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“Der Beruf des Journalisten, eine Firewall der Demokratie”: das bewegende Manifest “Deadline” des krebskranken Alpha-Journalisten Michael Jürgs

Der schwer an Krebs erkrankte Michael Jürgs hat einen Essay veröffentlicht, der die Branche aufrütteln soll
Der schwer an Krebs erkrankte Michael Jürgs hat einen Essay veröffentlicht, der die Branche aufrütteln soll

"Eine freie Welt braucht freien Journalismus. Wir müssen ihn retten, und können es auch." So lautet die Unterzeile eines Artikels von Michael Jürgs, der heute im Handelsblatt erschienen ist. Es geht um Demokratie, die Freiheit und die Zukunft des Journalismus. Die Titelzeile "Deadline" hat auch biografischen Bezug. Denn der 73-Jährige ist an Krebs erkrankt – sein Essay gleicht einem Vermächtnis.

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Die schwere Erkrankung des Vollblutjournalisten Jürgs, der als Studienabbrecher bereits mit 23 Jahren das Feuilleton der Münchner Abendzeitung leitete und später zum Chefredakteur des stern aufstieg, ist Grund dafür, dass sich der Autor in den letzten Monaten zurückgezogen hatte. Sein langjähriger Kontakt zum früheren Spiegel-Journalisten und heutigen Handelsblatt-Vize Thomas Tuma dürfte der Grund dafür sein, dass Jürgs seinen bewegenden Appell in der Wirtschaftszeitung veröffentlicht, nach der Devise: Wer schreibt, der bleibt. So entstand ein Essay, der die Branche aufrütteln und zum Nachdenken anregen soll.

Blattmacher Tuma sieht in dem Stück weit mehr als eine Standortbestimmung der Medienszene: “Jürgs weist zwar auch Wege aus der Branchenkrise. Vor allem aber empfiehlt er dem Nachwuchs: Macht euch nie gemein mit den Mächtigen! Wahrt Unabhängigkeit! Kommentiert weniger, recherchiert mehr! Nur so ist der Journalismus zu retten – und damit auch die Freiheit. Schon die Überschrift ist – so traurig, so schön – ein echter Jürgs: ‘Deadline’.” In seiner Karriere als Chefredakteur (u.a. auch von Tempo) und Schreiber hat Jürgs die großen Themen nie gescheut, sondern im Gegenteil stets gesucht. Die Bandbreite seiner Neugier und Veröffentlichungen ist beeindruckend: Romy Schneider, die Waffen SS-Vergangenheit von Günter Grass, Axel Springer, Churchills Geheimagentin oder Serienmörder – Jürgs recherchierte und veröffentlichte Artikel oder Bücher, die zu Bestsellern wurden.

In Chefetagen gefürchtet waren auch seine Abrechnungen mit den Verlagsmanagern, die ebenso kenntnisreich und präzise wie wortgewaltig ausfielen. So attestierte er einem Hamburger Verlags-Vorstandschef, dass die freie Rede nicht zu dessen zehn größten Tugenden gehöre. In seinem Handelsblatt-Essay geht es aber nicht mehr um Einzelne. Jürgs beschäftigen die großen Zusammenhänge – und die großen Gefahren für Demokratie und Medien. So schreibt er über:

– die digitale Medienwelt: “Online gibt es keine Deadline mehr. Allein schon deshalb tummeln sich im Digitalen ungehemmt Trolle und Hassprediger, die analog bereits an einer Deadline gescheitert wären.”

– die Verantwortung der freien Presse: “Erfahrene Profis, die keine anderen Beruf schwänzen, sondern den ihren erlernt haben, weil sie unbeugsam daran glaubten, dass die Welt durch das Wort zu verändern ist, sind in diesen Zeiten wichtiger denn je. Die vierte Säule der Demokratie, was friedlicher anmutet als die Metapher von der vierten Gewalt, ist überlebensnotwenig zur Verteidigung derselben gegen ihre Feinde.”

– die Aufgabe von Kommentatoren und Leitmedien: “Wäre (…) hilfreich, wenn sich die Herren der öffentlichen Meinung, Leitartikler von unterschiedlicher Güte, nicht als belehrende Oberlehrer aufspielen, sondern beobachtend aufklären über die Strategien der Volksverdummer. Die Nähe zu Politikern meiden, weil die Mächtigen nur dann zu kontrollieren sind, wenn man sie im Blick behält, statt sich mit ihnen, vor allem in der Arena Berlin, bei gegebenen Anlässen vertraut blicken zu lassen. Kurzum: unberechenbar bleiben.”

– die Skepsis als journalistische Tugend: “Die zum Journalismus angemessene Farbe ist nicht Schwarz, nicht Weiß, sondern Grau. Das ist die Farbe des Zweifels. Gegen moralfreie Populisten braucht es in Zeitungen, Zeitschriften, Rundfunkanstalten und Fernsehsendern, analog wie digital, eine moralische Haltung ebenso wie den Widerstand der Zivilgesellschaft gegen ihre Feinde von rechts und links, von Pegida und AfD bis zum autonomen Block und wieder auferstandenen SED-Bütteln.”

– den Wert der Recherche: “Ohne eine moralische Haltung ist alles nichts, sie allein genügt aber nicht. Es gilt, erst recht in Zeiten, da die Wahrheit als Lüge diffamiert wird, das eherne Gebot: Bevor auch nur ein Wort geschrieben wird, ist erst zu recherchieren, ob das, was verlockend nach einem Scoop riecht, auch stimmt. Zu viele Meinungsmacher halten sich zum Volkstribun berufen, statt sich zu besinnen auf die Wurzeln des Berufs: Neugier auf das, was man nicht kennt. (…) Comments are free, facts are sacred. Meinungen sind frei, richtig, aber Fakten sind heilig.”

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– den Verleger Axel Springer: “Sein bei Wilhelm Raabe entlehntes Motto ‘Blick auf zu den Sternen und gib acht auf die Gassen’ darf zu den Essentials des Journalismus gerechnet werden. Dass zu viele seiner Plattmacher ‘Gosse’ statt ‘Gasse’ darunter verstanden, ist allerdings auch Fakt.”

