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Debatte um Tichys Einblick: das flott-riskante Spiel mit dem Etikett des Rechtspopulismus

Roland Tichy: Polarisiert mit seinem Web-Magazin Tichys Einblick
Roland Tichy: Polarisiert mit seinem Web-Magazin Tichys Einblick

„Haushohen Respekt“ für Friedrich Merz bekundete dieser Tage die renommierte Publizistin Evelyn Roll, die bislang nicht durch besondere Sympathie mit dem Ex-CDU-Politiker aufgefallen war. Anlass war die Entscheidung von Merz, den Ludwig-Erhard-Preis nicht anzunehmen, weil er „um keinen Preis auf einer Bühne“ mit Roland Tichy stehen wolle. Dem Mann hinter dem hochumstrittenen Portal Tichys Einblick.

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Ein Gastbeitrag von Franz Sommerfeld

So jedenfalls wurde die Motive kolportiert, die Friedrich Merz bewogen haben sollen, den Preis zurückzuweisen, und Merz dementierte nicht, sondern ließ die Gerüchteküche schweigend köcheln. Vielleicht hat er auch nur die unverhoffte Zustimmung genossen, die vom SPD-Abgeordneten Karl Lauterbach bis zum FDP-Politiker Alexander Lambsdorff reichte. Letzterer präsentierte sogar eine selbst recherchierte Enthüllung, nach der nämlich “Tichys Einblick nicht zufällig so oft auf den Pulten der @AFD im Bundestag liegt“, allerdings ohne „nicht zufällig“ oder „oft“ zu spezifizieren. Dass dieses Spiel mit flotten Etiketten unernst wirkt, liegt nicht an Twitter, sondern an den Spielern.

Lambsdorff, Lauterbach und andere erheben den Vorwurf des Rechtspopulismus gegen Tichy. Dieser Begriff zeichnet sich dadurch aus, dass er schwer zu charakterisieren und erst Recht nicht abzugrenzen ist. Wer einmal mit diesem Verdacht infiziert wurde, wird ihn nur schwer wieder los. Das Etikett klebt fest und verbreitet sich mit vertrauter Web-Geschwindigkeit. In diesem Fall trifft es mit Roland Tichy jemanden, der zu den großen Begabungen seines Metiers zählt und aus guten Gründen im Jahre 2008 als „Wirtschaftsjournalist des Jahres“ ausgezeichnet wurde.

Denn unter dem Chefredakteur Tichy präsentierte sich die Wirtschaftswoche als höchst lebendiges und neugieriges Magazin. Früh wurden grüne und ökologische Themen aufgegriffen. Regelmäßig erschienen Texte zu Klimawandel und Energiewende; selbst zum Elektroauto, als das anders als heute noch nicht selbstverständlich war. Tichy, der von alledem wenig hielt, achtete gleichwohl darauf, dass andere Meinungen und Blicke erschienen. Alles in allem konnten die Leser ein publizistisches Feuer im Magazin spüren. Dabei waren Tichys Kommentare oft von einem beinahe dogmatisch marktwirtschaftlichen Geist geprägt, der gelegentlich unpolitisch wirkte und den Konflikt nie scheute. Es mag sein, dass seine temperamentvollen Ausfälle durch Redaktion und vielleicht auch den Verleger ein Stück gebändigt wurden. Auf jeden Fall taten sie dem Magazin gut.

Bei Roland Tichy wirkten die Verletzungen des Abgangs von der Wirtschaftswoche lange nach

Das funktionierte, bis der neue starke Mann der Handelsblatt-Gruppe, Gabor Steingart, sich seiner im Jahre 2014 entledigte, vielleicht weil er ihn als Konkurrenten fürchtete und weil Tichy mit Sicherheit als Chefredakteur schwer zu händeln war. Letzteres wurde unübersehbar, als Steingart dem Scheidenden Unfreundliches nachrief: Es gehe bei der Wirtschaftswoche um einen „publizistischen Neuanfang. Die Wirtschaftswoche ist in unserem Verständnis nicht Teil der nationalen Apokalypse-Industrie, sondern steht für die Fortentwicklung der sozialen Marktwirtschaft und die Erneuerung Europas. Sie pflegt einen Grundton der unternehmerischen Zuversicht.” Professionell klingt anders. Längst hat Gabor Steingart ein ähnliches Schicksal erlitten, allerdings wirtschaftlich deutlich besser abgesichert. Und immer noch kann er es nicht lassen, Tichy zu verspotten und ihm anlässlich der Merz-Absage vorzuhalten, „nicht mehr gerade denken und schreiben“ zu können.

Der Wechsel von Chefredakteuren kann Redaktionen gut tun, doch keine Regel ohne Ausnahme. Bis heute hat sich die Wirtschaftswoche nicht von Tichys Entlassung erholt, der von Steingart ausgerufene Neuanfang fand nicht statt, die publizistische Spannung ging verloren, die Relevanz schwand.

Auch bei Tichy wirkten die Verletzungen dieses Abganges lange nach. Aber er rappelte sich auf. Publizistisch hatte er immer das Unternehmertun hochgehalten und wurde nun selbst einer. Er gründete das Portal tichyseinblick.de und später einen papiernen monatlichen Ableger. Als gewiefter Unternehmer fand er dafür eine Marktlücke, nämlich die von der Politik Angela Merkels Enttäuschten und durch Zuwanderung, Globalisierung und Digitalisierung Verunsicherten, viele von ihnen zählten zur schnell anwachsende Anhängerschaft der AfD. Die zerfallende Hegemonie rot-grüner Vorstellungen, die lange Politik und Gesellschaft prägten, erleichterte ihm das Geschäft.

