„Männer sind Müll“: Wie der Hashtag #MenAreTrash die Twitter-Community spaltet

Twitter-Hashtags zu initiieren, um auf gesellschaftliche Missstände oder Ungleichheiten aufmerksam zu machen, genießt große Popularität. Zuletzt machten das die Hashtags #MeToo (sexuelle Übergriffe) und #MeTwo (Rassismus im Alltag) mit großem Erfolg vor. Bei dem gegen Sexismus gerichteten Hashtag #menaretrash wird jedoch vor allem über die Sinnhaftigkeit der Bezeichnung diskutiert.

Aktuell trendet der Hashtag #MenAreTrash, übersetzt „Männer sind Müll“, auf Twitter. Entsprechende Postings sollen Sexismus, Gewalt und Ungleichbehandlung von Männern gegenüber Frauen anprangern. Jedoch ist vielmehr eine Diskussion darüber entbrannt, ob der gewählte Name für den Hashtag für diesen Anlass sinnvoll ist, da er seinerseits eine pauschale Abwertung darstellt.

Es gibt allerdings auch Nutzer(Innen), die den Hashtag verteidigen und keine Pauschalisierung sehen. Beispielsweise die taz-Autorin Sibel Shick, die gleich mehrere Tweets unter dem Hashtag #menaretrash absetzte und vor kurzem ein Gedicht mit dem Titel „Männer sind Arschlöcher“ veröffentlichte.

Aus Sicht einiger anderer Twitter-NutzerInnen verfehlt der Hastag aufgrund seiner gewählten Bezeichnung aber die erhoffte Wirkung, den Feminismus zu stärken. Stattdessen erreiche er genau das Gegenteil.

Andere distanzieren sich unterdessen vollends von dem Hashtag:

Problematisch an derartigen Hashtags ist, dass sie Sexisten, die es ohne Zweifel gibt, wohl kaum zum Umdenken bewegen. Stattdessen verhärten sich die Fronten weiter und es entsteht kein Dialog.