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Lebensmittel-Lobbyist Minhoff: “Journalisten, die sich zu willfährigen Aktivisten machen, sind wertlos”

Christoph Minhoff
Christoph Minhoff

Christoph Minhoff war Programm-Geschäftsführer von Phoenix, aktuell arbeitet er als Geschäftsführer der Verbände der Lebensmittelindustrie BLL und BVE. Für Aufsehen sorgte er vor kurzem, als er einen Reporter der Welt öffentlich in einer Polemik für dessen Umgang mit dem Thema Zucker kritisierte. In einem Gastbeitrag für MEEDIA geht Minhoff hart mit NGOs und Medien ins Gericht. Journalisten ließen sich viel zu oft unkritisch für NGO-Kampagnen einspannen, sagt er.

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Ein Gastbeitrag von Christoph Minhoff

Na endlich: „Dick macht doof!“ Es war erneut der „Spiegel“, der jüngst  die Ergebnisse einer Studie von Leipziger Wissenschaftlern auf diese Art zusammenfasste (Paid Content Link). Zitat: „Je übergewichtiger ein Mensch ist, desto kleiner scheint sein Hirn. Und mehr noch: Das Schrumpfen ist verbunden mit einer verminderten Denkkraft.“ Hallo?! Kampagnen-Journalismus plus Komplexitätsreduktion plus Suchmaschinen-Fetisch plus Überschriftenoptimierung ergibt in Summe: Bullshit.

Die angebliche „Dick macht Doof“-Studie, auf die sich der „Spiegel“ beruft, lässt eine solche eingedickte Aussage als Schlussfolgerung genau nicht zu. Die Autorin der Studie, Veronica Witte vom Max-Plack-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig, bemüht sicherheitshalber ihre publizierten Ergebnisse nur als „Momentaufnahme“ einzusortieren und nutzt reihenweise den Konjunktiv: „das Gefundene scheint“, „Effekte sind klein“ und „sagen nicht über den Einzelnen aus.

“Vorurteile lösen Fakten ab.”

Dieses jüngste Beispiel zeigt das Grundproblem, mit dem wir es zunehmend im Pressewesen zu tun haben: Aus Journalisten werden Aktivisten. Persönliche Ansichten werden zu allgemeingültigen Normen erklärt. Jede noch so abstruse Studie wird selektiv zur Bestätigung der eignen Position eingesetzt. Vorurteile lösen Fakten ab. Gesellschaftliche Probleme werden auf eine Person fokussiert und adressiert.

Die Wirtschaft irritiert die neue Heftigkeit der Angriffe der Wortschöpfer gegen die Wertschöpfer zunehmend. Für das Management von Unternehmen galt jahrzehntelang: Der gesetzlich vorgegebene Rechtsrahmen definiert die Leitplanken, innerhalb derer man sich zu bewegen hatte. Dort, wo gegen staatliche Normen verstoßen wurde, musste auch geahndet werden. Das war gelernt und akzeptiert.

Doch Leitplanken setzt heute nicht mehr nur der Gesetzgeber, Normen werden zunehmend auch von Aktivisten der sogenannten Zivilgesellschaft etabliert, eingefordert und mit medialer Macht durchgesetzt. Immer häufiger, immer schneller, immer unversöhnlicher verlangt die Symbiose aus niemandem zur Rechenschaft verpflichteten NGOs, teils staatlich alimentierter Verbraucherinitiativen und um Bedeutung kämpfender Alt-Leitmedien neue Standards.

