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Die Gefährdung der Menschenwürde – warum man für das “Pro&Contra” zu privater Seenotrettung in der “Zeit” dankbar sein sollte

Zeit Autorin Mariam Lau  wurde viel kritisiert für ihren Beitrag zur privaten Seenotrettung in der Zeit. Franz Sommerfeld verteidigt sie
Zeit Autorin Mariam Lau wurde viel kritisiert für ihren Beitrag zur privaten Seenotrettung in der Zeit. Franz Sommerfeld verteidigt sie

Die Zeit hat für ein "Pro&Contra" in der aktuellen Ausgabe, das Motive und Handlungen privater Seenotretter im Mittelmeer diskutiert, massive Kritik aus Medien- und Politikkreisen erfahren. Für Franz Sommerfeld, Ex-Chefredakteur des Kölner Stadt-Anzeigers und ehemaliger Publizistik-Vorstand bei DuMont, gehören solche Fragen und Kritik aber zum Wesen des Journalismus. Man müsse ihr danken, dass sie die Motive der Seenot-Retter kritisch hinterfragt.

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Ein Gastbeitrag von Franz Sommerfeld

Offensichtlich muss man Mariam Lau ausdrücklich dafür danken, dass sie im Pro und Contra der aktuellen Zeit Offensichtliches ausspricht wie die Feststellung, dass „die (Seenot-)Retter längst Teil des Geschäftsmodells der Schlepper sind“.

Und dafür danken, dass sie die Motive und Begründungen der Seenot-Retter kritisch hinterfragt: „Viele Retter begründen ihr Handeln unter anderem damit, dass jeder Mensch das Recht habe zu fliehen, wohin er will. Weil es so ein Recht juristisch nicht gibt, begründen sie es moralisch. Europa stehe, so sagt es zum Beispiel Ruben Neugebauer, Sprecher der Rettungsorganisation Sea-Watch, obendrein wegen “kolonialer und postkolonialer Ausbeutungsprozesse” in der Schuld der Migranten. Sie holten sich also nur einen Bruchteil dessen zurück, was man ihnen weggenommen habe. Diese fragwürdige Kausalkette geht nicht nur davon aus, dass die Bewohner ehemaliger Kolonien für nichts verantwortlich sein können – nicht mal für ihr eigenes Unglück –, sondern sie geht auch mit einer gewaltigen Selbstüberhöhung einher: Manche Seenotretter vergleichen sich unerschrocken mit den Fluchthelfern der DDR oder gar mit jenen, die im Zweiten Weltkrieg Juden gerettet haben.“

Denn solche Fragen und solche Kritik machen das Wesen von Journalismus aus. Journalisten haben auch die Beweggründe und Begründungen der vermeintlich „Guten“ zu prüfen. Wer allerdings den Shitstorm liest, der seit Tagen über die Journalistin hinein bricht, kann erkennen, wie die weltweite Konterrevolution der Autoritären im Lager der Liberalen eine Schützengraben-Mentalität auslöst, die einem offenen Streit nicht zuträglich ist und stattdessen die Freiheit, zu fragen und hinterfragen, einer „liberalen Selbstzensur“ unterwirft. So hält Heribert Prantl von der Süddeutschen der Zeit empört vor, schon allein durch das Pro und Contra die Menschenwürde zu verletzen.

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Als besonders schändlich gilt den empörten Kritikern die Frage von Mariam Lau danach, wie die Akzeptanz für Flüchtlinge in den demokratischen Gesellschaften des Westens zu sichern ist. Wer die Demokratie respektiert und schützen will, hat sich mit ihren Fragen auseinander zu setzen: „Stellen wir uns für zwei Minuten vor, wo Europa jetzt stünde, wenn man dem Drängen der Menschenrechtsorganisationen nach Legalisation aller Wanderungsbewegungen, ob Flucht oder Armutsmigration, nachgegeben hätte. Nach einem Europa ohne Grenzen. Eine Million, zwei Millionen, drei Millionen. Wie lange würde es wohl dauern, bis die letzte demokratische Regierung fällt?“

Dass Mariam Lau heftigen Widerspruch erfährt, wird sie gewusst haben. Ihre Überlegungen brauchen den Streit. Doch die Schrillheit der Empörung verrät viel von der Defensive der Demokraten und der Gefährdung der Menschenwürde.

