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Beschimpfungen, Beleidigungen und Rassismus: Deutsche Welle stellt Kommentarfunktion ab

Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle
Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle

Nach fünf Jahren stellt die Deutsche Welle (DW) die Kommentarfunktion unter Online-Artikeln aus. Die Inhalte der Kommentare hätten mit einem konstruktiven Meinungsaustausch nichts mehr zu tun, begründet Chefredakteurin Ins Pohl die Entscheidung in einem Statement auf DW.com. Vielmehr sei der Diskurs von persönlichen Beschimpfungen, Beleidigungen und rassistischen Äußerungen geprägt worden.

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“Diese Entscheidung ist uns schwer gefallen. Denn gerade wir, die Deutsche Welle, kämpfen ja für einen offenen, kritischen Austausch von unterschiedlichen Argumenten, für die weltweite Pressefreiheit”, schreibt DW-Chefredakteurin Ins Pohl. Fünf Jahre lang war es möglich gewesen, auf DW.de unter redaktionellen Meinungsbeiträgen Kommentare abzugeben. Doch diese Funktion will die Redaktion nun abschalten. Der Grund: Zunehmender Hass und Rassismus.

Wie jede Redaktion in Deutschland sei auch die Deutsche Welle verpflichtet, die Kommentare auf der Webseite zu prüfen und kann für den Inhalt beleidigender Kommentare haftbar gemacht werden, so Pohl. Die Betreuung der Texte habe zuletzt jedoch viel Zeit in Anspruch genommen und das Nervenkostüm der hierfür verantwortlichen Redakteurinnen und Redakteure erheblich strapaziert. “Es war ein ungleiches Spiel”, schreibt die DW-Chefredakteurin weiter, “denn es waren immer dieselben Nutzer, die unter dem Deckmantel eines Alias-Namens unsere Kommentarfunktion für die Absonderung von Hassbotschaften nutzten. Die Anonymität im Netz zog auch bei der Deutschen Welle zunehmend Trolle an.

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Sie fordert ihre Leser dazu auf, ihre Meinung auf alle bei Facebook geposteten Beiträge der Deutschen Welle abgeben oder über die in allen Artikeln eingebundene Feedback-Funktion.

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