– die Vorteile der digitalen Medienwelt: “In den blühenden Landschaften gab es damals in stetig nachwachsender Zahl Alkoholiker und Machos, Hohlschwätzer und Besserwisser. Männerbünde geeint in der Arroganz der Macht, was nicht nur für das Haus Springer galt, sondern auch für die auf der anderen Straßenseite. Sie hätten im digitalen Zeitalter keine Chance mehr. Das ist ein großer Fortschritt. Grundsätzlich gilt jedoch, dass Schrott weiterhin Schrott bleibt, auch wenn er online schneller beim Kunden ankommt als in gedruckter Form.”

– den Verdrängungswettbewerb durch digitale Konkurrenz: “Auflagenrückgänge kosteten viele als sicher geltende Arbeitsplätze in den Verlagen. Sowohl die der Journalisten als auch die der Manager. Aber es geht längst nicht mehr um digital ODER analog, sondern um analog UND digital im gemeinsamen Kampf gegen die schrecklichen Vereinfacher aller Art. Junge Journalisten stemmten sich als Erste gegen die vorgebliche Endzeit des Berufs. Zum einen, weil es um ihre Zukunft ging, die wir zumeist schon hinter uns hatten, zum anderen, weil sich die Manager eher auf ihnen eingebläute, naheliegende Lösungen konzentrierten – Kosten runter, Rendite rauf – und an der für ihr Geschäft nun mal unabdingbar wertvollen Software Journalisten sparten.”

– die Anforderungen an Führungskräfte in Verlagen: “Es braucht Manager, die aus Respekt vor einem Beruf, den schon immer auch viele Wahnsinnige ausüben, mit ihren Marketingideen neue Hardware generieren, um ihre Software zu schützen. Dazu gehören Nebengeschäfte mit Immobilien, Autoanzeigen oder Hundefutter, deren Gewinne wie bei Burda oder Springer die Verluste bei Print ausgleichen. Dazu gehört die Gründung vieler kleiner Beiboote wie bei Gruner + Jahr, weil die großen Dampfer an Fahrt verlieren.”

– den Wert des Journalismus: “Für eine freie, offene Gesellschaft sind Ethos, Moral und Qualität von Journalismus überlebenswichtig. Im unter uns Journalisten berühmten „Columbia Journalism Review“ liest sich das selbstbewusst so: ‘Du bist ein Journalist, und du bist nicht Teil des Staates. Deine Aufgabe ist die Aufdeckung und nicht die Geheimhaltung. Du stehst abseits der Macht, um sie zu hinterfragen. Deine Aufgabe ist es, das öffentliche Interesse an deiner Geschichte im Blick zu haben und verantwortungsbewusst zu veröffentlichen, was du für wichtig hältst. Als Journalist darfst du über das, was von öffentlichem Interesse ist, genauso urteilen wie ein Richter.'”

Jürgs versöhnliche Prognose zum Schluss nimmt Bezug auf die historischen Erfolge der Presse- und Meinungsfreiheit: “Rückblickend bleibt der Trost, wie oft letztlich das freie, gedruckte Wort siegte. Gegen riesige Armeen von Millionen Wörtern, die überall auf der Welt lauerten, hatten Despoten und Völkerschlächter dann eben doch keine adäquaten Waffen.”

 

Den vollständigen Handelsblatt-Essay “Deadline” von Michael Jürgs finden Sie hier (Paid Content). Anmerkung: MEEDIA gehört zur Handelsblatt Media Group.

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Alle Kommentare

  1. Das Internet hat riesige Vorteile gegenüber den Printmedien, dem Rundfunk und dem Fernsehen.

    Zitat: “– die digitale Medienwelt: “Online gibt es keine Deadline mehr. Allein schon deshalb tummeln sich im Digitalen ungehemmt Trolle und Hassprediger, die analog bereits an einer Deadline gescheitert wären.””

    Es ist aber auch das Medium der Experten, die dort ohne große Hürden sich zu Themen aus ihren Spezialgebieten äußern können.

    Ich lese schon lange keine Printmedien mehr, sie haben gegenüber dem Internet zu massive Nachteile.

    Joachim Datko – Ingenieur, Physiker

    1. Ich habe aufgehört, Printmedien zu lesen, als ich anhand der Überschriften den darauf folgenden Text schon fast wörtlich voraussagen konnte.

      Und als ich bemerkt habe, daß eine ganz bestimmte Partei immer nur in Hetzartikeln redaktionellen Kommentare vorkam und ansonsten totgeschwiegen oder als Subjekt, nie als Objekt behandelt wurde.
      Nie stand dort “Partei XXX hält heute Parteitag”, sondern immer nur “Stadt XXX wehrt sich, denn XXX bleibt bunt”

      Man hat irgendwann genug davon….

      1. Vermutlich sind Einige, die meinen, es könnte eine Alternative zur Demokratie geben, intellektuell gar nicht in der Lage, den Beitrag zu verstehen. Ein Besuch der Baumschule oder ein Wochenendseminar der selbst ernannten Alternative für Deutschland ist eben keine besonders gute Grundlage. Selbst wenn es dort ein fein gestempelte Papier gäbe, kommt das Gesülze mancher Foristen doch eher vom Stammtisch mancher Hinterzimmer in Dresden oder Marzahn.

      2. Was werden das wohl für Qualitätsmedien gewesen sein, die Sie da haben unter den Tisch fallen lassen?

        Und was ihre “totgeschwiegene” Partei betrifft: ihre Hetzpropaganda füllt das Netz, sie verweigert und belacht den sachlichen Diskurs und betrachtet ihre Wähler als Menschen “auf dem Entwicklungsstand eines 14-jährigen”, die sie gegen Sündenböcke aufhetzt, um mittels der so erhofften Macht ihre ‘Klientel weiter zu enteignen.

        Was soll es da Neutrales oder gar Positives zu berichten geben? Und wieso sollte sich die von denen angefeindete Presse auch noch mit ihnen gemein machen? Zur Fairness gehören zwei Beteiligte.

      3. Ja, schade!

        Das ist dem Journalismus in diesem Land bekannt, aber statt das zu unterlassen, verliert er lieber Leser.

        Aber Moment mal, was ist denn das?