Diesen Beitrag hat Franz Sommerfeld auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. MEEDIA publiziert ihn mit seiner freundlichen Genehmigung.

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Alle Kommentare

  1. 1) Heribert Prantl irrt, wie in jüngster Zeit leider oft. Er hat sich in ein Thema verrannt, das ihn nicht los lässt. Und das zugleich seinen Blick auf das Ganze verengt. Aus einem Tunnelblick sollte man nicht argumentieren.
    2) Man lese nochmals Meedia vom 1.7. zu Lifeline und die Fragen andie Organisation Lifeline. Das war einer der ersten Texte, die Motivation und die politische wie öffentlich-rechtlich einseitige Berichterstattung über Seerettung – nicht Seenotrettung – hinterfragte. Das Echo war ein Shitstorm dazu. Nebbich.
    4) Lifeline hat bis heute die darin gestellten Fragen nicht genau beantwortet oder nur maliziös kaschiert. Und zugleich darauf verwiesen, “demnächst” werde der Spiegel. . . Hat der inzwischen. Wie gewünscht. Toll! Medien auszugrenzen oder andere zu bevorzugen, kannte man bisher nur von der AfD.
    4) Seawatch selbst verhehlt nicht, mit den Schleppern zusammenzuarbeiten. “Die Schlepper wissen wo wir sind . . .” Heißt das, die selbsternannten Retter betreiben klammheimlich das Geschäft der Schlepper? Und damit auch die dahinter agierenden politischen Institutionen und Parteien?
    5) Ordentliche humanitäre Organisationen wie das Rote Kreuz oder MsF sagen, wofür sie stehen und was sie tun. Diesen Nachweis müssen Sea Watch und Lifleline erst noch erbringen.

    1. “Seawatch selbst verhehlt nicht, mit den Schleppern zusammenzuarbeiten.”

      Ein schönes Exemplar, für lügen mit Zitaten. Auch viele Ganoven wissen, wo die Polizeistation ist oder, wenn sie sich Schmieresteher leisten kann, wo die Nachtwache gerade patrouilliert und trotzdem arbeitet weder die Polizei noch die Nachtwache mit den Ganoven zusammen.

      @”Danke für die Diskussion um Seenotrettung.”

      Wieso die Diskussion auf Seenotrettung beschränken und nicht sämtliche Notrettung zur Disposition stellen? Es gibt bereits erste Stimmen, die Gebühren für medizinische Notdienste fordern. Das sind natürlich Leute, die es gar nicht anders kennen, dass selbst wenn sie mal nicht ein paar Fünfziger locker in der Tasche haben, sie stets Zugriff auf eine zuverlässige, weil stets mit übervollem Konto assoziierte Kreditkarte zur Hand haben.

      Begriffe wie Postkollonialismus verschleiern, dass über die Gläubigerdiktate des IWF oder wie in Tunesien die EU erst vor wenigen Monaten bis heute, das Schicksal der Länder von außen bestimmt und gelenkt wird.

      Wie die Methode des politischen Gläubigerdiktats funktioniert, hat uns die Troika seit 2008 mit Griechenland sehr eindrücklich demonstriert. Die griechische Regierung wurde anlässlich jeder Refinanzierungsrunde (auslaufende Kredite müssen durch neue abgelöst werden) gezwungen, ideologisch verblendete und vollkommen unrealistisch konzipierte “Gesundungs”-Gesetze und -Verordnungen in Kraft zu setzten. Sehr schön lässt sich die Sinnlosigkeit an den Privatisierungen, die laut IWF-Plan 50 Mrd. Euro einbringen sollten, die aber nur einmalig rund ein Zehntel einbrachten, zeigen. Die dem Staat aber die letzten sicheren regelmäßigen Einnahmen nahmen.