Aber die Marktlücke blieb eben auch nur eine Lücke, ein begrenztes Segment. Diese Kunden wünschen eine klare Bestätigung ihres Weltbildes, da ähneln sie durchaus den radikalen Linken in früheren Zeiten. Die Lust am Widerspruch ist ihre Sache nicht. Dem kam Tichy anfangs entgegen, doch der Ton vieler Autoren erwies sich schnell als zu laut und durchsetzt mit billiger Polemik. Bettina Röhl schmähte die Bundeskanzlerin als “kinderlose Mutter” und Fall für die Psychatrie (“Borderlinerin”). Die Forderung, “die Merkel Partei, eine Partei von Schlappschwänzen, Duckmäusern, von amtsgierigen Opportunisten und Jasagern, zu zerbrechen”, erinnerte eher an die Pamphlete der RAF als an ernsthaften Journalismus. Anfang letzten Jahres forderte ein Autor, man müsse grün-linke “Gutmenschen” aufgrund ihrer “psychischen Erkrankung behandeln”.

Die öffentliche Empörung darüber zwang Tichy schließlich, von seiner Nebentätigkeit als Herausgeber von „Klartext“, einem Forum des Karriere-Netzwerks „Xing“, zurück zu treten. Ein Aufruf zum Anzeigenboykott lief allerdings ins Leere, der Initiator verlor seinen Job. Tichy nahm den Text aus dem Netz und entschuldigte sich.

Das wiederum brachte seine Anhänger aus dem AfD-Milieu gegen ihn auf. Sie kritisierten, dass „das Magazin zwar durchaus kritisch berichtet und kommentiert, dass die Kritik vielleicht nicht gerade an der Oberfläche bleibt, aber auch nicht ans Eingemachte geht. In dieses Bild passt wohl auch eine gewisse AfD-Feindlichkeit, nicht Kritik, sondern extreme Ressentiments. Sie hielten ihm vor, den Schritt heraus aus dem bürgerlichen Lager nicht zu wagen; letztlich würde er eben doch CDU und FDP nahe stehen.

So wurde die AFD zur Scheidelinie seines Portals, die Tichy bislang nicht überschreitet. In einem brillanten Porträt analysiert er am Beispiel des Vogelschiss-Auftritts das politische Kalkül von AfD-Chef Alexander Gauland:

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Wer jemals über einen der vielen Soldatenfriedhöfe ging, die Europas Wunden von Nord bis Süd, von Ost bis West zeigen, oder über eine der Gedenkstätten der Opfer des Terrors gegen Juden und andere Gruppen, von Gauland muss er sich verhöhnt fühlen: „Vogelschiss“… Damit stehen sich zwei Lager unversöhnlich gegenüber. Gauland zerstört bewusst den Konsens, dass Verbrechen nicht verharmlost werden, und dass nicht aufgerechnet wird. Die Bilanz des Todes ist immer wieder nur der Tod. Denn wenn aufgerechnet wird, gibt es keine Versöhnung, nur noch Rache. Er eröffnet die große Rechnung, auch wenn er so tut, als meinte er die „guten“ Zeiten der deutschen Geschichte, er weiß genau, auf welchen Gefühlen er spielt: Auschwitz gegen Dresden, Vertreibung gegen Massenmord an der Zivilbevölkerung in allen von der Wehrmacht besetzten Ländern. Er verwischt damit Verantwortung und stellt Ursachen und Wirkung auf den Kopf.

Ähnlich gerät sein Plädoyer gegen Identitätspolitik:

Leben und leben lassen, und jeder soll auf seine Weise beten oder es auch bleiben lassen – dieser gewaltige kulturelle Fortschritt wird gerade 200 Jahre zurückgedreht. (…) Es wird unerbittlich bis zur Lächerlichkeit: Veganer gruseln sich vor Fleischessern (denen man auch mitteilt, dass sie den Planeten vernichten), Raucher sind eine tatsächlich verfolgte Minderheit, das sage ich als Nichtraucher. Radfahrer fühlen sich beim Kampf gegen den Klimawandel auf einem heroischen Feldzug gegen Autofahrer, bis sie wiederum selber einer sind, ganz nach Opportunität. Ein SUV wird zum Statement. Die Überschreitung der Grenze zur Lächerlichkeit wird nicht erkannt, aber richtig: Es gibt ja keine Grenzen mehr. Darf keine mehr geben. Nur um den eigenen Vorgarten. Der ist heiliges Land.

Tichys Problem ist, dass es Stücke von solcher Qualität fast nur von ihm gibt, einige wenige von anderen. Es fehlt ihm an brillanten und jungen Autoren; manche scheuen sich wegen des rechtspopulistischen Rufes. Die anderen versuchen, fehlende Begabung durch Lautstärke auszugleichen. Das verleiht dem Webportal einen Grundton der Empörung. Die monatliche Papierausgabe wirkt gelassener und ist in ihrem grafischen Auftritt irgendwo zwischen Spiegel und Wirtschaftswoche angesiedelt, ohne auch nur annähernd über deren Potenzial zu verfügen. Detlev Esslinger hat in der Süddeutschen Beispiele für die redaktionellen Schwächen zusammen getragen. Aber interessanter ist, dass es ihm nicht gelingt, seine These von Tichys Einblick als „Forum für rechtspopulistische Beiträge“ zu belegen.

Der für das Marketing so geliebte Verfolgten-Status geht verloren

Es sei denn, man hält Tichys zentrales Anliegen, die Zuwanderung zu begrenzen und Angela Merkels Politik rabiat abzulehnen, schon für rechtspopulistisch. Denn das ist der rote Faden für Tichys Einblick. Damit werden die meisten Texte so berechenbar wie die Leitartikel von Heribert Prantl in der Süddeutschen. Man weiß, was zu erwarten ist und muss sie eigentlich nicht mehr lesen. Darin liegt der schärfste Unterschied zu Tichys Wirtschaftswoche, die immer für eine Überraschung gut und selten ein Selbstbestätigungs-Organ war.

