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Trotz Apple Musics Aufholjagd: Spotify gewinnt im zweiten Quartal 8 Millionen zahlende Kunden, verliert aber weiter 90 Millionen Euro

Spotify-CEO Daniel Ek hat für den Gang an die New Yorker Börse einen ungewöhnlichen Weg gewählt
Spotify-CEO Daniel Ek hat für den Gang an die New Yorker Börse einen ungewöhnlichen Weg gewählt

Die Musik spielt weiter: Im Juni-Quartal, dem ersten Bilanzzeitraum seit dem Börsengang, konnte der schwedische Streaming-Pionier Spotify zweistelliges Wachstum ausweisen – die Erlöse kletterten um weitere 26 Prozent. Auch das Nutzerwachstum setzt sich dynamisch fort: Die Schweden konnten trotz der immer größeren Konkurrenz von Apple Music im zweiten Quartal acht Millionen neue zahlende Mitglieder verbuchen und bringen es damit bereits auf 83 Millionen Premium-Abonnenten. Die Börse belohnte Spotify mit dem Sprung auf neue Allzeithochs.

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Die Spotify-Aktie ist ein Hit. Als der schwedische Streaming-Pionier Anfang April an der New Yorker Traditionsbörse NYSE per Direktlisting debütierte, herrschte weitgehend Ungewissheit: über die Bewertung und die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells.

Trotzdem hätte der Börsenstart für CEO Daniel Ek kaum besser laufen können. Vom Referenzkurs bei 132 Dollar, den die Schweden zum Gang an die Wall Street festgelegt hatten, zog die Spotify-Aktie am ersten Handelstag gleich um 17 Prozent auf 149 Dollar ab.

Spotify ist bereits 34 Milliarden Dollar wert

Knapp vier Monate später ist klar: Es waren Kaufkurse. Im heutigen Handelsverlauf notierte die Spotify-Aktie bei 196 Dollar auf neuen Allzeithochs – gegenüber der Erstnotiz ein deutlicher Kurszuwachs von weiteren 31 Prozent. Spotify wird damit an der Börse bereits mit 34 Milliarden Dollar bewertet und ist damit das am höchsten bewertete Internet-Unternehmen Europas.

Der Grund für den neuerlichen Kurssprung: eine besser als erwartete Bilanz im zweiten Quartal des Jahres. Im Dreimonatszeitraum von Anfang April bis Ende Juni konnte Spotify die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro steigern.

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Im Vergleich zum März-Quartal zogen die Erlöse um immerhin 12 Prozent an. Trotzdem verliert Spotify erwartungsgemäß weiter Geld: Im zweiten Quartal weitete sich das Minus wegen der Kosten im Zuge des Börsenlistings auf 90 Millionen Euro aus.

Bereits 180 Millionen Nutzer

Vor allem aber Spotifys anhaltend starke Nutzerentwicklung beeindruckte die Wall Street. So konnte das 12 Jahre alte schwedische Internet-Unternehmen im Vergleich zum Vorjahresquartal 30 Prozent mehr monatlich aktive Nutzer anlocken. Bereits 180 Millionen Menschen streamen inzwischen mindestens einmal im Monat bei Spotify Musik.

46 Prozent der Nutzer sind unterdessen bereit, für das Premium-Angebot von Spotify zu zahlen. So verzeichneten die Schweden per Ende Juni bereits 83 Millionen zahlende Mitglieder – ein Plus von 8 Millionen neuen Premium-Kunden, das angesichts der starken Präsenz von Apple Music in den USA von Analysten nicht erwartet worden war (Konsensschätzungen: 7 Millionen Neukunden). Apple Music brachte es im April auf 40 Millionen zahlende Abonnenten.

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