Begonnen hat diese Entwicklung mit den Erschütterungen der Medienwelt durch kommerzielle Anbieter und den unumkehrbaren digitalen Wandel. Im mittlerweile hart umkämpften Medienmarkt erweisen sich angstgetriebene Verbraucherthemen als Auflagen-, Hörerweiten- und Quotenförderer. Die Summe an Content von Panik-TV konnten die Anstalten aus sich selbst heraus gar nicht liefern. Diese Situation begünstigte die explosionsartige Entwicklung von sogenannten „Nichtregierungsorganisationen“, kurz NGOs. Denn die NGOs setzen genau auf dieser Entwicklung ihr Geschäfts- und Durchsetzungsmodell auf. Dabei verheimlichen diese gar nicht, dass sie die Medien entsprechend als Vehikel nutzen wollen. Im Gegenteil: Ganz unverblümt spricht es der Gründer von Foodwatch, Thilo Bode, für seine Truppe aus: „Ziel der Organisation ist es, durch Lobby- und Medienarbeit, durch Aktionen und durch Prozesse Markttransparenz und Öffentlichkeit herzustellen und politischen Druck auszuüben.“ Das bedeutet: NGOs sind Lobbyisten, die Minderheitsmeinungen durch nicht demokratische Prozesse zum Durchbruch verhelfen wollen. Wer sich an diesem Prozess beteiligt, in welcher Form auch immer, wird selber zum Aktivisten, wird quasi „Partei“. Deshalb ist es extrem relevant, ob Journalisten allein als Echo von NGO-Kampagnen fungieren, oder ob sie eigene, unabhängige Recherchen anstellen.

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“NGO-Kampagnen-Sprech”

Dass NGOs als David im Kampf gegen Goliath empfunden werden, ist angesichts der Summen, über die diese Organisationen verfügen, grotesk. Darauf angesprochen antworten NGOs gerne: Den Unternehmen ständen ja Milliarden an Werbeetats zur Verfügung. Doch wie werthaltig ist geschaltete Werbung vor den Nachrichten, wenn in der eigentlichen Nachrichten-Sendung ungeprüft das NGO-Kampagnen-Sprech übernommen wird? Was würde wohl ein Werbespot in der “Tagesschau” oder bei “heute” kosten? Wie hoch dotierte ein NGO-Werbeetat, wenn man diese Rechnung der Werbung für NGO-Kampagnen in den Leitmedien aufmachen würde? Journalisten müssen deshalb, wenn sie sich als Reichweitenlieferant an einer NGO-Kampagne beteiligen, Ross und Reiter nennen: Von wem stammt die Information, welchen Hintergrund hat der Informationslieferant, welche Interessen stehen dahinter. „Cui bono“ gilt eben auch für sogenannte Nichtregierungsorganisationen.

Redakteure, die sich als mediale Echo-Kammern von NGO-Kampagne definieren, brauchen keine faktenbasierten Antworten, sie wollen Bestätigung. Schließlich erkannte die Wirtschaft, dass ihr lediglich die Rolle als Recherche-Alibi zugewiesen war, ohne irgendeinen erkennbaren Erkenntnisgewinn beim Autor zu generieren. Die Erfahrung zeigt das immer gleiche Muster solcher Helden-Stücke: NGO gut, Unternehmen böse. NGO-Argument richtig und wichtig, Unternehmensargument wertlos und interessengeleitet. Es gibt keine Augenhöhe des Argumentes mehr. Es ist nicht mehr wichtig, was gesagt wird, entscheidend ist, wer es sagt. Ein Kernproblem. Denn Deutungshoheit ordnet man alleine der NGO zu. Immer mehr Unternehmen gehen deshalb dazu über, nicht mehr als nötig gegenüber Journalisten zu kommunizieren, sondern gleich zum Endkunden. Es spart Zeit und sorgt für bessere Ergebnisse.

Dabei liefern Journalisten, die sich als Nachplapperer von NGO-Forderungen beweisen, selbst die Begründung für derlei Entwicklung. Denn besonders häufig übernimmt man Forderungen nach allgemeinen Werbebeschränkungen. Geht es nach NGOs, darf künftig für alles Mögliche nicht mehr geworben werden. Bemerkenswert, angesichts der Tatsache, dass gleichzeitig die Wirtschaft aufgefordert wird, in guten Journalismus zu investieren. Dass im redaktionellen Teil Werbeverbote gefordert werden und gleichzeitig bei der Online-Ausgabe Werbeblocker verboten sind, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Wie las ich gerade diese Woche bei einem jungen Medienangebot: „Mach doch bitte den Adblocker weg! Von der Werbung leben hier 20 Journalisten.“ Vielleicht wäre das Verständnis mancher Redakteure für Werbung und ihre Bedeutung größer, wenn sie gleichzeitig unternehmerische Verantwortung tragen müssten.

