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8,2 Milliarden Euro Umsatz im ersten Halbjahr: Bertelsmann wächst so stark wie seit Jahren nicht mehr

Bertelsmann-CEO Thomas Rabe
Bertelsmann-CEO Thomas Rabe

Trotz Trump und aller Wechselkurseffekte laufen die Geschäfte bei Bertelsmann. Im ersten Halbjahr 2018 steigerte der Konzern seine Umsätze auf 8,2 Milliarden Euro - den höchsten Wert seit elf Jahren. Unter dem Strich verdienten die Gütersloher so 501 Millionen Euro. Treiber der Entwicklung sind das Fernseh- und Digitalgeschäft, rückläufig dagegen die Zahlen von Gruner + Jahr sowie die Druckereien.

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Verantwortlich für die guten Zahlen macht Bertelsmann vor allem die positive Entwicklung seiner Digital- und Wachstumsgeschäfte. Letztere hätten in Summe einen organischen Umsatzanstieg um 9,2 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro verzeichnet. Sie erwirtschaften inzwischen rund ein Drittel des Gesamtumsatzes.

Ebenfalls besonders positiv sei die Entwicklung der Digitalaktivitäten der RTL Group samt Fremantle Media, Arvato sowie der Bertelsmann Education Group.

Das Operating EBITDA lag bei 1,07 Milliarden Euro (H1 2017: 1,10 Mrd. Euro) und erreichte vor Wechselkurseffekten erneut das hohe Vorjahresniveau. Die Effekte – insbesondere beim Dollar -, sind deshalb wichtig, weil der Konzern mittlerweile und 20 Prozent seines Umsatzes in den USA erzielt.

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Trotz negativer Wechselkurseffekte – insbesondere aus dem US-Dollar – stieg der ausgewiesene Umsatz um 1,3 Prozent auf 8,2 Mrd. Euro (H1 2017: 8,1 Mrd. Euro), der höchsten Wert seit elf Jahren. “Bertelsmann ist im ersten Halbjahr 2018 aus eigener Kraft so stark gewachsen wie seit Jahren nicht”, erklärt der Vorstandsvorsitzende Thomas Rabe. “Der Ausbau unserer Wachstumsgeschäfte trägt immer deutlicher Früchte. Erfreulich ist besonders, dass sich die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in unsere Dienstleistungsgeschäfte mehr und mehr auszahlen.” Künftig wolle man das Wachstumsprofil des Unternehmens noch weiter verbessern.

Die wichtigsten Zahlen der Konzernsäulen:
– Die RTL Group steigerte ihren Umsatz um 2,3 Prozent auf 3 Milliarden Euro Euro (H1 2017: 3,0 Mrd. Euro) zu. Wichtigste Treiber: Das wachsende Digitalgeschäft, steigende Plattformerlöse sowie die positive Entwicklung von Fremantle Media und RTL Nederland.
– Penguin Random House verzeichnete mit knapp 1,5 Milliarden Euro einen Umsatz, der 3,3 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode aus dem Vorjahr liegt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Wechselkurs-Probleme.
– Gruner + Jahr meldet einen ein Umsatz-Minus von 5,6 Prozent auf 701 Millionen Euro. Das Operating EBITDA belief sich auf 51 Millionen Euro.
– Die Dienstleistungsgeschäfte von Arvato brummen dagegen. Die Sparte konnte sowohl den Umsatz als auch das operative Ergebnis steigern. Der Umsatz wuchs um 7,5 Prozent auf 2 Milliarden Euro und das Operating EBITDA sogar um um 21,1 Prozent auf 175 Millionen Euro.
– BMG konnte seine Marktposition weiter ausbauen und den Umsatz trotz aller negativer Wechselkurseffekte um 3,3 Prozent auf 241 Millionen Euro erhöhen. Dafür sorgte organisches Wachstum in den Bereichen Recorded Music und Production Music.
-Besonders unter Druck steht derzeit das Druckgeschäft. So heißt es in der Bilanz-Kommunikation, dass sich die Bertelsmann Printing Group “im ersten Halbjahr 2018 mit einem sehr herausfordernden Marktumfeld konfrontiert” sah. Papierpreissteigerungen von bis zu 20 Prozent in den letzten 18 Monaten sollen zu Zurückhaltung bei den Kunden geführt haben. Die Folge ist ein Rückgang beim Umsatz sowie beim operativen Ergebnis. Der Umsatz sank um 5,3 Prozent auf 768 Millionen Euro zurück und das Operating EBITDA um 39,8 Prozent auf 28 Millionen Euro.

Nach Einschätzung des CEO habe Bertelsmann hat in der ersten Jahreshälfte 2018 weitere Fortschritte erzielt, “wachstumsstärker, digitaler, internationaler und diversifizierter zu werden”. Trotz der zunehmenden politischen Unsicherheiten “im Zusammenhang mit etwa dem Brexit oder dem Handelsstreit zwischen den USA und China sind wir zuversichtlich, unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen.“

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