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Kurz nach dem Start: Spiegel-Verlag will Konzept des Expedition-Ablegers überarbeiten

Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass, Ableger Expedition
Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass, Ableger Expedition

Der Ableger Spiegel Expedition, der als "historische Outdoor-Zeitschrift" konzipiert wurde, wird kurz nach dem Start offenbar schon wieder überarbeitet. Nach MEEDIA-Infos kam die Erstlings-Ausgabe im Haus nicht überall gut an. Die nächste Nummer soll nun im Herbst folgen.

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Am 8. Mai 2018 ging die „historische Outdoor“-Zeitschrift  Spiegel Expedition an die Kioske. Die Absatzerwartungen waren hoch. Die Druckauflage lag bei 100.000 Exemplaren. Doch von großem Absatz- und Wirkungserfolg der ersten Ausgabe ist in der Branche nicht die Rede. Konkrete Absatzzahlen sind nicht bekannt und der Verlag äußert sich hierzu nicht. Aus Kreisen der Mediaagenturen heißt es, dass der Verlag längst die nächste Ausgabe gestartet hätte, wenn die Zahlen gut gewesen wären.

Auch hausintern gab es Kritik. Bemängelt wurde, dass das Verlagsmarketing bei der Einführung des neuen Ablegers zu wenig die Werbetrommel gerührt habe. Zudem sei das Titelbild wenig ansprechend und einfallsreich gewesen, heißt es. Die interne Kritik nehmen sich die Macher offenbar zu Herzen. Nach MEEDIA-Informationen soll das Heftkonzept überarbeitet werden – vor allem optisch. Wann die nächste Ausgabe die Kioske erreicht, steht aber derzeit noch nicht fest. Ein Spiegel-Sprecher hierzu: „Von unseren Leserinnen und Lesern haben wir auf die am 8. Mai erschienene Spiegel-Expedition-Ausgabe ‚Alexander von Humboldt – Durch die Wildnis Lateinamerikas‘ ein sehr positives Feedback bekommen. Die Verkäufe des ersten Heftes bewegen sich im Rahmen unserer Erwartungen.“ Deshalb werde der Spiegel „die neue Heftreihe über die großen Expeditionen der Weltgeschichte weiterentwickeln und im Herbst die nächste Ausgabe an den Kiosk bringen“, heißt es. In welcher Frequenz das Heft künftig erscheinen soll, sei noch nicht entschieden. Fragt man nach weiteren Produktneuheiten, hält sich der Verlag bedeckt. Geplant seien neue Produkte. Wann sie kämen, sei offen.

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Als Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass oder Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer 2015 vor der Presse über die Zukunft des Verlages sprachen, fiel immer wieder ein Begriff: Innovationen. Knapp drei Jahre nach den Ankündigungen fällt die Innovationsbilanz eher spärlich aus – zumindest was gedruckte Produkte betrifft. Nach den Flops Spiegel Classic und Spiegel Fernsehen gingen Hass und Brinkbäumer zunächst auf Nummer sicher. Sie brachten die anzeigenfinanzierten Supplements S-Magazin und wohl auf den Markt. Da beide Beilagen den Spiegel als Trägermedium nutzen, ist ihnen eine garantierte Auflage bei den Werbekunden sicher. An wirklich neue Magazinkonzepte ohne den Namens-Zusatz “Spiegel” wagen sich die Verlagsstrategen an der Ericusspitze bislang nicht heran.

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Alle Kommentare

  1. Die Konzepte, die dem Spiegel wahrnehmbare Einnahmen bringen, sind eigentlich offensichtlich. Erstaunlich, dass man sie immer wieder verfehlt.

  2. Ich hätte eine Idee für ein revolutionäres neues Format aus dem SPIEGEL-Verlag:
    “DER SPIEGEL Journalismus – Berichte ohne linksgrüne Propaganda”

    Würde sich super verkaufen, aber das trauen die sich nie.

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