Partner von:
Anzeige

Radikaler Umbau beim Spiegel: SpOn rückt gesellschaftsrechtlich an Print-Spiegel heran

Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass, Änderung der Rechtsform als Schritt auf dem Weg zur Verschmelzung von Print und Online: “Neue äußere Struktur, die uns zukünftig alle Möglichkeiten gibt”
Spiegel-Geschäftsführer Thomas Hass, Änderung der Rechtsform als Schritt auf dem Weg zur Verschmelzung von Print und Online: "Neue äußere Struktur, die uns zukünftig alle Möglichkeiten gibt"

Es ist ein historischer Vorgang in der Verlagsgeschichte der Spiegel-Gruppe: Spiegel Online und der Spiegel-Verlag rücken enger zusammen. So wurde der Digitaldienst jetzt gesellschaftsrechtlich an den Printverlag an der Ericusspitze angebunden. Geschäftsführer Thomas Hass hat zudem die Rechtsform des Digitalunternehmens von einer GmbH in eine GmbH & Co. KG geändert. Damit schafft der Verlagschef die Voraussetzungen, um die Redaktionen von Print und Online zu verschmelzen.

Anzeige

Der geplante Umbau des Spiegel-Verlags schreitet voran. So wurde Spiegel Online gesellschaftsrechtlich an die Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG (99,99% der Gesellschaftsanteile) sowie die Spiegel Beteiligungsmanagement GmbH (0,01% der Gesellschaftsanteile) angebunden, erklärt eine Spiegel-Sprecherin auf Anfrage von MEEDIA. Zugleich habe sich die Rechtsform geändert. Aus der Spiegel Online GmbH sei die Spiegel Online GmbH & Co. KG geworden, heißt es. Der Formwechsel sei nun auch im Handelsregister eingetragen worden. Formal würden die beide Gesellschaften – also der Spiegel-Verlag und Spiegel Online – aber unabhängig bestehen bleiben.

“Mit dieser neuen gesellschaftsrechtlichen Konstruktion schaffen wir die Voraussetzungen, die wir brauchen, um für eine stärkere Integration der Redaktionen von Print und Online handlungsfähig zu sein. Wir schaffen eine notwendige Grundlage, um gemeinsam als Der Spiegel und Spiegel Online Produkte besser anbieten zu können. Und wir bauen Hürden ab, die einer möglichen weitergehenden Zusammenarbeit der Redaktionen Print und Online im Weg stehen würden”, erklärt eine Verlagssprecherin gegenüber MEEDIA. Damit macht die Geschäftsführung unter Leitung von Thomas Hass ihre Ankündigung vom April wahr, bis Ende August eine “tragfähige Konstruktion herzustellen, durch die Spiegel Online und der Spiegel Verlag vom Finanzamt als ein Steuersubjekt betrachtet und veranlagt werden können”, heißt es.

Anzeige

Und weiter: “Wir schaffen eine neue äußere Struktur, die uns zukünftig alle Möglichkeiten gibt. Wir schaffen jedoch keine Tatsachen zu internen Strukturen oder Zuständigkeiten. Es ergeben sich mit diesem Schritt keine Veränderungen für Stille Gesellschafter, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Betriebsräte”, betont die Verlagssprecherin. Das heißt: An dem historischen Ungleichgewicht der Machtverhältnisse innerhalb der Belegschaft und dem Zweiklassen-System zwischen Mitarbeitern mit und ohne Stimmrecht ändert sich nichts – vorerst. Dennoch ist die Änderung der Rechtsform nun ein erster Schritt. Der Spiegel-Verlag ist bereits seit 2017 dabei, die Print- und Online-Redaktion zu verquicken.

Keine Neuigkeiten aus der Medien-Branche mehr verpassen: Abonnieren Sie kostenlos die MEEDIA-Newsletter und bleiben Sie über alle aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Erste Rückzugsgefechte.

    Dem Volkssturm propagiert man derweil den Endsieg, während geistig leicht bekleidete BENTO-Einheiten an die Front geworfen werden, wo sie kreischend und hyperventilierend überall Nazis in den Wasserpfützen entdecken.

    Und sogar Margarete Stokowski bringt sich ein, indem sie einfach mal keine Tiere ißt und zur Abwechslung auf die einprügelt, die ihr immer alles im Leben weggenommen haben, weil sie so viel besser sind: Intelligente weiße alte Männer.

    “Wird schön; das Ende vom Spiegel”, werden sich dann Jakob Augstein und Angela Merkel, beide als Frau verkleidet und zusammen auf einer Couch in einer paraguayischen Farm sitzend, sagen, wenn es knallt und funkelt.

    Und nur wenige Jahre später wird sich niemand mehr an dieses schmierige, verlogene Blatt für zurückgebliebene Linksintellektuelle (<Oxymoron!) erinnern können.