        Äh, äh, wie war das noch mit dem Medienkonzern plus der angeschlossener Partei?

      4. Was soll man über diese „Partei XXX“ auch berichten, da sie doch immer wieder Medienvertreter auslädt oder der Säle verweist?

  2. Sehr wahre Worte, aber vermutlich werden nun wieder gewisse getroffene Hunde (i. e. die „Trolle und Hassprediger, die analog bereits an einer Deadline gescheitert wären“) nun wieder heftig pubsen – oder versuchen, Jürgs’ Worte für sich umzudeuteln.

    1. Sie haben recht behalten: Die Kommentare wurden komplett von rechts übernommen, wobei die sich nun auch wieder einmal als vermeintliche Mehrheit bestätigt fühlen können. Es ist so schade, dass Ihnen von der eigentlichen Mehrheit, die das, was hier läuft, nicht gutheißt, nicht in Form von Gegenkommentaren das Wasser abgegraben wird. Aber die wendet sich wahrscheinlich eher mit Grausen ab …

  3. Gemischte Gefühle.

    Leider lese ich auch hier heraus, daß sich Herr Jürgs berufen fühlt, anderen Leuten (und ich empfinde da unterschwelliges Herabsehen auf Menschen mit, seiner Mutmaßung nach, geringerem politischen Überblick heraus) seine(!) Welt zu erklären. Und die ist zweifelsfrei links.
    ““Erfahrene Profis, die keine anderen Beruf schwänzen, sondern den ihren erlernt haben, weil sie unbeugsam daran glaubten, dass die Welt durch das Wort zu verändern ist, sind in diesen Zeiten wichtiger denn je.”
    Schon wieder Journalismus “mit Haltung”.
    Lernen die es denn nie?

    Das läßt dann auch solche Sätze

    “…‘Du bist ein Journalist, und du bist nicht Teil des Staates. Deine Aufgabe ist die Aufdeckung und nicht die Geheimhaltung. Du stehst abseits der Macht, um sie zu hinterfragen. Deine Aufgabe ist es, das öffentliche Interesse an deiner Geschichte im Blick zu haben und verantwortungsbewusst zu veröffentlichen, was du für wichtig hältst….”

    zur Worthülse werden.
    Wo sind denn seine Bemühungen, die wahren Ursachen über das Thema Nr. 1 in Europa aufzudecken?
    Wo sein Forschen nach den Drahtziehern?

    Dazu fehlt mir wirklich jede Selbsterkenntnis und das Eingestehen eigener Schuld für den freien Fall der Glaubwürdigkeit gestandener Medien, die heute an den Kiosken auf Ramschniveau herumpendeln.

    Jürgs als Linker (damals war “links” politisch ein Muß; aber die Zeiten haben sich geändert) ist sicher nicht alleiniger Initiator für diese Entwicklung gewesen, hat aber auch nie gegen die Vereinahmung durch die Politik aktiv entgegengewirkt.
    Zumindest kann ich mich nicht an sein Wort im Zusammenhang mit dem 2015 in voller Härte zuschlagenden Austauschprojekt der NWO-Aktivisten erinnern, wo er den Deutschen zur Seite gestanden hätte.
    Und wo der Journalismus angefangen hat, vom Informationsgewerbe zur Opposition zur Bevölkerung zu mutieren.
    Sollte das doch einmal unbemerkt von mir geschehen sein, bitte ich um Korrektur und Verlinkung.

    Herrn Jürgs wünsche ich jedenfalls alles Gute im Kampf gegen seine Krankheit.

    1. amüsant.

      wieder einmal der armselige versuch, ein paar prozent der wähler als mehrheit darzustellen. und solche leute werfen den anderen betrug und meinungsmache vor.

      aber gut, ist ja nichts neues und bestätigt so vieles.

    2. Auf den Punkt gebracht, Ben, dem kann/will ich auf die Schnelle nichts Substantielles hinzufügen, nur noch mal danke und wie man heute so schön sagen kann: you made my day;_))…

  4. Dachte ich mir es doch: „Und wo der Journalismus angefangen hat, vom Informationsgewerbe zur Opposition zur Bevölkerung zu mutieren.“ Zur Opposition der Bevölkerung? Wie bitte? Sie, Ben, und Ihresgleichen sind NICHT „die Bevölkerung“, sondern allenfalls ein winzig kleines Teilchen davon!

    Muss man Sie immer wieder daran erinnern? Wie kommen Sie nur immer dazu, sich so anmaßend zu äußern? Insofern verliert Ihr Kommentar an jeglicher Glaubwürdig- und Ernsthaftigkeit.

  5. Moralische Haltung, ohjeh, wenn ich das schon lese. Der steckt doch wieder der alitlinke und heutige übermächtige Zeitgeist dahinter, die in den Medien allgegenwärtige “im-Zweifel-links”-Bewegung. Zweifel auch an links wäre geboten, dann würden die Leser weniger Abos kündigen. Im Zweifel links schreibt und sendet man sich weg – zurecht!

    1. tja, lesen heisst verstehen. ich würde empfehlen, den text einfach mal in gänze zu lesen. aber was will man erwarten von leuten, für die offensichtlich schon die forderung nach einer moralischen haltung eine provokation ist. eine sache allerdings ist in diesem post korrekt: moral und rechtsaussen gehören nicht zusammen.

    2. @Hermann Lopes: In der Tat interessant, dass für Sie eine moralische Haltung von vorneherein links, oder gar altlinks und somit verwerflich ist. Könnte es nicht auch sein, dass es in unserer Gesellschaft gültige Moralvorstellungen gibt, die von gemäßigt-links über liberal und wertkonservativ bis hin zu gemäßigt-rechts gelten? Ich bin in solch einer Geisteshaltung aufgewachsen und werde diese auch nicht über Bord werfen, bloß weil gerade der Wind ein wenig stärker aus der rechten Ecke weht. Moralische Haltung ist in vielen Berufen und Lebenslagen angebracht und daran sollten eigentlich auch Sie ein Interesse haben, wenn Ihnen ein Miteinander in der Gesellschaft noch irgendetwas wert ist.

