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Gruner +Jahr relauncht Dogs mit langen Lesestücken und “Beauty-Seiten” für den Hund von heute

Chefredakteurin Nina Grygoriew und die neue Dogs
Chefredakteurin Nina Grygoriew und die neue Dogs

Gruner + Jahr gönnt seiner Hunde-Lifestyle-Zeitschrift Dogs eine umfassende Frischzellenkur. Unter der neuen Chefredakteurin Nina Grygoriew werden künftig Lese-Geschichten rund um Hunde und ihre Besitzer in den Fokus gerückt. Der Verlag möchte mit der Neuausrichtung auch die Zielgruppe erweitern.

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“Dogs war zuletzt nicht unbedingt ein Heft für ‘Hunde-Anfänger’, viele Themen haben sich an Menschen gerichtet, die sich bereits gut mit den Tieren auskennen. Wir öffnen das Heft und die Themen für alle Hunde-Freunde: solche, die es bereits seit Jahren sind und die, die es gerade erst werden.” So umreißt Nina Grygoriew die Intention hinter dem Relaunch. Die neue Chefredakteurin ist bei Gruners Content-Marketing-Tochter Territory, wo Dogs erscheint, parallel auch zuständig für das Rewe-Kundenmagazin Laviva.

Bei Territory wird Dogs geführt, da man im Mutterhaus seit der Umstellung auf die so genannten Communities of Interest nicht mehr so genau wusste wohin mit dem Hundeheft, das 2006 aus der damaligen Redaktionellen Ideen Olympiade (RIO) entstanden war, einem In-House-Ideenwettbewerb.

Viel Lesestoff für Hundefreunde

“Im alten Heft gab es viele Geschichten mit einem gewissen ‘Lerneffekt’ für die Leser. Das hatte lange seine Berechtigung, heute holen sich die Menschen Service und Informationen aber eher aus dem Internet. Das neue Konzept setzt daher lieber bei der ganz besonderen Beziehung zwischen Mensch und Hund an und erzählt große emotionale Geschichten über Menschen und ihre Hunde”, so Grygoriew. Die Stories werden nun deutlich länger und sollen stets eine “Heldin” oder einen “Helden” haben. Also jemanden, dem die Leser als Protagonist durch die Geschichte folgen können. Das können Hunde sein oder auch mal Menschen, wie im Relaunch-Heft eine Tierärztin, die sich in besonderer Weise um erblindete Hunde kümmert.

Ungewöhnliche Aufmacher-Optik von Lese-Stücken in der neuen Dogs

Die Titelstory der Relaunch-Ausgabe heißt “Plötzlich Züchter” und erzählt von einem Paar, das in Australien überwintern wollte, als die Nachricht kam, dass die eigene Vizsla-Hündin mit acht Welpen trächtig ist. Der sorgsam geplante Australien-Trip wurde abgeblasen, stattdessen musste man sich auf das Leben als unfreiwilliger Hundezüchter einstellen.

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Solche Stories sollen Lesestoff für Hundehalter liefern und eben auch für Menschen, die zwar vielleicht aktuell keinen Hund haben, sich aber für die Vierbeiner interessieren, wie die Chefredakteurin selbst: “Ich hatte zehn Jahre lang einen Hund, einen Dackel. Aktuell bin ich im Job so eingespannt, das möchte ich keinem Hund zumuten. Aber ich liebe Hunde immer noch sehr.”

Beratungs- und Servicethemen soll es zwar weiterhin auch geben, aber eher beiläufig oder in speziellen Formaten wie einem “Pro&Contra” zu bestimmten Themen. Produktseiten mit Hundeartikeln dürfen nicht fehlen. “Das klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber bei uns intern läuft das unter ‘Beauty-Seiten'”, sagt Grygoriew. Abgerundet wird die neue Dogs inhaltlich mit einer Kolumne von Kult-Autorin Anja Rützel, die selbst begeisterte Halterin eines Podenco-Rüden namens Juri ist.

“Beauty-Seiten” für Frauchen, Herrchen und Hundchen

Auch optisch wurde Hand angelegt ans Heft. Das Format ist etwas handlicher geworden und der Titel kommt nun weniger glänzend daher. Der Umfang wurde um 20 Seiten erweitert. Die Aufmacherseiten der langen Lesestücke sind komplett einfarbig gehalten und warten mit kleinen Illustrationen auf, die Anmutung ist gediegen. Zusätzlich gibt es künftig in jeder Ausgabe ein kleines Goodie in Form eines Posters. Den Auftakt macht ein Dackel-Poster mit Illustrationen und Infos zur Rasse.

Neue Bildsprache (Im Bild: Afrikanische Wildhunde)

Natürlich erhofft man sich im Verlag mit der Öffnung des Themas und dem neuen Schwerpunkt auf Lesestücke mittel- bis langfristig auch Effekte auf die Auflage. Aktuell verkauft Dogs laut IVW 1/2018 knapp 30.000 Exemplare, gut die Hälfte davon im Abo. Im Segment der Hunde-Zeitschriften hat der Titel eine Ausnahmestellung. Die meisten anderen Hundezeitschriften sind deutlich preisgünstiger produziert und legen ihren Schwerpunkt auf Beratung und die Vorstellung von Hunderassen. Mit eine Heftpreis von 5,90 Euro ist Dogs im Vergleich klar als Premium-Produkt positioniert. An der zweimonatlichen Erscheinungsweise ändert sich nichts. Bürohunde sind bei Dogs natürlich nach wie vor gern gesehene Redaktionsgäste. Laut der Chefin bringen vier bis fünf Mitarbeiter regelmäßig ihre Hunde mit zur Arbeit. Das soll ja auch überaus positive Effekte auf die Arbeitsmoral haben!

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Alle Kommentare

  1. Leider ist die neue DOGS durch und durch misslungen.
    Der Verlag möchte die Zielgruppe erweitern?Ich frage mich, ob diese Zeitschrift denn überhaupt noch jemanden anspricht.
    Die belanglosen Geschichten sind bereits morgen vergessen und lohnen die Lesezeit nicht. Auch die Bilder machen keine Lust mehr auf „Hund“, ich kann die Zeitschrift nur noch lustlos in die Ecke legen.
    Wie schade, dass es eine so tolle Zeitschrift nicht mehr gibt.

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