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Zehn Medienköpfe aus zehn Jahren MEEDIA: von Mathias Döpfner über Thomas Ebeling bis Richard Gutjahr

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MEEDIA feiert in diesem Monat den 10. Geburtstag. Anlässlich unseres Jubiläums haben wir uns zehn Medien-Persönlichkeiten überlegt, die für zehn Entwicklungen, Umbrüche und Trends aus den zurückliegenden zehn Medienjahren stehen. Dabei sind relativ offensichtliche Kandidaten wie Springer-Chef Mathias Döpfner aber auch Leute wie Dschungel-Autor Micky Beisenherz oder Löwen-Juror Frank Thelen.

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1.Thomas Ebeling

Trumpf-Jahr: 2009 – in diesem Jahr fing Thomas Ebeling als CEO von ProSiebenSat.1 an. Vorher hat er u.a. für die Zigaretten und Pharmaindustrie gearbeitet. Berührungsängste demnach: zero!

Super-Power: Media for equity

Achillesferse: Streetfighter-Attitude

Warum in dieser Liste: Weil Thomas Ebeling gezeigt hat, wie man als Branchenfremder mit Power und Ideen einen Medienladen bis in den Dax bringen kann (und wieder hinaus).

Zitat: “Es gibt Menschen, ein bisschen fettleibig und ein bisschen arm, die immer noch gerne auf dem Sofa sitzen, sich zurücklehnen und gerne unterhalten werden wollen.” Thomas Ebeling in einem Analysten-Call über die P7S1-Zuschauer. Kurz danach war er dann weg.

2. Kai Diekmann

Trumpf-Jahr: 2012 – das Jahr des legendären Silicon-Valley-Trips des damaligen Bild-Chefs. Nur der Bart wucherte noch stärker als die Erkenntnisse über das Digitale.

Super-Power: Menschenfänger

Achillesferse: XXL-Ego

Warum in dieser Liste: Weil Kai Diekmann so konsequent wie kein zweiter deutscher Top-Journalist seine Erfahrungen aus dem Silicon-Valley-Trip in Taten umgesetzt hat.

Zitat: “Beliebtheit ist kein Maßstab, wenn Sie Journalismus machen.” 2012 im Interview mit Spiegel Online.

3. Julia Jäkel

Trumpf-Jahr: 2013 – in diesem Jahr bekam sie den Top-Job bei G+J. Das ist mal eine Karriere: Von der Pressesprecherin der Financial Times Deutschland zur Vorstandschefin.

Super-Power: Keine Angst vor Härte.

Achillesferse: Die Beteiligung am Spiegel-Verlag, wenn dort mal wieder ganz, ganz dringend ein neuer Chefredakteur gesucht wird.

Warum in dieser Liste: Weil Julia Jäkel zeigt, dass man kein Macho-Gehabe imitieren muss, um als Frau in einem Medienhaus die erste Geige zu spielen. Das gleiche gilt übrigens für RTL-Chefin Anke Schäferkordt.

Zitat: “Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir alle knick-knack miteinander sind.” JJ-Worte für die Ewigkeit, gesprochen auf der Demexco 2014.

4. Patricia Riekel

Trumpf-Jahr: 2016 – es soll ja Leute im Medien-Biz geben, die dachten, Patricial Riekel würde ewig die Bunte machen. 2017 hat sie dann doch mehr oder weniger freiwillig die Chefredaktion an Robert Pölzer abgegeben. Das Ende einer Ära.

Super-Power: Themen-Spürnase (Gruß an Frau Gerlach!)

Achillesferse: Vom Promi-Virus infiziert.

Warum in dieser Liste: Patricia Riekel war eine der letzten Chefredakteurinnen mit eigenem Kopf und der (fast) uneingeschränkten Macht, ihrem Blatt ihren individuellen Stil zu verpassen. Inklusive Spesen-Konto XL.

Zitat: “Die Bunte-Konferenzen wären manchmal die besten Reality-Shows der Welt gewesen.” Aus einem aktuellen Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Paywall).

5. Mathias Döpfner

Trumpf-Jahr: 2016 stieg Mathias Döpfner auch noch in die Riege der deutschen Top-Medien-Lobbyisten auf, als Präsident des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger. Seither geht es dort rund.

Super-Power: Intelligenzeloquenz

Achillesferse: Leistungsschutz-Tick.

Warum in dieser Liste: Mathias Döpfner hat bewiesen, dass ausgebildete Journalisten auch gute Manager sein können.

Zitat: “Journalismus ist und bleibt unser genetischer Code.” Auf einer Springer-Management-Tagung 2014, die auf Englisch abgehalten wurde.

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6. Philipp Westermeyer

Trumpf-Jahr: 2010 – das Jahr, in dem das erste Online Marketing Rockstar Event in Hamburg stattfand. Mittlerweile ist die Konferenz mit über 40.000 Teilnehmern und über 300 Vortragenden in die Top Ten der weltweiten Digital-Events eingezogen.