      1. Haltung=verfälschte Berichterstattung=Nazi

        Sollte doch auch mit Namenstanz-Abi verständlich sein.

      2. Nachtrag:
        Mein Posting von 18:27 Uhr bezog sich allgemein auf die Aussage, es gäbe so was wie Journalisten “mit Haltung”, nicht auf den Beitrag von “Schwabenpfeil”.
        Damit das nicht in den falschen Hals kommt.

        Der Unterschied zwischen einem Journalisten “mit Haltung” und einem Propagandisten ist übrigens wie der zwischen einem Mohrenkopf und einem Negerkuß.

      3. Zur Arroganz („vom Informationsgewerbe zur Opposition zur Bevölkerung zu mutieren“) nun auch noch die Dummheit: „Der Unterschied zwischen einem Journalisten “mit Haltung” und einem Propagandisten ist übrigens wie der zwischen einem Mohrenkopf und einem Negerkuß.“ „Blendendes“ (das können Sie wörtlich nehmen!) Bild, das Sie hier abgeben, Ben!

  6. “Wenn Journalisten die Regierung wählen könnten, wären die Grünen mit rund 36 Prozent vorn und bildeten mit der SPD (26 Prozent) eine Große Koalition.”

    Die tagtäglichen, medialen Anmaßung und Auslassungen sind hierfür der beste Indikator. Zudem erachtet die identitäre Linke erfahrungsgemäß Aktivismus/AgitProp als klassisches Mittel zum Zweck (Prawda, Neues Deutschland…)

    “Über die Perspektiven redet man in der deutschen Politik und in der deutschen Medienlandschaft lieber nicht, oder wenn, dann nur sehr gewunden.”

    https://kress.de/news/detail/beitrag/139310-ein-etwas-anderer-rueckblick-was-nicht-zum-thema-wurde.html

    1. „[…] die identitäre Linke [erachtet] erfahrungsgemäß Aktivismus/AgitProp als klassisches Mittel zum Zweck“? Habe ich da etwas verpasst? Das waren mal Mittel der Linken in den 1960er-Jahren, aber heute handelt es sich hierbei um Mittel der sogenannten „Identitären“ (Bewegung)! Verwechseln Sie da nicht etwas oder wollen Sie bewusst zwei völlig verschiedene Bewegungen in einen Topf werfen? Alles nur geklaut, mangels eigener Ideen, und kommen Sie jetzt nicht wieder damit, dass sich die Mittel von Rechts und Links ähneln!

      1. Identitäre Politik von links und rechts interessiert sich für Gruppenzugehörigkeiten, nicht dafür, was Menschen zu sagen haben.

        Wer Augen und Ohren hat, sieht und hört weit und breit sogenannten Haltungsjournalismus vom Schlage “kein Wasser auf die Mühlen” der anderen, der dunklen Gruppe.

        Aber komm mal einem Betonkopf mit der Realität.

  7. Geiler Satiretext! War das wieder dieser Titanic-Redakteur, der dieses Mal einen Text beim Handelsblatt eingeschmuggelt hat?

    “Vor allem aber empfiehlt er dem Nachwuchs: Macht euch nie gemein mit den Mächtigen! Wahrt Unabhängigkeit! Kommentiert weniger, recherchiert mehr! Nur so ist der Journalismus zu retten – und damit auch die Freiheit”

    Hahahahahahahahahahahaha.

      1. @jan

        Das ist, wie wenn Sie neben einem brennenden Autowrack stehen und rufen: “Fahrt nicht so schnell, so vermeidet ihr einen Totalschaden!”

      2. @RTE2018 – ah ja, doch so schlicht, die Erklärung. Aber dann auch wieder keine Überraschung.

      3. Dass meine Erklärung nicht in Ihr naives Weltbild, in dem es noch unabhängige Journalisten gibt, passt, ist Ihr Problem.

      1. @ben – wie süss. aber mehr als schlichte sprüche sind halt auch nicht drin, wenn es argumentativ nicht so ganz hinhaut.

      2. Nicht aufregen, Jan! Der Ben ist ganz der Typ ostdeutscher Arbeitsloser (ich habe mal in den Kommentaren der letzten Tage recherchiert: erster Kommentar: 9.01 Uhr, und das geht so weiter bis weit nach 23.00 Uhr, jeden Tag!) aus der tiefsten sächsischen Provinz oder dem Tal der Ahnungslosen (Dresden), nichts auf die Reihe gebracht, Frau wahrscheinlich abgehauen, keine Freunde, keine Ausländer weit und breit, bis auf einen türkischen Döner-Stand und einen Asiaten, aber irgendjemand muss an seiner Misere ja schuld sein! Und wenn es hier mal nicht über Flüchtlinge oder Ausländer allgemein geht, dann eben die Journalisten und die Presse.

        Und RTE2018 scheint so eine Art AfDler oder noch weiter rechts Stehend mit türkischem Migrationshintergrund zu sein.

      3. Beeindruckendes Profil, Suhaj. Kannst du aus den Kommentaren auch rauslesen wo die Frau von jan hin ist und ob der Dönermann zu dem jan immer geht Mehmet oder Ali heißt? (Mich würde interessieren ob der Gülenist ist oder PKK…)

        Wo hast du das gelernt? Arbeitest du bei der neuen Internet-STASI von Kahane? Oder bist du einer von den Altkadern aus den 1980ern?

  8. Aktuell ist der Mainstreamjournalismus klar eine Firewall der Politik, nicht der Demokratie.

    Politik und Medien haben sich praktisch gegen die Demokratie und den Bürger verschworen.

    1. @klaus – politik und medien haben sich gegen die demokratie und den bürger verschworen? das ist so putzig, da möchte man ihnen fast beruhigend den rücken tätscheln. “die politik” und “die medien” – was auch immer das sein mag…. herrlich.

    2. Sehen Sie Sich doch nur an, wer in Deutschland die Finger in den Medien hat.
      Und mit welchen Frauen Angela Merkel, die sonst keinen einzigen privaten Freund aufweisen kann, angeblich dicke befreundet ist.