“Absage an Gesinnungsjournalismus”

Für die  Unternehmen ist eine freie, funktionsfähige Presse unverzichtbar. Die Wirtschaft bekennt sich unablässig zu einem starken, unabhängigen, qualitativ hochwertigen Journalismus. In einer freien, demokratischen Gesellschaft stellt dieser einen systemischen Wert da. Wertlos hingegen sind Journalisten, die sich selbst durch kritiklose Übernahme von NGO-Positionen zu willfährigen Aktivisten machen. Und im eigenen Reputations-Interesse sollten sich Journalismus von dieser Praxis trennen.

Journalisten sollen Haltung zeigen, schreibt Sascha Lobo in seiner Spiegel-Online-Kolumne. Richtig: Journalisten müssen Haltung zeigen gegenüber journalistischen Standards und publizistischen Grundsätzen. Die kann man nachlesen, beim DJV.  Dazu gehört nicht, die Trennung von Meinung und Berichterstattung aufzugeben. Dazu gehört im Gegenteil die Absage an Gesinnungsjournalismus. Die Absage an den Versuch selber zu definieren was „gut“ und was „böse“ ist. Wie sagte doch jüngst Springer-CEO Mathias Döpfner im Interview mit MEEDIA: „Den Leitartikel als Politikberatung. Das geht so nicht mehr gut. Die Menschen wollen das einfach nicht mehr lesen. Wir als Journalisten und Arbeitgeber von Journalisten müssen neu denken. Wenn wir das nicht selbst hinbekommen, werden es andere tun.“

Über den Autor: Christoph Minhoff wurde 1959 in Duisburg geboren, volontierte 1984 beim Bayernkurier. Von 1984 bis 1994 arbeitete er für den Bayerischen Rundfunk, war u. a. Moderator des Magazins „Zeitspiegel“. Danach übernahm er die Leitung des ZDF-Landesstudios Bayern. Von 2005 bis 2012 war er Programmdirektor von Phoenix. Seit 2012 ist Minhoff Hauptgeschäftsführer des Spitzenverbands der Deutschen Lebensmittelwirtschaft BLL und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Für Aufsehen sorgte Minhoff  vor kurzem, als er einen Reporter der Welt öffentlich in einer Polemik für dessen Umgang mit dem Thema Zucker kritisierte.

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Alle Kommentare

  1. In diesem Land drückt schon seit einiger Zeit eine kleine lautstarke Minderheit (aus dem ideologisch links stehenden Lager) der Mehrheit auf, was sie zu denken hat. Egal ob es um ungesteuerte Zuwanderung, die Art, wie man Sexualität leben soll bis hin zu der Frage, was man konsumieren (oder auch wählen !!!) darf und was nicht, immer ungenierter wird mit Hilfe der willfährigen Mainstreammedien bevormundet, verurteilt und gerichtet. Man selbst glaubt zu wissen, was gut und richtig ist und versucht dieses der Gesellschaft moralinsauer aufzudrücken. Abweichler werden nicht länger geduldet.
    Ich freue mich auf den Tag, an dem die Macht dieser selbsternannten Gesinnungswächter aufhört und in diesem Land wieder frei gedacht und gelebt werden kann.

    1. Wenn wir diesen Tag denn so noch erleben.
      Merkel, die als marxistischer Maulwurf in die CDU eingeschleust und der der Weg zur Kanzlerschaft gegen alle konservativen Gegenspieler aus dem dunklen Hintergrund heraus freigeschossen wurde, versucht sich gerade ja ihrem eigentlichen politischen Partner, der Linken, zu vereinigen.
      Der, von einem Hinterbänkler in den Ring geworfene, Vorschlag wird zwar dementiert, ist aber nun einmal da.
      Und wenn sich alle erst mal dran gewöhnt haben, wird das gleiche passieren, wie mit der Maut.
      Hat ja damals auch geklappt.

      Und was glauben Sie, was dann hier los ist.

  2. “Journalisten, die sich zu willfährigen Aktivisten machen, sind wertlos”

    Nee. Herr Minhoff.

    Solche Journalisten sind nicht wertlos, die sind gefährlich. Sie sind zunächst eine enorme Belastung für jede freie Gesellschaft. Und wenn sie untereinander in Konsens treten, dann sind sie nicht nur gefährlich, sondern bedeuten das Ende der freien Gesellschaft. Das wird dann auch irgendwann tödlich, nicht nur im übertragenen Sinne.

