden.

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Gemeinsam besitzen die knapp 30 Reichsten im Mediengeschäft rund 28 Milliarden Euro. Damit haben sie zusammen aber weniger als der reichste Deutsche: Dieter Schwarz. Er verfügt über ein Vermögen von 39,50 Milliarden Euro. Dem Lebensmittelhändler gehören die Handelsmarken Lidl und Kaufland. Der „Über-Krämer“ hat sein Vermögen sogar noch in diesem Jahr um rund 2,5 Milliarden Euro vermehrt. Mit 25,5 Milliarden Euro deutlich weniger besitzen die Familien Albrecht jr. und Heister (Aldi Süd). Die Auflistung zeigt: Im Handel wird deutlich mehr verdient als im Mediengeschäft.

Hier noch einmal die gesamte Liste der Superreichen:

Friede Springer , Axel Springer, Berlin (4,8 Milliarden Euro)
Familie Liz Mohn, Bertelsmann, Gütersloh (4,2 Milliarden Euro)
Familie Bauer, Bauer Media, Hamburg (3,5Milliarden Euro)
Familie Hubert Burda, Hubert Burda Media, Offenburg und München (3,2Milliarden Euro)
Stefan von Holtzbrinck, Holtzbrinck-Verlag, Stuttgart (1,45 Milliarden Euro)
Monika Schoeller, Holtzbrinck-Verlag, Stuttgart (1,45 Milliarden Euro)
Familie Johannes Mohn, Bertelsmann, Gütersloh (1,3 Milliarden Euro)
Frank Otto, Frank Otto Medienbeteiligung, Hamburg (1,0 Milliarden Euro)
Dieter Schaub, Medien-Union, Ludwigshafen; Süddeutscher Verlag, München (0,95 Milliarden Euro)
Familie Petra Grotkamp, Funke, Essen (0,6 Milliarden Euro)
Dirk Ippen, Ippen-Verlagsgruppe, München (0,5 Milliarden Euro)
Dieter von Holtzbrinck, DvH Medien, Stuttgart (0,4 Milliarden Euro)
Familie Mützel, Weka, München (0,4 Milliarden Euro)
Familie Holland, Augsburger Allgemeine, Augsburg; Main-Post, Würzburg (0,3 Milliarden Euro)
Familie Diekmann, Passauer Neue Presse, Passau (0,3 Milliarden Euro)
Familie Schnell, Olympia-Verlag, Nürnberger Presse, beide Nürnberg (0,3 Milliarden Euro)
Thomas Ganske, Jahreszeiten-Verlag, Hoffman & Campe, beide Hamburg (0,3 Milliarden Euro)
Familie Madsack, Madsack, Hannover (0,3 Milliarden Euro)
Familie Neven DuMont, M. Dumont Schauberg, Köln (0,25 Milliarden Euro)
Famile Christian DuMont Schütte, M. Dumont Schauberg, Köln (0,25 Milliarden Euro)
Eberhard Ebner, Südwestpresse, Ulm (0,25 Milliarden Euro)
Renate Schubries, Funke, Essen (0,25 Milliarden Euro)
Stephan Holthoff-Pförtner, Funke, Essen (0,25 Milliarden Euro)
Augstein-Erben, Spiegel-Verlag Hamburg (0,2 Milliarden Euro)
Familien Eckernkamp-Vogel, Plugmeister und von Wangenheim (0,2 Milliarden Euro)
Familie Klett, Klett, Stuttgart (0,2 Milliarden Euro)
Axel Sven Springer, Axel Springer, Berlin (0,15 Milliarden Euro)
Ariane Springer, Axel Springer, Berlin (0,15 Milliarden Euro)
Familie Haufe, Haufe Mediengruppe, Freiburg (0,15 Milliarden Euro)

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