      Die Medien erfüllen eine Funktion.
      Und die ist eben nicht mehr Information, sondern gezielte Desinformation und die Bekämpfung regierungskritischer Meinungen zum Zwecke der Verhinderung von Aufständen durch die anlaufende Umvolkung.
      Das Märchen mit Merkels Mitleidsflüchtlingen via Asyl hat man ja auch nur gebracht, weil man bürgerkriegsähnliche Zustände in Deutschland fürchtete.
      Es sind ja noch immer genug Deppen unterwegs, die Merkel empathische Reaktionen abnehmen.
      Da hätte Google mit der Bildersuche und den Begriffen “FDJ” und “Merkel” leicht weitergeholfen.

      Andere Länder haben einen solchen Asylparagraphen nicht, bekommen jetzt aber trotzdem ordentlich Glücksritter eingeschenkt.
      Deutschland war nur die Blaupause für Europa.

      Und Leute wie Jürgs haben da mitgemacht.
      So was vergesse ich nicht.

      1. Wie heuchlerisch doch Ihr Kommentar von weiter oben: „Herrn Jürgs wünsche ich jedenfalls alles Gute im Kampf gegen seine Krankheit.“ Ich schätze, Herr Jürgs pfeift angesichts Ihres neuen Ergusses und Ihrer weiteren Kommentare darauf.

  9. All das, was Jürgs anmahnt, und einfordert scheint demnach nicht, oder nicht mehr vorhanden zu sein.

    Das hat einen Grund, und dieser hat mit den Leuten zu tun, die er hier adressiert: Journalisten.

    Daraus ließe sich auf eine nicht wahrgenommene Aufgabe der Medien, auf ihre Verweigerung, auf ihr Versagen schließen. Womit wiederum der akute Zustand unserer nur noch so genannten “Demokratie”, unseres Rechtsstaates, unserer Republik ausgeleuchtet ist.

    Da ist keine Deadline. Da ist auch kein Vermächtnis. Nichts daran ist neu. Niemand außer Jörgs zählt noch auf irgend jemanden, dem man mit der Kraft von Worten irgendetwas erklären könnte, oder gar erklären möchte.

    Die Chancen einer Demokratie wurde unverzeihlicher Weise erneut vertan, mit Hilfe der dazu passenden Medien. Das hat womöglich Konsequenzen.

    Dann kommt der Hass erst noch. Man braucht keine Social Media, um einen Anstieg der allgemeinen Gereiztheit tagtäglich zu spüren.

  10. Sein lebenserfahrenes Plädoyer für den beobachtenden und erklärenden Journalismus und gegen Moralapostel von links und Pöbler von rechts wird leider verhallen, weil der Zeitgeist anders tickt. Dreinhauen, draufhauen, weghauen ist angesagt. Wir wollen schließlich Spaß.

    1. Nein wollen wir nicht.

      Aber der Diskurs wurde der breiten Öffentlichkeit vom Journalismus her aufgekündigt….nicht andersherum.
      Dann folgte die Phase der Verunglimpfung und Kriminalisierung anderer Meinungen.
      Und jetzt habe ich überhaupt keine Lust mehr, mich mit Leuten wie Herrn Jürgs zu unterhalten, bloß weil ihnen die Felle wegschwimmen.

      Oder glauben Sie ernsthaft, er hätte ein solches Resume gezogen, wenn die aktuellen Absatzzahlen der Druckerzeugnisse durch die Decke knallten?
      Jürgs ist Täter, nicht Opfer.
      Und am wenigsten zum Mediator geeignet..

      1. Prantl-Prawda, Augsteins Postille, FR und die politisch weggeduckte übrige DDR 2.0;_))-Journaille werden in ihrer realitätsabgewandten absurd-militanten ‘Haltung’ wohl noch bis zum ‘Exitus’ weiterhin ihren links-grün-faschistischen Agit-Prop-Auftrag bis zum Delier weiter verfolgen…

        Aber es gibt ja für nicht völlig politisch verblendete Zeitgenossen glücklicherweise auch noch das neue Westfernsehen in Form von NZZ, Weltwoche, BaZ etc.;
        TE, Cicero, CATO, JF sollte man natürlich auch nicht vergessen;-)….

      2. NZZ können Sie mittlerweile auch vergessen.
        Sehen Sie Sich nur an, wer da für den Bereich Deutschland schreibt und googeln Sie die Namen.

        Achten Sie auch darauf, wo bei steilen Thesen Deutschland betreffend bei der NZZ noch die Kommentarfunktion geöffnet ist.

        Ist sie zu, wissen die Verantwortlichen, daß sie Müll schreiben und fürchten das Echo.

        baz dann schon eher.
        Auch nicht gerade AfD-affin, aber das adelt deren Unabhängigkeit.
        Man muß eh zwischen den Zeilen lesen.

        Damit geht dann geht auch RT.
        Die bringen viele Fakten, die sich auch von hier aus nachprüfen lassen, was man aber normalerweise nicht täte, weil sie die ÖR und die Linksprinter in Deutschland generell unterschlagen.
        Wer wüßte hier sonst von Geisterstädten in Deutschland, die extra gebaut werden, um mit Bundeswehreinheiten den Häuserkampf zu üben oder wer bei den Bilderbergern zum Rapport geladen wurde.

        Nichts davon habe ich aus Jürgs Umfeld.

      3. Dass die NZZ bei „bei steilen Thesen Deutschland betreffend“ die Kommentarfunktion abschaltet, mag Leuten wie Ihnen geschuldet sein! Die wollen einfach nicht, dass sich deutsche Hetzer über schweizerische Zeitungen hermachen.Völlig zurecht, und ich wünschte, das wäre hier ähnlich. Ihre Ergüsse (von „geistig“ mag man hier gar nicht mehr sprechen) rund um die Uhr sind nämlich nicht mehr zu ertragen!

  11. Die NZZ hat auch bereits polit. etwas zum Journaillen-Mainstream eingeschwenkt, ist mir auch bereits sauer aufgestoßen:_)…

    Aber RT, das Kreml-Medium, ist mir mehr als suspekt, das ist wie Sputnik auch reinste ‘Destabilierungs’-Propaganda der Putin-Mafia, wobei durchaus die ‘zwischen den Zeilen’ vermittelten Fakten sonst deutschsprachig kaum zu recherchieren sind;_)…

    1. Ja, natürlich ist das überwiegend Russenpropaganda.
      Und auf die AfD und ein damit starkes Deutschland sind die gar nicht gut zu sprechen.