    Gilt natürlich auch für Politiker, die eigentlich für Parteien unterschiedlicher Werte- Orientierungen an- und auftreten.

    Stellen diese Parteien jedoch untereinander einen Konsens her, am Souverän vorbei zu agieren, dann ist deren Gesellschaft natürlich ebenfalls bedroht.

    Katastrophal gefährlich wird es, wenn sich Politik und die Medien in ihrer Zielrichtung zusammenschließen.

    Dennoch Danke, Herr Minhoff, daß sie dies von ihrer Seite auf den Tisch bringen.

    Und Dank an Meedia, die dies aufgreifen, auch es er hier offenbar von der abwertenden Metapher Lobbyist geframed werden muß.

    Journalisten, die sich zu Aktivisten machen sind immer gefährlich, nicht nur für die Lebensmittelindustrie.

    Der Herr Minhoff tritt, sofern man ihn glaubt framen zu müssen als Lobbyist der Demokratie auf.

  3. “Sturmschützen der Demokratie, der “Offenen Gesellschaft” und eines ethisch verantwortlichen und der Wahrheit verpflichteten Journalismus müssen auch wie Sturmgeschütze finanziert werden!”

    Nach VO Pr No. 30/53
    mit mindestens Selbstkostenpreis plus 6% (netto) zuzüglich MWST.

    Wer darunter bleibt, wer als Unternehmen Marketing-Abteilung, Presseabteilung, CSR und Unternehmenskommunikation zu einer Kostenstelle zusammenlegt und
    bei der Anzeigen- und Werbefinanzierung von “Zeitungen” spart, bekommt genau jenen “letztmöglichen Journalismus”, der hier beklagt wird!

    Doch das Spiel ist aus!

    In einer Metropole wie Berlin werden inzwischen bis zu 400 €/Einwohner/Jahr für “Blindleistungs-Kommunikation” ausgegeben, die gar keine Leser mehr erreicht.,

    Eine digitale lokale Zeitung kann dagegen schon ab etwa 40ct/Einwohner/Jahr ( Städte ab <250.000 Einwohner) tragfähig werden – und einen immensen volkswirtschaftlichen Nutzen für alle Citizens & Akteure stiften!

    Zeitungen, Redaktionen, Verlage und Journalisten müssen nicht sterben!

    Es ist mehr als genug Geld im Markt und im System – es muss aber von den Kostenstellen für Unternehmenskommunikation, PR-Produzenten, staatlichen PR-Kampagnenmitteln und von "nativen Anzeigenkunden" zurück geholt werden!

    Es gibt tatsächlich Alternativen, zur "evangelisten-getriebenen" Überweisung von Marketing-Mitteln an Google und Facebook!

    1. Klar gibts die.
      Aber der Erfolg eines Verkäufers hängt unmittelbar mit dem zu verkaufenden Produkt zusammen.
      Ein Bäcker, der kein Brot verkauft, sondern seinen Kunden stattdessen faule Eier an den Kopf wirft, darf sich nicht über Kundenmangel beklagen.

      Die Krise der Medien beruht nur zum Teil auf der immer wieder vorgeschobenen Digitalisierung.
      In Wahrheit ist sie eine Glaubwürdigkeitskrise, ein Qualitätsproblem.

      Zuviele Überzeugungstäter in derselben winzigen Sparte, während große Bereiche des Informationsbedarfes einfach brach liegen gelassen werden.

      Um das zu ändern, bedarf es eines Resets, der von den Journalistenschulen bis zu den Grundschulen geht.
      Man hat die 68er für harmlose Spinner gehalten.
      Das waren sie aber nur in der Opposition.

      1. Das ist doch Populismus, blau-rotes Strickmuster mit immer gleichen Wortschablonen, die über Medien und Journalisten gekübelt werden, weil man sich hinter geschlossenen Facebook-Forenkulissen abgesprochen hat!

        Den Journalismus auf “Verkaufsprozesse” zu reduzieren, ist “Mummelputz”!

      2. Ich hab nicht mal einen FB-Account.

        Und zwei mal zwei bleibt auch dann vier, wenn alle Populisten dieser Welt das geschlossen behaupten.