    Und das Einzige, was davon bleibt, wird eine geschwärzte Stelle sein auf einem Blatt Papier….dem Lebenslauf des langjährigen Pressesprechers der AfD, Jan Fleischhauer.

    Und das ist gut so.

  2. eine “tragfähige Konstruktion herzustellen, durch die Spiegel Online und der Spiegel Verlag vom Finanzamt als ein Steuersubjekt betrachtet und veranlagt werden können”

    Das ist doch hübsch, so können die kleiner werdenden Gewinne vom Spiegel-Verlag weitere Gender-, Kopftuch- und Menstruationspropaganda bei Spiegel Online noch eine Zeit lang quersubventionieren, auch wenn irgendwann niemand mehr den Mist anklicken will.

  3. SPON ist ein Beispiel für den Niedergang der Presse. Man versteht sich dort als verlängerter Arm von CDUSPDGrün und betreibt entsprechende Hofberichterstattung.

    Kritische Artikel: Null

    1. So ist es.
      Aber das ist doch schon so lange bekannt und hätte auch dem dümmsten Redakteur bei Besichtigung der eigenen Leserkommentare auffallen müssen.

      Da bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten:

      Die Macher sind derart ideologisch indoktriniert, daß sie gar nicht anders können, dieses elende Spiel bis zum eigenen Tod fortzuführen.
      Unfähig zur Reflexion.

      Oder sie sind so unfassbar dämlich, daß sie nicht erkennen, daß sie mit ihrer regierungstreuen Hassberichterstattung zu des Lesers Opposition geworden sind.

      Vermutlich, wie meistens im richtigen Leben, wirds eine gesunde Mischung aus beidem sein.

      🙂

      1. „Regierungstreue Hassberichterstattung“? Sehen Sie als Nazi darin keinen Widerspruch? Ich meine, schon unter Goebbels wusste man, dass Propaganda (und Volksaufklärung, hihihi!) entweder regierungstreue Berichterstattung ODER Hassberichterstattung zu sein hatte.

        Und kommen Sie jetzt mit „Buhuu, ich bin doch kein Nazi!“ Wer den Nationalsozialismus hier kürzlich als alles andere als schlecht bezeichnet hat, hat eigentlich keinen Grund zum Heulen, oder?

  4. Der Spiegel, die Bild Zeitung der Abiturienten. Das ehemalige Nachrichten Magazin ist aus der Zeit gefallen und schon bald insolvent. Ich freue mich…

    1. Wie schrieb mein drittliebster Lieblingstürke einmal: Der baldige Abgang des SPIEGEL ist Zeitungssterben von seiner schönsten Seite!

  5. Endlich mal in die richtige Richtung.
    Der Mist der auf SPON zu lesen ist, hält normale Menschen bloß davon ab, es tatsächlich mal mit einer Printausgabe zu versuchen.
    Ich bin jedesmal erstaunt, welchen primitiven Dreck sich der Spiegel in seiner Online-Ausgabe ohne Zwang leistet.

  6. Also, irgendwie hat hier niemand verstanden, worum es in dem Beitrag überhaupt geht!

    Da geht es nämlich nicht um „erste Rückzugsgefechte“ oder um „dem Volkssturm propagiert man derweil den Endsieg, während geistig leicht bekleidete BENTO-Einheiten an die Front geworfen werden, wo sie kreischend und hyperventilierend überall Nazis in den Wasserpfützen entdecken.“ (Ben, weitere Auszüge erspare ich den Leser/-innen), um „die kleiner werdenden Gewinne vom Spiegel-Verlag weitere Gender-, Kopftuch- und Menstruationspropaganda bei Spiegel Online noch eine Zeit lang quersubventionieren“ (RTE2018), um SPON als „ein Beispiel für den Niedergang der Presse. Man versteht sich dort als verlängerter Arm von CDUSPDGrün und betreibt entsprechende Hofberichterstattung.“ (Franz Vege), um „die Bild Zeitung der Abiturienten“ (man beachte den Namen: Scharia Schulz!), um „Zeitungssterben von seiner schönsten Seite“ (erneut RTE2018) oder um „primitiven Dreck [den] sich der Spiegel in seiner Online-Ausgabe ohne Zwang leistet“ (Bödefeldt)!

    Es geht um einen gesellschaftsrechtlichen, also auch wirtschaftsrechtlichen Umbau des Verlags, aber vom Thema Wirtschaft scheint keiner der hier einschlägig bekannten Kommentatoren auch nur die geringste Ahnung zu haben. So wenig wie die AfD übrigens, der man diese Art von Leserschaft als Wähler getrost hinzurechnen kann.

    Aber Hauptsache, braunen Senf dazu! Auch wie die AfD …

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werben auf MEEDIA
 
Meedia

Meedia