In dieser engen thematischen Fokussierung liegt für Tichy die größte Gefahr. Angela Merkel ist spätestens bei der nächsten Bundestagswahl nur noch ein Thema für zeitgeschichtlich Interessierte. Der Konflikt um die Zuwanderung wird zwar bleiben, aber gerade hier nähert sich der öffentliche Grundton eher den Vorstellungen von Tichy an. Damit wird die Verantwortung für Fehlentwicklungen bald nicht mehr den Anhängern offener Grenzen zugerechnet werden, sondern denen, die sie abzuriegeln versuchen. Zugleich zerfällt Tichys Opfer- und Heldenerzählung, nach der Tichys Einblick das berichtet, was andere verschweigen. Und schließlich kann er sich nicht länger als tapferen Kämpfer gegen eine grün-liberale Hegemonie inszenieren, wenn seine Vorstellungen längst zum öffentlichen Mainstream gehören. Der für das Marketing so geliebte Verfolgten-Status geht verloren.

Doch im Grunde ist das alles schon Vergangenheit. Um darum hängt der Aufregung um Tichy und der Merz-Absage auch etwas Verblichenes an, wie einem Spiel aus alten Zeiten. Denn die neuen Konfliktlinien verlaufen zwischen den weltweit vordringenden Autoritären und den verbleibenden klassisch demokratischen Gesellschaften. Die jüngste Allenbach Studie wirft die Frage auf,  „inwieweit eine Demokratie auf Dauer die zunehmende Komplexität der Politik aushält, die mühsame Suche nach Kompromissen, auch die zahlreichen Misserfolge, ohne Gefahr zu laufen, bei Autokraten Zuflucht zu nehmen. Die Beispiele demokratisch legitimierter Politiker, die auf die Unlust am Konsens und das Bedürfnis nach starker Führung bauen, daher Institutionen schwächen und die demokratische Kultur beschädigen, nehmen in Europa und außerhalb auffällig zu. (…) Dies stimuliert die Sehnsucht nach starken, durchsetzungsfähigen Führungsfiguren. 60 Prozent der Bevölkerung meinen, es werde in Deutschland zu sehr auf Kompromisse gesetzt; notwendig seien starke politische Führungsfiguren, die eine klare Richtung vorgeben und sich durchsetzen.“

Demokratischer Kompromiss oder autoritäre Entscheidung  – in dieser Auseinandersetzung wird sich erweisen, welchen Weg „Tichys Einblick“ nimmt. Es macht keinen Sinn, ihn bereits vorsorglich den Autoritären und Rechtspopulisten zuzuordnen. Im Gegenteil: Jede kluge Stimme wird gefragt sein, die republikanischen Errungenschaften zu verteidigen. Spätestens dann entscheidet sich, ob Roland Tichy ein Forum für Rechtspopulisten heraus gibt.

 

Über den Autor: Franz Sommerfeld, Jahrgang 1949, Studium der evang. Theologie, Redakteur, Reporter, Chefredakteur verschiedener Zeitungen von den „roten Blättern“ des Marxistischen Studentenbundes Spartakus bis zum „Kölner Stadt-Anzeiger“, Vorstand der Mediengruppe DuMont. Publizist, Mitglied des Kuratoriums des Theodor-Wolff-Preises und der Jury für die „Journalisten des Jahres“. Verschiedene Veröffentlichungen, 2008 „Der Moscheestreit“ bei Kiepenheuer und Witsch.

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Alle Kommentare

  1. Aus Sicht der grün-links lackierten Enheitspresse ist Roland Tichy natürlich ein Abweichend, ein Querdenker. So etwas kann in diesen Zeiten in diesem Land natürlich nicht geduldet werden, weder in der Politik noch in den Medien. Jetzt, da das linke Meinungsmonopol der Macht der faktischen Ereignisse langsam zu bröseln beginnt, schlagen dessen Vertreter*innen verbissen und mit einem unglaublichen Vernichtungswillen auf jeden Querdenker ein. Ich wünsche Herrn Tichy, dass er sich von dem unwürdigen Verhalten der Hüter*innen der einzig zulässigen Wahrheit nicht einschüchtern lässt und seinen mutigen Weg im Dienste der Demokratie weiter geht. Ich lese Tichys Einblick sehr gerne und kenne – ausser vielleicht Cicero – kein ppltisches Magazin, dass ähnlich kritisch berichtet. Spiegel und Stern hatten ihre Zeit. In ihrer derzeitigen Verfassung sind sie schlichtweg überflüssig.

    1. Sehr schön, vielen Dank.
      Wir erleben den Niedergang bzw. das Hinterfragen der “etablierten” Medien, die sehr gerne schreiben und dabei zwischen Berichterstattung und Kommentar keinen Unterschied machen.

      Ich nutze gerne auch diw BAZ sowie die NZZ.

      Manchmal kommt es mir vor, als lebten wir schon jetzt in einer Meinungsdiktatur.

      1. Man muss sich ja nichts madig machen lassen, sich nichts vorschreiben lassen und sich auch nicht ständig belehren lassen von der schreibenden Zunft hier und dort, sondern konsequent sein Recht auf freie Nutzung vielfältiger Angebote wahrnehmen.

        Viele Bürgerinnen und Bürger sind eh mündig.

      2. Kein Wunder, wenn es Ihnen so vorkommt, als lebten wir schon jetzan in einer Meinungsdiktatur.

        Erst neulich hat eine Gymnasiallehrerin den Schülern allen Ernstes gesagt, die Schule ist eine Diktatur.
        Na was sollen die kids dann schon lernen wie Demokratie, Meinungsvielfalt, Presse etc funktioniert, wenn es in der Schule so gelehrt wird u das geistige Zukunftspotenzial Deutschlands so devot sozialisiert wird.

        Die werden zu Knechten abgerichtet, die sich kein Wort mehr sagen trauen, keine Kritik äußern trauen, ihr eigenes Denken abstellen, damit sie nicht rausfliegen aus dem “schulischen Straflager, dem Gefängnis, wie mir ein Jugendlicher sagte”. Maul halten und durch, sonst wird man von den Lehrern gemobbt und die berufliche Zukunft ist im Arsch. Betrifft aber nur Burschen.
        Einheitsbrei, Einheitsschule, Einheitspresse, politisch korrekt und sonst nix.