        Ärgerlich, oder?

      3. Michael Springer, Sie haben offensichtlich den Schuss noch nicht gehört. Ich spreche mich mit niemandem ab. Meine Verachtung für das, was Journalisten mittlerweile abliefern, ist ehrlich und individuell.

  4. “Journalisten, die sich zu willfährigen Aktivisten machen”

    Das ist ja mittlerweile in Deutschland ein Plenoasmus, so wie “weißer Schimmel” oder “brennendes Feuer”.

  5. Wenn Journalisten im Sinne unserer geltenden Gesetze berichten, sind sie nicht willfährig, sondern rechtskonform. Wenn sie NGOs in Schutz nehmen, die sich ebenfalls auf diese Rechte berufen, sind sie nicht Handlanger derselben, sondern befinden sich mit ihnen auf der Seite unseres Rechtssystems.
    Wenn andere ihre “Meinung”, man müsse erst mal klären, ob Seenotrettung rechtmäßig ist oder nicht, dem gegenüberstellen, dann stimmt etwas mit deren Rechtsverständnis nicht.
    Wer sich Gesetzeswidrigkeit als reelle Option zusammenbastelt (wenn es Flüchtlinge betrifft), kann nicht von Journalisten erwarten, dass sie für ihn in die Bresche springen oder auch nur “neutral” darüber berichten.

    1. Das klingt erst mal ganz vernünftig, Frau Lerch.

      Aber “im Sinne von….berichten” hört sich für mich mittlerweile schlicht nach Regierungspropaganda an.
      Alle Gesetze haben ja einen Ursprung und speziell die , die von einem uns allen bekannten Kurzbeinigen ins Leben gerufen wurden, treffen auch kritische Bürger und erst recht Journalisten ins Mark.
      Das aufzuzeigen IST aber die Aufgabe der Medien, wenn sie sich heute, in völliger Unkenntnis ihrer Situation durch ihre mittlerweile völlig abhanden gekommenden Glaubwürdigkeit als “Speerspitze der Demokratie” bezeichnen möchte.

      Mir fiel das ganz extrem auf, als man uns Millionen von kulturell fremden, nachweislich nie integrierbaren Menschen auf Kosten der Deutschen und unter falscher Beflaggung als “Asylsuchende” ins Land gespült hat und keines, ich wiederhole KEINES dieser “Qualitätsmedien” eine kritische Hinterfragung dieses Verbrechens am deutschen Volk publiziert hat.
      Oder irgendwie eine Debatte dazu angestoßen hat.

      Es wurde alles diskussionslos abgenickt; Gegner trotz guter Argumente auf häßlichste Art kriminalisiert, denunziert und verleugnet, ohne sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

      Vom Eidbruch der Kanzlerin und deren autokratischen Regierungsstils, die jedes Käseblatt noch unter F.J. Strauss` Zeiten auf die Barrikaden getrieben hätte, wenn er so verfahren wäre, ganz zu schweigen.

      Für mich ist die Presse ein linientreues Regierungsinstrument mit eifernden und geifernden Knechten geworden.
      Sie besitzen keinerlei Legitimation mehr, irgendjemand irgendetwas erklären zu dürfen.

    2. “Wenn Journalisten im Sinne unserer geltenden Gesetze berichten, sind sie nicht willfährig, sondern rechtskonform. Wenn sie NGOs in Schutz nehmen, die sich ebenfalls auf diese Rechte berufen, sind sie nicht Handlanger derselben, sondern befinden sich mit ihnen auf der Seite unseres Rechtssystems.”

      Klingt gut. Weil diese in ihrer Ausführung fehlen: gilt auch für Politiker.

      Was aber, wenn geltende Gesetze egal sind und nur noch behauptet wird, sich an geltenden Gesetzen zu halten ?

      Werden Sie mal wach und setzen sich auseinander damit, welche Warnungen hochrangige Juristen mittlerweile ausgeben:

      “Die Kritik an der politischen Einflussnahme auf die Justiz in Deutschland wird immer lauter. So kommt der ehemalige Landgerichts-Präsident Hans-Ernst Böttcher zu einem vernichtenden Urteil: „Deutschland würde heute nicht mehr in die EU aufgenommen“.”