      Mit ähnlich dysfunktionalen Diktaten werden viele Entwicklungsländer seit Jahrzehnten vom Wertewesten gelähmt und unter der Fuchtel des IWF gehalten. Die ideologiesatten Ideen des IWF funktionieren überhaupt nur, wenn seltene Randbedingungen herrschen, wie bspw. im Falle Lettlands, wenn ein Land sehr klein ist und die massenweise arbeitslos Werdenden ins EU-Umland zur Arbeitsmigration können und das Land mit Umlandgeld wieder aufrichten.

      Die Verantwortung für Länder wie Syrien, Irak. Libyen und Afghanistan wiegt wegen der vom Wertewesten dort entfachten und betriebenen Kriege noch viel schwerer. Dass diese Krieg im Seerettungsdiskurs der Hartleibigen kaum auftreten, zeigt mir deren amoralische Bodenlosigkeit.

      Ich verstehe höchstens noch bei bezahlten Schreibern, die unbedingt ihre Jobs behalten wollen, wieso die solche abstruse intellektuelle Verrenkungen produzieren. Karrierejoga.

      1. Der guten Leute, die sich die Welt malen, wie sie ihnen gefällt und die ohne viel Wissen oft groteske Meinungen vertreten, gibt es gar zu viele in den Medien. Aber sie sind ja die ethisch und moralisch überlegenen Guten, wer will deren kruden Ideen widersprechen? Die ach so guten bedauern das Schicksal der Leute auf dem Meer. Keiner, aber auch keiner der vielen gutmenschlichen Kommentatoren erwähnt, dass sich diese Leute, angelockt von Versprechungen nach einem besseren Leben, sich selbst ohne wirkliche Not, in die Situation gebracht haben, in der sie jetzt sind, anstatt im Land zu bleiben und aktiv an der Verbesserung im eigenen Land mitzuarbeiten. Es gibt kein Recht auf Migration in der Erwartung, dass die anderen die Pflicht haben, schon alles irgendwie zu richten, zu retten und zu einem schnellen guten Leben verhelfen. Die Bevölkerung von Afrika wächst jährlich derzeit um 36 Million Menschen. Was glauben Sie? Wie viel davon sollen wir Jahr für Jahr aufnehmen?

        Salam Aldeen, Gründer der Organisation „Save Humanity“ steht derzeit in Griechenland wegen versuchten Menschenschmuggels unter Anklage. Aldeen ist Komplize der kriminellen Schleuser und steht daher zurecht vor Gericht!
        In einer Nacht im Januar 2016 sei aus dem Meer ein Notruf via Whatsapp eingegangen, erzählt Aldeen frank und frei auf einer Pressekonferenz in Berlin. Zwei überfüllte Boote seien liegengeblieben und vom Kentern bedroht. Aldeen und seine Helfer fanden die Boote nicht, wurden jedoch von einem Boot der griechischen Küstenwache aufgegriffen und verhaftet.
        Da kann man sich doch als normaler Mensch nur fragen: Woher wusste der Mann auf dem Boot, an wen er sich “zwecks Rettung” per Whatsapp zu wenden hat? Und man kann nur zu dem Schluss kommen, dass der Migrant, der die Whatsapp – Nachricht sandte, diese von Schleppern in Lybien erhalten hat. Die Aussage Aldeens zeigt doch eindeutig, dass es Absprachen zwischen den Schleusern und den “Rettern” der Schiffbrüchigen gibt. Anders herum, ohne die “Retter” würde kein Schlauchboot mit Treibstoff für 10 Seemeilen in See stechen. Und die “Retter” und ihre Sympathisanten beklagen die Tragödien auf See, die sie selbst mit verursacht haben.

