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Xiaomi-Quartalszahlen: “Das Apple Chinas” wächst rasant und verdient bereits 2,1 Milliarden Dollar

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Xiaomis Smartphone Mi 6: Die Ähnlichkeit zu Apple-Produkten ist frappierend / Foto: © Xiaomi

Nach dem verpatzten Börsengang folgt nun mit der Konzernbilanz das Ausrufezeichen: Xiaomi überzeugt mit den Geschäftszahlen für das zweite Quartal. Der chinesische Verbraucherelektronikhersteller, dessen Smartphones oft durch ihre Ähnlichkeit zu Apple auffallen, konnte von Anfang April bis Ende Juni einen Nettogewinn von 2,1 Milliarden Dollar ausweisen. Die Umsätze sprangen um 68 Prozent nach oben.

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Xiaomi legte im Juli den größten Börsengang eines Technologieunternehmens seit Alibaba 2014 hin – und doch ging er ziemlich daneben. Beim Börsenlisting in Hongkong strebte der Smartphone- und Computerhersteller ursprünglich bei einer ambitionierten Bewertung von 80 bis 100 Milliarden Dollar einen Emissionserlös von bis zu 10 Milliarden Dollar an.

Am Ende musste sich der 2010 vom inzwischen 48-jährigen Lei Jun gegründete Tech-Konzern mit knapp der Hälfte zufriedengeben: Xiaomi sammelte durch das IPO lediglich 4,7 Milliarden Dollar an frischen Mitteln ein und wurde “nur” mit 54 Milliarden Dollar bewertet. Als wäre der Abschlag nicht genug, ging die Aktie nach anfänglich gutem Start auch schnell in den Sinkflug über und notierte gestern praktisch dort, wo sie im Juli an der Hongkonger Börse gestartet war: bei rund 17 Dollar.

Umsatzsprung von 68 Prozent

Dabei liefert der Tech-Riese aus dem Reich der Mitte mit den heute vorgelegten Quartalszahlen weiter gute Argumente. Im Geschäftszeitraum zwischen Anfang April und Ende Juni konnte Xiaomi seine Umsätze um bemerkenswerte 68 Prozent auf umgerechnet 6,6 Milliarden Dollar steigern.

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In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2018 bringt es Xiaomi damit auf Umsätze von 11,7 Milliarden Dollar bzw. bereits 70 Prozent der Gesamterlöse des Vorjahres. Der Nettogewinn zog auf bereits 2,1 Milliarden Dollar an; operativ verbuchte Xiaomi allerdings wegen der Kosten und ausgegebenen Aktienoptionen einen Verlust von 1,1 Milliarden Dollar.

32 Millionen Smartphones im zweiten Quartal abgesetzt

Träger des rasanten Wachstums sind Xiaomis Smartphones, die weiter für 70 Prozent der Gesamterlöse verantwortlich sind und von denen im zweiten Quartal nach Schätzungen des Marktforschers IDC 32 Millionen Einheiten abgesetzt wurden – ein Plus von 49 Prozent nach verkauften Stückzahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Xiaomi, das wegen der Ähnlichkeit der Produkte zum Tech-Pionier aus Cupertino häufig als “Apple Chinas” bezeichnet wird, konnte damit unter den fünf größten Smartphoneherstellern der Welt am dynamischsten wachsen. Neben dem chinesischen Heimatmarkt verzeichnet Xiaomi besonders in Indien, wo es Samsung als Nummer eins verdrängt hat, die größten Absätze. In Europa bietet Xiaomi seine Smartphones bislang erst in Spanien und Griechenland an.

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