      Der Link dazu: https://philosophia-perennis.com/2018/08/14/politisch-kontrollierte-justiz-deutschland-wuerde-heute-nicht-mehr-in-die-eu-aufgenommen/

      Sie befinden sich hinter dem Stand der Entwicklung, Verehrte.

  6. Die meisten Meinungs-Beiträge sind ärgerlich: wenn Rechte auf Linke schimpfen, was soll’s? – erhellend ist es nicht und entsetzlich undifferenziert. Wie auch der Beitrag von Herrn Minnhoff. Schönes Wortspiel: Wortschöpfer vs.Wertschöpfer – aber was bringt’s, da es verschleiert, was da der Wert ist: Profit??? Und da ist doch wohl noch ein kleiner Unterschied zwischen einem “Zucker”- Lobbyist und einem angenommenen journalistischen Lobbyismus. Oder nicht?

    1. “Und da ist doch wohl noch ein kleiner Unterschied zwischen einem “Zucker”- Lobbyist und einem angenommenen journalistischen Lobbyismus. Oder nicht?”

      Klar ist da ein Unterschied. Das Schädigungs- Potential für die Demokratie ist durch journalistischem Lobbyismus unvergleichlich viel höher.

      Wert? Wenn Sie nicht begreifen können, daß ein journalistisch daher kommender Wille zur Beeinflussung die Demokratie ad absurdum führt, weil die Meinungsbildung bereits in dem Artikel vorweggenommen wird, anstatt sie dem Leser zu überlassen, dann haben sie jedenfalls keine Ahnung von der Demokratie als Wert

  7. Hier konstruiert ein Lobbyist ein bedrohliches Scheinzenario und wirft ohne besondere Differenzierung Journalisten und NGOs vor, was er und Konsorten selbst auf die Spitze treiben. Das finde ich dreist, verlogen und verachtenswert.

    Was bezwecken Sie denn damit, Herr Minhoff? Tipp an die Redaktion: Lassen Sie sich Geld von ihm zahlen für die schöne Werbefläche.

    Lobbyismus ist ein ekelhafter Befall und gehört abgeschafft.

  8. Und wieder eine entgleiste Diskussion, weil Argumente und Fakten so gerne mit Vorurteilen und Klischees verwechselt werden – für die dann jedweder vermeintliche Beweis herangezogen wird. Eigentlich genau das was, was der Autor des Kommentars seinen ehemaligen Kollegen, den Journalisten, vorwirft.

    Was er uns verschweigt: Genau wie die NGOs arbeiten auch Industrie-Verbände. Auch die wollen Öffentlichkeit beeinflussen – nur eben meist mit wesentlich mehr Geld ausgestattet, als NGOs. Und sie sind dabei wesentlich erfolgreicher – und haben in vielen Fällen wesentlich mehr direkten Einfluss auf die Politik. Aber das ist ja allgemein bekannt.

    Und er fällt unter sein eigenes Verdikt: Er sucht sich einige – vielleicht entgleiste – Beispiele aus, um daran eine pauschale Kritik festzumachen, um ein Problem zu personalisieren und zum Schlag gegen alle misliebigen Gegenspieler zu nutzen. Zu kurz gesprungen.

    Warum sollen Journalisten nicht auch ihre Meinung sagen dürfen, wenn diese als solche klar gekennzeichnet ist – wie in den meisten Medien üblich. Warum sollen Medien Argumente ode vermeintliche Fakten verbreiten, wenn diese einer kritischen Überprüfung nicht standhalten? Es gibt hinreichend Beispiele für Bullshit, der sich zwar in sozialen Medien rasend verbreitet, haben deadurch nicht “wahrer” wird. Ich fände es geradzu fahrlässig, das Kommentieren und EInordnung allein irgendwelchen so genannten Multiplikatoren im Internet zu überlassen – heute zunehmend aus einer Ecke des politischen Spektrums.

    DIe Kampf-Begriffe “Fake News” und “Lügenpresse” tauchen schnell da auf, wo Menschen mit ihrer Argumentation nicht durchdringen. Donald Trump ist ein bekanntes Beispiel dafür: Da werden Journalisten ausgeschlossen, weil sie kritische Fragen stellen. Auch die Industrie neigt dazu, beleidigt zu reagieren, wenn Journalisten Marketing-Floskeln, Green-Washing oder Vertuschung von Fakten kritisch beleuchten.

