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Aus Protest gegen Zusammenlegung: Gesamtes Österreich-Team kehrt Vice den Rücken

Die neue Vice-Chefin Laura Himmelreich wird die österreichische Redaktion komplett neu besetzen müssen
Die neue Vice-Chefin Laura Himmelreich wird die österreichische Redaktion komplett neu besetzen müssen

Protestaktion bei Vice: Das gesamte österreichische Team des Online-Magazins hat die Redaktion geschlossen verlassen. Grund dafür sei die Entscheidung des Managements, die Redaktionen der DACH-Länder zusammenzuführen. Die stellvertretende Chefredakteurin Hanna Herbst erklärt dazu auf Facebook: "Die Richtung, in die Vice gehen soll, entspricht nicht mehr dem, was Vice für uns all die Jahre ausgemacht hat".

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Erst vor Kurzem wurde bekannt gegeben, dass Laura Himmelreich, bislang Chefredakteurin von Vice Deutschland, im September neue Chefredakteurin für Deutschland, Österreich und die Schweiz wird. Damit verliert die Österreich-Redaktion des Lifestyle-Portals ihre Autonomie. Für die Crew des Alpen-Ablegers war das ein Schritt zu viel: Aus Protest haben die acht Mitglieder des Teams die Redaktion geschlossen verlassen, wie Herbst auf Facebook erklärt. Darunter befinden sich auch zwei Mitglieder, die beim Musik-Ableger Noisey arbeiten. Zu den Abgängern gehören unter anderem der Chefredakteur Markus Lust, Vizechefredakteurin Hanna Herbst und Managing Editor Verena Bogner, die schon zuvor ihren Abgang bekundete. Herbst selbst will sich zunächst eine Auszeit für Weiterbildungen nehmen, schreibt DerStandard.

In dem auf Facebook veröffentlichten Statement heißt es: “Die Richtung, in die VICE gehen soll, entspricht nicht mehr dem, was VICE für uns all die Jahre ausgemacht hat, weshalb wir den Weg so nicht mehr mitgehen möchten. Die Redaktion geht auch, weil wir geschlossen nicht hinter der Managemententscheidung stehen, VICE in den drei deutschsprachigen Ländern zu einem gemeinsamen VICE DACH unter deutscher Führung und ohne Autonomie für die österreichische Redaktion zu machen.”

Die “Entmachtung” der Landes-Chefredaktionen sei nun der ausschlaggebende Schritt “in einer knapp einjährigen Reihe von Veränderungen” gewesen, die Redaktion zu verlassen, heißt es weiter. Garniert ist das Facebook-Posting mit einem Bild, in dem die Redakteure auf ihren Ausstieg anstoßen.

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Laut Standard wolle Vice die Redaktion des Österreich-Ablegers jedoch redaktionell nicht verkleinern. Derzeit würden bereits Nachfolger für alle Mitarbeiter gesucht. Statt einer eigenständigen Chefredaktion soll es dem Bericht zufolge in Österreich künftig nur noch eine Redaktionsleitung geben. Die redaktionelle Führung liegt ab September bei Laura Himmelreich, die von Deutschland aus die Portale in Österreich und der Schweiz dirigieren wird.

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Alle Kommentare

  1. “Die Richtung, in die VICE gehen soll, entspricht nicht mehr dem, was VICE für uns all die Jahre ausgemacht hat”

    Konservative Revolution rollt.

  2. Hallo Herr Tusch,

    mich würde mal interessieren, wie weit, über den ökonomischen Aspekt hinaus, politische (oder vielmehr ideologische) Ursachen der Grund für die Entmachtung der österreichischen Abteilung und deren Unterstellung unter deutsche Finger sind.
    Nicht links genug?
    Möchte man den Einfluß einer nicht genehmen Regierung minimieren?
    Das hätte ich als Erstes gefragt.

    Den AfD-Test für Linksradikale besteht das Magazin, von dem ich bis dato noch nie was gehört hatte, nämlich problemlos:
    https://www.vice.com/de_at/search?q=AFD
    Das ist schon fast BENTO-Niveau!

    Noch was, da sie hier neu sind:
    Es kommt nicht gut an bei rührigen Medienkonsumenten, wenn die dargebotene Kost vom Koch ausschließlich aus Sekundärquellen zusammengegoogelt wird.

