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Studie relativert „katastrophales“ Arbeitsklima: Amazon-Mitarbeiter deutlich zufriedener als angenommen

Jeff Bezos liefert: Der Amazon-Chef kann sich über Rekordkurse freuen

Nun ist doch alles besser als gedacht? Der britische Guardian hatte vorige Woche von krankmachenden und unmenschlichen Arbeitsbedingungen in US-Warenlagern des E-Commerce-Riesen Amazon berichtet. Eine Studie vom Arbeitgeber-Bewertungsportals Kununu liefert jetzt konträre Ergebnisse. Die Mitarbeiter in der Zentrale in Seattle bewerten den Konzern nämlich durchaus wohlwollend.

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Die Berichte über die Arbeitsbedingungen beim E-Commerce-Riesen Amazon haben eine lange Geschichte und zeichnen ein teils katastrophales Bild. In einer aktuellen Reportage hat der Guardian von einer Frau berichtet, die mehrere Unfälle in einem US-amerikanischen Amazon-Lager hatte, weil der Arbeitsplatz laut ihrer Aussage nicht den Sicherheitsstandards entsprach (MEEDIA berichtete). Das britische Medium hatte darüber hinaus andere Fälle gesammelt, während Amazon selbst erklärte, die Sicherheit der Mitarbeiter habe oberste Priorität. Nun zeigt eine große Auswertung von 1045 Bewertungen des Portals Kununu, über die die FAZ exklusiv berichtete, dass die Mitarbeiter im Stammsitz in Seattle ein ganz anderes Bild von ihrem Arbeitgeber haben als die Kollegen im Warenlager. Demnach sind die Angestellten dort deutlich zufriedener als angenommen.

58 Prozent der Amazon-Mitarbeiter, die in den vergangenen 24 Monaten eine Bewertung zu dem US-Konzern abgegeben haben, empfehlen ihren Freunden, auch dort anzufangen. Zuletzt sei die Quote gar auf 72 Prozent gestiegen. Auffallend laut Auswertung: Dem Unternehmen ist die Kundenorientierung enorm wichtig. Ein Mitarbeiter schreibt auf dem Portal: „Unsere Kultur ist durch Kundenorientierung geprägt – deshalb sollte man bereit sein, sämtliche Fristen unter allen Umständen einzuhalten.“

Johannes Prüller, globaler Kommunikationsdirektor bei Kununu, analysiert die durchschnittliche Bewertung des Internethändlers, die von 3,04 von 5 möglichen Punkte auf 3,87  gestiegen ist, wie folgt: „Die Kommentare zeigen, dass der Konzern Verantwortung übernommen hat und eine Reihe von internen Problemen gelöst hat.“ Eine Manipulation der Chefetage zur Imageverbesserung schließt Prüller aus. Jede Bewertung durchlaufe einen mehrstufigen Kontrollprozess und somit würde eine gezielte Verfälschung schnell auffallen.

tb

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