      Aber die sind von oben immer gut informiert und lassen bisweilen Sachen raus, um die deutsche Journaille mit ihrem Putin- und Trump-Hass zu ärgern.
      Und wenn dann solche Fakten im Web stehen, wie die Geisterstadt der Bundeswehr, muß die deutsche Linkspresse natürlich nachziehen und auch was zu dem Thema bringen.

      Sonst hätten die nämlich so was einfach totgeschwiegen oder Leute, die mit solchen Informationen an die Öffentlichkeit gingen, mit ihrem billigen “Verschwörungstheoretiker”-Bann belegt.
      Das geht nun nicht mehr.

      Und die Russen haben viel in petto.

      1. „Und auf die AfD und ein damit starkes Deutschland sind die gar nicht gut zu sprechen.“ „Die AfD und ein damit starkes Deutschland“? Mein Gott, wie verblendet und überheblich kann jemand nur sein! Glauben Sie das wirklich selbst? Darf nicht wahr sein!

        Übrigens: Seit heute am späten Vormittag hier fast ununterbrochen am Hetzen. Zeit, mal langsam Feierabend zu machen. Können auch stolz auf sich sein: Hab’ es denen mal wieder so richtig gezeigt …

      2. Dem linksautoritären Haltungsjournalismus s.h. Aktivismus des mehrheitlich grünfundamentalistischen Presse-Personals, steht eine ARO (Außerredaktionelle Opposition) gegenüber. Die ARO zieht es vor, diese Presse-Erzeugnisse als das anzusehen, was sie sind. Herr Jürgs kommt zu spät und wird überdies als ‘alter weißer Mann’ – also DAS Feindbild der Grünen schlechthin, ohnehin nicht gehört.

      3. Soso, Sie wissen also, dass Herr Jürgs „als ‘alter weißer Mann’ – also DAS Feindbild der Grünen schlechthin, ohnehin nicht gehört“ wird? Er soll „also DAS Feindbild der Grünen schlechthin“ sein? Von den Grünen „ohnehin nicht gehört“? Da fehlen einem die Worte ob so viel vermeintlicher „Intelligenz“ …

        Blicken Sie weiter in die Sterne; Astrologie soll ja auch eine Wissenschaft sein!

      4. Von den Grünen werden natürlich auch “alte weiße Männer” akzeptiert, so lange sie mindestens schwul oder aber gute Haustürken wie Özdemir oder Yücel sind. Das sind aber die Ausnahmen, nicht die Regel.

  12. Als ich mir noch den Polit-Trash des ÖR-TV angetan habe, fiel mir Jürgs auch schon als durchaus interressanter provokanter Polterer auf, der jedoch schlussendlich dann leider doch nicht Anderes auf die Reihe brachte als den Medien-Kurtisanen Will, M., I. und den bestellten Claqueuren Futter zu bieten, sorry…

  13. Mir hat einmal ein sehr umtriebiger und erfolgreicher Mensch gesagt: “Ach was, Deadline, Deadline, Deadline, alle machen sie ein Gschiss draus, das heißt doch nur, man sollte mal langsam anfangen, daran, an die Sache zu denken… .”

    Das ist mir im Zusammenhang mit Herrn Jürgs eingefallen. Deshalb wünsch ich ihm zum Einen was seine Krankheit betrifft alles erdenklich Gute, vor allem möge er sich die geistige Jugendlichkeit, das Eigensinnige und Trotzige, die gesunde “kindliche” Neugierde bewahren. Das rettet einen doch immer drüber.

    Zum Anderen: Was sein Manifest betrifft, da formuliert er schon sehr klug. Nur das mit der Richtersache seh ich mit sehr gemischten Gefühlen. Nein, der Journalist kann sich nicht so wie ein offizieller Richter gebärden, auch nicht wie ein professioneller Ermittler oder Staatsanwalt, bei öffentlichem Interesse, es muss bei allen Recherchen, Kritiken, Nachforschungen die Anklage und das Urteil unterlassen und offen bleiben. Das ist nicht Aufgabe der Medien. Absolut nicht. Journalismus hat mit Meinungen und Informationen zu tun.

  14. Der Journalismus selbst ist in einer Krise und nicht mehr frei! Wenn angesehene Journalisten die Freiheit des Journalismus hinter einer Paywall fordern, ist das schon ein Widerspruch, weil sie nur Eliten ansprechen!

    Journalismus selbst muss ökonomisch & inklusiv-öffentlich selbsttragfähig werden – oder es ist nur “jounalistische Agentur” eines verborgenen ökonomischen Prozesses.

    Zeitungen mit Facebook-Button (u.a.) sind keine Zeitungen, sondern “Außenoberflächen” vom “Masters of Universe” in Rechenzentren und Algorithmen in Cloud-Diensten, die sich einen letzten Rest menschlich-journalistischer Kolumnen-Ornamentik und Zeitgeistspielerei leisten!

    Richtige Zeitungen haben zuerst einen SOS-Knopf, weil zuerst an die Leben der Leser & Mitbürger – der Citizens gedacht ist!

    Ansonsten brauchen sie ein eigenmächtiges Anzeigensystem, das zugleich Betriebssysstem für die Zeitung und die digitale soziale Marktwirtschaft für jede Stadt und jede Region ist. Smart.Open.Fair.Social – für alle Zeitungen, die eine Garantenstellung für offene Gesellschaft, Aufklärung, Demokratie und digitale Unversehrtheit der Person eintreten!

    Die Revolution beginnt!

    (“Werbung ist Scheisse!” – Plakate des ADC hängen in Berlin aus!
    Algorithmierte personalisierbare Datenprofile und nötigende Opt-Ins übrigens auch! )

    1. Hört sich erst mal gut an. Und ich stimme Ihnen da auch zu.
      Nur erinnert mich Ihr Vorschlag einer Neustrukturierung einer “Zeitung” (meinetwegen auch ausschließlich online) an die Krautreporter.

      Die haben da dieses Crowdfunding-Dinges gestartet, um unabhängig von den großen Portalen und auch den Werbeanzeigen zu sein.