        Was soll man da dann noch später erwarten?
        Wenn kids Eltern haben, die ein anderes Vorbild abgeben, haben sie Glück gehabt und werden mal abwandern.

        Bei uns war das noch so, dass man eine Meinung haben durfte, es wurde geradezu gefördert. Und es gab echte Diskurse.

    2. Stimme Ihnen insoweit zu! Dass TE die aktuellen Angriffe aus der links-Grün-ideologischen Ecke zu erwarten hatte, war nur eine Frage der Zeit. Es ist die wachsende Leserschaft und bei den “Qualitätsmedien” der Leserschwund!
      Und, dass Journalisten des linken Mainstreams auch per Ordre de Mufti ticken (müssen), damit sie ihre täglichen Brötchen auch bezahlen können, ist kein Geheimnis.
      Aber eine schert plötzlich aus der Matrix der links-Grünen Logik aus: Mariam Lau von der DIE ZEIT!

      Ein Shitstorm ohnegleichen bricht über sie herein.
      Wer nicht für offene Grenzen ist, auf bekannte Abkommen nicht pfeift, so auch in dieser angeblichen Euro-Rettung, wird moderat als Rechtspopulist, wenn nicht gleich als Nazi beschimpft.

      Es geht um die Vorherrschaft der Hirne. Abweichende Meinungen zum Mainstream werden nimmermehr geduldet. Gewisse Themen zur Vergötzung und als Sakrileg erhoben. Das macht die Leute närrisch und wütend: Wir leben in einem totalitaristischen System, inklusive des Konformitätszwangs.

      1. Schert Lau echt aus, oder ist das nur eine show?

        Ich trau denen von der Zeit ja nicht, vor allem auch seit dem grotesken Umgang mit Bundesrichter Fischer – und wie die mit externen Foristen umspringen, ist auch unter jeder Sau.

    3. Irgendwie wird man das Gefühl beim lesen des Artikels nicht los das der Verfasser sehr lange gewartet hat um Herrn Tichy endlich mal so richtig ans Bein zu pinkeln!

      Das ist auch sein gutes Recht! (Es gibt ja noch sclimmere)

      Aber es gibt zur Zeit ganz andere Probleme welche uns alle die Existens kosten können!

      Ich sehe kaum jemand neben TE, welcher dieses Thema mit der Intensität wie TE voran treibt!
      Die Achse wäre da noch – gut, die wird ja schon länger angepinkelt.

      Diese Betrachtungen, ob Herr Tichy nun weniger drive hat oder ob andere Kapazitäten ihm auch an sein Hosenbein wollten oder wollen ist angesichts der immer dramatischer werdenden Zustände in der BRD ein Fliegen…… falls man diesen Ausdruch in Deutschland noch verwenden darf!

      Diese Leute werden sich immer noch mit den theoretischen .Betrachtungen über R. Tichy die Zeit vertreiben wenn die kommende Immigrantenpartei bei 15% steht und dramatisch zunehmen wird!

      Da schmunzelt der Medienfachman, ja?

      Wir hören und sehen uns dann wieder – versprochen! Das dauert gar nicht mehr so lange!)

      (In den Niederlanden kann man es jetzt schon beobachten!)

      Also – auf zur Jagd!

      Gruß

      L.J. Finger. (Ich traue mich noch meinen Namen unter mein Geschreibsel zu setzen) (noch)

  2. “Hegemonie rot-grüner Vorstellungen, die lange Politik und Gesellschaft prägten” – In welchem Deutschland leben Sie denn?

    Das einzige, was man vielleicht so nennen könnte, ist eine Liberalisierung im zwischenmenschlichen Umgang, mit mehr Freiheit für individuelle Bedürfnisse, die heute vom größten Teil der Gesellschaft als selbstverständlich angesehen wird. (Drollig vor dem Hintergrund von Jahrzehnten der Unterdrückung, wenn der Pegida-Demonstrant die Frauenrechte und unsere Schwulen gegen böse Zuwanderer verteidigt.)

    Ansonsten: Die Einkommensungleichheit und die Vermögensungleichheit nehmen ungebremst zu, die Bildungschancen für nicht-privilegierte Kinder sind auf dem gleichen Stand wie in den fünfziger Jahren, die großen Vermögen entstehen heute durch Erbschaft und nicht durch Leistung. Wo wollen Sie denn da eine rot-grüne Hegemonie finden? Das ist ja nicht mal kapitalistisch heute, wo – zumindest in der Theorie – die eigene Leistung zählt. Die gesellschaftliche Stellung und die wirtschaftlichen Ressourcen werden in Familiendynastien leistungslos von Erbe zu Erbe weitergereicht. Man wird wieder mit dem goldenen Löffel im Hintern geboren – wir leben im Neo-Feudalismus.

    1. Neo-Feudalismus – gut erkannt!

      Hier liegt dann auch die zukünftige Aufgabe von TE, den Leuten in der neuen breiten Volkspartei AFD am linken Rand klarzumachen was echte soziale Marktwirtschaft ausmacht und wie wichtig diese für breiten Wohlstand ist.

