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Staranalyst: Apple Pay bringt es bereits auf 253 Millionen Nutzer, aber Apple erzielt mit dem Bezahldienst bislang nur Mini-Umsätze

Der iPhone-Bezahldienstes Apple Pay startet in Deutschland
Der iPhone-Bezahldienstes Apple Pay startet in Deutschland

Vier Jahre nach dem US-Start kommt Apple Pay Ende des Jahres auch nach Deutschland. Wie ungewöhnlich spät deutsche Kunden bei der Nutzung eines neuen Apple-Dienstes dran sind, hat Analyst Gene Munster konkretisiert. Der Apple-Kenner taxiert die Nutzerzahl bereits auf über eine Viertelmilliarde. Allein: Der Beitrag des Bezahldienstes zu Apples boomender Servicesparte ist immer noch verschwindend gering.

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Die Überraschung ließ Tim Cook fast im Vorbeigehen fallen: Im September 2014, als Apple in seiner Keynote die Scheinwerfer fast ausschließlich auf das iPhone 6 richtete, kündigte der Apple-Chef auch den Start eines neuen Bezahldienstes an – Apple Pay.

Bei Apple Pay ersetzen das iPhone oder die Apple Watch die EC- oder Kreditkarte. Zum Bezahlen hält der Kunde die Geräte im Geschäft an ein Terminal. Die Kassentechnik muss dafür kontaktloses Bezahlen per NFC-Funkchip unterstützen – Terminals mussten dafür erst umgerüstet werden.

Jeder vierte iPhone-Besitzer verwendet bereits Apple Pay

Entsprechend zog sich die Markteinführung wie Kaugummi. Nach den USA 2014 folgte im folgenden Jahr der Launch in Großbritannien, Kanada und Australien. Vier Jahre und zwanzig weitere Nationen später wird Apple Pay bis Ende des Jahres nun auch endlich in Deutschland eingeführt. In vielen anderen europäischen Ländern wie Frankreich, Schweiz, Spanien oder Österreich ist Apples mobiler Bezahldienst längst verfügbar.

Wie der langjährige Apple-Analyst Gene Munster, der inzwischen als Wagnisfinanzierer für Loup Ventures fungiert, heute in einer Kurzstudie vorrechnete, die dem Blog AppleInsider vorliegt, wird Apple Pay bereits von 253 Millionen Apple-Kunden verwendet: 38 Millionen in den USA, 215 Millionen international. Apples mobiler Bezahldienst wird demnach bereits von etwa jedem vierten iPhone-Besitzer genutzt.

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Erst ein bis zwei Prozent Umsatz in Servicesparte

Doch was bringt Apple das stark wachsende neue Geschäftsfeld eigentlich in Dollar und Cent? Nach Munsters Erhebung bislang nicht viel: So sollen die durch Apple Pay generierten Erlöse lediglich ein bis zwei Prozent der Umsätze in Apples Servicesparte ausmachen, die die Geschäfte von iTunes, des App Stores, der iCloud, Apple Pay und vor allem des vor drei Jahren gestarteten Streaming-Dienstes Apple Music bündelt.

Im vergangenen Quartal brachte es die Service-Unit, die mit 31 Prozent nach den “Anderen Produkten” am zweitstärksten wuchs, bereits auf Erlöse von 9,55 Milliarden Dollar. Apple Pay hätte demnach im zweiten Quartal gerade mal 95 bis 180 Millionen Dollar erlöst.

Allerdings wächst Apples Bezahldienst so explosiv wie kein anderes Produkt des Techpioniers: Die Transaktionen hatten in den letzten Quartalen im Vorjahresvergleich um 500 bis 300 Prozent zugelegt und im abgelaufenen Quartal erstmals die Marke von einer Milliarde Abwicklungen durchbrochen.

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