Super-Power: Fest verdrahtete Business-Journalismus-Schnittstelle

Achillesferse: sporadisch auftretender Marketing-Journalismus-Kurzschluss

Warum in dieser Liste: Philipp Westermeyer ist ein Medienmacher der digitalen Generation. Er hat ein Live-Event mit flankierender Website und Podcasts zu einem echten Multichannel-Medium ausgebaut.

Zitat: “Generell ist es natürlich nicht einfach für Medien in der heutigen Zeit.” Im Interview mit MEEDIA.

7. Lukas Kircher

Trumpf-Jahr: 2015 – durch die Fusion mit der Burda Creative Group entstand aus der Agentur KircherBurkhardt C3 (Creatice Code and Content), eine der wichtigsten Content-Marketing-Agenturen in Deutschland.

Super-Power: Nase für Design + Inhalt

Achillesferse: der Schleichwerbe-Vorwurf

Warum in dieser Liste: Lukas Kircher hat als einer der ersten Medienmenschen in Deutschland die Bedeutung von Content für Marketing und Werbung erkannt und konsequent umgesetzt. In Zeiten, in denen Plattformen immer mehr konventionelle Digital-Werbung an sich ziehen, wird Content Marketing für Medien immer wichtiger.

Zitat: “Wir hatten vor dem Zusammengehen mit Burda deutlich lukrativere, aber auch sehr viel arschlochigere Angebote auf dem Tisch, die wir abgelehnt haben.” Im Interview mit dem PR Report.

8. Micky Beisenherz

Trumpf-Jahr: 2008, als nach mehrjähriger Pause die dritte Staffel des RTL-Dschungelcamps “Ich bin ein Star – holt ich hier raus!” über die TV-Schirme ging und endgültig zum Kult wurde. Gemeinsam mit Jens Oliver Haas ist Micky Beisenherz Haupt-Autor der Sendung.

Super-Power: Witz-Wort-Kombination

Achillesferse: Kalaueritis

Warum in dieser Liste: Micky Beisenherz ist als Autor, Kolumnist, Moderator, Podcaster, Twitterer ein neuer Typus Komiker. Ein Medienmensch, der sowohl vor als auch hinter der Kamera sowie im Netz erfolgreich ist.

Zitat: „Ich habe ja generell das große Glück, im Laufe meines Berufslebens den Anteil von Schrott und Arschgeigen nahezu auf null gesenkt haben zu dürfen.“ Aus seinem Facebook-Beitrag über das Ende der WM-Latenight-Show “WM Kwartira”.

9. Richard Gutjahr

Trumpf-Jahr: 2011 – in diesem Jahr organisierte Richard Gutjahr eine Spontan-Reportage mitten aus der Revolution in Ägypten. Mit Smartphone ausgerüstet, ließ er manch technisch hochgerüstete Redaktion alt aussehen.

Super-Power: totale Technik-Kompetenz

Achillesferse: Nerdtum im fortgeschrittenen Stadium

Warum in dieser Liste: Auch wenn er es selbst nicht gerne hört – Richard Gutjahr ist der Prototyp der Ein-Personen-Medienmarke. Das wird allein schon daran deutlich, dass er den Anfangsbuchstaben seines Nachnamens zum Logo gestaltet hat. Egal ob Snapchat, Amoklauf-Reportage oder eine experimentelle Mitmach-Sendung beim Bayerischen Rundfunk – er treibt Ideen voran, berichtet mit persönlicher Note und bewahrt dabei doch stets eine journalistische Professionalität.

Zitat: “Ich finde es merkwürdig, dass Menschen versuchen, mich als Marke zu markieren. Wie wär’s, wenn wir das Wort ‘Marke’ einfach mal mit ‘Mensch’ ersetzen?” 2016 im Interview mit MEEDIA.

10. Frank Thelen

Trumpf-Jahr: 2014 – in diesem Jahr ging die allererste “Höhle der Löwen”-Folge bei Vox auf Sendung. Der IT-Unternehmer und Investor Frank Thelen gehört seit dem Start zur Jury.

Super-Power: App-Addict

Achillesferse: Ankerkraut

Warum in dieser Liste: Frank Thelen schafft zusammen mit den anderen “Höhle der Löwen”-Juroren den Spagat zwischen Wirtschaft und Unterhaltung. Die Sendung ist enorm erfolgreich, gerade weil sie das Thema Startup-Finanzierung ernst nimmt. “Die Höhle der Löwen” ist eine geniale Mischung aus Unterhaltung, Wirtschaft, Digitalthemen, Marketing und Vertrieb.

Zitat: “Als Gründer sollte ich in drei bis vier Sätzen klar sagen können, was ich mache. Das sollte selbst dann der Fall sein, wenn ich nachts betrunken geweckt werde.” Aus einer Thelen-Zitate-Sammlung bei deutsche-startups.de.

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