    2. @Arno Nym: Schön zusammengefasst, weitgehende Zustimmung!
      Einschränkend würde ich sagen, dass grüne Vorstellungen durchaus auf breiter Front Einzug in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gehalten haben, nachdem selbst die Merkel-CDU nach Fukushima auf den Atomaustiegs-Zug aufgesprungen ist. Diese “Hegemonie grüner Vorstellungen” ist allerdings auch von einer tieferen Einsicht und Überzeugung breiter Bevölkerungsschichten getragen, die nicht dauerhaft in Angst vor radioaktiver Verstrahlung (sei es durch Naturkatastrophen, Terroranschläge, Unfälle bei Transporten oder fehlerhafte Endlagerung) leben möchte. Oder die auch einfach nicht verantworten können, den kommenden Generationen eine noch größere Bürde für die riskante Endlagerung aufzuhalsen.
      Von einer “Hegemonie roter Vorstellungen” im Sinne eines Sozialstaates mit fairer Chancenverteilung und fairem Einkommensgefüge kann ich allerdings auch nicht viel erkennen. Die Schere zwischen den hohen und den mittleren bis niedrigen Einkommen ist gerade hier in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten brutal auseinandergegangen – thematisiert wird das aber höchstens mal am Rande, wenn wieder eine neue Statistik herausgekommen ist, die diesen fatalen Trend bestätigt. Dabei ist genau DAS ein Mega-Thema, das nahezu jeden unterhalb der Manager- und Geschäftsführer-Ebene interessieren sollte, da es um den eigenen Lebensunterhalt, um faire Entlohnung und letztendlich auch um die Erhaltung des sozialen Friedens in diesem Land geht. Aber scheinbar geht es den meisten noch zu gut, sie sind zufrieden, solange keine Flüchtlingsunterkunft im 50km-Umkreis eröffnet wird. Die Neo-Liberalisten (oder wie Sie schreiben gerne auch Neo-Feudalisten) haben es eben prima geschafft, von diesem Thema abzulenken – ob ungewollt oder mit purer Berechnung?

      1. @Tuchels Einblick

        Um ihnen mal ein bisschen Angst zu machen:

        “Schon gegen Ende der Weimarer Republik war die Mitgliederstruktur der NSDAP sozial ausgewogener als die jeder anderen Partei; sie war die ers­te wirkliche Volkspartei.”

        Kommen wir in das Jahr 2018 zurück, die AFD wird grosse Teile der klassischen SPD und der Links-Partei Wählerschaft demnächst einfach absorbieren, das ist heute schon klar, denn mit echtem Linkspopulismus hat die AFD ja noch gar nicht angefangen.

      2. Eine Partei, die 1946 zur „verbrecherischen Organisation“ erklärt wurde, als „Volkspartei“ zu bezeichnen, spricht Bände, aber Ihre Gesinnung, Klaus, ist ja bekannt! Und wenn Sie die Mitglieder als „sozial ausgewogener als die jeder anderen Partei“ bezeichnen, obwohl sie hauptsächlich aus Beamten und Angestellten bestand, ist das schlicht falsch!

  3. Im Beitrag ist vieles richtig gesehen. Ein Problem bei Tichy sehe ich in der richtig eingeschätzten Einstufung einer Scheidelinie zur AfD. Wenn er einerseits die von der “Politik Angela Merkels Enttäuschten und durch Zuwanderung, Globalisierung und Digitalisierung Verunsicherten” bedient, wie Sommerfeld sagt, andererseits aber auf Distanz geht zur einzigen Partei, die dieses Feld bedient, hat Tichy ein Problem, bei aller gebotenen Unabhängigkeit zu Parteien generell. Bei ihm dürfen Außenseiter aus der FDP, CDU oder sogar der AfD-Abspaltung LKR schreiben, aber niemand von der AfD, auch kein Liberaler aus dieser Partei. Trotzdem bekommt Tichy dafür vom Establishment keine Punkte, denn es stuft den Kurs von Tichys Einblick schon richtig ein.

    1. Ich lese TE schon sehr lange und stelle nüchtern fest, man hat sich AFD Positionen klar angenähert, Autoren mit jahrelanger FDP und CDU Bindung haben Schrittweise einsehen müssen, der Verrat und der Ausverkauf nationaler Interessen erfolgt tatsächlich systematisch, getragen durch alle Altparteien.

      Diese Entwicklung gilt aber nicht nur für TE, die AFD konnte in dieser Zeit ihre Zustimmung allgemein verdoppeln.

  4. Unterdessen in irgend einem deutschen Biergarten: Roland Tichy und seine Co-Autoren schlagen sich vor Begeisterung auf die Schenkel wegen all der kostenlosen Werbung, die eine halbe Handvoll abgehalfterter Unions- und FDP-Politiker gerade für “Tichys Einblick” gemacht haben.

  5. >Es fehlt ihm an brillanten und jungen Autoren;

    LOL

    Genau bei den Autoren zeigt sich die Qualität und das grosse Talent von Herrn Tichy, die Autoren sind praktisch alle Top und liefern teilweise unglaublichen Output auf hohem Niveau.

    Herr Tichy mag keine hohlbirnigen jugendlichen Lauras und Lisas!

    Gut so, man sieht ja was diese Tanten z.B. bei bento aber auch im Mainstream für einen unglaublichen Schwachsinn schreiben.

    Und der griechische Staatsanleihen Fan Steingart kann ja mal zeigen, wie weit er ohne Milliardenkonzern im Rücken kommt.

    Roland Tichy hat in einer extrem schweren Zeit eine erfolgreiche unabhängige politische Medienmarke aufgebaut, vergleichbar fast nur mit Dirk Manthey.

  6. Ich verstehe nicht warum der Autor der Meinung ist das außer Tichy selbst keine relevanten Co-Autoren mit schreiben würden. Das Gegenteil ist der Fall.

