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Nach Interview-Beichte bei der NYT: Arianna Huffington fordert Musk zu mehr Erholung auf

Tesla-Gründer Elon Musk
Tesla-Gründer Elon Musk

Elon Musks überraschende Aussagen in einem Interview mit der New York Times (NYT) sorgen weiter für Schlagzeilen. Der Tesla-Chef offenbarte, dass er teilweise bis zu 120 Stunden pro Woche arbeite und regelmäßig Schlaftabletten nehme. Nun kritisiert die Huffington-Post-Gründerin in einem offenen Brief die Arbeitszeiten des Unternehmers. Der wiederum reagiert auf Twitter – und gibt sich stur.

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“Das vergangene Jahr war das schwierigste und schmerzhafteste meiner Karriere. Es war quälend”, sagt Musk gegenüber der New York Times am Donnerstag. Der Grund: Er arbeitete zuletzt bis zu 120 Stunden in der Woche, schlafe manchmal im Büro und habe die Fabrik mitunter drei bis vier Tage nicht verlassen. So offen wie nie zuvor gestand sich Musk in dem NYT-Interview Schlafmangel und Überarbeitung ein. Mehrfach sei er während des einstündigen Gespräches den Tränen nahe gewesen.

Ein Umstand, über den sich nicht nur der Aufsichtsrat von Tesla Sorgen macht und seine Suche nach einer Nummer zwei hinter Musk verstärkte. Auch die Huffington-Post-Gründerin Arianna Huffington kritisiert den Tesla Chef dafür in einem offenen Brief. „Du lebst eine veraltete, unglaublich ineffiziente und unwissenschaftliche Art vor, um menschliche Energie zu nutzen“, schrieb Huffington. „120 Stunden pro Woche zu arbeiten, verstärkt nicht deine außergewöhnlichen Qualitäten, es verschwendet sie.“

In dem Brief drückt Huffington zwar ihre Bewunderung über die Offenheit Musks aus, mahnt aber dennoch zu einer ausgewogeneren Work-Life-Balance. Es komme nicht darauf an, wie viele Stunden man wach ist. Tesla und die Welt wären besser, wenn Musk “regelmäßige Erholungspausen” einlegen würde, um “seine Reserven für Kreativität und Innovationen wieder aufzuladen”. Huffington fordert Musk auf, seine veraltete Arbeitsweise zu überdenken.

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Die ehemalige Chefredakteurin der Huffington Post dürfte den Brief als Marketing-Instrument für ihr Start-Up sehen. Vor zwei Jahren hat sie die mittlerweile von AOL aufgekaufte US-News-Portal verlassen und setzt sich seither mit Thrive Global für Stressbewältigung in Tech- und Medienunternehmen ein. In dem Blog des Start-Ups hat sie den offenen Brief auch veröffentlicht.

Musk aber hat für die Ratschläge der 68-Jährigen wenig übrig. Auf Twitter antwortete er auf ihren offenen Brief und ihrem Vorschlag, mehr Ruhepausen einzulegen. “Du glaubst, das sei eine Option”, schreibt Musk. “Das ist es aber nicht.“ Abgesendet hat der Tesla-Chef den Tweet übrigens auf dem Heimweg von der Arbeit – um halb drei in der Nacht.

(rt)

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