      Aber sehen Sie nur, was aus der guten Idee, die ich damals auch unterstützt hatte, geworden ist:
      Ein linksradikales Haßportal.
      Die Meldungen nur zusammengegoogelter Mist oder von anderen linken Portalen herbeizitiert.
      Übelster Agitprop auf GMX- oder BENTO-Niveau.

      Ich glaube, es liegt einzig an den Machern, nicht an der Aufmachung.
      Wenn Berufung wieder durch Kompetenz, Geradlinigkeit und unbedingte Ehrlichkeit ersetzt wird, nimmt man einer Person, die sich selbst Journalist nennt, auch das ab, was sie jetzt so erfolglos in den virtuellen Äther blasen.

      Ich fürchte nur, solche Leute müssten wir aus dem Ausland importieren, weil an deutschen Journalistenschulen alles seit Generationen auf links gedreht wurde.
      Man hat dort ein häßliches Bild von einem Journalisten, der selbstherrlich entscheidet, was seine Leser für gut befinden müssen oder überhaupt erst zu lesen bekommen, gezeichnet und als Standard gesetzt.

      Und jetzt laufen die Leute den selbsternannten Nachrichtengöttern einfach weg.

      1. Gleiches sieht man bei correctiv.

        Ist eben kein Witz, Journalisten werden praktisch zu 100% aus dem Antifamilieu rekrutiert, für den Spass holen die Chefs sich max. noch ein paar hohlbirnige Lisas und Lauras ran.

        Der Zeitpunkt des Umsteuerns ist vorbei, man stelle sich nur mal vor, Zeit oder Spiegel würden ein bekennenden AFD Wähler einstellen, die eigenen Kollegen würden ihm das Auto abfackeln und Unterschriften für die Entlassung sammeln.

    1. Ist ja auch keiner von “denen”.

      Wenn man an das Geschrei um diesen Denis Yücel denkt, obwohl der zu Recht eingebuchtet wurde. Nach deutschem und türkischem Recht.

      Aber auch das wieder ein negatives Beispiel von Leuten, die glauben, mit einem politischen Auftrag unterwegs sein zu müssen.

  15. Aus Sicht der Grünen Glaubensgemeinschaft ist der ‘alte weiße Mann’ die leibhaftige Verkörperung des Bösen. Sein Denken, seine Werte sind die Wurzel allen Übels und führen umgehend in den Faschismus. Insofern werden sich die sumpfgrünen Redaktionen in ihrem Haltungsfuror gegen ‘Nazi’ Jürg eher bestärkt sehen.

  16. Die Realität sieht, gemessen an den zitierten Aussagen des Herrn Jörgs (von Hanns-Joachim Friedrichs ganz zu schweigen), düster aus. Eine unparteiische, neutrale Berichterstattung als eine wichtige Voraussetzung für freie und faire Wahlen findet zunehmend weniger statt, oder?

    Mir fällt zum Beispiel auf, dass insbesondere die mit der sog. Demokratieabgabe finanzierten Nachrichtenredaktionen von ARD und ZDF Aussagen und O-Töne der Grünen, eingeschränkt auch der Linken, zeitlich massiv bevorzugen. Die stärkste Oppositionspartei findet in Tagesthemen und Heutejournal praktisch nicht statt. Wenn ich das im Bekanntenkreis anspreche, höre ich übrwiegend, das sei nicht schlimm, das sind doch “Nazis”. Scheint so, als ob die Mundtot- und Trillerpfeifenfraktion rund um Claus Kleber, Kai Gniffke et. al. gewonnen hat? Angesichts des so erzeugten Meinungsklimas sind die Umfrageergebnisse für die AfD allerdings um so erstaunlicher.

    1. Gewonnen?
      Kommt darauf an.

      Es hat auf jeden Fall eine Spaltung stattgefunden.
      Die Leute, denen die Aussagen der Politik und die dazugehörigen Pressemitteilungen zunehmend suspekt geworden sind, haben angefangen, sich zunächst “auch” alternativ zu informieren.
      Und wenn man dann von außerhalb einen Blick auf das hier inszenierte Lügengebäude bekommen hat, kann man nicht mehr zurück.
      Einmal einen Apfel vom Baum der Erkenntnis, und man muß das schönste Deutschland, das wir je hatten, verlassen. Jedenfalls geistig.

      Solche Leute holt niemand mehr zurück zu den ÖR oder den Linksprintern.

      Den anderen, geistig eher trägen älteren Mitbürgern, die “schon immer” Partei XXX gewählt haben oder auch den Antifa-Kiddies hat man von Regierungsseite aber eine Klammer ins Hirn gesetzt.
      Die können über einen bestimmten Punkt hinaus einfach nicht mehr denken, sondern schalten bei Triggerworten (Bilderberger; Umvolkung; NWO; etc.) sofort und ohne zu überlegen in den Abwehrmodus.

      Da geht dann sofort vor dem inneren Auge ein Popup auf, auf dem “Nazi” steht.
      Die können dann gar nicht anders.

      Die Sorte Mensch, denen, wie schon woanders so gesagt, die Amerikaner im Mai 45 völlig überraschend die Türe eingetreten haben und die sich keiner Schuld bewußt waren.

      Diese Leute sind auch nicht intellektuell in der Lage, den Widerspruch zwischen den Erfolgsmeldungen der Regierung auf der ersten Seite ihrer Zeitung (sinkende Kriminalität, Wirtschaftswachstum) und den Meldungen im hinteren, lokalen Teil, wo jeden Tag mehr Vorfälle mit “Männergruppen”, “Deutschen” (<wenn das hervorgehoben wird, stinkts i.d.R.) Vergewaltigungen und Messern, Messern, Messern zu erkennen.

      Ob man die nochmal zurückholen kann, weiß ich nicht.

      1. @Ben

        unter den Skeptikern sind viele ältere Leute. Kaum jüngere, und das wäre dann auch gleich eines der Probleme. Jüngere sind per se nicht mehr erreichbar. es sind die Kinder einer Sorgenfrei-Gesellschaft. Aber selbst dies wäre überwindbar, wenn darüber nicht noch ein Meta- Problem kreisen würde. Ich meine damit nicht die Aufweicher und Spin- Docs, die auch hier rumschwänzeln, ich rede von der kaputten Mentalität unserer Mitbürger, die u.a. erst diesen Auchweichlern eine Bühne bereiten.