  7. Mann, muß die links-grüne Bourgeoisie Angst um ihren leistungslosen Wohlstand- verdient allein durch ihre korrekte Gesinnung-haben. Links gibt es natürlich keine Populisten, da die Linke nicht zum Pöbel gehört. Ist einfach zu reich dafür. Man ist halt Elite. Also ist das Gegenteil von rechtspopulistisch linksoligarchisch.War ja auch eine Meisterleistung, den gesamten linken Themenkomplex für sich zu beanspruchen und zu pervertieren. Da wird dann etwas von Gender- Solidarität-Antirassismus-no border gebrabbelt um den verhassten Kleinbürger ausbeuten zu können. Bin eben erst auf diese seltsame Seite gestossen, und als echtes Arbeiterkind in relativer Armut aufgewachsen finde ich keine Worte, wie dieses Schmarotzertum am Arbeiter und Steuerzahler für das eigene Bankkonto mit hysterischem Pseudo-Altruismus und Hypermoral verteidigt wird. Nur Treten und persönliche Angriffe, primitiv. Ich darf das übrigens, bin eh nur ein faschistoider Kleinbürger, halt einer von denen, die in einer Blase leben, die “echtes Leben” heisst. Die reiche Neue “Linke” hat Angst, daß ihre Privilegien verloren gehen, da kreischt man “Rechtspopulist” und “Nazi”, tut intellektuell erhaben. Weil man nichts drauf hat als herrschende Ochlokratie. Ehrlich, stilistisch sind eure Artikel im Vergleich zu Tichy ganz schlecht und schlicht. Wir “normalen” Leute, die leider nur leben wollen und keine Lust haben euch mit “Bambule” zu unterhalten, weshalb ihr euch neuerdings an der rohen Schönheit der edlen Wilden berauscht haben die Nase voll von Augstein-Millionären, die uns erklären wollen, was “Moral” ist. Die neue Linke ist die alte Rechte, und ihr Ausbeuter jammert jetzt, daß dem arbeitenden Menschen Konservative näher sind als eure Freude an “Klassenkampf” und Chaos, solange ihr sie nur von der Villa oder schicken Altbauwohnung aus im Fernsehen seht. Sehr schön zu sehen wie euch aus Angst um eure Kohle der Hintern grade auf Grundeis geht, eure “Argumente” sind die gleichen wie bei eurer neuen Lieblingsreligion: Schaum vorm Mund und persönliche Angriffe.Wer ist nur dieser total gefährliche Tichy, der auch schon mal in einen Weihnachtsmarkt fährt? Super Recherche! Wichtig! Liebe Wohlstandselite, euer Zugriff auf die von uns verdienten Ressourcen ist nicht in Stein gemeißelt. Das dachte Ludwig XVI. auch. Was euch jetzt noch stört ist das Volk, das für euch und eure “Neue Weltordnung” ausgebeutet wird. Ein Tichy erkennt das und beweist mehr Sympathie für die von der Linken verhassten “kleinen Leute” als ihr. Der Konservative lässt uns wenigstens leben. Der Kaiser hasst natürlich das Kind das “der Kaiser ist nackt” ruft, besonders, wenn der Kaiser und seine Kinder jemals ernsthaft arbeiten müssten. Ach übrigens, redaktionelle Schwäche: Wie war das mit den Teppichmessern beim Gebührenfernsehen, die photogeshoppt wurden, damit man sie nicht in den Händen der Türken beim Angriff auf israelische Soldaten sah? War da eure Redaktion grade mal wieder auf dem Frauendeck? Das Parteien- und Lobbyistenfernsehen wäre ein großes Feld, wenn man redlich und fair wäre. Aber lieber Gegenstimmen mundtot machen.

    1. …da haben Sie mir so richtig aus der Seele geschrieben – vielen Dank!

      Die “Profis” schmunzeln über uns, nur so ganz zart kann man schon merken, das das Wasser im Elfenbeinturm steigt!

    2. Jeanne, dafür das Sie sich für “normal” halten, schreiben sie aber ganz schön lange Texte. Wie kommen Sie überhaupt darauf für jemanden zu schreiben außer sich selbst?

  8. “Angela Merkel ist spätestens bei der nächsten Bundestagswahl nur noch ein Thema für zeitgeschichtlich Interessierte.”

    Gewagte These.
    Momentan sieht es nicht so aus das bei der nächsten Bundestagswahl eine Rot-Grün-Rote Koalition möglich ist.
    Bei Schwarz-Rot oder Schwarz-Grün stellt die CDU den oder die Kanzlerin… und momentan hat die CDU keine Alternative zu A. Merkel.

  9. Danke für die Analyse, der ich in vielen Punkten nur zustimmen kann. Auch mir ist aufgefallen, dass der ähnliche Ton und die ähnliche Richtung viele Artikel redundant machen. Auch das Problem, dass Tichy als brillianter Autor relativ alleine dasteht, sehe ich. Andererseits sehe ich aber auch eine Reaktion. Zuletzt gab es vermehrt interessante Artikel von Gastautoren aus Wirtschaft und Wissenschaft. Wenn es Tichy gelingt, hier weiter zu diversifizieren, gebe ich seinem Blog sicherlich noch mal eine Chance.

  10. was offenbar in der linksgrünen Blase, die ja nach repräsentativen Umfragen unter Journalisten mehr als 3/4 der deutschen Medienschaffenden umspannt, noch nicht angekommen ist, ist dass sich die Bezeichnung “rechtspopulistisch” langsam aber sicher von einer Schmähung zu einer Auszeichnung entwickelt. Ähnliches, wie das früher von den Briten verhängte “Made in Germany”-Siegel für deutsche Produkte, um diese als schlecht zu brandmarken, sich aber schnell zu einem Qualitätssiegel entwickelt hat, wird sich dann auch beim “Rechtspopulismus” wiederholen. Die erfolgreiche rechtspopulistische Regierung in Österreich hat es bereits vorgemacht, in Italien erfährt die gerade neugebildete rechtspopulistische Regierung ebenfalls höchse Zustimmung, nachdem sie binnen weniger Wochen dem Schlepperwahnsinn vor Libyen ein Ende gesetzt hat. Und gerade beim zukünftigen Megathema um die Folgen der Islamisierung, die nach wie vor und höchstwahrscheinlich auch in Zukunft vom linksgrünen Mainstream tabuisiert oder relativiert werden, wird sich der Rechtspopulismus als Aufklärer noch über Jahre hinaus weiter profilieren können. Eine goldene Zukunft ist dem Rechtspopulismus also so gut wie sicher, nur eine Frage von vier oder acht Jahren, ob eine rechtspopulistische Regierung oder zumindest eine von Rechtspopulisten gelenkte Minderheitsregierung die Geschicke Deutschlands lenken wird.

    1. Links-Grün und ihre Journalie sind nicht in der Lage in die Zukunft zu denken.

      Die träumen immernoch davon, dass sich alle Probleme einfach so auflösen und die AFD verschwindet.

      Was diesen “Schlepperwahnsinn” betrifft kann man gut eine Parallele ziehen.