    Das entzieht Ihrem Berufsstand die Reputation und damit die Daseinseinberechtigung.
    Und zu was das führt, sehen Sie bei meedia aktuell in mehreren Artikeln.

    1. Vice und Co. bedienen den attraktivsten Konsumer-Werbemarkt, deswegen lief es jahrelang sehr gut.

      Vice hat den bento “Journalismus” praktisch erfunden.

      Grundsätzlich schrecken Sites wie Vice, Leute mit politischen nicht linksextremen Ansichten immer stärker ab, deshalb wird jetzt umgesteuert.

      Die Mutter kommt ja aus Kanada/USA und dort hat der Trump-Train schon alles überrollt und die Kultur verändert.

      1. Hoffen wir mal.
        Das wichtigste Ziel ist die Entfilzung der deutschen Unis und deren Befreiung von linkem Gedankengut und dem Homo journalisticus habitus.

        Erst auf der Basis und dem weiteren Vorgehen gegen Leute, die parasitär vom Staat leben und ihn gleichzeitig bekämpfen, kann wieder ein halbwegs neutrales Klima geschaffen werden, in dem sich rechts und links in der Politik die Waage halten.

        Scheint in Österreich langsam anzulaufen.

  3. Was macht eigentlich Laura Himmelreich, wenn sie selber bei VICE gefeuert wird? Muss sie dann zurück zu Rainer Brüderle an die Hotelbar? #metoo

    1. Warum sollte sie es nicht versuchen?
      Das war doch DIE Sternstunde in ihrem Leben.
      So bekannt war sie vorher und nachher nicht mehr gewesen.

      Ob Brüderle allerdings noch Lust hat, sich mit einer Krampf-Feministin zu beschäftigen, die in echt noch nicht mal die Vorzüge besitzt, für die er ihr einst ein charmantes, aber absolut verlogenes Kompliment gemacht hat, glaube ich nicht.

      Aber vielleicht hat sie ja zwischenzeitlich “was machen” lassen.

      1. Ich finde ja, sie sieht irgendwie verhärmt und biestig aus. Da hätte ich auch lieber ein Kompliment übers Dekolletee gemacht als über weiter oben.

        Ein Dirndl auszufüllen ist halt mit entsprechenden Hilfsmitteln leichter als einen Chefredaktions-Posten.

      2. Sagen Sie das mal einer Quotennuß.
        Solche Frauen glauben ja, sie hätten tatsächlich einen Anspruch auf irgendwas, was sich andernfalls Männer mit Kompetenz und Leistung selbst erarbeiten mußten.

        Da fehlt mir ein aussagekräftiges Statement der Soziologen über das globale Entstehen des Patriarchats.
        Wär doch ne schöne Aufgabe für “VICE”.
        Die Verrenkungen würde ich gerne sehen, die sie machen müssten, um den Beitrag dem einzig möglichen ideologischen Fazit anzupassen.

  4. Vielleicht ist bei Corrective noch Platz.
    Weiche Drogen konsumieren wäre schon mal ein Anfang.
    Jetzt muss nur noch die aggressive ideologische Grundhsltung stimmen.

  5. Das Sammelbecken aller abgehängten linken Möchtegernjournalisten – die ARD hat sicher noch Bedarf an strammen linken Parteisoldaten.

    1. Ronald schreit mal wieder nach Faschismus 2.0 und fordert Zensur.
      Natürlich für Toleranz, Meinungsvielfalt und Links-Liberalismus.

    2. Ich verbessere mich: … lässt hier ihre stinkende Gülle ab. Widerlich! Und dass ihnen zur Antwort nur Sockenpuppen-Namen einfallen: geschenkt.

      Aber andererseits auch allerbestes Anschauungsmaterial für das Niveau der AfD-Wählerschaft und ein Wachruf an die unentschlossenen Wähler:

      Wollen Sie sich wirklich mit solchen Leuten gemein machen und sich auf deren intellektuelle Stufe begeben, indem Sie diese „Partei“ wählen?

  6. Meinen Sie mit dem Vergraulen etwa solche höchst seriösen Leser/-innen(oder -trans, oder -intersexuell oder nonbinary femmebutches)-Persönlichkeiten wie Sie, Ronald? 😀

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