  2. Wenn Heribert Prantl es in Sachen Menschenwürde ernst wäre, würde er gnädig aufhören, uns mit seinen Meinungsäußerungen zu foltern

    1. Auch DIE ZEIT foltert die Leser zu oft mit ihrer Propagandamaschine. Es wird immer schlimmer damit.

  3. Was ist das denn für eine unsägliche Diskussion.
    Wer jemals länger unter Wasser war als gewollt, weiß, wie sich ertrinken anfühlt.
    Wie soll der vermeintliche Appell an die Schlepper denn ablaufen? “Hört mal Jungs, ab heute retten wir nicht mehr, sonder wir beobachten nur noch, wie eure Kundschaft absäuft?”
    Wie lange soll die Übergangsfrist sein, in der man Menschen (sic) ertrinken lässt, ohne zu retten?
    Wer schaut zu, wer beobachtet, ob die “Zahlen” zurück gehen?
    Es gibt kein Contra gegen Menschlichkeit oder wir versinken in einer Abgestumpftheit, die ihresgleichen sucht, dann lassen wir irgendwann jemand anderes sterben mit den einschlägigen Argumenten.
    Man darf keine Luft an eine Diskussion für und wider Menschlichkeit lassen.

    1. Es ist nicht nur hier immer wieder lustig zu lesen, dass Menschen tatsächlich glauben, dass es Fluchtbewegungen nur gibt, weil es Schlepper und Seenotretter gibt. Das ist genauso, als würde man glauben, dass Brände nur existieren, weil es die Feuerwehr gibt!

      Wenn wir an der Vernichtung des Weltklimas weiter so arbeiten, wie wir es jetzt tun, werden in Zukunft Milliarden zu uns strömen; und diese möglicherweise bewaffnet und mit Gewalt! Man lese beispielsweise mal das Buch „Zehn Milliarden“ von Stephen Emmott!

      Aber wer von den ganzen Hetzern hier ist schon in der Lage, mal ein etwas längeres Buch zu lesen? Und pikanterweise wird der Klimawandel auch noch gerade von denen so vehement bestritten, die auch gegen Zuwanderung sind. Hier offenbart sich ein Verhalten, dass über den Horizont des eigenen Gartenzauns und über die Köpfe der Gartenzwerge nicht hinwegzuschauen vermag. Und je kleiner der Horizont, desto lauter die Stimme!

      Und noch etwas zum Wort „Nazis“, mit dem sich einige ja ach so ungern bezeichnen lassen möchten. Man könnte das Wort z. B. auch durch „rosa Punkte“ ersetzen, aber Nazis sind nun einmal keine rosa Punkte. Stimmen Sie mir darin überein, werte Dschihad Meier und Klaus? Also bleiben wir doch lieber bei der Bezeichnung, die auch wirklich passt.

  4. Wieder so ein Begriff, mit dem man jeden Arglosen argumentativ entwaffnet: Menschenwürde.

    Kaum einer weiß ja bei uns, was Würde tatsächlich meint. Merkel hantiert neuerdings mit diesem Begriff herum, es scheint sich um die derzeit ausgegebene Begriffswaffe zu handeln.

    Menschen, die in Lebensgefahr sind müssen gerettet werden. Zu mehr besteht weder Verpflichtung, noch Veranlassung. Natürlich auch dann nicht, wenn diese sich absichtlich in Gefahr begeben haben.

    Vor allem erhalten Menschen, die sich absichtlich in Not begeben dadurch keinen Anspruch auf Einbürgerung. Leute, die anderes behaupten müßte man einem Rechtsstaat übergeben können, den freilich rechtzeitig abgeschafft wurde. Das ierscheint offensichtlich. Allerdings nicht für einen Prantl.

    Fraglich, ob hier von Seenot-Rettung gesprochen werden kann, die vermeintlichen Helfer sind Organisatoren und damit der Beihilfe zur Erpressung verdächtig, schon weil sie Teil eines übergeordneten organisierenden Netzwerkes sind. Aus der Sicht der Rechtsstaatlichkeit ist dies eine kriminelle Vereinigung.

    Welche nicht die Rettung von Menschen, sondern eine Umvolkung ganzer Kontinente zum Ziel hat. Die Leerung von Afrika.

    Spätestens dann, wenn diese Leute einige Zeit hier leben, ihre Familien dann nachgeholt haben werden sie bemerken, daß ihre Würde auf dieser Reise womöglich ersoffen ist.

    Der Staat hat die Würde zu achten. darüber hinaus ist Würde sehr fragil und natürlich leicht zerstörbar.

