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Der Trend geht zur Doppel-Nutzung: Viele Deutsche zahlen für mehrere Streaminganbieter-Abos gleichzeitig

Netflix gehört zu den Streaming-Platzhirschen in Deutschland

Während deutschen Fernsehsender noch an einer gemeinsamen „Supermediathek“ arbeiten, haben sich die internationalen Streaminganbieter längst als Platzhirsche etabliert. Tatsächlich scheint der Markt in Deutschland sogar schon gesättigt zu sein. Dies legt die Studie eines britischen Marktforschungsunternehmens nahe. Wachstum sei aktuell nur noch über die parallele Mehrfachnutzung der Dienste möglich.

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Wie die Analyse SVoD-Stacking: Stützpfeiler des Branchenwachstums“ des britischen Marktforschungsunternehmen Ampere Analysis zeigt, hat Deutschland sich als SVoD-Markt etabliert (SVoD steht für Subscription Video on Demand). Amazon Prime und Netflix sind dabei eindeutig als Marktführer zu erkennen; Amazon liegt in Deutschland im Nutzungs-Ranking sogar vor Netflix .

Tatsächlich sei der Streamingdienst-Markt hierzulande derart gesättigt, dass ein Wachstum nur noch in die Breite möglich sei, analysieren die britischen Marktforscher. Dieses parallele Nutzen verschiedener Streamingdienste wird auch als „Stacking“ bezeichnet.

Mittlerweile nutzen 47 Prozent derjenigen Haushalte in Deutschland, die einen Streamingdienst abonniert haben, sei oder mehr VoD-Dienste parallel. Noch im Jahr 2015 waren es 21 Prozent – der Wert hat sich also verdreifacht. Dabei investiert der deutsche Zuschauer monatlich rund 17 Euro für Pay-TV-Abonnements.

Richard Broughton, Research Director bei Ampere Analysis, erklärt: „Da Amazon und Netflix den deutschen SVOD-Markt anführen und ihre Angebote vergleichsweise günstig sind und viele exklusive Inhalte haben, gibt es kaum noch Raum für neue SVoD-Dienste. Die Verbraucher in Deutschland sind eher bereit dazu, für mehrere Abonnements zu zahlen.“

Die Studie wurde gemeinsam von Ampere Analysis und CirKus TV, einem der Streaming-Kanäle auf Amazon Channels, veröffentlicht. Mark Bradford, Gründer und Director von Cirkus TV ergänzt: „Wir gehen davon aus, dass sich der Trend SVoD-Stacking weiter fortsetzt mit einer Spitze von sechs bis acht parallel genutzten Diensten pro Haushalt.“

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