      Vor genau einem Jahr hat die Identitäre Bewegung ihre “Defend Europe” Mission im Mittelmeer gestartet, begleitet von Sabotage- und Diffamierungskampagnen der üblichen Verdächtigen und der Linksmedien.

      Vernichtungswillen statt Auseinandersetzung mit dem Thema bestimmte das Denken – und was hat es gebracht ?

      Salvini – NGO Ende und links-linke Selbstzerfleischung (nicht nur) bei der Zeit.

      Ne wirklich links-liberale Zeitung hätte übrigens Martin Sellner den Lau Artikel schreiben lassen (hehe, da wäre was los gewesen) und dieser hätte für Linke garantiert einen echten Mehrwert gehabt.

      So findet der politische Diskurs halt weiter woanders statt

  11. Herr Sommerfeld,

    wenn Sie diese Kommentare lesen, müssten Sie nachdenklich werden. Viel besser kann die Wirkung von Rechtspopulisten gar nicht beschrieben werden.

    Ihre haarsträubende These lautet letztlich, dass Roland Tichy nicht für das verantwortlich ist,was in seiner Publikation geschrieben wird. Nein, er ist in Wahrheit für jeden einzelnen Artikel in seinem “Einblick” verantwortlich, einige Zitate wie von Bettina Röhl haben Sie ja selbst erwähnt.

    1. Lieber Herr Brunowski, sicherheitshalber haben Sie ein „letztlich“ eingefügt, denn Sie sind natürlich professionell genug, um zu wissen, dass ich derlei nicht geschrieben habe. Natürlich ist er für sein Portal verantwortlich. Meine „These“ ist, dass man den Vorwurf des Rechtspopulismus, so unspezifisch er ist, nachweisen muss. Bettina Röhl reicht nicht, im übrigen spekulieren Fans von ihr, dass es kein Zufall sei, dass sie dort lange nicht mehr geschrieben haben.

      Und meine Vermutung ist, dass viele, die Friedrich Merz so begeistert applaudiert haben, nie in Tichys Einblick hinein schauen, sondern sich des schnellen Etiketts bedienen, dass viel Einvernehmen herstellt.

      Auch Sie verzichten ja darauf, Ihre Vermutung mit auch nur einem Link aus Tichys aktuellem Auftritt zu belegen. Wenn es so einfach wäre, wie Sie und andere meinen, dürfte Ihnen das kein Problem bereiten.

      PS: Ansonsten haben Sie Ihre eigenen persönlichen Erfahrungen mit Tichy, da waren Sie ja nicht ganz erfolglos.

  12. Das ist ja ohne Herzrasen kaum mehr auszuhalten!

    Hatte mich schon gefragt, wann und wie gegen “Tichys Einblick“ zum “hochoffizillen Halali“ geblasen wird. Ausgerechnet Friedrich Merz … schade.

    “Tichys Einblick” ist das Beste was es derzeit an Meinungsportalen gibt. Es deckt schonungslos die Schwächen und Unzulänglichkeiten unserer derzeitigen “Politelite” und deren Machenschaften auf. Dass diese Abkassierer damit nicht umgehen können (wollen), ist doch selbstverständlich und beweist nur die Daseinsberechtigung von “Tichys Einblick”.

    Vor ca. 10 Jahren war das, was auf Tichys Einblick publiziert wird, in der Medienwelt noch ganz normaler Journalismus. Es ist unerträglich das alles, was sich nicht dem Meinungsdiktat anpasst, ausgeMERZt werden soll.

    Jetzt läuft die Maschinerie des fertig und mundtot machens also gegen Tichy auf Hochtouren. Da kann ich nur ein Zitat vortragen. “Wenn ich von Deutschland träum in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht”! Aber das ist Demokratie!

    Ich hoffe, demnachst tritt eine reine islamistische Partei zum großen Gegenschlag an. Auch das ist Demokratie. Bin gespannt wie dann das Halali geblasen wird.

    1. Dass hier zurecht mal auf die Person Tichy und seinen „Einblick“ eingegangen wird, muss Ihnen als dessen Stammleser nicht gefallen, aber Sie sollten sich schämen, Heine zu zitieren und ihn damit in einen Zusammenhang zu bringen, der ihm zutiefst verhasst gewesen wäre!

  13. Roland Tichy kritisiert die Bundesregierung. Das muss natürlich bestraft werden…(Sarkasmus).

    Er wird es überleben, die Bundesregierung und ihr willfährigen 5. Kolonne nicht.

  14. Natürlich ist Tichys Blog ein Dorn im Auge der Merkelschen Stürmer-Truppen und der schadenfrohe Nutznießer der sog. Linksversifften.
    Man gibt sich solche Mühe bei der positiven Darstellung der Einwanderung muslimischen Prekariats für Genetik, Wirtschaft, Rente, Wohlstand mit Hilfe von Fälschung der Statistiken, kriminellen Praktiken bei BaMF und Verschleppung von Abschiebungen, Strafverfolgungen und Verbrechensbekämpfung und dann kommt Tichys und benennt die Fakten. Der Hass der linksextremen Saalschläger wird dann natürlich auch gerne einer vom Schlage Friedrichs nützlich erscheinen, dem bekanntlich sein eigenes finanzielles Fortkommen wichtiger als eine demokratische Verfassung ist. Sucht er vielleicht gerade ein Pöstchen beim BGH oder dem Verfassungsgericht und braucht jede Zustimmung die er kriegen kann?
    Und who the f… is Evelyn Roll? Nie gehört von ihr.

  15. “Damit wird die Verantwortung für Fehlentwicklungen bald nicht mehr den Anhängern offener Grenzen zugerechnet werden, sondern denen, die sie abzuriegeln versuchen.” Ich denke, auch in Zukunft wird man die zugrunde liegende Ursache weiter beachten, der im Artikel beschriebene Zeitgeistwechsel wird dafür sorgen. Als einer der ersten richtig gelegen zu haben, ohne wie das Compactmagazin in Verschwörungstheorien abzugleiten, wird das Ansehen Tichys noch lange prägen. Die “WELT” scheint einen Turnaround zu versuchen, die Faz nicht. Viele Konkurrenten auf dem Markt der bürgerlichen Presse werden nicht bleiben.