    Ich fände es jedenfalls mindestens ebenso fragwürdig, wenn die Zucker-Lobby mit ihren Botschaften unhinterfragt in die Öffentlichkeit kommuniziert.

  9. Liebe Redaktion,

    mein letzter Beitrag wurde “zurückgehalten”, was Gründe haben kann. Es wäre nett, wenn Sie mir eine Kopie übermitteln, dann kürze ich die brisanten Stellen heraus!

    beste Grüße
    Michael Springer

    (Dieser Post ist nicht zur Veröffentlichung bestimmt!)

  10. Genau so ist es.

    Journalisten sind nicht dazu da, ihre eigenen Ideologin und Meinung zu publizieren – außer in Kommentaren. Dort ist es klar gekennzeichnet.

    Mir stinkt das schon lange, dass sich so viele Kollegen zu Trittbrettfahrern und Lobbyisten machen lassen. Und: Sie scheinen es nicht mal zu merken.

    1. Wir sind längst in der “Vordenk-Gesellschaft” angekommen, in der immer mehr Menschen mit Kreativität, Vordenken, Simulieren, mit Entwürfen und pilotieren neuer Produkte ihren Lebenserwerb bestreiten!

      Der Journalismus ist daher selbst in der “Systemfalle”, weil nicht nur berichtet werden muss, “was war und was ist”, sondern “was kommt” und “was sich möglicherweise auf Basis unvollkommenen persönlichen Wissens entwickelt.”

      Zudem arbeiten Politik und Wirtschaft mit Methoden der Erwartungssteuerung – und zwingen Journalisten Dinge zu tun, die dem tradierten Pressekodex widerstreben!
      Wenn der 5G-Standard greift, wird der traditionelle Journalismus sogar obsolet – und Dokumentarfilmer müssen übernehmen!

  11. Herr Minhoff,

    Äpfel sind keine Birnen!

    Selten so einen schlechten Artikel gelesen.

    Die meisten NGOs bemühen sich um Aufklärung, wirtschaftliche Unternehmen um Profit.

    Und die Tagesschau ist eine Nachrichtensendung und keine Verkaufsshow.

  12. Wie eifrig hier geframet wird:

    Industrie-Lobbyisten = böse
    selbsternannte Umwelt-Lobbyisten = NGOs = gut

    Beide Gruppen vertreten nur die Interessen ihrer Stakeholder. Bei den Industrie-Lobbyisten sind das offensichtlich die Industriekonzerne selbst.

    Bei den NGOs können es die Mitarbeiter sein, die im Food-Bereich ihre eigenen Essstörungen selbst ausleben und anderen Leuten aufzwingen wollen – oder aber Parteien und Organisationen, die sich bei der gigantischen globalen “Klimawandel”-Geldumverteil-Aktion ihre Taschen mit Steuergeld vollstopfen.

  13. Die NGOs mit der größten Medienmacht in Deutschland werden vom Staat bezahlt – EU-Kommisison, Bundes- und Landesministerien, politischen Stiftungen (selbst NGOs), politischen Parteien und einigen Behörden, Ämtern und Bundesstiftungen.

    Das im Beitrag erörterte Problem sowie die Frage des irreführenden Status einer NICHT-Regierungsorganisation müssten entsprechend in einem ganz anderen Licht diskutiert werden, genauso wie die materiellen Interessen der NGO-Funktionäre und deren Nähe zu politischen Parteien und politischen Mandaten.

    1. Vergessen Sie die Autohasser von der “Deutschen Umwelthilfe” nicht.

      Diese bösartigen Organisationen haben mittlerweile sogar ein Verbandsklagerecht in Deutschland zugestanden bekommen, was ein schwerer politischer Fehler war. Oder war es Absicht?

      Hmm, obwohl, als die Roten Khmer in Kambodscha herrschten, war das Land fast komplett CO2-neutral. Vielleicht ist Steinzeit-Kommunismus ja doch nicht so schlecht, sofern man nicht auf den Killing Fields totgeschlagen wird? 😉

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