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Xavier Naidoo darf laut Gerichtsurteil nicht Antisemit genannt werden 

Wird neues Mitglied bei der Casting-Show DSDS: Xavier Naidoo

Der Popsänger Xavier Naidoo, 46, hat sich vor Gericht erfolgreich gegen Antisemitismus-Vorwürfe gewehrt. Das Landgericht Regensburg untersagte es einer Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung am Dienstag in seinem Urteil, den Sänger als Antisemiten zu bezeichnen. Die Frau habe diesen Vorwurf nicht ausreichend belegen können, sagte Richterin Barbara Pöschl bei der Urteilsverlesung.

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Die Referentin hatte im vergangenen Jahr in Straubing vor Publikum gesagt: „Er ist Antisemit, das ist strukturell nachweisbar.“ Die Amadeu-Antonio-Stiftung setzt sich gegen Rechtsextremismus ein.

Naidoo, Sänger der Band Söhne Mannheims, hatte sich in der Verhandlung vor drei Wochen auf die Kunstfreiheit berufen und betont, dass er sich gegen Rassismus einsetze. Den Vorwurf antisemitischer Ressentiments wies er im Gerichtssaal zurück. Sein Sohn trage zudem einen hebräischen Namen. Die Beklagte hatte dargelegt, dass Naidoo in seinen Liedtexten auch antisemitische Codes und Chiffren verwende. Diese seien ihm nicht bekannt, hielt der Musiker dagegen.

Naido erregte in der Vergangenheit bereits Aufsehen, weil er 2014 bei einer Veranstaltung der rechtsextremen Reichsbürger sprach. Ein Jahr später wollte der NDR den Sänger für Deutschland zum Eurovision Song Contest schicken. Nach einem Shitstorm, revidierte der Sender die Entscheidung. Im vergangenen Jahr wurde sein Lied „Marionetten“ wegen der darin verwendeten antisemitischen Klischees kritisiert.

dpa/sw

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