    1. Ja ja, die FAZ. War gerade übers Wochenende bei der Travemündner Woche. Großes Thema dort eine Messerattacke in einem Lübecker Bus. 10 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Täter laut FAZ in einem 13-Zeiler vom Samstag war ein Deutscher. Genaueres musste ich erstmal in der Polizei-PM (Blaulicht) nachlesen. In der heutigen FAZ wurde daraus in einem 31-Zeiler ein Deutsch-Iraner. Na ja, offenbar nur ein rein regionales Ereignis.

  16. Auf alle Fälle bin ich froh, dass wir – als Gegner von Windkraft in jahrhundertealten Wäldern – von Roland Tichy ein Forum bekommen haben, das im Gegensatz zur ansonsten doch ziemlich energiewendegebürsteten Medienkultur steht! Letztere treibt nämlich nach wie vor erschreckend kritiklos den katastrophalen Umbau unserer letzten Landschaften in Windindustrieregionen voran, obwohl längst bekannt ist, dass die CO²-Grenzersparnis jeder weiteren WEA praktisch gleich Null ist. Wir Landeier konnten in einem kleinen Artikel mal so richtig Frust ablassen über die Art und Weise, wie z.B. manche hessischen Grünen ihre Politik gegen den Willen einer regionalen, bürgerlichen Basis durchziehen, die nicht gewohnt ist und im ländlichen Alltag auch kaum Zeit dazu hat, mal so richtig einen auf Protest zu machen.

  17. Das Problem, sofern es eines gibt, liegt sicher weniger an der Person Tichys, wenngleich seine eigenen Beiträge durchaus mindestens als „rechtspopulistisch“ zu kennzeichnen sind, sondern an dessen Leserschaft. In den Kommentaren dort spiegelt sich die ganze Bandbreite von rechts-konservativ über rechtspopulistisch bis hin zu (ja!) Nazitum. Und man muss Nazis als das bezeichnen dürfen, was sie sind!

    Ich bin nur einmal zufällig auf seinen „Einblick“ gekommen und dort auf einen Beitrag von ihm, in dem er die Vergabe des Unworts des Jahres angriff. Darin versuchte er u. a. zu belegen, dass das Wort „völkisch“ ja überhaupt nichts mit den Nationalsozialisten zu tun hätte. Das allein spricht schon Bände, aber die Kommentare überschlugen sich geradezu: von hämischen Worten über das Unwort bis hin zu offener Verherrlichung des Nazi-Faschismus alles vertreten!

    Was nutzt also die kritische Haltung Tichys, die der Artikel hier suggerieren will, wenn die Leserschaft von rechts bis rechtsextrem sein Portal geradezu gekapert hat! Und wenn man die Kommentare hier liest, erkennt man langsam, aber sicher, dass auch Meedia.de immer mehr von rechtem bis rechtsextremen Leuten gekapert wird. Ist das erwünscht?

    Wenn dies so weitergeht, ist anzunehmen, dass eines Tages irgendwo ein Artikel ähnlich diesem erscheinen wird, der sich mit dem Abgleiten eines früher kritischen Medienportals in die rechte Ecke beschäftigen wird.

    1. Ich bin zufällig auf die Seite vom Spiegel gekommen. Bei einem Artikel über Flüchtlingen und NGOs wurde offen zum Rechtsbruch aufgerufen. Die CSU wurde mit rechtpopulistischen Parteien verglichen und Kritiker der offenen Grenzen als Rassisten und Nazis bezeichnet. Gewalt gegen Andersdenkende wurde befürwortet. Ich habe die Befürchtung, dass die Seite von von getarnten Nazis gekapert wurde und jede Kritik als rechts bezeichnet wird, damit man sich nicht mit Argumenten auseinandersetzen mus.

      1. „Scharia Schulz“, der neue „Jihad Meier“ aka „Jihad Müller“? Sehr interessant! Hat Ihnen der Mossad kürzlich zugesetzt?

        Aber welche „Argumente“? Wenn Hass und Hetze zu „Argumenten“ werden, gibt es nichts auseinanderzusetzen. Basta! „Man kann sich mit dem Nationalsozialismus geistig nicht auseinandersetzen, weil er ungeistig ist.“ (Zitat aus dem Flugblatt II der Widerstandsgruppe gegen das Nazi-Regime „Weiße Rose“) Das Wort Nationalsozialismus kann man heutzutage gern durch „AfD-Anhänger“ oder durch „Hasser und Hetzer“ ersetzen. Und das beste Beispiel dafür sind Sie!

    2. Nazis, Nazis…..überall Nazis!

      Wenn auf einmal die ganze Welt unscharf wird, liegts in der Regel nicht an der Welt, sondern an den eigenen Pupillen.

      In den Kommentarspalten bei Tichy habe ich übrigens viele ehemalige Weggenossen aus früheren Jahren wiedergetroffen.
      Zu Zeiten, als ich noch aktiv bei den Grünen war.

      Und jetzt?

      1. Die Welt wird nicht „unscharf“, die Pupillen ebenso wenig, im Gegenteil: Nazis lassen sich heutzutage viel besser von Nicht-Nazis unterscheiden! Und dass Nazis ehemals sogar Linke gewesen sein können, lässt sich auch an Horst Mahler verfolgen.

        Und jetzt?

  18. Mit Roland Tichy kann man eigentlich nur noch Mitleid haben. Ein verbitterter Apologet und Demagoge der konservativen Revolution, zu allem bereit. Von geiferndem Populismus über EU-Bashing (DSGVO) der ignorantesten Art bis hin zu allerlei unterhaltsamen Verschwörungstheorien (Soros) ist auf Tichys Einblick alles dabei. Eine Schmonzette des deutschnationalen Paralleluniversums, intellektuell verbrämt und toxisch!

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