        Dieses Volk ist um seine Selbstachtung gebracht worden. Berechtigt oder nicht, das spielt hierbei keine Rolle.

        Die Menschen sind nicht mehr souverän, sie ducken sich weg, drehen sich ab, sobald Profil verlangt wäre. Profilierte Typen gibt es praktisch überhaupt nicht mehr, dafür jedoch Darsteller, Schausteller eines profilierten Menschen. Wie machen die auf sich aufmerksam? indem sie eine große Klappe vorweisen.

        Damit ist unsere Politik durchsetzt. Selbstdarsteller, Durchschnittstypen mit êinem grotesk übersteigertem Ego. Eine Krankheit die von uns als zeichen von persönlicher Souveranität mißdeutet wird. Beispiel ? das ganze EU- Parlament könnte dafür dienen, den Prototypen hat uns die SPD als Kanzlerkandidaten präsentiert.

        Was nicht heißt, daß die anderen Akteure besser wären. Ischias- Geplagte, die ihren Minderwertigkeitskomplex, in Form von Antiamerikanismus nun endlich hinter der Fassade des Trump- Bashing ausleben können. In der ja alle Charakterdarsteller übereinstimmen. Falls es nicht gegen Putin geht, oder Berlusconi. Erdogan oder Orban. Salvini oder Le Pen, oder wie die alle heißen mögen, die wenigstens Eier zeigen. Eine Demokratie ohne Alternativen ist keine Demokratie. demnach sind die Alternativen das Problem unserer Zeit. Unser Problem ist das Kollektiv der entkernten Duckmäuser, die sich dahin steuern lassen, jede Abweichung niederzuwalzen.

        Das ist unsere Realität: unten Duckmäuser, oben diejenigen, denen es lediglich nicht peinlich ist, ihren Unfug öffentlich zu verbreiten und voranzutreiben.

        Und dies wird uns als Demokratie kommuniziert.

        Wer nun aus dieser Menge stammend von dem Trieb geplagt ist, wichtig sein zu wollen, ohne mutig sein zu können, der wird Journalist. Das wichtige Scharnier zwischen Treibern und Getriebenen.

        Was diese uns dann als Demokratie beipuhlen.

        Es ist nichts Originelles, nichts Brauchbares, nichts in die Zukunft Weisendes mehr darunter. Selbst den europäischen Gedanken haben die ruiniert.

        Aus diesem Grund müssen sämtliche Appelle, ob von Döpfner, ob von Jörges ungehört verhallen. Egal von wem sie kommen., sie kommen zu spät. Es existieren keine ansprechbaren Gruppen mehr.

        Alles platt gemacht. Und das ist dann auch wieder ein Grund für zukünftige Freude.

        Diejenigen, die sich in dieser Gesellschaft als Weichspüler, als feige Diffamierer und klammheimliche Mobber eingebracht haben:

        Die haben längst gewonnen !

        Wehe denen.

        Denn die kratzen natürlich zusammen mit jenen ab, die sie leichtfertig ohne jede Überlegung, meistens sogar absichtlich, lediglich zum eigenen Lustgewinn geschändet haben.

        Diese Gesellschaft ist am Ende. Dafür gibt es ein like.

      2. Schön gesagt, E.Ekat.

        Und das sehe ich dann auch so: träge Alte und deformierte Junge.

        Vor ein paar Tagen im Web gefunden:

        “Die Gesichter der Generation, die hierzulande jetzt weniger das Sagen als vielmehr das Meinen hat:
        nichts erlebt, nichts entbehrt, nichts erlitten, nichts durchgefochten.
        Nie Mut zeigen müssen.
        Nie ein Rückgrat ausgebildet.
        Früh an die Rente gedacht.
        Selten Väter, nie Männer geworden.”

        Sie werden sicher wissen, von wessen Seite das stammt.

  17. der derzeitige vom linksgrünen gutmenschentum beherrschte journalismus, der nicht mehr informieren, sondern erziehen will, ist mit seiner ständigen manipulation der fakten das gegenteil einer firewall der demokratie, eher eine vorstufe des propagandajournalismus autoritärer staaten. wer kritsch gegenüber dem islam, der asylpolitik oder dem gebaren von migranten ist , ist ein rassist, politiker der afd, die von über 12% der bevölkerung demokratisch legitimiert wurden, sind rechtspopulisten und nazis. das wird mit der größten selbstverständlichkeit formuliert, als seien es fakten. der heutige journalismus hat sich zu einer firewall gegen das freie denken entwickelt.

    1. Wenn Sie so viel Angst vor dem Journalismus haben, dass Sie sich von ihm „erzogen“ fühlen, lässt das eher auf mangelnde eigene Meinung schließen. Da ist dann natürlich klar, dass man sich Menschen und Parteien zuwendet, die einem eine solche liefern. Das eigene Denken fällt demnach ja naturgemäß schwer!

      Wer dazu noch glaubt, dass „politiker der afd, die von über 12% der bevölkerung demokratisch legitimiert wurden“, keine Rechtspopulisten und Nazis sind, obwohl das offensichtlich ist, weil er/sie ja genau solche Berichte, in denen das entlarvt wird, nicht liest (lesen will), dem/der ist wirklich nicht mehr zu helfen. Und wenn Sie sich bei Ihrer Kritik „gegenüber dem islam, der asylpolitik oder dem gebaren von migranten“ gruppenbezogen menschenfeindlich äußern, dürfen Sie sich keineswegs wundern, wenn auch Sie als Nazi beschimpft werden. Der Ton macht eben die Musik, und Ihre Wortwahl über den vom „linksgrünen gutmenschentum beherrschte[n] journalismus“ lässt Übles ahnen!

      Es sind genau solche Menschen wie Sie, die eine „firewall gegen das freie denken“ und die Demokratie darstellen. Menschen, die Ihre (nicht vorhandene) Meinung oder was sie dafür halten, Bauernfängern verkaufen!

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