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“Todesliste des Chefredakteurs” – der Wirbel um die “Zeit-Mitarbeiter-erschießen”-Umfrage der Titanic

Zeit-Vize-Chefredakteur Bernd Ulrich (l) ,Titanic-Chefredakteur Tim Wolff
Zeit-Vize-Chefredakteur Bernd Ulrich (l) ,Titanic-Chefredakteur Tim Wolff

Die Diskussion um den Pro&Contra-Beitrag zu privater Seenotrettung von Flüchtlingen in der Zeit von vergangener Woche treibt seltsame Blüten. Eine satirische Twitter-Umfrage von Titanic-Chefredakteur Tim Wolff sorgte für einen Sturm der Entrüstung unter Medienmachern. Wolff wurde dafür kurzzeitig von Twitter gesperrt. Nun kündigt er eine Aufarbeitung in der kommenden Titanic an.

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Titanic-Chefredakteur Tim Wolff twitterte als Reaktion auf das Pro&Contra in der Zeit eine Twitter-Umfrage, die er mit “Zeit-Mitarbeiter auf offener Straße erschießen?” betitelte. Als Antwortmöglichkeiten waren “Pro” und “Contra” angegeben. Der Tweet löste einen Sturm der Entrüstung bei einigen Medienmachern aus:

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Bernd Ulrich ist Politikchef und stellvertretender Chefredakteur der Zeit. Das umstrittene Pro&Contra wurde in seinem Ressort veröffentlicht. Tim Wolff erklärte zu Ulrichs Statement: “Ich weiß nun, wie sich die wahren Opfer der Flüchtlingskatastrophe, nämlich Journalisten wie Bernd Ulrich von der Zeit, fühlen: Nur weil man ergebnisoffen und demokratisch reflektiert über das Verrecken von Menschen diskutieren will, wird man von der Political-Correctness-Polizei weggesperrt. Ich werde aber dennoch nicht aus Trotz Nazi werden, obwohl die Versuchung natürlich groß ist. Stattdessen werde ich in der nächsten Titanic über das Thema noch mal in einem Artikel namens ‘Die Todesliste des Chefredakteurs’ ausgewogen und ergebnisgeschlossen behandeln.”

Screenshot: Tim Wolff

Aufgrund zahlreicher Beschwerden wurde Wolff von Twitter wegen der Umfrage für zwölf Stunden gesperrt, sein Umfrage-Tweet wurde gelöscht. Wolffs Kommentar zur Sperrung: “Okay. Beitrag zur Versachlichung: Ich möchte natürlich NICHT Zeit-Journalisten auf offener Straße erschießen – sondern irgendwo im Mittelmeer, auf internationalen Gewässern, wo keiner so genau hinschaut und die rechtliche Lage eine andere ist.”

Mittlerweile ist Wolffs Twitter-Account wieder online. U.a. mit dieser Umfrage:

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Alle Kommentare

  1. 12h Twittersperre für den links-linken Held der Meinungsfreiheit – LOL

    Normale User (also keine Antideutschen) hätten ihren Account verloren.

    1. Man muss das wohl so verstehen, dass Sie sich selbst als “normal” empfinden. Beruhigend zu wissen, dass zumindest der psychiatrische Zweig der Gesundheitswirtschaft nicht um seine Existenz fürchten muss …

  2. Wer je geglaubt hat, Titanic sei Satire, irrte immer. Und der Chefhetzer der Gazette namens Timm Wolff ist ein vielleicht frivoles Büschchen, das meint ein Journalist zu sein, aber stellt sich selbst auf eine Stufe mit Trump. Dass meedia diesen ungehobelten Rotzlöffel – Achtung Satire ! – unverdrossen eine Plattform gibt und Titanic’s Plustersotissen nach wie vor ungeniert Satire nennt, disqualifiziert meedia.

  3. Einfach mal recherchieren ( mehrere Datenschutzanfragen reichen völlig aus) welche sog.”Trusted Reporter” als privatwirtschaftliche Unternehmen für diese offenkundigen willkürlichen, politisch motivierten Sperrungen verantwortlich sind!

    Die umstrittene jugendschutz.net GmbH soll ja noch immer ihre Finger im Spiel haben. Die Unsetzung der DSGVO sollte dort auch längst abgeschlossen sein.

  4. Lustig, dass die linke Zeit jetzt Opfer ihres eigenen Programms wird. Ich könnte mich beömmeln… Hat was von Robespierre und Danton.

    1. Ach Felix- wenn es nur so wäre! Die tanzen uns doch hier nur den Meinungsfreiheits- Tango vor – und dann geht es wieder zusammen ab unter die selbe Rot-Grüne-Gender- Decke… Alles nur Show- Biz…

  5. Gut, wenn sich alle gegenseitig und letztlich selbst zerfleischen.

    Was anderes haben diese Opfer nicht verdient, die jede ihnen nicht genehme Meinung ohnehin verbieten wollen und jeden als rechten Abschaum und Nazi denunzieren, der nicht die Blattlinie korrekt vertritt.

    Die Schleimspur ist jedenfalls unerträglich.

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