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“Vielleicht der erbärmlichste Auftritt eines US-Präsidenten”: CNN-Moderator Anderson Cooper rechnet mit Donald Trump nach Putin-PK ab

Denkwürdige Pressekonferenz in Helsinki: Donald Trump und Wladmir Putin
Denkwürdige Pressekonferenz in Helsinki: Donald Trump und Wladmir Putin Foto: Screenshot © The White House / Facebook / Fox News

Es war ein denkwürdiger Auftritt nach einem historischen Zusammentreffen: Erstmals in seiner Präsidentschaft ist Donald Trump zu einem Gipfel mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammengetroffen. Vor allem die Pressekonferenz der beiden Staatschefs sorgte für jede Menge Gesprächsstoff. Weil Donald Trump erneut eine direkte Schuldzuweisung für die Einmischung bei der vergangenen US-Wahl in Richtung von Wladimir Putin vermied, reagierten US-Politiker, Reporter und zahlreiche Twitter-Nutzer fassungslos.

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Der erste Gipfel zwischen Donald Trump und Wladimir Putin verfestigte das Bild, das seit der US-Wahl 2016 vorherrscht: Der amerikanische Präsident hat vom russischen Staatschef offenkundig eine ziemlich hohe Meinung. Dass Trump Putin am Ende sogar mehr Glauben als seinen eigenen Geheimdiensten zu schenken scheint, machte die denkwürdige Pressekonferenz des historischen Zusammentreffens in Helsinki deutlich.

Zur russischen Einmischung bei der vergangenen Präsidentschaftswahl merkte Trump an, Putin habe ihm versichert, dass Russland damit nichts zu tun habe – und er selbst habe keinen Grund, diese Aussage zu bezweifeln. Drei Tage zuvor hatte das US-Justizministerium allerdings noch nach Ermittlungen von Sonderermittler Robert S. Mueller Anklage gegen zwölf russische Geheimdienstmitarbeiter erhoben.

Auch auf erneute Nachfrage reagierte Trump ausweichend und erklärte, die Schuldigen für die Wahlmanipulationen säßen in beiden Nationen, Russland, aber auch den USA. Die Reaktionen auf die außergewöhnliche Pressekonferenz ließen nicht lange auf sich warten. CNN-Starmoderator Anderson Cooper nannte Trumps Auftritt “die vielleicht erbärmlichste Vorstellung eines US-Präsidenten auf einem Gipfel vor einem russischen Staatschef, die ich je gesehen habe”.

Der frühere US-Präsidentschaftskandidat John McCain, ein Veteran der Republikaner, gab fast wörtlich das gleiche Statement ab. Trumps Pressekonferenz sei “einer der beschämendsten Auftritte eines US-Präsidenten” gewesen. Kein US-Präsident habe sich jemals zuvor “erbärmlicher von einem Tyrann missbrauchen lassen”, erklärte McCain.

Selbst der erzkonservative TV-Sender Fox News, in dem Trump traditionell am besten wegkommt, schloss sich dem Urteil an.

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Die bei der US-Wahl 2016 unterlegene demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton nutzte Trumps Pressekonferenz unterdessen auf Twitter zu einer rhetorischen Revanche. Zunächst twitterte Clinton kurz nach dem WM-Finale in Moskau, man solle doch einmal fragen, für welches Team Trump eigentlich spiele. “Jetzt wissen wir’s”, beantwortete sich Clinton selbst mit beißender Ironie die Frage.

Donald Trump gab sich auf seinem bevorzugten Kommunikationskanal Twitter unterdessen unbeeindruckt. Vor dem Zusammentreffen mit Wladimir Putin hatte Trump noch getwittert, die amerikanisch-russischen Beziehungen befänden sich auf einem Tiefpunkt.

Nach dem Gipfel von Helsinki sprach Trump unterdessen von “einem produktiven Dialog”, der nicht nur gut für die USA und Russland sei, “sondern für die ganze Welt”.

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