    Wenn es gut läuft, werden diese angelockten Zuwanderer jene Leute zur Rechenschaft ziehen, die lediglich ihrem eigenen Trieb folgten, um sich und ihrem armseligen Leben etwas Bedeutung zu verschaffen, sich als verlogene Lebensretter positionieren zu müssen.

    Die sprengen die Gesellschaften und werden viele unglückliche Menschen produzieren. Laßt jene nicht aus den Augen, die so etwas losgetreten, und zu verantworten haben.

  5. Also ich finde es gut wenn jemand Menscheleben rettet. Und seine Motivation ist mir dabei herzlich egal. Dass ich mit dieser Einstellung linksradikaler antideutscher Bodensatz sein soll erstaunt mich. Aber wenn schon die ZEIT das ertrinken-lassen von Menschen als ernstzunehmende Option diskutieren lässt, bin ich meiner Ansicht vermutlich tatsächlich Aussenseiter. Dabei fühle ich mich ganz normal. ..

  6. Der Artikel von Miriam Lau ist in Ordnung – aber die Schlagzeile hat, echt, BILD-Niveau. Hat aber lange gebraucht, bis Herr Ullrich das gemerkt hat. War Herr Lorenzo im Urlaub? – Schlagzeilen sind Marketing. Da beginnt das Ende der Seriosität.

  7. die konservative “junge Freiheit” hat einen sehr guten investigativen Film bei youtube eingestellt.

    youtube: die Flüchtlingslüge 2017

    die Bewegungsprofile der Schiffe sagen alles……..im übrigen scheinen viele dieser NGOs von Millardären wie Soros mitfinanziert zu werden……es scheint eine Agenda von BIG Money zu sein….mit Demokratie hat das nichts mehr zu tun…wenn liberale Globalisten so Demokratien verarschen….die EU Komission, UNHCR scheinen aber alle mit von der Partie zu sein….die ganze Logistik verät das nicht nur die schönen blauen Rucksäcke vom UNHCR die an den merkwürdigsten Ecken auftauchen.

  8. Die scheinheilige, emotionalisierte Pro und ContraAufmache hat ja nichts mit ehrlichem Zugeständnis zur vernünftigen Debatte, Selbstverständlichkeit von freier Meinungsäusserung zu tun.
    Geschenkt. Interessiert nicht.

  9. Zitatanfang
    Wer die Demokratie respektiert und schützen will, hat sich mit ihren Fragen auseinander zu setzen: „Stellen wir uns für zwei Minuten vor, wo Europa jetzt stünde, wenn man dem Drängen der Menschenrechtsorganisationen nach Legalisation aller Wanderungsbewegungen, ob Flucht oder Armutsmigration, nachgegeben hätte. Nach einem Europa ohne Grenzen. Eine Million, zwei Millionen, drei Millionen. Wie lange würde es wohl dauern, bis die letzte demokratische Regierung fällt?“
    Zitatende

    Nicht, dass ich von der angeblichen Demokratie in Europa entzückt bin, aber wie sollen Migranten die Demokratiefetzen (z.B. nur Wahlen statt Volksentscheide) hier gefährden?

    Da es keine demokratische Regierung gibt, kann auch keine fallen.

  10. “Schädlich” ist hier allenfalls, dass sich der Autor dazu hinreissen lässt, nachweislich falsche Behauptungen von rechts einfach so als gesetzt zu sehen und als Faktum weiter zu verbreiten. Tatsächlich ist den Schleppern vollkommen egal, ob gerettet wird oder nicht, ihr Geld haben die zu dem Zeitpunkt schon, und es kommen mitnichten mehr Leute, wenn gerettet wird. Das ist bereits eindeutig widerlegt anhand der Zahlen nach der Einstellung von Mare Nostrum. Das einzige, was passiert, ist, dass die Zahl der Toten ansteigt – und genau darüber sollte sich jeder klar sein, der der Argumentation folgt: dass die einzige Konsequenz ein Mehr an Toten ist.

    Zweitens verzerrt der Autor den Grund des Aufschreis – denn zur Debatte gestellt wird hier grundlegendes Seerecht, dass auch Seeleute aller Länder schützt.

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