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“Kein negative campaigning”: CSU steigt aus PR-Posse um “Söder macht`s” aus und schaltet alle Konter-Webseiten ab

Die Konter-Seite Derechtesödermachts.de verlinkte nur auf das Regierungsprogramm
Die Konter-Seite Derechtesödermachts.de verlinkte nur auf das Regierungsprogramm

Der Konter mit DerEchteSöder.de und nataschakohnen.bayern hatte nicht wirklich getroffen, also zieht die CSU Konsequenzen und beendet den PR-Kleinkrieg mit der SPD - erst einmal einseitig. Das Wahlkampfteam schaltet dazu alle Kontra-URLs ab, mit denen die CSU auf den Werbe-Coup der Sozialdemokraten geantwortet hatten.

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Mit dem Schritt beendet die CSU eine Posse, in der sie von Anfang an nur verlieren konnte. Am Montag hatte die SPD dem politischen Rivalen einen PR-Streich gespielt, indem das Team um die Spitzenkandidatin Natascha Kohnen die Schlafmützigkeit der Söder-Mannschaft ausnutzte, die vergessen hatte die Internet-Adressen zum neuen Slogan “Söder macht`s” zu sichern.

Unter der URL stellte die SPD eine Liste mit vermeintlichen Fehlern und Fehlentscheidungen des Ministerpräsidenten zusammen und warb zudem für die eigene Spitzenfrau.

Zunächst musste die CSU einigen Spott ertragen, dann rappelten sich das Söder-Team auf und versuchte einen Konter, indem man sich gleich mehrere Internet-Adressen mit Bezug zu Natascha Kohnen (nataschakohnen.bayern, kohnen-plus.de) sicherte und von dort aus auf das eigene Regierungsprogramm verlinkte.

Vermeintlicher Höhepunkt der Gegenstrategie war die Webseite “Derechtesoedermachts.de”. Aber auch hinter dieser Adresse fand sich nur ein Link auf das Programm. Die Folge des lahmen Konters mit einer URL, die von vielen genüsslich auch noch als “DerRechteSöder” gelesen wurde, war wiederum Netz-Häme.

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Das war offenbar der Punkt, an dem sich die CSU-Strategen entschlossen, die Reißleine zu ziehen. Gegenüber dem bayerischen Rundfunk bestätigte ein CSU-Sprecher, dass die Webseiten nicht mehr “bespielt” würden. “Wir setzen auf positive Inhalte und Fakten statt auf negative campaigning”.

Ganz ohne Seitenhieb geht es aber dann doch auch nicht. So bezeichnete der Sprecher die SPD-Aktion als “gescheitert”. Schließlich sei #soedermachts jetzt in aller Munde.

Das dürfte ein Teil der Wahrheit sein. Der andere ist, dass es der SPD sehr wohl gelungen ist, die CSU als Schlafmützentruppe dastehen zu lassen und Natascha Kohnen bundesweit einen gewissen Bekanntheits-Boost verschafft zu haben.

Allerdings könnte der Social-Media-Schlagabtausch bei einigen Wählern und Beobachtern auch wie ein kindischer Sandkastenstreit wahrgenommen werden, was wiederum den Politik-Frust verstärken könnte.

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Alle Kommentare

  1. Die Folge des lahmen Konters mit einer URL, die von vielen genüsslich auch noch als “DerRechteSöder” gelesen wurde, war wiederum Netz-Häme.

    Was heißt hier “genüsslich”? Söder ist leider auch nur ein weiterer Wurmfortsatz von Merkel. Wär ja schon, wenn er tatsächlich rechts wäre, aber das ist pures Wunschdenken.

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