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Medien-Woche: Die immer wiederkehrende Frage, wann die “Tagesschau” über Mordfälle berichten sollte und wann nicht

“Die Medien-Woche” mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (DIE WELT)
"Die Medien-Woche" mit Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier (DIE WELT)

In der aktuellen Ausgabe unseres wöchentlichen Podcasts "Die Medien-Woche" sprechen Stefan Winterbauer (MEEDIA) und Christian Meier darüber, ob es in Ordnung war vom ZDF, den "Pegida-Hutbürger" zu filmen. Außerdem geht es um den Spiegel, der wieder einmal seine Chefredaktion auswechselt und die beliebte Frage, wann die "Tagesschau" über Mordfälle berichten sollte und wann nicht.

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Alle Kommentare

  1. „Wann sollte die Tagesschau über Mordfälle berichten ?“

    Na ganz einfach: wenn der deutsche Arzt den Ausländer erstochen hätte. Ist doch klar, oder ?
    Dann gäbe es im Anschluss eine Brennpunktsendung bis früh um Fünf.
    Das gesamte Programm der Betroffenheit würde dann abgespult, von Claudia Roth bis zum letzten Lichterkettenmitglied.
    Wieso muss ich Euch das eigentlich sagen? Da kommt Ihr doch alleine drauf.

    1. Über Mordfälle und Gewalttaten sollte gar nicht mehr berichtet werden.
      Das fördert nur Nachahmungen. Generell sollte man alle Gewaltsendungen aus dem TV entfernen, Tatort und so, das schadet der menschlichen Seele und stumpft ab.
      Eine negative Berichterstattung und Sensationsgier ist schlecht in einer heilen und wunderbaren Welt, wo sich alle nur lieb haben und manchmal einfach das Schicksal zuschlägt, was eben normal, also sowieso völlig unabwendbar ist.
      Auch sollte man generell nicht über Unannehmlichkeiten und Böses und Grausliches, Streitereien Nachrichten bringen.

      Immer nur das Gute darstellen, sich am Guten orientieren, positive Schlagzeilen senden, nur Darstellungen von Liebe, Freude. Schöne und idyllische Sachen halt.

      Bitte auch nichts mehr von Gerichtsprozessen, Urteilen und dem ganzen Zeug, das verdirbt überhaupt den Charakter, von Kleinkind auf schon.

      1. Nein, so funktioniert das nicht.

        Schon George Orwell wusste, dass ein totalitäres System immer auch einen Feind braucht, an dem das unterdrückte Volk seine Gefühle von Angst und Hass abreagieren kann. Quasi als Ventil, damit nicht die eigenen Parteikader zum Ziel werden.

        Bei Orwell hieß das “2-Minuten-Hass”, und war ein tägliches Ritual in der tagesscha… pardon, bei den Parteiversammlungen:

        „In einem lichten Augenblick ertappte sich Winston, wie er mit den anderen schrie und trampelte. Das Schreckliche an der Zwei-Minuten-Hass- Sendung war nicht, dass man gezwungen wurde mitzumachen, sondern im Gegenteil, dass es unmöglich war, sich ihrer Wirkung zu entziehen. Eine schreckliche Ekstase der Angst und der Rachsucht, das Verlangen zu töten, zu foltern, Gesichter mit einem Vorschlaghammer zu zertrümmern, schien die ganze Versammlung wie ein elektrischer Strom zu durchfluten, so dass man gegen seinen Willen in einen Grimassen schneidenden, schreienden Verrückten verwandelt wurde. Und doch war der Zorn, den man empfand, eine abstrakte, ziellose Regung, die wie der Schein einer Blendlaterne von einem Gegenstand auf den anderen gerichtet werden konnte.“

        Der Witz ist: Der so gehasste Feind muss in Wirklichkeit gar nicht feindliche Absichten verfolgen. In “1984” existiert er nicht einmal tatsächlich, er ist ein reines Konstrukt der Partei-Propaganda.

        Ganz so weit sind unsere Partei-Eliten noch nicht. Aber Putin und Assad sind für den Anfang doch auch nicht schlecht, oder?

      2. Angst und Hass, diese abnormalen Gefühle sind eine Erfindung des Teufels. Man muss sich dem tagtäglich widersetzen. Positives Denken beispielsweise, oder Gotteshuldigungen, Beten, Meditation, innerliche Befreiung, Selbstsuggestion, all das hilft rein und unschuldig wie ein unbeschriebenes Blatt in Worten, Gedanken und Werken zu bleiben.

        Ich würde empfehlen keine Nachrichten mehr zu schauen, keine Zeitungen mehr zu lesen und keinen einzigen Gedanken an all das Zeug zu verschwenden, das uns zu feindseligen Geschöpfen macht. Sich innerlich leer machen und nur milde lächelnd seine Weg gehen, kommt eine Störung, dann ignorieren und weitergehen.
        Ich würde es absolute Ungerührtheit nennen. Das ist ein wunderbarer Zustand, kann man erlernen.

  2. Die ehrliche Antwort wäre:

    Über Mordfälle ist zu berichten, genau dann wenn es Merkel nützt. Wenn ein somalischer sogenannter “Flüchtling” einen Arzt absticht, ist Berichterstattung darüber “nicht hilfreich”.

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